Amnesty International warnt in einem umfassenden Briefing vor den verheerenden Folgen des anhaltenden Genozids in Gaza, die palästinensische Frauen und Mädchen besonders schwer betreffen.
Im Zeitraum vom 5. bis 24. Februar 2026 hat Amnesty International mit über 70 betroffenen Frauen, Vertreter*innen internationaler Organisationen sowie Mitarbeiter*innen aus dem Gesundheitssystem im Gazastreifen gesprochen. Sie berichten unter anderem darüber, wie die Zerstörung des Gesundheitswesens und die wiederholten Vertreibungen zu lebensbedrohlichen Bedingungen für sie geführt haben.
Der Zugang zu medizinischer Versorgung für schwangere Frauen und Mütter ist in Gaza stark eingeschränkt, was zu Unterernährung und unzureichender medizinischer Betreuung führt. Fast 60 Prozent der Gesundheitseinrichtungen in der Region sind nicht funktionsfähig. Frauen, die an Krebs oder anderen schweren Erkrankungen leiden, haben keinen Zugang zu notwendigen Behandlungen, da die Einfuhr von lebenswichtigen Medikamenten stark eingeschränkt ist, ebenso wie medizinische Evakuierungen.
Darüber hinaus sind Frauen verstärkt von Gewalt und psychischen Belastungen betroffen, wenn sie in überfüllten und unhygienischen Bedingungen leben und dabei zusätzlich für Familienangehörige sorgen müssen. Die fortdauernde Blockade humanitärer Hilfe durch Israel verschärft die ohnehin kritische Situation der Zivilbevölkerung, insbesondere der Frauen, weiter.
„Die systematische Erosion der Rechte von Frauen und Mädchen in Gaza ist kein tragischer Kollateralschaden, sondern ein gezielter Gewaltakt, der die Zukunft ganzer Generationen bedroht. Sie ist die Folge einer israelischen Politik, die auf wiederholte Vertreibungen sowie gezielte Einschränkungen lebenswichtiger Güter und humanitärer Hilfe abzielt. Israel muss sofort und vollumfänglich Hilfe zulassen und die grundlegenden Rechte der Menschen in Gaza wahren. Der Zugang zu medizinischer Versorgung für Frauen und Mädchen muss umgehend sichergestellt werden“, sagt Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland.
Das ausführliche Amnesty-Briefing kann hier auf Englisch als PDF-Datei heruntergeladen werden:









