Zeitmaschinen

27.04.2020 - Javier Belda

Dieser Artikel ist auch auf Spanisch, Französisch, Italienisch, Katalanisch verfügbar.

Zeitmaschinen

Wir schlagen eine humanistische geistige Rebellion entgegen der durch das Virus verursachten geistigen Einschließung und Dystopie vor, zuweilen verursacht von… Gott weiß was!

Inmitten der Covid-19 Krise verlagert sich der auf die Robotik gelegte Schwerpunkt. Nun geht es auf dem Mobile Congress nicht mehr so sehr um die Faszination für ein neues Gadget oder eine App, sondern um das einfache Überleben. Jetzt erbitten wir den Fortschritt der Biomedizin, um uns aus dieser schrecklichen Situation zu befreien, in der wir uns wegen eines beunruhigenden Virus befinden.

Der Neue Humanismus oder Universalistische Humanismus definiert den Menschen als ein historisches Wesen, dessen Handlungsweise in der Lage ist, die Welt und seine eigene Natur zu verändern. Diese Behauptung hat seit der Entwicklung der Biotechnologie in den letzten Jahren grundlegend an Bedeutung gewonnen.

Im Jahr 2011 entstand das Projekt Avatar 2045[1], dessen Vorschlag es ist ein Stück weiter zu gehen, als nur die Heilung von Kranken, um schließlich Unsterblichkeit zu erlangen. In seinen Anfängen wurde das Projekt von wichtigen Persönlichkeiten wie Ban Ki-Moon oder dem Dalai-Lama gefördert. Die Idee dahinter ist, den menschlichen Körper und die Technologie zu einer Einheit zu verschmelzen. Sein Avatar ist in einen vierstufigen Prozess unterteilt, der mit der Entwicklung von Androiden beginnt, die von einem vom Verstand kontrollierten Interface zwischen Gehirn, Computer und Roboter gesteuert werden. Dies würde seinen Höhepunkt in einem Computermodell des Gehirns und Bewusstseins einer Person erreichen, das wiederum – für die Nachwelt – in den virtuellen Raum eines Computernetzwerks hochgeladen werden könnte.

Eine weitere Idee schon zu Zeiten der Industrialisierung ist die Vorstellung davon, die Zeit zu überschreiten, indem man nach Belieben in die Vergangenheit oder in die Zukunft reist. Einer der ersten Romane zu diesem Thema war „El Anacronópete“ von Enrique Gaspar y Rimbau und – später – Jules Verne, der sich alle Arten von außergewöhnlichen Reisen vorstellte, ebenso wie H.G. Wells mit „die Zeitmaschine“ aus dem Jahr 1895.

Unterdessen entwickelte Albert Einstein seine Relativitätstheorie, die die unüberwindbare Grenze der Lichtgeschwindigkeit festlegte und gleichzeitig das neue Konzept des gekrümmten Raums vorschlug.

Seither haben Literatur- oder Filmproduktion rund um die Idee der Zeitreise nicht aufgehört, ebenso wenig wie die technologische Entwicklung.

Seit Einsteins Paradigmen sind nun mehr als 100 Jahre vergangen, aber erst kürzlich wurden seine Gravitationswellen, die das Verständnis der Krümmung von Raum und Zeit prägen, bewiesen. Die Wissenschaft des 21. Jahrhundert setzte hierbei auf ein riesiges, mehrere Millionen Dollar schweres internationales Programm[2] mit Installationen und Raumfahrzeugen. In den letzten Jahren haben diese Maschinen einen immensen Erfolg bei der Entdeckung dieser Gravitationswellen, die Einstein vorhergesagt hat, aber dessen Nachweis er selbst nie für möglich hielt, erreicht.

Schon in den Ursprüngen der menschlichen Kultur gab es Maschinen mit Bezug auf die Zeit, entweder um sie zu messen, zu berechnen, ihre Gesetze aufzustellen, oder uns während ihres Verrinnens zu offenbaren.

Wenn wir in der Zeit zurückgehen – zumindest geistig – erkennen wir die unglaubliche Entwicklung des Menschen auf dem Planeten. Zuerst beherrschte er das Feuer und konnte dadurch mehr Kontrolle ausüben, dann versuchte er, sich in seiner Umgebung anzusiedeln und die Grenzen des von ihm besetzten Gebietes festzulegen. Und während er nach dem Überleben strebte, überlegte er, wie er das Rätsel seiner Existenz entschlüsseln könnte. Was lag unter seinen Füßen? Was waren die Grenzen des Horizonts? Wo war das Zentrum des Universums?

Sind sieben Millionen Jahre seit den ersten Hominiden eine lange oder eine kurze Zeitspanne? Auf kosmischer Ebene, wenn man den Urknall oder die Entstehung des Sonnensystems betrachtet, erscheinen sie einem wenig. Wir erkennen, dass der Mensch etwas Reaktives im Universum ist… oder vielleicht eine Eigenschaft der Zeit selbst.

Die Übersetzung aus dem Spanischen wurde von Susanne Grönsfeld vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!


[1] http://www.2045.com/
[2] https://members.ift.uam-csic.es/bellido/gravitacion/exp/GW_es.html

Kategorien: Humanismus und Spiritualität, Meinungen, Wissenschaft und Technologie
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