Vom 17. bis 22. März 2026 findet in Arusha in Tansania ein Festival für Kunst, Musik und Kultur im Zeichen von Frieden, Gewaltfreiheit und Ernährungssouveränität statt.
Die Initiative, die im Rahmen der Aktivitäten der Arbeitsgruppe Musik, Kunst und Kultur des Humanistischen Weltforums entstanden ist, wird zahlreiche humanistische Künstler:innen aus Ost- und Südafrika zusammenbringen.

Neben Live-Musik umfasst das Programm künstlerische Darbietungen, bildende Kunst und kreative Ausdrucksformen, Gespräche über Ernährungssouveränität, Dialoge zu Frieden und Gewaltfreiheit sowie einen intensiven kulturellen Austausch, der als wesentlich für die Förderung von Verständnis und Brüderlichkeit gilt.
Es werden fünf inspirierende Tage voller Kreativität, Einheit und kulturellem Austausch erwartet, an denen sich Künstler:innen, Musiker:innen, Dichter:innen und Vertreter:innen der Gemeinschaften versammeln, um Frieden, Gewaltfreiheit, Kultur und Ernährungssouveränität zu feiern.
Die Organisator:innen betonen die Kraft von Kunst und Dialog bei der Förderung der Werte von Menschenwürde, Umweltschutz sowie des Rechts der Gemeinschaften auf gesunde und lokal produzierte Lebensmittel.
Gastgeber der Veranstaltung sind die Organisationen Four Rivers of Blessings und MTO Wa Baraka.
Die Einladung richtet sich an alle, gemeinsam die Kraft von Kunst, Kultur und Gemeinschaft zu feiern und so zu einer friedlichen und nachhaltigen Zukunft beizutragen.
Der afrikanische Mount Meru
In der Nähe von Arusha im gleichnamigen Nationalpark erhebt sich der Mount Meru, ein erloschener Vulkan, der in allegorischer Hinsicht – vermutlich ohne direkten Bezug zu diesem physischen Ort – eine zentrale Rolle in der hinduistischen, buddhistischen und jainistischen Mythologie spielt: als spirituelles Zentrum des Universums, Ort der Schöpfung und Wohnstätte der Götter.
In diesen Traditionen verbindet der Mount Meru – dessen Name im Sanskrit „hoch“ bedeutet – Himmel und Erde und nimmt eine grundlegende Stellung ein, ähnlich dem Konzept des axis mundi in verschiedenen Kulturen.
Zudem existiert – im Westen weniger bekannt – eine afrikanische Mythologie, die mit dem Volk der Meru verbunden ist, einer Bantu-Ethnie, die vor etwa 800 Jahren vom Mount Kenya, einer Region, in der sie auch heute leben, an die Hänge dieses Berges gelangte.
Eine bemerkenswerte Verbindung besteht darin, dass diese Menschengruppe in dieses Gebiet Kenias gelangte, indem sie vom Ozean aus dem Fluss Tana folgte. An dessen Ufern planen humanistische Aktivist:innen heute die Errichtung eines Studien- und Reflexionsparks – ähnlich jenen, die auf fünf Kontinenten existieren und von der Lehre Silos, des Denkers und spirituellen Führers des Neuen Humanismus, inspiriert sind.
Nach mündlicher Überlieferung der Meru (auf Suaheli: Wameru) verbrachten die Menschen ihre früheste Zeit an einem paradiesischen Ort namens Mbwa (oder Mbwaa), wo sie weder Ackerbau betreiben noch Kleidung tragen mussten. Murungu – in benachbarten kenianischen Kulturen auch als Ngai oder Mwene Nyaga bekannt – gilt als höchste Schöpfergottheit in der Kosmologie der Meru.
Angesichts der Nähe zum afrikanischen Mount Meru wollen die Veranstalter:innen des Festivals in den fünf Tagen im März von Arusha in Tansania sowie von anderen Orten aus durch eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit, durch Kreativität und Humanismus die Verbindung zu den besten menschlichen Potenzialen stärken.
Die Übersetzung aus dem Spanischen wurde von Kornelia Henrichmann vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!










