Die wie auch immer geschwärzten Dokumente über die Jahrzehnte währenden Handlungen des Investmentberaters und Vermögensverwalters Jeffrey Epstein sind inzwischen der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich. Die Dokumente umfassen über 6 Millionen Seiten an Beweismaterial, veröffentlicht bislang etwas über die Hälfte, darunter 2.000 Videos und 180.000 Bilder. Wahrgenommen und heiß diskutiert wird das vorliegende Material als ein unglaublicher Skandal.

Als ein Skandal, der Epstein und seine Welt als nicht von dieser Welt erscheinen lässt. Eine nähere Betrachtung des vorliegenden Materials zeigt etwas Anderes: Dass Epstein und seine Welt nichts anderes als das Ergebnis der Welt von heute sind.

1. Prolog: Die Machtelite

Die Kräfte gewöhnlicher Menschen sind durch die alltäglichen Welten begrenzt, in denen sie leben; doch selbst in diesen Abläufen von Arbeit, Familie und Nachbarschaft scheinen sie häufig von Kräften getrieben zu werden, die sie weder verstehen noch beherrschen können […] Doch nicht alle Menschen sind in diesem Sinne gewöhnlich. Da die Mittel der Information und der Macht zentralisiert sind, gelangen einige Männer […] in Positionen, von denen aus sie gleichsam auf die alltäglichen Welten gewöhnlicher Männer und Frauen herabblicken und durch ihre Entscheidungen diese Welten maßgeblich beeinflussen können […].

Die Machtelite besteht aus Männern, deren Positionen es ihnen ermöglichen, die gewöhnlichen Lebensumstände gewöhnlicher Männer und Frauen zu überschreiten; sie sind in der Lage, Entscheidungen von weitreichender Bedeutung zu treffen. Denn sie stehen an der Spitze der großen Hierarchien und Organisationen der modernen Gesellschaft. Sie beherrschen die großen Konzerne. Sie lenken die Staatsmaschinerie und beanspruchen deren Vorrechte. Sie führen das Militär. Sie besetzen die strategischen Kommandoposten der Sozialstruktur, in denen heute die wirksamen Mittel der Macht, des Reichtums und des Ruhmes konzentriert sind, die sie genießen. (C. Wright Mills, The Power Elite, 1956)[1]

2. Jeffrey Epstein – eine Entscheidung, ein Karriereziel

Recht früh hat Jeffrey Epstein in seinem Leben entschieden, sich einen nicht gerade ungewöhnlichen Traum zu erfüllen: sehr schnell sehr reich zu werden; und dies buchstäblich mit allen Mitteln, koste es, was es wolle – was auch dringend geboten ist, im Gedränge um einen Platz an der Sonne in der vorherrschenden Gesellschaftsordnung. Der Weg dahin war somit für ihn vorgezeichnet: innerhalb der geltenden gesellschaftlichen Konkurrenzierarchie aufzusteigen, um in den ehrenwerten Klub der Reichen und der Superreichen, im Klub der Wirtschaftselite aufgenommen zu werden; und in diesem Elite-Klub innerhalb der (US-)Machtelite sich behaupten und bewähren, um seinen Traum vom großen Geld zu verwirklichen. Eine keineswegs fremd anmutende Entscheidung.

Als ein mehr oder weniger gut bezahlter Mathematik- und Physiklehrer, als „gewöhnlicher Mensch“ ein ganzes Leben lang durch die unausweichlichen „alltäglichen Welten“ begrenzt seine Kräfte verschleißen und so sein Dasein fristen zu müssen, das kam für Epstein nicht in Frage. Mittels Arbeit ein ganzes Leben lang um Lohn ringen zu müssen, um davon leben und überleben zu können, dafür hat er nicht das Licht der Welt erblickt. In aller Klarheit definierte Epstein so sein Karriereziel: Im Klub der wirtschaftlichen Elite auf die alltäglichen, begrenzenden Welten „der gewöhnlichen Menschen“ herabblicken, die gewöhnlichen Lebensumstände gewöhnlicher Männer und Frauen überschreiten und hinter sich lassen, um den in der wirtschaftlichen Elite, Abteilung reine Geld- und Finanzelite, versammelten Reichtum zu genießen. Eine durchaus bekannte Überlegung.

Dass sich mit einem verfügbaren Reichtum als Multimillionär oder Milliardär auch schier grenzenlose Perspektiven sozialer und persönlicher Macht samt Ruhm eröffnen, wissen von Kindheit an auch die ganz gewöhnlichen Menschen, wie sie den ihnen täglich aufgetischten Stories aus der Welt der Reichen und der Superreichen entnehmen. Diese Stories bebildern das Faktum, dass Reichtum in der abstrakten Form der Verfügung über ein genügendes Quantum Geld Zugriffsmacht und Verfügungshoheit über alles und jedes beinhaltet; auch über den oder die Anderen, da im Grunde alles käuflich ist.

Wie alle Anwärter auf Reichtum, Macht und Ruhm wusste auch Epstein: Um sich den Traum von Reichtum zu erfüllen und das angestrebte Karriereziel zu erreichen, ist zuallererst und überhaupt der unumstößliche, der sehr aktive und vor allem sichtbare Wille verlangt, dass der Aspirant auf Mitgliedschaft in der wirtschaftlichen Elite der Reichen und der Superreichen auf sich aufmerksam macht. Und zwar so auf sich aufmerksam macht, dass er in dieser Abteilung innerhalb der herrschenden Machtelite sich einen guten, einen respektablen Ruf verschafft. Einen Ruf des Inhaltes, dass der Aspirant auf Reichtum in der Kosten-Nutzen-Rechnung der Mitglieder im Klub der wirtschaftlichen Elite als anerkannter, kompetenter Fachmann zirkuliert; und zwar als Fachmann in der sehr speziellen Wall-Street-Abteilung Investment und Vermögensverwaltung. Denn: „Reich werden […] In der Tat ist Investmentbanker einer der wenigen Berufe, in denen man stinkreich werden kann.“ (Karrieresprung – Jobprofil: Investmentbanker)[2] Stinkreich werden in der Sphäre des Geld heckenden Geldes, in der verlockenden Sphäre des Geldes, das sich wie durch ein Wunder anscheinend wie von selbst vermehrt.

