IPB gratuliert dem Welternährungsprogramm zum Friedensnobelpreis

15.10.2020 - International Peace Bureau

Dieser Artikel ist auch auf Englisch verfügbar.

IPB gratuliert dem Welternährungsprogramm zum Friedensnobelpreis

IPB Gratulationserklärung an das Welternährungsprogramm (WFP), Gewinner des Friedensnobelpreises 2020.

Das Internationale Friedensbüro (IPB), Friedensnobelpreisträger aus dem Jahr 1910, begrüßt die Entscheidung des Nobelkomitees, dem Welternährungsprogramm den Friedensnobelpreis 2020 zu verleihen. Das WFP hat eine wesentliche Rolle bei der Bekämpfung von Nahrungsmittelknappheit und Hunger in Konfliktgebieten auf der ganzen Welt gespielt. Ernährungssicherheit bleibt ein anhaltendes und gefährliches Problem, besonders wenn Hunger zu Kriegszwecken instrumentalisiert wird und in einer Zeit in der, die Auswirkungen des Klimawandels spürbar werden.

Wir können die zyklische Rolle die Hunger im Krieg spielt nicht ignorieren; Nahrungsmittelknappheit kann zu Konflikten führen, und Konflikte können ebenso zu Nahrungsmittelknappheit führen. In ähnlicher Weise verstärkt der Einsatz von Sanktionen als Strafe oft das Leiden derjenigen, die bereits von Nahrungsmittelknappheit bedroht sind. Das WFP engagiert sich sowohl bei der Konfliktverhütung als auch bei der Konfliktlösung – die Organisation geht die Probleme von Hunger und Konflikten gleichzeitig an und setzt sich für eine friedlichere und gerechtere Welt ein.

Die Entgegennahme des Friedensnobelpreises wird das WFP mit dringend benötigten Ressourcen ausstatten, aber sie dient auch als Erinnerung daran, dass wohlhabende Länder einen größeren Beitrag zur Beendigung des Welthungers leisten müssen. Hierin sehen wir die zentrale Rolle nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) – und die Zusammenarbeit aller Nationen, die sich dieser Ziele verpflichtet haben. Auch wenn die Leistungen des WFP beträchtlich sind, wird die Arbeit in den kommenden Jahren nur noch schwieriger werden, da der Klimawandel verheerende Auswirkungen auf die Landwirtschaft hat.

Daraus lässt sich eine klare Konsequenz folgern: Nationen müssen in humanitäre Sicherheit und Entwicklung investieren und nicht in Militarisierung. Jetzt ist es an der Zeit zu demilitarisieren – unsere Ausgaben für Waffen, die selbst zum Klimawandel beitragen, zu senken – und diese Ausgaben in Ernährungssicherheit, nachhaltige Technologie und Kooperationssysteme wie die UN zu investieren. Während der Covid-19 Pandemie wird dies umso wichtiger, da diejenigen, die in Gebieten leben, die bereits unter Nahrungsmittelknappheit leiden (wie auch die Helfer selbst), einem großen Risiko ausgesetzt sind. Wir unterstützen erneut den Aufruf des UN-Generalsekretärs zu einem globalen Waffenstillstand.

Abschließend beglückwünschen wir das Welternährungsprogramm erneut zu dieser sensationellen Auszeichnung und zu all der Arbeit, die es geleistet hat. Wir rufen Einzelpersonen, Organisationen und Nationen auf, das WFP zu unterstützen, um ihre Arbeit für eine grüne, gerechte Zukunft und eine Welt ohne Krieg zu erleichtern.

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Jonas Jancke vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!

Kategorien: Frieden und Abrüstung, International, Menschenrechte, Pressemitteilungen
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