#offengeht: Fünf Jahre nach dem Sommer der Flucht

04.07.2020 - Pro Asyl

#offengeht: Fünf Jahre nach dem Sommer der Flucht
(Bild von @proasyl 27 zivilgesellschaftliche Organisationen mit einem klaren Statement!)

»Menschen sind gekommen und das war gut so!« ziehen 27 zivilgesellschaftliche Organisationen fünf Jahre nach dem Sommer der Flucht Bilanz. Die Flüchtlingsaufnahme wurde dank des Einsatzes von Haupt- und Ehrenamtlichen und des Engagements der Geflüchteten selbst zu einer Erfolgsgeschichte. #offengeht ist eine Erklärung für eine offene Gesellschaft.

Menschen sind gekommen. Ohne dass wir sie gerufen hätten. Menschen sind gekommen, weil sie vor Bomben und Kugeln, vor Terror und politischer Verfolgung, vor Folter und Misshandlung fliehen mussten. Sie flohen aus den Kriegs- und Krisengebieten in Syrien, Afghanistan, dem Irak, Eritrea oder Somalia. Sie flohen, weil sie dort keine Perspektive hatten und die Türkei als Durchgangsland kein Staat ist, der dauerhaft Schutz gewährt.

Menschen sind gekommen mit der vagen und auf ihren Fluchtwegen oft hart geprüften Hoffnung, hier etwas Besseres zu finden. Menschen sind gekommen, weil andere EU-Staaten geltendes Recht brechen und keine Flüchtlinge aufnehmen wollen. Sie sind gekommen, weil Deutschland ein demokratischer Rechtsstaat ist, in dem die Menschenrechte und das EU-Recht geachtet werden, ein Staat, der seine Grenzen nicht rechtswidrig geschlossen hat.

#Offengeht! Zur ganzen Erklärung

MENSCHEN SIND GEKOMMEN. UND MENSCHEN HABEN SIE AUFGENOMMEN.

Menschen sind gekommen. Und Menschen haben sie aufgenommen. Schon das allein ist eine Erfolgsgeschichte. Dieser lange Sommer der Flucht im Jahr 2015 traf auf eine lebendige Humanität, Empathie und die Idee der Menschenrechte verwirklichenden Zivilgesellschaft. Und dann wurde aus der Aufnahme Geflüchteter sogar noch in vielen anderen Hinsichten ein Erfolg.

Aus Flüchtlingen sind neue Nachbar*innen und Freund*innen geworden – und häufig auch neue Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz oder an der Universität.

Aus Flüchtlingen sind neue Nachbar*innen und Freund*innen geworden – und häufig auch neue Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz oder an der Universität, die Deutschland vielfältiger, offener und erfahrungsreicher machen. Anfang März 2020 ist die Hälfte der seit 2013 eingereisten Geflüchteten erwerbstätig – das ging viel schneller als prognostiziert. Ebenso korrigiert werden musste die Prognose der Ausgaben.

MEHR ARBEITSTÄTIGE UND WENIGER KOSTEN ALS ERWARTET

2015 schätzten Experten des Instituts für Weltwirtschaft, dass die Integration der Flüchtlinge mindestens 20 Mrd. Euro jährlich kosten wird. Die tatsächlichen Ausgaben des Bundes für Flüchtlinge in Deutschland im Jahr 2019 beliefen sich auf 14,7 Mrd. Euro (inklusive Kostenerstattungen an die Bundesländer in Höhe von 6,3 Mrd. Euro). Zum Vergleich: Auch für »Fluchtursachenbekämpfung« außerhalb Deutschlands (darunter fallen auch zweifelhafte Maßnahmen, mit dem Ziel, Geflüchtete fernzuhalten) wurden 8,4 Mrd. Euro ausgegeben.

337 Mrd. waren die gesamten Ausgaben des Bundes 2019

Gänzlich dabei fehlt außerdem die Gegenrechnung, z.B. die zusätzlichen Steuereinnahmen durch arbeitende Geflüchtete oder die Entlastung von Krankenkassen, weil die neuen Versicherten jünger sind und weniger Leistungen in Anspruch nehmen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Und die von der Bundesregierung gebildete Flüchtlingsrücklage in Höhe von mittlerweile 35 Milliarden Euro wurde bisher nicht angetastet. Das alles macht deutlich: Wir sind nicht nur – unabhängig von den Kosten – verpflichtet, Flüchtlinge aufzunehmen, weil das individuelle Recht auf Asyl unbedingt gilt. Wir können uns die Aufnahme Schutz suchender Menschen ökonomisch auch gut leisten. …. weiter lesen

 

Kategorien: Frieden und Abrüstung, Menschenrechte, Migranten, Pressemitteilungen
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