Darum ging es also Epstein: Als ein nicht mehr zu übergehender Fachmann in Sachen Investment- und Vermögensverwaltung sich hervortun, dessen Rat die Hohen Damen und Herren des Klubs gerne einholen, da sie sich in vielerlei Hinsicht einen beachtlichen Gewinn von diesem mehr und mehr herausragenden, ruhmreichen Fachmann versprechen.

Dass für Epsteins Rechtsanspruch als Anwärter auf Reichtum, Macht und Einfluss in seiner Karriereplanung eine Laufbahn als politischer Entscheidungs- und Verantwortungsträger, eine politische Karriere als Parlamentarier oder sonstiger politischer Funktionsträger nicht in Frage kam, ist nachvollziehbar: als Mitinhaber eines strategischen Kommandopostens innerhalb der politischen Klasse in der nationalen Machtelite zu fungieren; womöglich sogar als Parlamentarier oder Minister über Krieg und Frieden, über Leben und Tod von Zig- oder Hundertausenden gewöhnlicher Menschen verfügen, dieser Weg zum Millionärs- und Milliardärs-Reichtum erschien ihm viel zu umständlich und wenig ertragreich. Und insbesondere aber viel zu sehr im Rampenlicht der Öffentlichkeit exponiert: Denn sowohl seine Entscheidung, Reichtum so schnell als möglich und mit allen nur erdenklichen, auch nicht legalen Mitteln zu erlangen; vor allem aber seinen zwar recht absonderlichen, wiederum aber auch gar nicht so ungewöhnlichen intimsten Neigungen und Interessen nachzugehen, sind unter solchen Gegebenheiten kaum oder nur unter großer persönlicher und Karriere-Selbstgefährdung zu verwirklichen. Angesichts dessen, legte Epstein sich mit Akteuren seines Vertrauens besondere Schlüssel zum Erfolg zurecht, unter anderem: „There has to be a Berlin/Chinese wall…“ (Epstein Files, Feb 3, 2009)[3]

Solches war auch dringend nötig zur Absicherung seiner Geschäftstätigkeiten, die er im Interesse seines Karriereziels und Karriereerfolgs im Lauf der Jahre und Jahrzehnte so konsequent entwickelte und weiter entwickelte.

3. Schlüssel zum Erfolg

So hatte Epstein dies zu tun: zuallererst seine Herkunft aus den lebenslänglich begrenzenden, gewöhnlichen Lebensumständen gewöhnlicher Menschen hinter sich zu lassen, um Zugang zu den erlauchten Kreisen der Reichtums- und Machtelite zu gewinnen. Denn, wie ein Kenner der Szene ihm vermittelt: „Das Einzige, was dich in der New Yorker Gesellschaft verstoßen lässt, ist Armut.“ (BBC, Why the rich and powerful couldn’t say no to Epstein, 29 November 2025)[4] In eins mit dem Projekt, den Armuts-Makel praktisch zu beseitigen ergeht die Notwendigkeit, im Wettlauf um einen Platz an der Sonne in der herrschenden gesellschaftlichen Konkurrenz-Hierarchie, die positive Selbstdarstellung der eigenen Persönlichkeit und des eigenen Tuns zu pflegen, um sich innerhalb der nationalen Machtelite, vorzüglich Wallstreet-Abteilung Investment und Vermögensverwaltung, einen respektablen Namen zu machen. Wie für alle Bewerber um Reichtum, Macht und Einfluss, so auch für Epstein ein Schlüssel zum Karriere-Erfolg in der Sphäre des Geld heckenden Geldes.

Die seit Jahr und Tag reihum gereichte öffentliche Rätsel aufwerfende Frage: „Wie kam Jeffrey Epstein – ein Studienabbrecher, der zunächst Mathematik und Physik unterrichtete – zu seinem riesigen Vermögen?“ (DW, Woher kam Jeffrey Epsteins Reichtum? 19.02.2026)[5] Das ist eben kein so großes Rätsel: Wie alle seine Investment- und Vermögensverwalter-Konkurrenten hatte er seine Geschäftstätigkeit so auszuüben, damit auch er baldigst „stinkreich“ wie viele seiner Konkurrenten in dieser Sphäre werden konnte. War doch gerade seine akademische Ausbildung zum Mathematik- und Physiklehrer nebst seiner unbedingten Entschlossenheit, in und mittels der feinen Gesellschaft zu Reichtum und Macht zu gelangen, sein zweiter Schlüssel zum Karriere-Erfolg.

Sich auch in den komplexesten Zahlen- und Abrechnungssystemen in der Welt der Banken-, Finanz-, Investment-, Vermögensverwaltungs- und Gewinnperspektiven und Gewinnspekulationen zu bewegen, das hat die Mehrzahl der gewöhnlichen Menschen nicht lernen können, da sie absehbar im Laufe der schulischen und sonstigen Ausbildungskonkurrenz auf der Strecke blieben. Weshalb diese Menschengattung lebenslänglich dazu verurteilt ist zu sehen, wie sie innerhalb ihrer sie allseits begrenzenden, alltäglichen Welten mit körperlicher Arbeit Reichtum schafft, den sie nicht genießen kann: der ist in anderen Händen, in den Händen der Wirtschafts- und Reichtumselite aufgehäuft und versammelt. Weshalb die Menschengattung der körperlich Arbeitenden auch Klasse der Arbeiter heißt, womit die Lebensweise und Charakteristik dieser gesellschaftlichen Klasse grundlegend schon gekennzeichnet ist.

