Die Vereinten Nationen reagieren auf die Energie- und Versorgungskrise. Gelder sind für Gesundheit, Wasser, Bildung und Schutz vorgesehen. Gespräche mit den USA über Treibstoffimporte laufen

Von Marcel Kunzmann, amerika21

Havanna. Angesichts der sich zuspitzenden Energie- und Versorgungskrise in Kuba haben die Vereinten Nationen einen Notfallplan im Umfang von 94,1 Millionen US-Dollar vorgelegt. Ziel sei es, die grundlegenden Dienste für die am stärksten gefährdeten Menschen im Land aufrechtzuerhalten und „Leben zu retten“, erklärte Francisco Pichón, UN-Koordinator in Kuba, vor Journalisten.

„Wenn die aktuelle Situation anhält und die Treibstoffreserven des Landes erschöpft sind, befürchten wir eine rasche Verschlechterung mit möglichem Verlust von Menschenleben“, sagte Pichón. Die Umsetzbarkeit des Plans hänge jedoch „offensichtlich von Lösungen bei der Treibstoffversorgung“ ab.

Die UN befinden sich derzeit in Gesprächen mit der US-Regierung, um Treibstoffimporte für humanitäre Zwecke zu ermöglichen. Pichón erklärte, dass der Aktionsplan zusammen mit einem Modell zur Nachverfolgung des Treibstoffverbrauchs als Instrumente vorgeschlagen würden, „um zu einer Vereinbarung zu gelangen“. Es würden „alle Lösungen in Betracht gezogen, einschließlich der Zusammenarbeit mit dem nicht-staatlichen Sektor“, so der UN-Koordinator.

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, bezeichnete die gesundheitliche Lage auf der Insel als „zutiefst besorgniserregend“. Gesundheit müsse „um jeden Preis“ geschützt werden und dürfe niemals „der Geopolitik, Energieblockaden und Stromausfällen ausgeliefert“ sein, schrieb er in sozialen Medien.

Nach Angaben der kubanischen Behörden mussten rund 100.000 chirurgische Eingriffe verschoben werden. Krankenhäuser hätten Schwierigkeiten, Notaufnahmen und Intensivstationen in Betrieb zu halten. …


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