Matthias Erzbergers historische Verdienste – seine Propagandaunternehmen bleiben ausgeblendet!

03.04.2017 - Berlin - Tobias Baumann

Matthias Erzbergers historische Verdienste – seine Propagandaunternehmen bleiben ausgeblendet!

Am 23. März 2017 hat Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) die Benennung einer Bundestags-Liegenschaft mit dem Namen Matthias Erzberger bekanntgegeben – anlässlich des Jahrestags des sog. NS-Ermächtigungsgesetzes vom 23.03.1933.

Ein Abgeordnetenhaus Unter den Linden wird künftig den Namen Erzbergers tragen, da er „moralische Größe und demokratische Haltung“ gezeigt habe, neben seinen Verdiensten als Minister um 1920: reichseinheitliches Eisenbahnsystem und eine bis heute nachwirkendes Steuersystem.

Am 26.08.2011 benannte bereits Wolfgang Schäuble (CDU) den Großen Saal des Finanzministeriums in Matthias-Erzberger-Saal um. Genau neunzig Jahre nach der Ermordung Erzbergers durch die Organisation Consul sowie ehemalige Marineoffiziere. Als Reichsfinanzminister reformierte und zentralisierte Matthias Erzberger nach dem Ersten Weltkrieg das Steuersystem und ging so in die deutsche Geschichte ein – er führte vor allem die bis heute in ähnlicher Form bestehende Reichseinkommensteuer ein. Aufgrund seiner Tätigkeit als Leiter der Waffenstillstandskommission – er hatte das Friedensabkommen in Rethondes bei Compiègne unterzeichnet – wurde er Opfer der von den Rechten, aber auch u.a. von F. Ebert (SPD) kolportierten Dolchstoßlegende, über welche die deutsche Niederlage verklärt wurde, indem die militärische Niederlage des Reichs verschwiegen und die Kapitulation stattdessen auf die Revolution von Anfang November 1918 zurückgeführt wurde.

Als Abgeordneter des Reichstags (Zentrumspartei) verfasste der Schriftsteller, Lehrer und Politiker Erzberger, der für seine kleinbürgerliche Herkunft von Teilen des preußisch-deutschen Adels verachtet wurde, Berichte über den Genozid an den Armeniern, obgleich das Osmanische Reich damals wichtiger Verbündeter Berlins im Ersten Weltkrieg war. Schon 1912 kam er in die Fraktionsführung des katholischen Zentrums, wo er seinen politischen Einfluss auf Reichsebene auszudehnen verstand. Sein berühmtes Verhandlungsmanöver zum Erreichen eines Waffenstillstands im Sommer 1917 bestand in einem Versuch des diplomatischen Finassierens in enger Abstimmung mit dem Vatikan und Wien: Er schlug am 19. Juli im Reichstag die Gründung eines deutschen Großherzogtums Elsass-Lothringen vor,[1] um den Status quo ante, das heißt Elsass-Lothringen als föderalen Teil Deutschlands zu bewahren.[2]

Bereits vor dem Weltkrieg hatte Erzberger die Kriegskredite öffentlich verteidigt. Dennoch stieß seine Kritik an der immensen Schuldenaufnahme während des Kriegs durch den Reichsschatzmeister Helfferich – Schulden, welche die Nachkriegs-Hyperinflation auslösten – auf entschiedenen Protest aus Kreisen des Finanzkapitals. Die Ermordung Erzbergers durch die Freikorps ging nicht zuletzt auch auf die unmissverständliche Kampagne Karl Helfferichs zurück, der seit 1908 Direktor der Deutschen Bank war und angesichts Erzbergers Kritik das Pamphlet „Weg mit Erzberger“ herausgab.[3]

Erzbergers Gedenktafel am Buttenhausener Geburtshaus auf der Schwäbischen Alb wurde von den Nationalsozialisten entfernt und erst 1971 wurde dort eine neue Erinnerungstafel auf Initiative seiner Tochter angebracht.

Die Kehrseite der Karriere des viel gerühmten Erzberger

Doch trotz der berechtigten Aufarbeitung seiner modernisierenden Fiskalpolitik bleibt ein Teil seiner Arbeit weitgehend im Dunkeln, obwohl einschlägige Forschungsarbeiten seit Jahren sein fragwürdiges Engagement als Leiter der katholischen Auslandspropaganda des Reichs sowie als enger Kollaborateur der deutschen Großindustrie und ihrer imperialistischen Kriegszielpolitik bewiesen haben.[4]

Erzberger war Sohn eines katholischen Schneiders, sein bescheidenes Elternhaus wird in gegenwärtigen Veröffentlichungen gern hervorgehoben – doch er war auch „Vertrauensmann des Thyssen-Konzerns“.[5] Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 25.09.2011 berichtete anlässlich der neueren Erinnerungspolitik über Erzberger lediglich von seiner Kritik an Aristokraten und ließ die unschönen Seiten seiner politischen Arbeit aus.

