Es brauche jetzt politische Entscheidungen „die über die Handlungsmacht der Universitäten hinausgehen“, so die österreichische Universitätenkonferenz in ihrem Statement.

Anlässlich des Berichtes des Weltklimarates (IPCC) hat die österreichische Universitätenkonferenz (uniko) die Politik in einer Aussendung dazu aufgefordert, sich dem Ernst der Lage bewusst zu werden. Obwohl der IPCC-Bericht davor warne, dass die Hälfte der Menschheit durch den Klimawandel „hochgradig gefährdet“ sein wird, werde von Seiten der Politik nach wie vor viel zu wenig getan, um die Gefahr eines zunehmend unbewohnbaren Planeten abzuwenden.

„Die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine haben gezeigt, dass tiefgreifende Veränderungen und weitreichende Maßnahmen in Ausnahmesituationen rasch umgesetzt werden können – angesichts der Dramatik des Klimawandels und der verheerenden Auswirkungen, die uns allen drohen, braucht es auch hier ein radikales und sofortiges Umdenken“, wird die uniko-Präsidentin Sabine Seidler im Anschluss an das Treffen von Rektor*innen aller öffentlichen Universitäten zitiert.

Für die Universitäten zeige der IPCC-Bericht zwar etwa die Relevanz und Verbindlichkeit wissenschaftlicher Forschung, für die Abwendung der Klimakrise brauche es allerdings politische Entscheidungen, „die über die Handlungsmacht der Universitäten hinausgehen und entschlossenes politisches Vorgehen erfordern“, heißt es im Statement.
Text: Moritz Ettlinger

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