Als Drittes hatte Epstein also das zu tun: Seine mathematischen Kenntnisse im Inneren der Machtelite, Abteilung Reichtumselite samt ihres hochadeligen, akademisch-wissenschaftlich ausgebildeten und sonstigen sich hervortuenden, repräsentativen Anhangs praktisch ins Werk zu setzen, um in einschlägigen Unternehmen auf dem Parkett der Wallstreet die nötigen Erfahrungen zu sammeln: Zum Einen, um seine erlernten mathematischen Kenntnisse in dieser Sphäre des Geld heckenden Geldes, in der verlockenden Sphäre des Geldes, das sich wie durch ein Wunder anscheinend wie von selbst vermehrt unter Beweis zu stellen, um sich von allen anderen Konkurrenten um ganz viel Reichtum hervorzuheben. Zum anderen, um die Seiten zu wechseln von einem letztlich doch nur Angestelltendasein hin zum selbstständigen, unabhängigen Investmentberater, Finanzjongleur und Vermögensverwalter. Ein wohlvertrautes Vorhaben.

So machte sich Epstein daran, seinen Armuts-Makel praktisch zu beseitigen; sich mit seiner mathematischen Kennerschaft als allen anderen Konkurrenten haushoch überlegen zu erweisen; damit beweisen, dass mit ihm zu rechnen sich allemal lohnt in der Kosten-Nutzen-Rechnung aller in der Machtelite Tätigen, vorzugsweise innerhalb der Wirtschafts- und Reichtumselite; und dieses ganze Unternehmen bekräftigt durch den für Alle weithin sichtbaren Willen, alles zu tun, um sehr schnell sehr reich zu werden: zum eigenen Nutzen und damit zum Nutzen aller. Was zwar nicht immer, aber im Prinzip schon aufgehen muss.

Diesen Beweis anzutreten ist Epstein rundum gelungen, wie es einer seiner milliardenschweren, für Epsteins Karriere maßgeblich entscheidenden Gönner über Epstein formuliert: „Er verarbeitet und entschlüsselt Informationen sehr schnell, was ich großartig finde, weil wir dadurch kürzere Besprechungen haben.“ (Leslie Wexner, zit. nach Vanity Fair, The Talented Mr. Epstein)[6] Diesem Urteil sollen sich alle nur irgendwie erreichbaren maßgebliche Akteure allüberall anschließen. Die Idee eines alle Anderen übertreffenden, einmaligen Netzwerkes war damit geboren: Das Epstein-Netzwerk. Es näher zu betrachten ist ähnlich eine „Reise in das Reich der Camorra“ (Roberto Saviano, Gomorrha)[7]. Denn dieser Investmentberater und Vermögensverwalter versorgte mittels seines Netzwerkes und seiner Jahrzehnte währenden Bankentätigkeit und Vermögensverwaltung seine Kundschaft darüber hinaus mit einem ebenfalls über Jahrzehnte währenden Produkt ganz besonderer Art. Einem vertraulichem Produkt, das in jedem Fall einen „Berlin/Chinese Wall“ benötigt. Auch dieses Produkt war ein nicht zu unterschätzender Schlüssel zum geschäftlichen Erfolg des Epstein Unternehmens.

So hatte Epstein nur noch einen letzten Schlüssel zum Karriere-Erfolg sich anzueignen: das oberste sittlich-moralische Gebot, den kategorischen Imperativ der Welt der Wallstreet, der Welt der Investmentberatung und Vermögensverwaltung, der Welt der Banken- und Finanzgeschäfte musste er verinnerlichen. Nämlich, Geld ist nur dazu da, um sich als abstrakter, als rein quantitativer Reichtum, der sich wie von selbst vermehrt, zu vermehren. Diese ethisch-sittliche Maxime hat Epstein umstandslos sich zu eigen gemacht, entsprach sie doch ganz nahtlos seinem eigenen Selbstbild, Selbstbewusstsein und Karriereziel.

4. Im Inneren des (imperialistischen) Netzwerks und seiner Kundschaft

Um seine Überlegenheit gegenüber allen denkbaren Konkurrenten Seinesgleichen über Jahre und Jahrzehnte hinweg unumkehrbar, uneinholbar zu machen, wollte Epstein auch in Sachen Konkurrenz um strategische, gewinnbringende, maßgeblich relevante Partnerschaften, um berechnende, herzliche, nicht zuletzt auch kumpanenhafte Freundlichkeiten und Freundschaften einmalig sein und sich als der Gerissenste und Fähigste erweisen. Zwar basierte auch Epsteins Netzwerk wie die bereits etablierten Netzwerke seiner Konkurrenten auf der Grundlage der wechselseitigen Gewinn- und Kosten-Nutzen-Rechnung aller Beteiligten. Sein Netzwerk aber sollte das der Konkurrenten in Allem übertreffen. Dementsprechend knüpfte Epstein sein nationales, transatlantisches und globales Netzwerk nach dem Kriterium, solche Partner für sein Netzwerk zu gewinnen und in sein Netzwerk zu integrieren, zu denen die Konkurrenten keinen, noch keinen oder nur unzureichenden Zugang hatten. Ihm ging es darum, alles, aber auch alles, was ganz unzweifelhaft im Inneren der entsprechenden Macht- und Reichtumseliten garantiert Rang und Namen hat unter Einsatz seiner Karriere-Schlüssel zum Erfolg für sich zu gewinnen. Dieses Projekt umfasste, wie inzwischen allgemein bekannt, ranghöchste politischen Entscheidungs- und Verantwortungsträger (vgl. dazu: „The Epstein List: All the names revealed“);[8] maßgebliche Industriekapitäne aus der kapitalistischen Realwirtschaft und ihren erfolgreichen ökonomischen Global Playern; aus der Wirtschafts-, Banken- und Finanzelite: Finanzmagnaten, Investoren, (Groß-)Banken, Tech- und Multi-Milliardäre; anerkannte, renommierte, wissenschaftlich-universitäre Hochschul-Größen; desgleichen standesgemäße Rechtsanwälte; in dem Ganzen miteingeschlossen Medien sowie sonstige adelige und künstlerisch-kulturelle Elitenanhängsel.

