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Erinnerungskultur

Das Wettern der Woche: Filmriss

Ach ja, Gaza. Wer lässt sich deshalb schon gern die Stimmung verderben? Klar – auch ein ganz kurzer Filmblick auf Gaza schlägt auf den Magen, genauso wie die Blicke nach Kiew oder Kuba oder den vielen anderen Elendsorten weltweit. Es…

110 Jahre Verdun: Vergessen, verdrängt, verantwortungslos?

Am 21. Februar ist es 110 Jahre her, dass die Schlacht um Verdun begonnen hat. Verdun wurde zum Beispiel für die Mischung aus mittelalterlicher Brutalität und industriellen Tötungswaffen. Vor allem aber muss die Hölle von Verdun als abschreckendes Beispiel für…

„Der Hitlers war‘s” – oder: Die Entsorgung der NS-Vergangenheit und die AfD

Immer mehr Deutsche wollen immer weniger über die deutsche Nazi-Vergangenheit wissen: über Kriegsverbrechen, Massenmord, Denunziation – über Täter, Zuschauer und Opfer. Ist die heutige, schuldlose Generation also endgültig entlassen aus der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit? Oder hat sie die Verpflichtung,…

Kriege, Kinder, Schreie und das Schweigen der Welt

Seit 2015 erinnert Memory Gaps, die digitale Kunstinitiative der Malerin Konstanze Sailer, beständig an diese Kinder, an deren bestürzend kurze Leben und schrecklichen Tode. Von der Antike bis heute zählen Kinder zu den von Kriegen meistbetroffenen aller vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Von…

Zwischen Marginalisierung und Versöhnung: Die Zivilgesellschaft und der Kosovo-Konflikt

Weiter Spannungen zwischen Serbien und dem Kosovo Serbien besteht auf der Zugehörigkeit des Kosovo zu seinem Staatsverband, während der Kosovo auf seiner Unabhängigkeit von Serbien besteht. Beide Regierungen zeigen keine große Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Der aktuelle Streitpunkt: Die Kosovo-Serben wünschen…

Das Wettern der Woche: Eier in der Hose!

“Jeder Schuss ein Russ, jeder Stoss ein Franzos“: Freudig und kopflos jubelnd zogen die Deutschen pflichtschuldigst in den 1. Weltkrieg. Zieh schneller, Soldat. Im März 1916 begann das zehnmonatige Menschenschlachten in Verdun: 300.000 Soldaten, 400.000 Verwundete. Dennoch nichts gelernt. Eier…

Mahnwache für Renee Nicole Good und die Opfer von ICE-Gewalt in New York

Es ist Sonntag, der 11. Januar – ein Tag voller Emotionen. Ich verlasse eine U-Bahn-Station, die nur wenige Schritte vom Ort des Treffens entfernt liegt, um Renee Nicole Good zu gedenken. Sie wurde von Jonathan Ross, einem ICE-Beamten, kaltblütig ermordet.…

Schulstreik mit Nachspiel: Nicht erst 1968 gab es Proteste gegen Nazis

Es herrscht durchgängig die Ansicht, dass erst seit den sogenannten 68ern eine Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit stattgefunden habe, und dass es so etwas wie Schulstreiks auch erst danach gegeben habe. Und wenn, dann fanden die natürlich in Berlin statt, aber…

Gnade oder Fluch? Der Spruch von der „Gnade der späten Geburt“ gehört vom Kopf auf die Füße gestellt

Einer der dümmsten Sprüche der Nachkriegszeit ist der von der „Gnade der späten Geburt“, den der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl geprägt hatte. Er legt nahe, dass man, weil spät geboren, in der Nazizeit keine Schuld mehr auf sich habe laden…

Vielschichtige jüdische Perspektiven: Wie eine Frau sich aus ihrer zionistischen Erziehung befreit

In ihrem Roman „Jerusalemtag“ verknüpft Ruth Fruchtman das Leben der Jüdin Roma Kahn mit den politischen Ereignissen in Israel auf feinsinnige Weise, ohne dabei in Agitprop abzugleiten. Roma wächst in einer zionistischen Familie in England auf. Ihre Kindheit ist von…

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