Die Klage erfolgt im Namen der Hind Rajab Foundation. Dem Mann wird Beteiligung am Einsatz am Al-Schifa-Krankenhaus 2024 vorgeworfen. Beantragt sind Ermittlungen und ein Ausreiseverbot
Von Nerea de Lucó
Übersetzung: Benjamin Grasse amerika21
Santiago de Chile. In Chile könnte erstmals ein israelischer Soldat wegen Kriegsverbrechen im Gazastreifen strafrechtlich verfolgt werden. Ein chilenischer Rechtsanwalt hat Klage gegen einen israelischen Soldaten eingereicht, der sich derzeit auf chilenischem Staatsgebiet aufhält. Ihm werden Kriegsverbrechen im Gazastreifen vorgeworfen.
Die Klage stützt sich auf das Prinzip der universellen Gerichtsbarkeit des Römischen Statuts – ein völkerrechtliches Instrument, das Staaten verpflichtet, schwerste Verbrechen auch dann zu verfolgen, wenn sie außerhalb ihres Territoriums begangen wurden. Auf dieser Grundlage könnte der Beschuldigte auch außerhalb Israels strafrechtlich belangt werden.
Bei dem Beschuldigten handelt es sich um den israelisch-ukrainischen Staatsangehörigen Rom Kotvun. Nach Angaben der Klage soll er als Scharfschütze im Bataillon „Shaked“ gedient haben und 2024 an dem Angriff auf das Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza beteiligt gewesen sein. Ihm wird vorgeworfen, durch seine Tätigkeit als Scharfschütze die sichere Evakuierung von Zivilist:innen verhindert zu haben. Dadurch habe er sowohl zu direkten Tötungen als auch zu Todesfällen infolge von Nahrungs-, Wasser- und medizinischer Unterversorgung beigetragen. Die Vorwürfe beziehen sich auf mögliche Verbrechen gegen die Menschheit.
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Den vollständigen Text finden Sie hier:
https://amerika21.de/2026/03/283419/chile-prozess-kriegsverbrechen-gaza









