Die Internationale Münchner Friedenskonferenz 2026 steht unter dem Motto „Gegen den Strom der Gewalt“. In einer Zeit zunehmender Kriege, Militarisierung und machtpolitischer Eskalationen rückt die Konferenz den Mut in den Mittelpunkt, sich staatlicher Gewaltlogik, Aufrüstung und Kriegspolitik entgegenzustellen.
Ziel ist es, zivilgesellschaftliche Perspektiven zu stärken und Räume für Dialog, Kritik und solidarisches Handeln zu eröffnen. Während friedenspolitische Fragen in der internationalen Politik und auf der gleichzeitig stattfindenden Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zunehmend in den Hintergrund geraten, setzt die Münchner Friedenskonferenz bewusst einen Kontrapunkt: Sie bringt Aktivist:innen, Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und Journalist:innen zusammen, um über gewaltfreie Alternativen, Verantwortung und internationale Solidarität zu diskutieren.
Thematische Schwerpunkte 2026
Freitagabend, 13.02.2026: Kriegsdienstverweigerung
Im Mittelpunkt des Eröffnungsabends stehen persönliche Erfahrungen von Kriegsdienstverweigerer:innen aus verschiedenen Ländern. Sofia Orr, Timofey Vaskin, Yan Kormilitsyn, Franz Nadler und Simon David Dressler berichten von ihrem Widerstand als Kriegsdienstverweigerer und Verweigererinnen gegen militärische Logiken und staatliche Gewalt. Ergänzend stellt Katharina Rottmayr-Czerny das Netzwerk Friedenssteuer vor.
Samstagabend, 14.02.2026: Sanktionen und Boykotte
Eine prominent besetzte Podiumsdiskussion beleuchtet Sanktionen und Boykotte als politische und zivilgesellschaftliche Instrumente zwischen Machtpolitik, moralischer Verantwortung und internationalem Recht. Auf dem Podium diskutieren Deborah Feldman, Shir Hever, Khaled El Mahmoud und Isabel Feichtner. Die Moderation übernimmt Kristin Helberg, Initiatorin von „Zeit zu reden“.
Begleitprogramm
Workshops, Ausstellungen, musikalische Beiträge sowie eine Buchlesung des Publizisten Fabian Scheidler eröffnen zusätzliche Zugänge zu Fragen von Gewaltfreiheit, Verantwortung und gesellschaftlichem Wandel.
Weitere Informationen zu Programm, Mitwirkenden und Veranstaltungsort finden Sie unter: https://friedenskonferenz.info/