Das Epstein-Netzwerk: Zwar für sich genommen ein eigenes Netzwerk; andererseits völlig integriert und aufgegangen in die real existierende „Macht- und Wirtschaftselite“ der politökonomischen Konkurrenzhierarchie mit dem Staat und seinen „politischen Entscheidungs- und Verantwortungsträgern“ als dem entscheidenden Subjekt, in dem „die Mittel der Information und der Macht zentralisiert sind.“ (C. Wright Mills) Um die Bande mit den maßgeblichen Akteuren der Macht- und Wirtschaftselite zu knüpfen und praktisch zu beweisen, dass er der allen Anderen Überlegene in Sachen Reichtum, Investment, Reichtumsverwaltung, Gewinn und Gewinnspekulationen an der Wallstreet ist, tritt Epstein, angeregt durch die Topmanager der US-amerikanische Investmentbank Bear Stearns, mit seinem mathematischen Fachwissen bewaffnet bei Bear Stearns an. „Im März 2008 war The Bear Stearns Companies, Inc. (Bear Stearns) mit einer ausgewiesenen konsolidierten Bilanzsumme von fast 400 Milliarden US-Dollar eines der größten Wertpapierunternehmen des Landes. Bear Stearns war in einer Vielzahl von Bereichen tätig, darunter Investmentbanking, Wertpapier- und Derivatehandel und -clearing, Maklerdienstleistungen sowie die Vergabe und Verbriefung von gewerblichen und privaten Hypothekendarlehen.“ (FED, Bear Stearns, JPMorgan Chase, December 1, 2010)[9]

Dort profilierte er sich, machte sich von 1976–1981 einen Namen dort und musste Bear Stearns wegen gewisser Unregelmäßigkeiten verlassen, wurde aber von Bear Stearns wieder als Kunde und Investment-Berater wieder aufgenommen mit dem Ergebnis:

„Die Verbindungen und Referenzen, die er sich in der Firma erworben hatte, sollten sich als unverzichtbar erweisen, als er versuchte, Kunden und finanzielle Opfer anzulocken. Indem Bear Stearns Epstein eine zweite Chance gab, ebnete das Unternehmen ihm den Weg für eine Zukunft, die alles übertraf, was möglich gewesen wäre, wenn er bei der Firma geblieben wäre.“[10]

Bear Stearns zu verlassen, um nie wieder nur ein Angestellter zu sein, das entsprach auch ganz Epsteins Lebensmotto: „Ich möchte nicht für jemand anderen arbeiten. Ich möchte für mich arbeiten.“ (Jeffrey Epstein)[11] So beschloss er, ein eigenes, erstes lukratives Wallstreet-Unternehmen auf die Beine zu stellen: „1982 gründete er seine eigene Firma – J Epstein and Co. Das Unternehmen verwaltete Vermögenswerte von Kunden im Wert von über 1 Mrd. US-Dollar (800 Mio. Pfund) und war ein sofortiger Erfolg.“ (Who was Jeffrey Epstein? BBC, 2 February 2026)[12]

5. Die Einmaligkeit des Epstein-Netzwerks

Damit und mit den bei Bear Sterns erworbenen Referenzen und Kontakten, und Hand in Hand mit seiner Geschäftstätigkeit als Investment-Berater und Vermögensverwalter für exklusiv Milliardäre, bastelte Epstein zielstrebig daran, sich Respektabilität, Glaubwürdigkeit und Vertrauen im Inneren der entsprechenden Macht- und Reichtumseliten zu verschaffen. Da war neben Bear Stearns und seiner eigenen Firma schon nur der Hinweis darauf, dass er der Investmentberater und Vermögensverwalter des Multimillardärs Leslie Wexner war, der Türöffner zu den eindeutig maßgeblichen politischen, wirtschaftlichen, universitären, adeligen und sonstigen Akteuren von Rang und Namen. Ein Name in Epsteins Netzwerk beglaubigte den nächsten Namen und der wiederum den Nächsten, bis dahin, dass sich alle von Rang und Namen in Epsteins Netzwerk wechselseitig bestätigten, im einzig richtigen Netzwerk mit dem einzig richtigen Fachmann an der Spitze aufgehoben zu sein: dem können sie vertrauen, wie sie sich rundum bestätigen.