Das Propagandabüro Erzbergers, auch „Pressebüro Erzberger“ genannt,[6] arbeitete seit Ende August 1914 mit der Reichsregierung an der Auslandsspionage bei den ´Feindmächten` sowie in neutralen Ländern. De facto verfügte Erzberger so parallel zur militärischen Aufklärung über ein erstes außenpolitisches Kriegspropaganda-Büro des Reichs. Er erhielt folglich eine eigenes Propaganda- und Spionagebudget mit eigenem Mitarbeiterstab, der dem Auswärtigen Amt des Deutschen Reichs angegliedert wurde.

Laut Originaldokumenten aus dem Archiv des Auswärtigen Amts (´Politisches Archiv`) wurde also ein eigenes Büro eingerichtet. „Ende 1914 betrugen die Kosten dieses Büros und der von ihm betriebenen Propaganda etwa 700.000,- Mark. Da zur Deckung dieser Kosten […] keine hinreichenden Fonds zur Verfügung standen, wurden sie von diesem gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt beim Reichsschatzamt angefordert. Der damalige Direktor der Nachrichten-Abteilung, Exzellenz Hammann, erklärte sich hierzu unter der Bedingung bereit, daß E[rzberger] täglich bei ihm erscheine, um Instruktionen für die Propaganda entgegenzunehmen.“[7]
Die laufenden Kosten für das Büro beliefen sich auf 10.-20.000 Mark pro Monat, für Propagandazwecke auf 100.000 Mark pro Monat, für Erzbergers Verbindungsbüro in der Schweiz auf 55.000 Schweizer Franken pro Monat, für Depeschen auf 30.000 Mark pro Monat. Erzberger riet der Regierung zudem den Ankauf ausländischer Medien und erhielt vom Auswärtigen Amt verschiedene als geheim eingestufte diplomatisch relevante Aufgaben.[8]

Das Büro gliederte sich in eine deutsche, französische, englische, italienische, dänische, rumänische und spanische Abteilung. Die Haupttätigkeit bildete ein Depeschendienst für ausländische Zeitungen in der Sprache der betreffenden Länder. Dieser lieferte den ausländischen Zeitungen im Sinne der Mittelmächte aufbereitete Informationen.

Zudem wurden eine Kriegschronik in Deutsch, Französisch, Italienisch, Dänisch, Holländisch, Englisch und Spanisch, die Propagandazeitschrift „La Paix“ („Der Frieden“), eine protestantische Wochenzeitschrift für die nordischen Länder und eine katholische Monatszeitschrift auf Deutsch, Polnisch, Litauisch, Französisch, Italienisch und Niederländisch sowie die „Berichte über den Heiligen Stuhl“ herausgegeben. Außerdem erschien hier zweimal wöchentlich in ebensovielen Sprachen ein Pamphlet zur politischen Korrespondenz im Krieg.

Laut Informationen des Quai d`Orsay, des französischen Außenministeriums, war Matthias Erzberger darüber hinaus Chef der gesamten katholischen Auslandsspionage des Reichs.[9] Erzbergers Informationen und Meldungen aus Italien, Frankreich und Russland[10] und weiteren Ländern sowie seine hervorragenden Kontakte zum Vatikan waren für die Wilhelmstraße von hohem Interesse. So war es schließlich auch kein geringerer denn Erzberger persönlich, der zwecks ideologischer Sicherung der zu annektierenden nordostfranzösischen Gebiete die französische Zeitung „Le Journal“ aufzukaufen versuchte.[11]

Mehr als Diplomat und Steuerreformer

Doch auch in den weniger als drei Jahren Nachkriegszeit, die Erzberger noch erlebte, waren seine Aktivitäten nicht nur von Friedenskonferenz und Steuerverwaltung geprägt. Hinter dieser offiziellen Geschichte verbarg sich – augenscheinlich nach Archivstudium seiner politischen Praxis – eine rege revanchistische Tätigkeit, welche die Kontinuität seiner – damals gewiss von vielen Politikern, Militärs und Beamten geteilten – imperialistischen Einstellung hervorhob: Erzberger hatte vor dem ´Schmachfrieden` beispielsweise selbst wiederholt die Annexion nicht nur der Gebiete vom französischen Jura bis an die Somme-Mündung am Ärmelkanal, sondern auch ganz Belgiens gefordert.

