Angriffe gehen auch nach der Entführung von Maduro weiter. Expert:innen sehen keine rechtliche Grundlage. US-Kriegsminister Hegseth will „offensiv“ gegen Kartelle vorgehen

Von Philipp Zimmermann amerika21

Washington. Das Südkommando der US-Streitkräfte hat am Montag einen neuen Angriff auf ein Boot im Ostpazifik bekanntgegeben, der sechs Todesopfer gefordert hat. Damit ist die Gesamtzahl der Toten im Rahmen der US-Operation „Südlicher Speer“ auf über 150 angestiegen.

In der offiziellen Erklärung hieß es, dass „die Geheimdienste bestätigt haben, dass das Schiff bekannte Drogenhandelsrouten im östlichen Pazifik befuhr und in illegale Aktivitäten verwickelt war“. Die als „Drogenterroristen“ bezeichneten sechs Besatzungsmitglieder sind bei dem Luftangriff getötet worden, hieß es in der Erklärung.

Damit sind in den letzten neun Monaten bei Angriffen der USA im Karibischen Meer und im Pazifik insgesamt 45 Boote zerstört und mindestens 150 Menschen getötet worden. Die Operation „Südlicher Speer“ war im September 2025 von US-Präsident Donald Trump ausgerufen worden, mit dem Ziel, den Drogenschmuggel in die USA zu bekämpfen.

Laut der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde DEA wird jedoch der größte Teil der Drogen, die aus Lateinamerika in die USA gelangen, auf dem Landweg über Mexiko eingeführt. Zudem dürften beim Transport über das Meer Kleinboote wie die regelmäßig von den USA bombardierten nur eine untergeordnete Rolle spielen.

So wurde die zunehmende militärische Präsenz der USA vor allem in der Karibik von vielen Expert:innen zunächst als Drohkulisse gegenüber Venezuela interpretiert. …


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https://amerika21.de/2026/03/283675/us-operation-suedlicher-speer-150-tote

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