Und welcher seiner Konkurrenten kann mit einem strategischen Netzwerk aufwarten, das zu seinem Bekannten- und Freundeskreisen zählen kann: 2 US-Präsidenten, den Oberbefehlshabern über die größte Militärmacht der Welt; ehemalige sonstige Ministerpräsidenten, Senatoren, Botschafter und Botschafterinnen; nationale Sicherheitsbeauftragte und Finanzminister; den Vorsitzenden des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles; den Chef des Weltwirtschaftsforums, (Harvard-)Professoren und Kultusminister; Rockefeller und die Rockefeller-Dynastie; Microsoft-Gründer und den reichsten Mann der Welt. Welchem seiner Konkurrenten ist es gelungen, ein nationales, transatlantisches und globales Netzwerk zu errichten, das nicht nur einen Prinzen der Britischen Monarchie, das nicht nur europäische Monarchien zu seinem Netzwerk zählen konnte, sondern engste Kontakte zu den Golfmonarchien (Saudiarabien, Qatar, VAR, Israel) unterhielt und pflegte? (Epstein in the Middle East, Reuters, February 21, 2026)[13]

Ein globales Netzwerk zur Erweiterung globaler Geschäftstätigkeit in Interesse der abstrakten privaten Reichtumsanhäufung gemessen in Geldquanta, die sich wie von selbst vermehren; zugleich ein globales Netzwerk im Interesse geopolitischer Mitsprache, ohne sich als politischer Entscheidungsträger dem Rampenlicht der nationalen und internationalen Öffentlichkeit ausgesetzt zu sehen; ein globales Netzwerk also mit politischem Gewicht, das seinerseits die globale Geschäftstätigkeit befördert und beförderte; ein globales Netzwerk, das durch die vertrauliche Einbindung höchster politischer Entscheidungsträger dem ganzen Unternehmen Schwergewicht verleiht und zugleich eine Schutzmauer um das Epstein-Netzwerk herum errichtet. Denn, wie schon angedeutet, hatte Epstein noch etwas Besonderes, etwas sehr Vertrauliches seiner Netzwerk-Kundschaft anzubieten. Etwas, von dem er sich sicher ist, dass jedem, der dieses vertrauliche Angebot annimmt und sich darauf einlässt, im eigenen Interesse das ethisch-sittliche Mafia-Gebot der Omertà, des Schweigens innerhalb des Berlin/Chinese-Wall befolgen wird. Dieses Angebot entspringt auch Epsteins recht absonderliche, aber gar nicht ungewöhnliche Neigung und Interesse, sexuelle Ausbeutung und sexuelle Gewalt mit vorzugsweise minderjährigen Mädchen auszuleben. Ein weiteres Merkmal der Einmaligkeit des Epstein-Netzwerkes.

6. Zur politischen Ökonomie sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt

Das Angebot, sexuelle Ausbeutung und sexueller Gewalt mit vorzugsweise minderjährigen Mädchen ausleben zu können, richtete sich an vertrauenswürdige, an daran interessierte, ältere Herren aus der heimischen und aus den transnational-globalen Machteliten dieser Welt. Möglicherweise kann selbst Folter aus diesem Angebot nicht ausgeschlossen werden, denn in Epsteins eigenen Worten: „I loved the torture video.“ (Epstein)[14] Garniert war das Angebot darüber hinaus mit ausgedehnten Parties und strahlend lächelnden feinen Damen und Herren der internationalen Machteliten; oftmals aber auch Parties nur mit der Anwesenheit älterer Herrschaften aus den Machteliten inmitten junger Mädchen. Was den reichsten Mann der Welt zur dringlichen Anfrage veranlasste: „What day/night will be the wildest party on your Island?“ (Elon Musk, Sun 11/25/2012 12:36:28 AM)[15] Für die entsprechenden Lokalitäten in Sachen Parties, sexuelle Ausbeutung und sexuelle Gewalt stand Epsteins riesiges Immobilienvermögen zur Verfügung, vornehmlich seine Karibikinsel „Little St James“, zugehörig zu den US-Jungferninseln. Diese abgelegene Insel hiess auch „Little St Jeff’s“ oder bei den Einheimischen einfach nur „pedophile-orgy Island.“ An dieses Ziel ihrer Wünsche gelangte die daran interessierte hohe Kundschaft mit Epsteins Privatflugzeug, das die vertrauten Kreise sinnigerweise „Lolita Express“ tauften.

Um diese ausgedehnten Vergnügungen zu ermöglichen, bedarf es zu aller erst einigen Reichtum in Gestalt genügender Geldquanta. Das geltende ökonomische Gesetz, mit je ensprechendem Geldquantum, alles kaufen zu können, auch menschliche Arbeitskraft, dies zum Beispiel alltäglich exekutiert, eröffnet dem Geldbesitzer die Zugriffsmacht, Verfügungshoheit und das Hoheitsrecht über die eingekaufte menschliche Ware. Die muss entweder existenziell darauf angewiesen sein, sich zum Verkauf anzubieten, sich einen Vorteil vom Verkauf seiner selbst versprechen, oder durch Täuschung, Irreführung in eine Situation gebracht sein, in der sie, als körperlich Unterlegene und Schwächere, wehrlos ausgeliefert ist. Wehrlos auch, wenn eingebunden als Minderjährige in Institutionen und ihrem Personal, wie zum Beispiel in Kirchen.

