Die eskalierenden Konflikte um Iran, Gaza und den Libanon verändern die globale Machtverhältnisse. Was bedeutet das für Energiesicherheit, für die Wirtschaft und die internationale Politik? Dieses Webinar beleuchtet die umfassenderen Auswirkungen von Krieg und Imperialismus und untersucht den Widerstand in Asien, Europa und dem Globalen Süden.
Der Krieg der Vereinigten Staaten von Amerika und Israel gegen den Iran ist eine Erweiterung des zionistischen Völkermords in Gaza und der „größeren Israel“-Agenda, die sich mit den Interessen des US-Imperialismus verbindet.
Dies ist das zweite Mal (Juni 2025 – ein12-tägiger Krieg), dass Iran während der Verhandlungen über seine Urananreicherung mit den USA angegriffen wird. Der US-israelische Mord an dem iranischen Obersten Führer, die Ermordung von weiteren politischen Führern, von über 160 Schulmädchen und über 1000 zivilen Opfern führte nicht wie erwartet zu einem Regimewechsel. Stattdessen hat der Iran mit dem Angriff auf amerikanischer Stützpunkte in der gesamten Golfregion reagiert und die Straße von Hormus geschlossen, durch welche die asiatischen Länder einen großen Teil ihres Öls erhalten. Dieser Krieg hat sich regional ausgebreitet und hat tiefgreifende Auswirkungen auf die fossilen Brennstoffwirtschaften weltweit, da er zu Energieunsicherheit, zu Ölpreisschwankungen, zu Düngemittel- und Nahrungsmittelknappheit in Westasien und darüber hinaus führt. Es drohen Inflation und der Zusammenbruch des Alltagslebens in kleinen Staaten.
Israel hat Militäroperationen gegen den Südlibanon gestartet und über eine Million Menschen zur Evakuierung gezwungen, entsprechend ihrem Wunsch, ein größeres Israel zu schaffen und die Region zu destabilisieren, um die zionistische regionale Hegemonie durchzusetzen. Die US-Israel-Strategie zur Kontrolle der iranischen Öl- und Gasreserven; den iranischen Staat auszuschalten, der die Interessen der Hamas und des palästinensischen Volkes unterstützt und der den Widerstand von nichtstaatlichen Akteuren gegen Völkermord unterstützt hat, ist ein Plan, dem der Iran widersteht. Unterdessen geht der Völkermord an den Palästinensern sowohl im Gazastreifen als auch im Westjordanland weiter.
In ihrer Pressekonferenz am 9. März verurteilte Kallas, in der EU verantwortlich für Sicherheit und Außenpolitik, die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran nicht als Verletzung des Völkerrechts. Stattdessen sagte EU-Präsident Von der Leyen, die EU solle über Analysen hinausgehen und sich mit „der Realität der Lage“ und „der Welt, wie sie tatsächlich ist“ auseinandersetzen. Es scheint, als wolle sie weiterhin an diesem US-israelischen Genozidkrieg mitwirken – der sich nun auch auf den Libanon erstreckt. Ebenso haben die EU-Mitgliedstaaten es versäumt, den Krieg gegen den Iran klar zu verurteilen, mit Ausnahme Spaniens. Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben die Formulierung von der „Verteidigung nationaler Interessen“ gewählt und sagen, es sei kein „NATO-Krieg“ – aber sie haben es nicht ausgeschlossen, Kriegsschiffe in die Straße von Hormus zu schicken.
Dieses Webinar soll soziale Bewegungen in Asien und Europa unterstützen, damit sie die umfassenderen Auswirkungen dieses Krieges für Iran, Palästina, Libanon, Westasien, Europa und den Globalen Süden verstehen. Welche Auswirkungen hat sie auf die Energiesicherheit und die politische Ökonomie der fossilen Brennstoffwirtschaft, die Auswirkungen auf die Staaten innerhalb und außerhalb der Region? Wir untersuchen den Widerstand gegen Kriege und nackten Imperialismus.
Redner und Podiumsteilnehmer
- Adam Hanieh SOAS, Universität London
- Farooq Tariq Pakistan Kissaan Rabitaa Committee
- Emad Kiyaei Direktor von Middle East Treaty Organisation
- Maga Ferre Präsident von Transform! Europe
- Anuradha Chenoy AEPF, TNI-Stipendiat
- Brid Brennan Moderator
- Herz-Fabros Moderator
Wann: 31. März 2026, 11:00 – 12:30 MEZ
Wie: ONLINE
Organisatoren
- Asia-Europe People’s Forum
- International Peace Bureau (IPB)
- Transnational Institute
- Pakistan Kissaan Rabitaa Committee
Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Ulrich Karthaus vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!

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