Türkei: eine weitere Attacke auf die Freiheit der Presse

12.10.2014 - Pressenza Berlin

Dieser Artikel ist auch auf Englisch verfügbar.

Türkei: eine weitere Attacke auf die Freiheit der Presse
(Bild von Demonstration am 12. Oktober in Berlin: "Berlin ist Kobane". Foto: Yusuf Beyazit)

Drei Berliner Fotojournalisten sind bei Reportagen über Proteste der Kurden in der Türkei verhaftet worden. Eine Unterstützergruppe um die Fotografen Benjamin Hiller und Flo Smith haben eine Presseerklärung herausgegeben:

Gestern, am 11. Oktober 2014, spät am Abend beziehungsweise in den frühen Nachtstunden sind drei freiberuflich tätige Fotojournalisten Ruben Martin Neugebauer, Björn Kietzmann und Christian Grodotzki von der türkischen Polizei auf den Strassen von Diyarbakir verhaftet worden. Unsere Kollegen befanden sich dort, weil sie über die aktuelle Situation in der Ost-Türkei berichten wollten. Die Anwälte bestätigten, dass sie verhaftet wurden, während sie mit Menschen in der Nähe eines Einkaufszentrums sprachen. Die Polizei behauptet, dass unsere drei Kollegen, welche Deutsche und Internationale Presseausweise haben und für Deutsche und Internationale Zeitungen und Fotoagenturen arbeiten, „Provokateure“ seien. Allerdings wissen wir nicht, welches die exakten Gründe ihrer Verhaftung sind.

Momentan werden sie bei der “TEM Sube Polis Okule Yani” (Anti-Terror Polizeieinheit) in Diyarbakir festgehalten und wurden befragt. Die Polizei will sie Sonntag, 13. Oktober, vor Gericht bringen und Anschuldigungen gegen sie erheben. Wie ein Kollege von uns bestätigen konnte, sind mindestens zwei andere ausländische Journalisten ebenfalls in Haft.

Die Deutsche Botschaft sowie das Auswärtige Amt ist informiert, genauso wie Reporter ohne Grenzen (Deutsche Sektion).

Alle drei Kollegen bitten nun die Medien, über diesen Zwischenfall zu berichten und Druck auf den Türkischen Staat auszuüben. Die Türkei hat seit vielen Jahren einen schlechten Ruf, was die Pressefreiheit betrifft, aber speziell nach den Gezi Park Protesten wurde die Situation sehr viel schlimmer, auch für die Internationale Presse.

Wir ermahnen den Türkischen Staat, die journalistische Freiheit, über die Situation in der Ost-Türkei zu berichten, zu respektieren und aufzuhören, die Grundrechte von Journalisten zu verletzen.

12. Oktober, 17 Uhr, Berlin, Deutschland

Kategorien: Europa, International, Kultur und Medien, Menschenrechte, Pressemitteilungen
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