Open-Source in der Medikamentenforschung: es gibt noch Hoffnung

02.08.2016 - Silvia Swinden

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Griechisch verfügbar.

Open-Source in der Medikamentenforschung: es gibt noch Hoffnung

Open-Source Forschung, welche als Open-Source Wissenschaft entstand und schnell eine gegenkulturelle Bewegung in der Software Industrie in den letzten beiden Jahrzehnten wurde, hat sehr bekannte Produkte entwickelt wie zum Beispiel Linux, eine brauchbare Alternative zu Microsoft Windows. Der kollaborative Ansatz der Open-Source Wissenschaft wurde nun für Forschung und Entwicklung in der Pharmabranche vorgeschlagen, als eine Möglichkeit, Hindernisse zu überwinden und eine offene Diskussion zu ermöglichen. Einer der ersten Berichte zu diesem neuen Ansatz steht im Magazin Science Daily.

 “Die Open-Source Medikamentenentwicklung ist ein Erfolg“

Beim ersten Test einer Open-Source Medikamentenentwicklung haben Forscher auf der ganzen Welt erfolgreich Substanzen identifiziert, die bei der Behandlung von und dem Schutz vor Krankheiten eingesetzt werden können, die durch Parasiten hervorgerufen werden, wie zum Beispiel Malaria, aber auch gegen Krebs.

Im Jahr 2011 verteilte die Organisation „Medicines for Malaria Venture 400 Substanzen, die eine Wirkung gegen Plasmodium falciparum, den Malariaerreger, aufwiesen, an 200 Forschungsgruppen in 30 Ländern. Einzige Voraussetzung war, dass die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen. Ein Drittel der Labore berichtete nun über ihre Ergebnisse in einer am 28. Juli erschienenen Publikation in dem Forschungsmagazin PLOS PathogensOpen-Source Medikamentenentwicklung mit der Malaria Box Substanz Kollektion für vernachlässigte Krankheiten und mehr.“

Die Resultate haben mehr als ein Dutzend Entwicklungsprojekte für eine große Vielzahl von Krankheiten angeschoben.

„Der Versuch war nicht nur bei der Identifikation von Substanzen gegen Malaria erfolgreich, sondern es wurden auch Stoffe identifiziert, die gegen andere Parasiten oder gegen Krebs wirksam sind,“ sagte der korrespondierende Autor Wesley Van Voorhis. Er hatte ein Sabbatjahr von seiner Funktion als Medizin-Professor der Universität von Washington und des Direktors des Zentrum für neuartige und wiederkehrende Infektionskrankheiten genommen, um mitzuhelfen, das Projekt voranzubringen.

Der Bericht sagt auch, dass, obwohl die Zeichen ermutigend seien, es auch wichtig sei in Anbetracht der ungeheuerlichen Kosten, die durch die kommerziellen Interessen der Pharmaindustrie entstünden, den Open-Source Ethos aufrecht zu erhalten, der dieses Projekt so wichtig gemacht hat.

Kategorien: International, Wissenschaft und Technologie

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