Es ist schon zehn Jahre her, dass der Sänger und Songwriter am 10. Januar 2016 verstorben ist. Am Ende seines Lebens erklärte Bowie, dass er nicht an die Transzendenz des Menschen glaube. Seine Songs und Videos hingegen haben Zeit und Raum überschritten und werden weiterhin überall auf der ganzen Welt in Clubs gespielt und begeistern die neuen Generationen.
David Bowie, mit bürgerlichem Namen David Robert Bowie, war Sänger, Songwriter und Schauspieler. Bowie galt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Besonders gefeiert wurde er für sein Werk in den 1970er Jahren. Seine Karriere war geprägt durch eine stetige Neuerfindung und einer äußerst sorgfältigen visuellen Inszenierung. Seine Musik und auch seine explosiven Performances hatten einen erheblichen Einfluss auf die Popmusik.
Die Single Starman und das Album The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars (1972) verhalfen ihm zu großer Popularität.
Bowie schrieb Space Oddity, die Geschichte eines fiktiven Astronauten namens Major Tom. Mit diesem Song unterzeichnete er einen seiner ersten Verträge mit Mercury Records und deren britischer Tochterfirma Philips. Die Single Space Oddity ist am 11. Juli 1969 erschienen, fünf Tage vor dem Start von Apollo 11. Der Titel platzierte sich mehrere Monate lang in den britischen Top 5.
In seinem dritten Album, erschienen 1971, The Man Who Sold The World (1970), setzte er sich mit Themen wie Schizophrenie, Paranoia und Wahnvorstellungen westlicher Gesellschaften auseinander. Diese Platte markierte eine Trennung vom Folk-Rock-Stil und der Akustikgitarre seines zweiten Albums zugunsten eines Hard-Rock-Sounds. In dieser Zeit machte sich Bowie sein androgynes Aussehen während der Promotion-Tournee durch die Vereinigten Staaten zunutze.
Im Laufe seines Lebens wurden weltweit schätzungsweise mehr als 100 Millionen seiner Platten verkauft, was ihn zu einem der meistverkauften Musiker aller Zeiten macht.
I’m Afraid of Americans ist ein Song, interpretiert von David Bowie und produziert von Trent Reznor (mit einem Beitrag von Charlie Clouser), der 1997 auf dem Album Earthling und danach als Single veröffentlicht wurde.
Der Website American Songwriter zufolge schrieb Bowie I’m Afraid of Americans als Reaktion auf die Eröffnung des ersten McDonalds-Restaurants auf der indonesischen Insel Java. Zutiefst erschüttert von diesem Anblick, verspürte er das Bedürfnis, durch seine Musik darauf zu reagieren.
Angesichts der Geschehnisse, die sich im Verlauf der letzten Tage in den Vereinigten Staaten abgespielt haben, können wir nur feststellen, wie richtig Bowie mit seinen Äußerungen lag.
In einer Pressemitteilung erklärte Bowie:
Die Invasion durch jede Art von homogenisierter Kultur ist zutiefst bedrückend und der Aufbau einer weiteren Disney World, beispielsweise in Umbrien, Italien, ist es noch mehr. Es erstickt die einheimische Kultur und unterdrückt Ausdrucksformen des Lebens.
Der Song I’m Afraid of Americans brauchte nur sechs Wochen, um Platz 66 der Hot 100 US-Charts zu erreichen, seine beste Platzierung, blieb dort aber weitere zehn Wochen lang.
I’m Afraid of Americans zählte zu den dreißig am häufigsten von Bowie in Konzerten gespielten Songs. Er interpretierte ihn beinahe ebenso oft wie die Klassiker Moonage Daydream und Panic in Detroit, obwohl er mehr als zwanzig Jahre später veröffentlicht wurde.
Bowie hat uns gewarnt. Er hat uns eine Botschaft geschickt, die wir erst heute ernst nehmen!
Die Übersetzung aus dem Französischen wurde von Doris Fischer vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!
Quelle: American Songwriter, Wikipedia









