Von David Keck amerika21

Quito. Das Südkommando der USA (Southcom) hat am Mittwoch erneut ein sogenanntes „Drogenboot“ angegriffen und dabei drei Personen getötet. Southcom verkündete auf Twitter, das Schiff habe sich „auf bekannten Drogenhandelsrouten im östlichen Pazifik“ befunden und sei „an Drogenhandelsaktivitäten beteiligt“ gewesen.

Es ist bereits der fünfte Angriff durch Southcom innerhalb von fünf Tagen. Die Angriffe sind Teil der Operation Südlicher Speer, die US-Präsident Donald Trump im September 2025 ausgerufen hatte. Das Ziel soll die Bekämpfung des Drogenschmuggels in die USA sein.

Durch die jüngsten Angriffe erhöht sich die Gesamtzahl auf 51. Dabei wurden mindestens 164 Personen getötet, davon 95 im Pazifik, 61 in der Karibik und acht an nicht näher genannten Orten.

Auch wurden diverse nicht tödliche Angriffe auf Boote verübt. Im März wurden zum Beispiel innerhalb von weniger als zehn Tagen zwei ecuadorianische Fischerboote angegriffen, die Negra Francisca Duarte und die Don Maca.

Hernán Flores, Kapitän der Negra Francisca Duarte, berichtete, dass sein Schiff am 17. März in der Nähe der Galapagosinseln von einer Drohne in Brand gesetzt wurde. Die Mannschaft rettete sich in Beibooten, wurde jedoch von einem Kriegsschiff der USA abgefangen.

„Sie richteten ihre Waffen auf uns und sagten: ‚Hände hoch'“, so Flores. Er und seine Leute hätten daraufhin Handschellen angelegt und Säcke über die Köpfe gestülpt bekommen. Anschließend wurden sie an eine Marinepatrouille aus El Salvador übergeben.

Der Anwalt der Fischer, Jorge Chiriboga, bezeichnete die Vorfälle als „kriminelle Handlung“ und kündigte rechtliche Schritte an, um die Verantwortlichkeiten zu klären. …


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https://amerika21.de/2026/04/284675/neue-angriffe-der-usa-auf-fischerboote

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