Delegation aus Sinaloa wendet sich mit Eingabe an KfW IPEX. Promans Ammoniakprojekt in Ohuira liegt auf indigenem Boden und in geschütztem Gebiet
Von Philipp Gerber amerika21
Culiacán Rosales/Berlin. Eine Delegation von mexikanischen Aktivist:innen hat diese Woche in Deutschland eine Beschwerde gegen den Bau einer Chemiefabrik im Bundesstaat Sinaloa eingereicht. Das Projekt des schweizerisch-deutschen Konzerns Proman AG mit einer Tageskapazität von 2.200 Tonnen Ammoniak wird in der Bucht von Ohuira auf indigenem Territorium gebaut, mitten in einem Feuchtgebiet, das durch die Ramsar-Konvention geschützt ist. Diese 1971 im Iran unterzeichnete Konversation regelt global den Schutz von nachhaltigen Feuchtgebieten.
Der Einsatz der Mitglieder der indigenen Yoreme-Gemeinden und des Umweltkollektivs „¡Aquí No!“ (Hier nicht!) wurde bisher von der mexikanischen Regierung ignoriert. Die Bauarbeiten konnten durch juristische Einsprachen um mehrere Jahre verzögert werden. Doch nach einer indigenen Befragung, bei der Dörfer, die nicht direkt betroffen sind, die direkt Betroffenen überstimmten, laufen die Bauarbeiten seit 2025 wieder.
Die Anrainer:innen, die hauptsächlich von der Fischerei leben, befürchten eine Gefährdung ihrer Lebensgrundlagen durch die Großprojekte im Hafen von Topolobampo. Nach der deutschen Chemiefabrik, die den Grundstoff für Kunstdünger herstellen soll, sind weitere Industrieanlagen in derselben Bucht geplant.
2025 wiesen auch elf UN-Sonderberichterstatter auf die Gefahren der Fabrik und deren „potenziell negative Auswirkungen auf die Menschenrechte“ hin. Dies auch auf Basis der vom Projektträger vorgelegten Umweltverträglichkeitsprüfung, in der das Unternehmen selbst einräumt: „Bei einem (möglichen) fünfminütigen Ammoniakaustritt ….
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https://amerika21.de/2026/03/284222/mexiko-beschwerde-deutsche-chemiefabrik










