#unteilbar in Dresden: ein klares Zeichen gegen den Rechtsruck in Deutschland

31.07.2019 - Pressenza Berlin

#unteilbar in Dresden: ein klares Zeichen gegen den Rechtsruck in Deutschland

Auf zur bundesweiten #unteilbar-Demonstration am 24. August in Dresden! Vor den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen will das Bündnis #unteilbar ein klares Zeichen gegen den Rechtsruck in Deutschland setzen.

Die Großdemonstration in Dresden ist nach dem Auftakt am 6. Juli in Leipzig und neben der Unterstützung der laufenden #WannWennNichtJetzt-Tour Höhepunkt des Sommers der Solidarität. In Berlin haben heute Sprecher*innen und Unterstützer*innen von #unteilbar das Programm für Dresden vorgestellt.

„Ich war seit 1989 auf keiner Demo mehr. Bei #unteilbar in Dresden geht es mir darum, mich zu vernetzen und zu sehen, wer an meiner Seite steht. Das Gespräch mit Menschen, die sich nicht verkriechen, die fantasievoll sind, die miteinander sprechen, ist mir wichtig – und zwar auch mit jenen, die sich von mir entfernen. Ich möchte diese gespaltene Gesellschaft nicht hinnehmen“, sagte Schauspielerin Corinna Harfouch, die das Bündnis und die Demo in Dresden unterstützt.

„Auch im Osten gibt es viele Menschen, die sich für eine solidarische und freie Gesellschaft einsetzen. Ihre Kämpfe und Forderungen werden nur leider viel zu selten beachtet. Wir z.B. treten gegen Gewalt an Mädchen*, Frauen* und queere Menschen ein. Im Bündnis #unteilbar setzen wir uns gemeinsam mit vielen anderen für eine solidarische Gesellschaft ein.“, sagte Susann Riske von der LAG Mädchen* und junge Frauen* in Sachsen e.V und eine der #unteilbar-Specher*innen in Dresden.

Ähnlich der Standpunkt von Ario Mirzaie von DeutschPlus e.V. und einer der #unteilbar-Specher*innen in Berlin: „Rechter Terror ist die größte Gefahr für das Zusammenleben in Deutschland. Doch die Politik versagt im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus. Es braucht eine Zivilgesellschaft, die sich tiefbraunen Netzwerken bei Polizei und Bundeswehr, rechten Todeslisten und Beifall klatschenden Demokratieverächtern, entgegenstellt.“

Hans-Jürgen Urban von der IG Metall ergänzte: „Ethnische und kulturelle Vielfalt in der Mitgliedschaft war für die IG Metall stets Normalität. Als Solidarverband streiten wir für eine sozial-ökologische Transformation im Betrieb und in der Gesellschaft.“

Lena Kittler von #WannWennNichtJetzt aus Plauen plädierte für eine Politik, die auf Respekt, Solidarität und mehr Gerechtigkeit setzt: „Ich verstehe Angst vor Arbeitslosigkeit oder die Unzufriedenheit über die persönliche Lebenssituation. Aber daraus darf niemals egoistisches oder rassistisches Denken resultieren. Es benötigt Bewegungen wie #unteilbar, um diesen von uns gewünschten Umbruch menschenfreundlich zu gestalten“

Zu der Demonstration in Dresden erwartet #unteilbar zehntausende Menschen aus ganz Deutschland. Schon im Oktober 2018 hatte eine Viertelmillion Menschen in Berlin gezeigt „Es reicht, wir wollen eine andere Gesellschaft“.

Als Redner*innen der Kundgebung stehen u.a. bereits fest: Markus Schlimmbach (DGB Sachsen), Dr. Ulrich Schneider (Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverband), Peggy Piesche (Schwarze ostdeutsche Kulturwissenschaftlerin und transkulturelle Trainerin), Claus-Peter Reisch (Schiffsführer der Lifeline der Mission Lifeline), Ferda Ataman (Journalistin und Kolumnistin) und Carolin Emcke (Autorin und Publizistin), Seda Başay-Yıldız (Anwältin, NSU-Nebenklage) sowie Vertreter*innen zahlreicher Organisationen und Vereinen wie etwa Recht auf Stadt Dresden, Studierende der Hochschule für bildende Künste aus Dresden, Thomas Wisch (Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg, Vorstandsvorsitzender Aktionsbündnis Brandenburg), eine Erfurter Vertreterin des Netzwerks Omas gegen Rechts, Aktivist*innen von Fridays for Future aus Leipzig, der Interventionistischen Linken oder Andrea Kocsis (stellv.Vorsitzende ver.di).

Das Musikprogramm ist noch nicht final zusammengestellt, bisher geplant sind Auftritte von: Enno Bunger, Max Herre, Dota, Banda Internationale und dem Paradiesorchester EHS Dresden.

Kategorien: Europa, Pressemitteilungen, Vielfalt
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