Vorteilhaft für die Geldmacht des Käufers ist in jedem Fall Armut, weshalb Epstein für seine Minderjährigen-Importware Mädchen aus Osteuropa bevorzugte – seine hohe Kundschaft bevorzugte osteuropäischen Mädchen-Import übrigens auch. Diese feine Kundschaft konnte es sich leisten bei ihren Wünschen nach käuflicher Liebe auf Epsteins Minderjährigen-Angebot zuzugreifen. Einige paar oder zig-Tausend Dollar war ihr das jederzeit wert. Epstein seinerseits deponierte den eingesammelten Geldhaufen seiner Kundschaft bei den Investment-Großbanken Bear Stearns, JP Morgan und Deutsche Bank. Die nahmen den bei ihnen angelegten Geldsegen vom inzwischen auch ihnen bekannten verurteilten Sexualstraftäter Epstein gemäß dem ökonomischen und moralischen Imperativ, Geld muss sich von sich aus vermehren, gerne an. Schließlich handelte es sich bei Epstein um einen milliardenschweren Großkunden, um einen Premiumkunden mit ausgezeichneten Referenzen und Reputation, nicht um einen einfachen, „gewöhnlichen Menschen.“ (C. Wright Mills). Einmal erwischt von den Finanzaufsichtsbehörden und dem FBI, bezahlten die Banken jeweils einige Zig-Millionen Dollar an die Opfer-Stiftungen und Opfer. Und führten ihre Geldgeschäfte, wie in der gesamten Bankenwelt üblich, auftragsgemäß, gesetzlich verbrieft und anerkannt im Prinzip korrekterweise weiter.

Epstein seinerseits zweigte von den X-Tausenden Dollar, die ihm sein Sexhandels-Geschäft mit vorwiegend minderjährigen Mädchen einbrachte, jeweils ein paar Hundert Dollar ab, um die junge Frauen als Rekrutierungs-Assistentinnen zu gewinnen, die mithalfen, den Mädchen-Import für die ehrwürdigen Hohen Herren zu gewährleisten. So funktionierte das Epstein-System über Jahrzehnte hinweg bis die Finanzaufsichtsbehörden und das FBI Epstein 2009 verhafteten.

Zusammenfassend zur politischen Ökonomie sexueller Ausbeutung und Gewalt lautet die Anklage der Staatsanwaltschaft der Jungferninseln, „[..] dass die Mitangeklagten sich mit Epstein bei der Durchführung eines ausgedehnten kriminellen Unternehmens, der „Epstein Enterprise“, verschworen haben, durch die Dutzende junger Frauen und Kinder auf den Jungferninseln auf Epsteins abgeschiedener Privatinsel Little St. James gebracht wurden. Die Teilnehmer der Epstein Enterprise nutzten Täuschung, Betrug und Zwang, um gefährdete Mädchen und junge Frauen zum Menschenhandel zu verleiten und zu verlocken, mit Versprechungen, ihnen und ihren Familien zu helfen, für Schule, Gesundheitsversorgung oder andere finanzielle Bedürfnisse zu bezahlen. Epstein nutzte zusammen mit anderen Mitarbeitern Eigentum und Unternehmen auf den Jungferninseln, um sein Schema durchzuführen und zu verbergen.“ (Anklage Jungfern Inseln gegen Epstein, 1. Dezember 2022)[16]

Am 6. Juli 2019 wurde Epstein nach 2008 erneut wegen sexueller Übergriffe an minderjährigen Mädchen verhaftet, am 10. August 2019 fand ihn das Aufsichtspersonal tot in seiner Zelle. Am 30. Januar 2026 veröffentlichte das US-Justizministerium auf der Grundlage des verbindlichen „Epstein Files Transparency Act“, 3 Millionen Dokumente als die „Epstein Files.“ Was da, unvollständig und wie geschwärzt auch immer, das Licht der Öffentlichkeit erblickte, zirkuliert in der Öffentlichkeit als ein so rätselhafter wie „unfassbarer“ und „unbegreiflicher“ Skandal. Der Skandal erfüllt auch im Fall Epsteins genau das, wofür er in der lebendigen Demokratie vorgesehen und eingerichtet ist.

7. Skandal und Nicht-Skandal

Dass eine Machtelite unter Führerschaft der in der politischen Klasse versammelten Hohen Damen und Herren in Gestalt allein zuständigen politische Entscheidungs- und Verantwortungsträger zum nationalen „Wir“ einfach dazugehört, gilt in sämtlichen staatlichen Gebilden weltweit als legal, legitim und gerecht. Ist die Machtelite unter Führerschaft der politischen Klasse doch dazu da, die zu einem Volk vereinte Bevölkerung zu schützen und zu bewahren – unter Einsatz aller Mittel, eben auch des Volkes. In demokratisch verfassten staatlichen Gebilden bestellt, legitimiert, anerkennt und ermächtigt das Volk die Machtelite zur Herrschaft, zur freien Verfügung über das Volk. In weniger demokratischen staatlichen Gebilden ist die Machtelite gottgegeben oder einfach da, und dem fügen sich die Bevölkerungen. In allen Fällen ist die Machtelite als zum nationalen „Wir“ gehörig anerkannt, dient sie doch dem Leben und Überleben der Menschen im Land. So dienen die Menschen im Land ihrer Machtelite, damit die ihnen dient.

Zum Skandal gerät der Dienst der Machtelite am Volk, wenn einzelne Figuren innerhalb der Machtelite Zweifel an ihrem Volksdienst aufkommen lassen. Solche Macht- und Herrschafts-affirmativen Zweifel am gegenwärtigen Personal oder an einzelnen Figuren innerhalb der Machtelite breiten sich dann aus, wenn der Verdacht oder Beweise aufkommen, da würden persönliche Interessen und Vorteile im Vordergrund stehen. Statt dem Volk und dem Allgemeinwohl, dem nationalen Wir zu dienen, notfalls auch mit Krieg nach Außen und mit aller Gewalt nach Innen, erfreuen sich die Hohen Damen und Herren an ausgedehnten Parties, an einem Luxusleben in Saus und Braus, so der Vorwurf. Ein Luxusleben in Saus und Braus ist allenfalls den Adeligen oder den reichen und supereichen Eliten-Mitgliedern und Teilhabern innerhalb der heimischen Machtelite zugestanden. Zugestanden im moralischen Geschmacksurteil mit Neid, Bewunderung und Abscheu.

