Inzwischen hat das Netzwerk der sozialen Organisationen erklärt, das Leben der Abgeordneten sei in Gefahr.

Von Fabrizio Verde

Der Fall Milagro Sala, die Abgeordnete des Parlasur, die letzte Woche verhaftet wurde, bringt den Präsidenten Argentiniens Macri in peinliche Erklärungsnot und setzt ihn sprichwörtlich außer Gefecht.

Anlässlich einer Pressekonferenz im schweizerischen Davos fragte der Journalist Alejandro Bercovich von BAE den Präsidenten, ob die Verhaftung der Oppositionsführerin ihn nicht Verlegenheit bringe und ihm nicht auch Widerspruch seitens der in der Schweiz anwesenden Unternehmer beschere, auch im Lichte seiner mehrmals erklärten Proteste gegenüber Venezuela für die Verhaftung des Putschisten Leopoldo López.

Auf diese Frage hin erschien Macri außer sich vor Wut und versuchte krampfhaft zu argumentieren, dass es nicht möglich sei, einen Vergleich zwischen Leopoldo López und Milagro Sala zu ziehen. „Man kann Leopoldo López und Milagro Sala nicht in die gleiche Reihe stellen“, erklärte Macri offensichtlich verärgert, „López hat nichts Schlechtes getan“.

Nach dieser lakonischen und lückenhaften Antwort verließ der argentinische Präsident, offensichtlich durch diese Frage sehr aufgebracht, die Pressekonferenz.

Zwischenzeitlich hat das Netzwerk der sozialen Organisationen von Jujuy erklärt, „das Leben Milagro Salas sei in Gefahr“ und dass falls „Verletzungen der konstitutionellen Rechte Milagro Salas stattfänden, die Verantwortung dafür beim Gouverneur Morales und dem Präsidenten Macri lägen“.

Axel Kicillof, ehemaliger Wirtschaftsminister – derzeit Abgeordneter von Frente para la Victoria – meldete sich zu Wort, indem er die strengen Repressionen seitens Macris streng verurteilte und das Beispiel des Falles der Arbeiter von Cresta Roja, der Arbeiter im öffentlichen Dienst von La Plata und die willkürliche Verhaftung von Milagro Sala anführte. „Die neoliberale Politik in Argentinien wird immer von Repressionen begleitet“ erklärte der Ex-Minister der Kirchner-Regierung.

Quelle: L’Antidiplomatico

Übersetzung aus dem Italienischen von Evelyn Rottengatter