Vor diesem Hintergrund ist sein fruchtbares Engagement für die Propaganda des Reichs nach wie vor 1918 zu verstehen; Deutschland blieb wohl gemerkt laut Weimarer Verfassung weiterhin offiziell ein Reich – es entstand so eine staatsrechtlich widerspruchsvolle Gleichzeitigkeit von Deutschem Reich und erster deutscher Republik.[12] Matthias Erzberger behielt also auch nach dem Krieg seine avantgardistische Rolle als politischer Propagandist en chef des Reichs mit Schwerpunkt Anschluss Nordostfrankreichs bei, nur mit der Nuance, dass die zu annektierenden Gebiete von den imperialistischen Anschlussforderungen während des Ersten Weltkriegs zurückfielen auf die ethnizistische Forderung der Reannexion des erstmals 1871 von Bismarck okkupierten Reichslands Elsass-Lothringen.

Nach der gescheiterten deutschen Revolution des Winters 1918/1919 reorganisierte Erzberger zusammen mit der SPD die im Frühling 1918 zentral gegründete Reichszentrale für Heimatdienst – größte Propagandainstitution des Reichs – und engagierte im Februar 1919 einen deutschen sowie zwei elsässische Verbindungsmänner: Das sogenannte Trio Ley, Muth, Rapp, das von Baden-Baden aus die drei neuen französischen Départements bestehend aus Ostlothringen – Département Moselle (Metz) – und dem Elsass – Départements Bas-Rhin (Strasbourg) sowie Haut-Rhin (Colmar) – mit einem Netz von Mittels- und Strohmännern überzog, die eine sehr rege Zeitungs- und Flugblattpropaganda sowie diverse politische Kampagnen im Sinn des Anschlusses ans Reich in die Tat umsetzten.[13] Der Vatikan unterstützte dabei aktiv Erzbergers Idee von November-Dezember 1918 bezüglich einer Kampagne für ein Plebiszit im ehemaligen Reichsland Elsass-Lothringen hinsichtlich seiner nationalen Zugehörigkeit.[14] Wenige Monate später wurden massenweise Flugblätter zu einer vermeintlich bevorstehenden Volksbefragung verteilt und auch als offener Brief an den Völkerbund sowie an den Präsidenten der USA versandt.[15]

Erzberger plante den Anschluss Elsass-Lothringens

Am 11. März 1919 lud Erzberger die drei „Führer“ der heimattreuen elsass-lothringischen Bewegung sogar nach Berlin ein, wo er ihnen Garantien für Entschädigungsansprüche im Falle rechtlicher Probleme mit Frankreich versprach, an die sich das Auswärtige Amt später jedoch nur ungenügend hielt.[16] Im März 1919 fand somit „die massgebliche und grundlegende Besprechung mit Staatssekretär Erzberger im Büro der Waffenstillst.Komm. statt“.

Das Propaganda-Trio für Elsass-Lothringen wurde hier mit umfassenden finanziellen Mitteln ausgestattet: Sie hatten „alles zu tun, den autonomistischen Gedanken im Elsass zu fördern“.[17] Einer der drei Chefagenten der deutschen persuasiven Politik in Elsass-Lothringen, Karl Rapp, der ein sehr effektives Agentennetz in Elsass-Lothringen aufbaute und bei Streik- und regionalen Protestbewegungen separatistische Forderungen verbreiten ließ, hatte einen persönlichen Kontakt zu Matthias Erzberger.

Laut dem Polizeiamt Karlsruhe soll „Rapp bei dem Reichspräsidenten im Sommer 1919 in Berlin vorstellig geworden sein.“ Ein Jahr später soll „Reichskanzler Fehrenbach während seines Kuraufenthaltes im Haus Reichert in Baden den Rapp zu einer politischen Aussprache empfangen haben.“[18] Höchste Stellen des Reichs schienen sich für die ethnizistische deutsche Propaganda in Elsass-Lothringen, die mitunter auch nordizistischen Rassismus bemühte, zu interessieren.[19]

