5 Jahre nach Rana Plaza: Diese Petition fordert ein Gesetz für faire Produktion

26.04.2018 - Marita Simon

Dieser Artikel ist auch auf Spanisch verfügbar.

5 Jahre nach Rana Plaza: Diese Petition fordert ein Gesetz für faire Produktion

Es ist bereits fünf Jahre her, dass in Rana Plaza in Bangladesh eine baufällige Textilfabrik zusammenbrach und 1.100 Menschen in den Tod riss. 2.000 weitere Arbeiter*innen wurden verletzt. Berichte über die Katastrophe gingen um die Welt und erreichten so viele Konsumenten wie nie zuvor. Zu den Auftraggebern der Produktionsstätte zählten unter anderem europäische und deutsche Einzelhandelsketten, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch bei dir im Schrank hängen. C&A, Mango oder KiK waren beispielsweise dabei.

Trotzdem hat sich seit 2013 wenig verändert. Nachhaltige und fair produzierte Mode wird langsam beliebter und bekannter. Große Marken stellen in winzigen Schritten ihre Herstellung um und setzen sich – teilweise inklusive Green Washing – löbliche Ziele. Die Käuferschaft soll die Verantwortung übernehmen, denn sie entscheidet letztlich, was in der Tüte landet und ob die Herkunft beim Shoppen eine Rolle spielt. Viele deutsche Unternehmen verpflichten sich höchstens zu unverbindlichen Textilbündnissen und Aktionsplänen.

Folkdays-Gründerin Lisa Jaspers hat jetzt eine Petition gestartet, die das ändern soll. Angelehnt an das französische Gesetz „Loi relative au devoir de vigilance des sociétés mères et des entreprises donneuses d’ordre“, das große französische Unternehmen dazu verpflichtet mit angemessenen Maßnahmen Menschenrechts- und Umweltrisiken zu erkennen, ihnen vorzubeugen und öffentlich Rechenschaft darüber abzulegen, soll in Deutschland ein vergleichbares Gesetz entstehen. Japsers richtet sich direkt an Angela Merkel und fordert sie auf nachzuziehen.
In Frankreich droht bei Vergehen ein Bußgeld zwischen zehn und 30 Millionen Euro. Ein vergleichbares Gesetz soll deutsche Unternehmen verpflichten, Verantwortung für die Produktionsbedingungen zu übernehmen. Zu den Erstunterzeichnern gehören zum Beispiel Melodie Michelberger von Michelberger PR und Mary Scherpe von Stil in Berlin. Fast 19.000 Personen haben es ihnen bisher gleichgetan.
Doch da geht noch mehr! Wir sind uns sicher, es lohnt sich hoffentlich die Petition zu unterschreiben, damit sich in den nächsten fünf Jahren noch mehr Richtung faire und nachhaltige Herstellung unserer Kleidung verändert.
Artikel von Katja Schweitzberger zu finden auf; https://www.refinery29.de/
Kategorien: Asien, Europa, International, Menschenrechte
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