Die Eberhard-Schultz Stiftung für soziale Menschenrechte verleihte am Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut den Sozialen Menschenrechtspreis 2018 an „Ärzte der Welt e.V.“ und einen Sonderpreis an das Berliner „Bündnis Mieterprotest Kosmosviertel“.

Am Mittwoch, den 17. Oktober 2018, hat Stiftung auf ihrer diesjährigen Jahresveranstaltung im Festsaal des Rathauses Charlottenburg bereits zum fünften Mal den mit 5000 Euro dotierten Sozialen Menschenrechtspreis sowie einen mit 1000 Euro dotierten Sonderpreis verliehen.

Preisträger des Sozialen Menschenrechtspreises 2018 sind die Ärzte der Welt e.V., die im Jahr 2000 gegründete deutsche Sektion des internationalen Netzwerks Médecins du Monde. Die Ärzte der Welt setzen sich weltweit für das soziale Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung für diejenigen ein, die dazu keinen oder nur erschwerten Zugang haben. Die Laudatio hielt Reinhard Laska, Journalist und Vorsitzender der Jury. Für den Direktor François de Keersmaeker ist der Preis sowohl eine Anerkennung der Arbeit der zahlreichen Mitarbeiter*innen der Organisation als auch derjenigen, die die Anlaufstellen in Berlin, München, Stuttgart und Hamburg jährlich aufsuchen.

Den diesjährigen Sonderpreis erhält die Berliner Initiative Bündnis Mieterprotest Kosmosviertel für Ihr engagiertes Streben nach sozialer Gerechtigkeit und Umsetzung des sozialen Menschenrechts auf Wohnraum für alle zu angemessenen Preisen. Das Bündnis setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen im Alt-Glienicker Kosmosviertel ein. Die Laudatio hielt Stadtsoziologe und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Dr. Andrej Holm. Peter Schmidt dankte für den Preis als Ansporn für die Arbeit des Bündnisses.

Weitere Highlights der Veranstaltung waren neben der Begrüßung des Schirmherrn Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf: Das Grußwort der Kuratoriumsvorsitzenden unserer Stiftung, Prof. Dr. Rita Süssmuth, die die Notwendigkeit der überfälligen Unterzeichnung des Zusatzprotokolls zum UN-Sozialpakt 1966 betont, durch die Individuen und Organisationen Verletzungen sozialer Menschenrechte notfalls einklagen können – für unseren Vorsitzenden Eberhard Schultz „auch ein wirksames Mittel gegen zunehmenden Rechtspopulismus und soziale Spaltung.“