Erfolg: BayernLB zieht sich aus DAPL zurück

27.02.2017 - Pressenza Muenchen

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Italienisch verfügbar.

Erfolg: BayernLB zieht sich aus DAPL zurück
(Bild von NoDAPLSolidarity.org)

Die Bayerische Landesbank, kurz BayernLB, ist eine der 17 Banken, die in die Dakota Access Pipeline investiert haben. Die höchst umstrittene Pipeline, die gefracktes Öl quer über den amerikanischen Kontinent transportieren soll, bedroht Umwelt und Trinkwasserreservoirs und würde heilige Grabstätten der dort ansässigen Sioux zerstören. Das rücksichtslose Vorgehen der Behörden und Sicherheitskräfte bei der Unterdrückung des friedlichen Widerstands hatte weltweit Proteste hervorgerufen. Pressenza berichtete.

Gegen Ende letzten Jahres hatten die Water Protectors von Standing Rock die Kampagne “Defund DAPL” ins Leben gerufen, im Zuge deren sich bereits einige Großinvestoren aus dem Projekt zurückgezogen haben. Nun folgt die Bayern LB. Am 23. Februar musste deren Chef Johannes Jörg Riegler dem bayerischen Landtag Rede und Antwort stehen. Nach der Anhörung hinter verschlossenen Türen war er laut Medienberichten zu keinem Statement bereit, ließ aber eine Erklärung verteilen, in der es hieß, dass die BayernLB aus der Finanzierung aussteigen will.

Die BayernLB war mit 120.000 Dollar in das Pipeline-Projekt eingestiegen. Sie gehört zu 75% dem Staat Bayern und zu 25% den Sparkassen. Obwohl sich nun plötzlich auch Politiker jeglicher Couleur besorgt um die Auswirkungen der Pipeline zeigen, dürfte wohl klar sein, dass es der öffentliche Druck durch die Zivilgesellschaft war, der die BayernLB zu diesem Schritt bewogen hat. Neben einigen Medienberichten und viel Engagement in den sozialen Netzwerken gab es zwei Petitionen, eine ganzseitige durch Spenden finanzierte Anzeige in der Süddeutschen Zeitung, sowie eine von Fossil Free Deutschland, Campact! und Urgewald e.V. organisierten Protest vor der Zentrale der BayernLB in München, bei dem auch viele Fernsehteams zugegen waren.

Die andere deutsche Bank, die immer noch in das Projekt involviert ist, ist die Deutsche Bank. Die an sie gerichtete Petition von SumOfUs – Menschen vor Profit sammelt auch weiterhin Unterschriften: https://actions.sumofus.org/a/deutsche-bank-kein-geld-fuer-die-dakota-access-pipeline

 

Foto von blog.campact.de

Kategorien: Europa, Indigene Völker, Nordamerika, Politik, Pressemitteilungen, Wirtschaft
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