Weltweite Proteste vor dem Klimagipfel

22.09.2014 - Pressenza Berlin

Weltweite Proteste vor dem Klimagipfel
(Bild von Dhaka, Bangladesh. Photo: Risalat Khan)

Neben dem legendären Demonstrationszug in New York, dessen Zahl mittlerweile auf 400 000 geschätzt wird, sind überall auf der Welt Menschen am letzten Wochenende für ein Handeln gegen den Klimawandel und die globale Erwärmung und für regenerierbare Energien auf die Strasse gegangen. Folgende Informationen von überall auf der Welt kommen von 350.org, sind jedoch leider nicht vollständig, da unsere Redaktion ständig neue Bilder von weiteren Plätzen auf der Erde erreichen.

In Australia gingen 30 000 Menschen auf die Strassen von Melbourne, während Ortsansässige einen 50 km Marsch zu einem Strand an der Queensland’s Sunshine Küste, und andere einen 700 km Marsch von Canberra nach Melbourne unternahmen. Über 10 000 weitere Menschen nahmen an anderen Veranstaltungen in über 100 Städten teil.

Melbourne

Melbourne

Brisbane

Brisbane

Mehr als 2500 Menschen von überall in Indien kamen am Samstag zu den Strassen von New Delhi und veranstalteten damit den größten je da gewesenen nationalen Marsch für das Klima.

Delhi, Indien. Photo: Rajkumar M

Delhi, Indien. Photo: Rajkumar M

Dhaka, Bangladesh. Photo: Risalat Khan

Dhaka, Bangladesh. Photo: Risalat Khan

In Tanzania marschierten die Masaai über ihr angestammtes Land, um dazu aufzurufen, ihre Heimat in der Serengeti vor den Einflüssen des Klimawandels zu schützen. Gleichzeitige Veranstaltungen fanden überall in Afrika, in Johannesburg, Togo, Niger, Elfenbeinküste und Benin statt, sowie ein Marsch, der in der größten Stadt Afrikas, in Lagos, am Montag stattfinden soll.

Tanzania. Photo: People's Climate

Tanzania. Photo: People’s Climate

In London läuteten die Glocken der Church of London, während 40 000 Menschen sich zusammenschlossen, um einen historischen Marsch zu den Stufen des Parlamentes zu machen.

London. Photo: 350.org

London. Photo: 350.org

In Paris nahmen 25 000 Menschen am „Paris Marsch fürs Klima“ teil mit Paraden, Märschen und Fahrrädern über die Brücken der Seine.

An der Grenze USA/Kanada, werden Tausende von Menschen von First Nation Gruppen sowie einheimischen Organisationen von Vancouver und Seattle zur Grenze laufen, um sich gemeinsam die Hände zu reichen in einem wahrhaft internationalen Event, um zu zeigen, dass „Klima keine Grenzen kennt“.

Auf den Pazifischen Inseln, von Tonga über Tuvalu bis Tokelau, demonstrierten Menschen für „Aktionen, keine Worte“, um die Pazifischen Inseln zu schützen. Im ländlichen Papua Neu Guinea liefen Schüler einer Grundschule zu einem nahe gelegenen Leuchtturm, der erst kürzlich halb im Wasser versunken war, wegen des Anstiegs des Meeresspiegels. Während sie marschierten, bereiten sich Menschen überall am Pazifik vor, 30 Pazifik-Klima-Kämpfer loszuschicken, um im Oktober mit ihren Kanus den weltweit größten Kohle-Hafen in Australien zu blockieren.

In Istanbul demonstrierten nahezu 3000 Menschen am Taksim Platz mit beeinträchtigten Gemeinden aus der gesamten Türkei in der Vorhut.

In Berlin nahmen über 10 000 Menschen an drei parallel verlaufenden Märschen teil, die sich am Brandenburger Tor in einem farbenfrohen Festival vereinigten.

Berlin. Photo: Mal eben schnell die Welt retten

Berlin. Photo: Mal eben schnell die Welt retten

In Rio de Janeiro marschierten Tausende von Menschen auf den Stränden von Ipanema, nachdem während der ganzen letzten Woche Bilder auf die Christusstatue gestrahlt worden waren.

In Jakarta marschierten Tausende Menschen um einen dringenden Appell an den neu gewählten Präsidenten zu schicken, dass er sich verpflichtet, eine Wirtschaft aufzubauen, die durch regenerierbare Energien gespeist wird. Andere Ereignisse in Asien fanden unter anderem in Seoul, Taiwan und Manila statt.