Die Krise in der Ukraine und die Medien

05.05.2014 - Pressenza Berlin

Die Krise in der Ukraine und die Medien
(Bild von Foto aus: hanseaticmoneyfair.de )

(hpd) Es gibt derzeit für einen Journalisten kaum eine schwierigere Aufgabe, als zu versuchen, über die Krise in der Ukraine zu schreiben ohne dabei in irgend einer Weise Partei zu ergreifen oder sich auf Medienmeldungen zu verlassen, die eben alles sind: nur nicht unparteiisch.

Noch nie in der Geschichte der deutschen Medien gab es solch eine Differenz zwischen der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung wie derzeit. Kaum jemand, der die deutschsprachigen Medien verfolgt, fühlt sich von ihnen umfassend und korrekt informiert, wenn es um die Krise in der Ukraine geht. Auf der anderen Seite ist jedem klar, dass russische Medien auch kaum als objektive Quellen herhalten können; ist doch hinreichen bekannt, dass es kaum unabhängige Medien gibt (wie auch die Reporter ohne Grenzen immer wieder betonen), deren Stimme in Mitteleuropa wahrgenommen wird.

So sprechen ein Großteil der Medien – auch die Tagesschau – davon, dass die am Sonnabend freigelassenen Offiziere als OSZE-Beobachter im Land unterwegs waren. Einige Stimmen – wie der ehemalige “Tagesschau”-Redakteur, Publizist und Autor Volker Bräutigam – werfen den Medien jedoch gezielte Desinformation vor.

So schreibt Bräutigam auf Facebook: “Die in der Ostukraine am 25. April festgesetzte Gruppe von Offizieren, die dort angeblich auf Basis des Wiener Dokuments der OSZE informationssuchend tätig geworden war, wurde noch vier Tage nach dem Zwischenfall in den NDR- und ARD-Nachrichten fälschlich als ‘OSZE-Militärbeobachter’ tituliert, obwohl die OSZE sofort klargestellt hatte, dass die Männer nicht zur OSZE-Mission gehörten.” Dabei beruft er sich auf den Vizechef des OSZE-Krisenpräventions- Zentrums, Claus Neukirch, der am gleichen Tag dem ORF sagte: “Ich muss aber auch sagen, dass es sich genau genommen nicht um Mitarbeiter der OSZE handelt (…), sondern es sind Militärbeobachter, die bilateral dort unter einem OSZE-Dokument tätig sind.” Bei den gefangenen Militärs handelte es sich nach seiner Auffassung “um eine bilaterale Mission unter Führung des Zentrums für Verifikationsaufgaben der deutschen Bundeswehr”. Diesem Zentrum wird eine enge Zusammenarbeit mit dem BND nachgesagt: “Die Aufgabe der etwa 200 Mitarbeiter ist es zu überprüfen, ob andere Staaten Rüstungskontrollverträge einhalten, die sie mit Deutschland geschlossen haben.”

Den gesamten Artikel findet man beim Humanistischen Pressedienst (Frank Nicolai)

Kategorien: Europa, Frieden und Abrüstung, Kultur und Medien, Meinungen
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