Vollends erwacht solche Macht- und Herrschaftskritik dann, wenn offenkundig ist, dass sich einzelne Figuren oder ganze Gruppen innerhalb der Machtelite gegen die sittlich-ethischen Gebote, gegen die vorherrschenden Werte, gegen den moralischen Anstand vergehen. Ist doch die Machtelite, allen voran politische Klasse, die gelebte Personifikation des Guten, des Wahren und des Schönen. Geschändet sieht das Volksempfinden die heiligen Werte der Wertegemeinschaft, in der es lebt, vor allem hinsichtlich der in der bürgerlichen Gesellschaft überaus weitverbreiteten Praxis sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt gegenüber Minderjährigen und Kindern. Da geraten auch Kirchen, Sportvereine, Kinderdörfer und andere pädagogische Einrichtung ins Visier der allgemeinen Volksempörung, die solche Praxis als einen Skandal empfindet. Der Frage nachzugehen, warum solche Praxis ein integraler Bestandteil der bürgerlichen Gesellschaft ist, ist bei solchem Empfinden selbst schon ungehörig. Eine nähere Betrachtung und Kritik der bürgerlichen Gesellschaft ist damit ausgeschlossen. So ist das Ganze dann wieder einmal skandalös, ein Skandal, der sich bis zum garantierten nächsten Skandal auch wieder legt und allenfalls als einer der vielen Skandale in der Erinnerung bleibt. Die bürgerliche Gesellschaft mit ihrer gesamten Machtelite und ihren Anhängsel ist gerettet und funktioniert in aller Freiheit und Souveränität über Land und Leute nach ihrem Ermessen weiter.

Ganz nach der italienischen Formel „mani pulite“, saubere Hände, findet beim offenkundigen Skandal, wie im Fall Epstein, ein Austausch einzelner Figuren statt: der Eine oder Andere verliert Titel, Amt und Würde, zahlt ein paar Millionen Dollar oder Euros Entschädigung, bedauert Opfer und das Geschehene, von dem er allerdings nichts wissen konnte. Das wars, denn im Prinzip ist dem gesunden moralischen Volksempfinden mit der Präsentation von „Persönlichkeiten“ nun aber wirklich moralischer Integrität und Sauberkeit, die darüber hinaus voll in ihrem Amt innerhalb der Machtelite aufgehen, weitgehend Genüge getan. Wohl wird auch der Epstein-Skandal noch Einigen aus der Machtelite Titel, Amt und Würde kosten, doch für reichlich Nachwuchs ist so oder so nach Personalaustausch im Herrschaftspersonal gesorgt; früher oder später wird sich auch der Epstein-Skandal wieder legen, und der nächste Skandal wartet schon vor seinem großen Auftritt. Alles in Allem auch hier: Epsteins Welt – eine wohlvertraute Welt.

Gesichert mit der macht- und herrschaftsaffirmativen Funktion des Skandals: Das nationale Wir funktioniert weiter wie gehabt, die politische Klasse der Machtelite sinniert in aller Freiheit und Souveränität über den von ihr anvisierten und in Angriff zu nehmenden „Ernst- oder Verteidigungsfall“; dazu braucht es auch die Verfügungsmacht über eine Atombewaffnung der deutsch-europäischen Säule der NATO; und ist es dann soweit, dann braucht es allerdings nicht zu wenig „Katastrophen- und Bevölkerungsschutz“ – auch für unsere unschuldigen Minderjährigen und Kinder! Alles in Allem: eine wohlvertraute Welt.

8. Epilog

Wenn man das Entsetzen der heutigen Welt über Lustmorde, besonders über Angriffe auf Kinder erfährt, könnte man glauben, dass ihr das Menschenleben und die gesunde Entwicklung des Individuums heilig wäre. Doch abgesehen davon, dass der große Abscheu vor jenen Verbrechen meist seine besondere psychischen Quellen hat, krepieren ja die Kinder an den Verhältnissen dieser heutigen Welt zu Hunderttausenden, und der Mehrzahl der Überlebenden macht man die Wirklichkeit zur Hölle, wobei sich gar kein Abscheu in den leicht entflammten Herzen regt. Die Kinder der Armen sind im Frieden zukünftiges Material der Ausbeutung und im Krieg das Ziel der Sprengstoffe und Giftgase. Die Herren dieser Welt entsetzen sich sehr zu Unrecht. (Max Horkheimer, Dämmerung, 1932)[17]


Quellen:

Max Horkheimer, Dämmerung. Notizen in Deutschland, Gesammelte Schriften Band 2, Philosophische Frühschriften 1922-1932, Frankfurt/Main, 1987
Wright Mills, The Power Elite, Oxford Press, 1956
Roberto Saviano, Gomorrah, Reise in das Reich der Camorra, 2009

Internetquellen:

Karrieresprung – Jobprofil: Investmentbanker, unter: https://www.karrieresprung.de/jobprofil/investmentbanker/

Epstein Files, Feb 3, 2009, unter: https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%209/EFTA00881133.pdf

BBC, Why the rich and powerful couldn’t say no to Epstein, 29 November 2025, unter: https://www.bbc.com/news/articles/cy7v6xl4me8o

DW, Woher kam Jeffrey Epsteins Reichtum? 19.02.2026, unter: https://www.dw.com/de/woher-kam-jeffrey-epsteins-reichtum/a-76031006

Vanity Fair The Talented Mr. Epstein March 1, 2003, unter: https://www.vanityfair.com/news/2003/03/jeffrey-epstein-200303?srsltid=AfmBOopjOjMGzTV1qIPgnIEdJb5O3ytqrvfh3YN5I3-UZVZEnkFGNzZx

