Gestern haben sich Palästinenser und Israelis gemeinsam in Beit Jala versammelt, um gegen die kürzlich erfolgte Verabschiedung eines Gesetzes zur „Todesstrafe für Terroristen“ zu protestieren. Die Teilnehmenden kritisieren das Gesetz als Instrument der Unterdrückung und als Ausdruck struktureller Ungleichbehandlung gegenüber der palästinensischen Bevölkerung.

Während einer Pressekonferenz vor der Demonstration erklärte der palästinensische Koordinator Jamil gegenüber internationalen Journalistinnen und Journalisten:

„Wir werden in allen Gebieten des Westjordanlands weiter protestieren, bis dieses ungerechte Gesetz aufgehoben wird.“

Der Protest wurde rasch von der israelischen Polizei und dem Militär eingeschränkt. Beide erklärten das Gebiet zur „geschlossenen Militärzone“ und drohten den Anwesenden mit Festnahmen, sollten sie sich nicht entfernen.

Die beteiligten Aktivistinnen und Aktivisten betonten, dass sie weiterhin öffentlich Stellung beziehen werden:

Sie wollen nicht schweigen, wenn schwerwiegende Verletzungen des Rechts auf Leben und auf ein faires Verfahren zur Normalität zu werden drohen.

Fotos: Combatants for Peace