Auch der Abgeordnete Johannes Giesberts (Zentrum), der von 1919-1922 Reichspostminister war, bestätigte Jahre später dem Auswärtigen Amt, welches es mit nicht enden wollenden Anspruchsforderungen der Volkstumsarbeiter zu tun hatte, dass Matthias Erzberger an der Kontaktaufnahme mit den Propagandisten von Januar bis März 1919 persönlich beteiligt war. Einer der wichtigsten Deutschtumsagenten Erzbergers, Émile Pinck, der als Elsässer einen neuen, französischen Pass bekommen hatte, ließ sich 1919 ins „Elsaß versetzen, um dort das Deutschtum zu stärken. Er trat somit in den französischen Staatsdienst ein und wurde Vorsteher des Postamts Straßburg-Neudorf. Förderung der elsaß-lothringischen Heimatbewegung gegen die französische Regierung“ lautete seine Mission, die er zusammen mit weiteren örtlichen Kollaborateuren des Trios umsetzte, indem in den 1920er Jahren mehrere antifranzösische, völkische Regionalzeitungen gegründet wurden. Hierfür kamen die „unauffälligen laufenden Zuwendungen aus vorhandenen Haushaltsmitteln des Herrn Reichsministers des Innern oder des Herrn Reichsministers der Finanzen.“[20]

Die sezessionistischen Pläne liefen nach Erzbergers Tod weiter

Das von Erzberger Anfang 1919 initiierte Geflecht aus Propagandainstitutionen in Elsass-Lothringen und davon ausgehenden späteren sezessionistischen und bisweilen völkischen Kampagnen löste 1925 eine offen separatistische Bewegung um das Presseorgan Die Zukunft aus,[21] welches wirksame Querverbindungen sowohl zu katholischen, protestantischen als auch zu laizistisch-liberalen autonomistischen Regionalpolitikern knüpfte und neben diversen antifranzösischen Volkstumsgruppierungen auch zwei herausragende Gewerkschafter und Querfront-Kommunisten mobilisierte, die 1929 aus der Kommunistischen Partei Frankreichs ausgeschlossen wurden und eine eigene, völkische Bauernpartei Elsass-Lothringens gründeten. Die Wochenzeitung Die Zukunft erhielt nachweislich mindestens 125.000 Mark aus Berlin.[22]

Im Jahr 1927 wurde das deutsche Geld in der ostfranzösischen Autonomiebewegung mit verifizierten Beweisen zunächst zivilgesellschaftlich entlarvt und führte 1928 schließlich zu einem großes Aufsehen erregenden Komplottprozess in Colmar, bei dem jedoch alle freigesprochen wurden, da es im französischen Recht keinen Tatbestand ´separatistische Propaganda` gab.

Dennoch waren langfristig die Auswirkungen auf die pro-faschistische Stimmung während der 1930er Jahre nicht zu unterschätzen, denn die deutsche Propaganda zielte kontinuierlich auf die Vermittlung einer vermeintlichen Überlegenheit des Reichs und der preußisch-deutschen Kultur ab. Die Heimatbewegung stellte die französische Kultur als lasziv, finanzaristokratisch da. Deutschland, das trotz der Revolution von November 1918 mit den Kirchen einen generösen Kompromiss zu ihrem öffentlich-rechtlichen Status akzeptierte, konnte sich hingegen überzeugend als christliche Heimat insbesondere konservativer Elsässer und Ostlothringer präsentieren – während die laizistische Republik als gottlose Gegnerin ihrer Heimat skizziert wurde.

Zuletzt bleibt die Frage, wie der zentristische Leiter der persuasiven Kommunikationspolitik, nach dem einige Straßen wie die Erzbergerstraße in Stuttgart benannt sind, gleichzeitig eine exzellente finanzpolitische und eine höchst folgenreiche propagandistische Karriere, die großenteils an dem Reichstag finanztechnisch vorbeigelenkt wurde, absolvieren konnte, ohne auf nennenswerten Widerstand aus parlamentarischen Kreisen zu stoßen – laut einem Dokument des Bundesarchivs schließlich „war es Herrn Erzbergers Art, nicht über Zwirnsfäden zu stolpern, sondern rasch etwas zu versprechen, wenn er etwas getan wissen wollte. Zuständig war er kaum, eine rechtsverbindliche Zusage zu machen.“[23]


[1] Die Verfassung von 1911 des vermeintlichen Bundesstaats Elsass-Lothringen war lediglich Makulatur: der Kaiser behielt im Gegensatz zu allen anderen Gliedstaaten des Reichs ein Veto bei der Landesrechtsetzung, sodass Elsass-Lothringen trotz einer institutionellen Aufwertung das zuvor von Bismarck als gemeinsame Kriegsbeute aller deutschen Länder verwaltete sog. `Reichsland Elsass-Lothringen´ mit staatsrechtlichem Sonderstatus blieb. Vgl. Karl-Heinz Rothenberger, Die elsaß-lothringische Heimat- und Autonomiebewegung, 2. Aufl., in: Europäische Hochschulschriften, Reihe III Geschichte und ihre Hilfswissenschaften, Bd. 42, Frankfurt a. M. und München, 1976, S. 24 f.