The Epstein List: All the names revealed before Trump and Bondi said there was nothing to see, 3 September 2025, unter: https://www.independent.co.uk/news/world/americas/epstein-files-list-trump-bondi-b2819340.html

There are many famous names in the Epstein files Feb 3, 2026, unter: https://edition.cnn.com/2026/02/03/politics/epstein-files-musk-lutnick-branson-emails

What Are the Epstein Files? A Timeline, Mar. 3, 2026, unter: https://www.britannica.com/topic/The-Epstein-Files-A-Timeline/2026-Contempt-delays-and-more-documents

FED, Bear Stearns, JPMorgan Chase, December 1, 2010, unter: https://www.federalreserve.gov/regreform/reform-bearstearns.htm

Scams, Schemes, Ruthless Cons: The Untold Story of How Jeffrey Epstein Got Rich, 16.12.2025, unter:

https://www.nytimes.com/2025/12/16/magazine/jeffrey-epstein-money-scams-investigation.html

Who was Jeffrey Epstein? The disgraced financier with powerful associates, BBC, 2 February 2026, unter: https://www.bbc.com/news/articles/c93n7yg47deo

Epstein tried to build web of powerful ties across Middle East, documents show, Reuters, February 21, 2026, unter: https://www.reuters.com/business/finance/epstein-tried-build-web-powerful-ties-across-middle-east-documents-show-2026-02-18/

„I loved the torture video“ (Epstein), unter: https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%2010/EFTA01827430.pdf

Elon Musk, Sun 11/25/2012 12:36:28 AM, unter: https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%2010/EFTA01998027.pdf

U.S. Virgin Islands Attorney General Settles Sex Trafficking Case Against Estate Of Jeffrey Epstein And Co-Defendants For Over $105 Million, Dicember 1, 2022, unter: https://usvidoj.com/u-s-virgin-islands-attorney-general-settles-sex-trafficking-case-against-estate-of-jeffrey-epstein-and-co-defendants-for-over-105-million/


Fussnoten 

[1] C.Wright Mills, The Power Elite, Oxford Press, 1956: 3f.

[2] Karrieresprung – Jobprofil: Investmentbanker, unter: https://www.karrieresprung.de/jobprofil/investmentbanker/

[3] Epstein Files, Feb 3, 2009, unter: https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%209/EFTA00881133.pdf

[4] BBC, Why the rich and powerful couldn’t say no to Epstein, 29 November 2025, unter: https://www.bbc.com/news/articles/cy7v6xl4me8o

[5] DW, Woher kam Jeffrey Epsteins Reichtum? 19.02.2026, unter: https://www.dw.com/de/woher-kam-jeffrey-epsteins-reichtum/a-76031006

[6] Vanity Fair The Talented Mr. Epstein March 1, 2003, unter: https://www.vanityfair.com/news/2003/03/jeffrey-epstein-200303?srsltid=AfmBOopjOjMGzTV1qIPgnIEdJb5O3ytqrvfh3YN5I3-UZVZEnkFGNzZx

[7] Roberto Saviano, Gomorrah, Reise in das Reich der Camorra, 2009

[8] Vgl. dazu: The Epstein List: All the names revealed before Trump and Bondi said there was nothing to see, 3 September 2025, unter: https://www.independent.co.uk/news/world/americas/epstein-files-list-trump-bondi-b2819340.html oder: There are many famous names in the Epstein files Feb 3, 2026, unter: https://edition.cnn.com/2026/02/03/politics/epstein-files-musk-lutnick-branson-emails empfehlenswert auch: What Are the Epstein Files? A Timeline, Mar. 3, 2026, unter: https://www.britannica.com/topic/The-Epstein-Files-A-Timeline/2026-Contempt-delays-and-more-documents

[9] FED, Bear Stearns, JPMorgan Chase, December 1, 2010, unter: https://www.federalreserve.gov/regreform/reform-bearstearns.htm

[10] Scams, Schemes, Ruthless Cons: The Untold Story of How Jeffrey Epstein Got Rich, 16.12.2025, unter: https://www.nytimes.com/2025/12/16/magazine/jeffrey-epstein-money-scams-investigation.html

[11] Jeffrey Epstein, zit. nach: The Talented Mr. Epstein, Vanity Fair, March 2003, unter: https://www.vanityfair.com/news/2003/03/jeffrey-epstein-200303?srsltid=AfmBOopjOjMGzTV1qIPgnIEdJb5O3ytqrvfh3YN5I3-UZVZEnkFGNzZx

[12] Who was Jeffrey Epstein? The disgraced financier with powerful associates, BBC, 2 February 2026, unter: https://www.bbc.com/news/articles/c93n7yg47deo

[13] Epstein tried to build web of powerful ties across Middle East, documents show, Reuters, February 21, 2026, unter: https://www.reuters.com/business/finance/epstein-tried-build-web-powerful-ties-across-middle-east-documents-show-2026-02-18/

[14] „I loved the torture video“ (Epstein), unter: https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%2010/EFTA01827430.pdf

[15] Elon Musk, Sun 11/25/2012 12:36:28 AM, unter: https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%2010/EFTA01998027.pdf

[16] U.S. Virgin Islands Attorney General Settles Sex Trafficking Case Against Estate Of Jeffrey Epstein And Co-Defendants For Over $105 Million, Dicember 1, 2022, unter: https://usvidoj.com/u-s-virgin-islands-attorney-general-settles-sex-trafficking-case-against-estate-of-jeffrey-epstein-and-co-defendants-for-over-105-million/

[17] Max Horkheimer, Dämmerung. Notizen in Deutschland, Gesammelte Schriften Band 2, Philosophische Frühschriften 1922-1932, Frankfurt/Main, 1987: 436.