Hoffnungs- und Bedeutungsvoll – Das Europäische Humanistische Forum, Madrid 2018

26.05.2018 - London, GB - European Humanist Forum 2018

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch verfügbar.

Hoffnungs- und Bedeutungsvoll – Das Europäische Humanistische Forum, Madrid 2018
Ein gewaltfreies menschliches Zeichen im Forum (Bild von) (Bild von EHF)

Der Richter Baltasar Garzón, der dazumal unermüdlich dafür gekämpft hat, dass der unter dem Schutz von Margaret Thatcher stehende ehemalige Diktator Pinochet ausgeliefert wird und wegen Völkermord vor Gericht kommt – Nicole Ndongala, Flüchtlingsaktivistin, Spanisch/Kongolesin, Verteidigerin der Menschenrechte von Migranten; Guillermo Sullings, argentinischer Ökonom, der die Schritte zu einer Universellen Menschlichen Nation vorstellt – Carlos Umaña, Arzt und Aktivist gegen Atomwaffen, verantwortlich für die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) in Costa Rica – Piero P. Giorgi, Friedensaktivist und neuseeländischer Neurowissenschaftler – Riccardo Petrella, italienischer Politikwissenschaftler und Ökonom in Belgien – Die Humanistin Sabine Rubin, Abgeordnete der französischen Nationalversammlung für Frankreich Insoumise – Clara Gomez Placito, Sozialanthropologin und Aktivistin von Konvergenz der Kulturen – Marianella Kloka, Herausgeberin von Pressenza Athen – Mayte Quintanilla, aus Madrid von den Humanisten für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Und das sind nur die Diskussionsteilnehmer der Eröffnungsrunde?

Und natürlich das ganze Europäische Humanistische Forum.

Das Forum fand, selbstfinanziert von den Teilnehmenden und kooperierenden Organisationen und ohne den Einfluss von finanzierenden Unternehmen oder multinationalen Konzernen statt. Es brachte wie die vier zuvor, das Beste der Menschen zusammen. Gewalt und Entmenschlichung anzuprangern reicht nicht aus. Die menschliche Psyche braucht positive Zukunftsbilder, Träume, Utopien und Projekte, um Aktionen für eine Veränderung durchführen zu können. Das war die Aufgabe des Forums und wird auch die des nächsten in zwei Jahren sein.

In anderen Workshops und Podiumsdiskussionen konnte man sehen wie diese Vielfalt immer weiterwuchs und wie die Menschen sich in die Themen vertieften. Es sind zu viele, um sie alle hier aufzuzählen. Das Programm der Workshops findet Ihr auf der Website des Europäischen Humanistischen Forums https://www.humanistforum.org/es/sobre-el-foro/programa/

Unter den Besuchern aus anderen Kontinenten war auch Tomas Hirsch, der kürzlich als Kandidat der Humanistischen Partei in der Frente-Amplio-Koalition in Chile zum Abgeordneten gewählt wurde und Worte der Hoffnung auf eine neue Form menschlicher und partizipativer Politik mitbrachte.

Was haben wir also gemeinsam, was vereint uns, worin liegt das Gemeinsame in all diesen Themen: aktive Gewaltlosigkeit, gute Erkenntnisse, neue Spiritualität, bedingungsloses Grundeinkommen, Bilder für den sozialen Wandel, Spiele für Gewaltlosigkeit, Bildung, nukleare Abrüstung, Menschenrechte, psychosozialer Hintergrund, Migrationen, Rassendiskriminierung, sexuelle Diskriminierung, jede Art von Diskriminierung, Ökologie, interkulturelle Fragen, Humanisierung der Pharmaindustrie, Medien, Kunst, Frauenaktivismus, Politik, Technologie, Wirtschaft, Weltmarsch für Frieden und Gewaltfreiheit 2.0. All das war Thema in den verschiedenen Podiumsdiskussionen und Workshops.

Die Abschlusserklärung enthält den Geist unseres gemeinsamen Daseins. „Wir haben die Essenz von dem gesehen, was uns verbindet“. Es besteht darin den Menschen als den höchsten Wert zu sehen. Für uns hat der Mensch einen höheren Wert als das Geld, der Staat, die Religion, die Modelle und die gesellschaftlichen Systeme. Uns geht es darum die Gedankenfreiheit, die Gleichberechtigung und Chancengleichheit für alle zu fördern. Wir wollen die Vielfalt der Bräuche und Kulturen anerkennen und fördern. Wir wollen jeder Diskriminierung entgegentreten und Widerstand gegen alle Formen von physischer, wirtschaftlicher, rassischer, religiöser, sexueller, psychologischer und moralischer Gewalt leisten.

Das ist ein Aufruf zum Handeln, um die gewaltfreie, soziale, psychologische und spirituelle Revolution in Gang zu setzen, die uns zu einer Universellen Menschlichen Nation führen wird.

Das Forum wurde mit Gedichten in mehreren Sprachen eröffnet.

Im Folgenden ein Gedicht von Guillermo Sullings aus seinem Buch „Scheideweg und Zukunft der Menschheit – Die Schritte zu einer Universellen Menschlichen Nation“.

"Wir sind das Leben, das aus dem Wasser an Land ging.
Wir sind der Fisch, der die Sonne erblicken wollte. Wir sind der Saurier, der fühlen wollte.
Wir sind der Primat, der aufgestanden ist und denken wollte.
Wir sind der erste Mensch, der die Angst überwunden hat und sich dem Feuer näherte.
Wir sind Evolution und wir sind Geschichte.
Wir sind die Nachkommen derer, die immer wieder ihr Leben und die Welt verändert haben.
Wir sind die Kinder der menschlichen Gattung.
Wir konnten es früher tun und können es jetzt tun."
Kategorien: Europa, Gewaltfreiheit, Humanismus und Spiritualität, Menschenrechte

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