[2] Christian Baechler, Le parti catholique alsacien. Du Reichsland à la République jacobine, Ophrys, 1981,225.

[3] Horst Möller, Weimar. Die unvollendete Demokratie, in: Wolfgang Broszat, Wolfgang Benz, Hermann Graml, Deutsche Geschichte der neuesten Zeit vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, München 1994, S. 140, 143.

[4] Vgl. Gerald D. Feldman, Hugo Stinnes. Biographie eines Industriellen. 1870 – 1924, München, 1998; Annie Lacroix-Riz, Le Vatican, l´Europe et le Reich, Paris, 1996.

[5] Jürgen Elvert, Mitteleuropa ! Deutsche Pläne zur europäischen Neuordnung (1918-1945) (Historische Mitteilungen, Bd. 35), Stuttgart, 1999.

[6] Rudolf Wiehler, Deutsche Wirtschaftspropaganda im Weltkrieg, Forschungen und Darstellungen aus dem Reichsarchiv, Berlin 1922.

[7] Politisches Archiv (PA), R 22253.

[8] PA R 22253.

[9] AMAE, Allemagne, Bd. 20, Etat-Major général, le Capitaine de Vaisseau, 6.2.1919, p. 184.

[10] Alfred Kupfermann, Les débuts, de l’offensive morale allemande contre la France (déc. 1914 – déc. 1915), Revue Historique 505, Januar – März 1973.

[11] Rudolf Wiehler, Deutsche Wirtschaftspropaganda, S. 9 f.

[12] Um diesen Widerspruch zu verdecken, verbat sich die deutsche Regierung jedoch, den antirepublikanischen Reichsbegriff analog ins Französische zu übersetzen und ließ Frankreich dieses verfassungsrechtlich bezeichnende Übersetzungsverbot – zwei Jahre nach der Implementierung der ersten demokratischen Verfassung Deutschlands – durch eine offizielle Verbalnote wissen: « Kabinettsbeschluß 1921 schließt Uebersetzung „Reich“ mit „Empire“ aus ». PA AA, Paris, 1024 a, Note Nr. 433, Berlin, Göppert an Grünau, 3.04.1925.

[13] Anne Schmidt, « In diesen Zeiten muß auch die Regierung Werbung fürs Geschäft machen » Zum Wandel amtlicher Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland 1914-1918, Doktorarbeit Universität Bielefeld, 2003, S 25.

[14] Annie Lacroix-Riz, Le Vatican, S. 67.

[15] PA AA, R 71146, L’Echo du Rhin Nr. 575, 21.09.1921.

[16] PA AA, R 30201b, Klage Rapp gegen das Reich, vertreten durch das Auswärtige Amt, 11.1929.

[17] PA AA, R 30201a, Rapp an von Grünau, Berlin-Wilmersdorf, 18.06.1929.

[18] PA AA, R 30200, Note Nr. 8338, Bezirksamt Polizeidirektion an das Auswärtige Amt, Karlsruhe, 4.05. 1921.

[19] Zum vom völkischen Theoretiker Hans F.K. Günther begründeten Nordizismus, vgl. Stefan Breuer, Die Völkischen in Deutschland. Kaiserreich und Weimarer Republik, Darmstadt 2008, S. 115 f., 123 f.

[20] PA AA, R 71161, Bd. 16, Reichspostministerium, Ministerialrat Bergs, Berlin, 20.02.1930.

[21] Die „autonomistische Bewegung im Elsass, die Wochenzeitschrift „Die Zukunft“ in Zabern und de[r] Bankier Pinck in Strassburg, der der Mittelsmann zwischen der Zukunft und elsässischen Kreisen Berlins gewesen zu sein scheint.“ PA AA, R 71151, vol. 6, 01.1925-04.1927, dép. n° II Fr 5506, Ambassade d’Allemagne Paris, Kühn, 26.12.1925

[22] David Allen Harvey, Constructing Class and Nationality in Alsace. 1830-1945, Illinois 2001, S. 154.

[23] BArch, N 1324 n° 182, Spahn à Ley, Berlin, 2.09.1926.

Kategorien: Europa, Politik
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