(Redaktioneller Hinweis: der nachfolgende Text ist der zweite Teil eines umfangreichen Hintergrundbeitrags der Autoren zur aktuell stattfindenden Aufrüstungsspirale und ein wichtiger Anstoß, diese Entwicklung zu stoppen. Den vollständigen Text können Sie bereits jetzt hier finden: https://gruenealternative.de/abruestung-jetzt/)
Von Karl W. Koch / Klaus Moegling / Bernhard Trautvetter
Zur Illusion nuklearer Abschreckung
Der Begriff „Nukleare Abschreckung“ ist ein Propaganda-Narrativ der Atomwaffenstaaten. Die angebliche Legitimation der Spitzen der Nato-Staaten, man verteidige mit diesen Waffen die Demokratie und die freie Welt ist ein Täuschungsmanöver, das darüber hinweggeht, wie viele Völkerrechtsbrüche NATO-Staaten im Kalten Krieg und danach begangen haben (1/2). Mit sehr viel Glück konnte bisher ein Atomkrieg aus Versehen verhindert werden. Noam Chomsky weist dies bereits 2014 detailliert nach. (3) Russland besitzt Atomwaffen und kann innerhalb von Minuten Millionen von Menschen töten. Diese Realität unterscheidet sich grundlegend vom Einmarsch in den Irak oder dem Sturz Muammar al-Gaddafis. Der US-Präsident Joe Biden hat das verstanden und so von Beginn des Konflikts an klargestellt, dass er keine US-Bodentruppen in der Ukraine stationieren wird. Auch die geforderte „Flugverbotszone“ über der Ukraine wurde von ihm abgelehnt: Sie hätte direkte Kampfhandlungen zwischen den Streitkräften beider Länder erfordert, erklärte er: „Das wäre der Dritte Weltkrieg, okay? Das muss man sich mal klar machen.“ (4)
Aber auch könnten die amerikanischen Atomwaffen sowie die Nuklearwaffen Frankreichs und Großbritanniens Russland davon abgehalten haben, die Waffenarsenale und -lieferungen für die Ukraine jenseits der ukrainischen Grenze in Polen anzugreifen.
Allerdings ist das „Gleichgewicht“ extrem instabil und kann jederzeit zerbrechen, durch Missverständnisse, technische Fehler und/oder menschliche Fehler, Fehleinschätzungen auf einer Seite beim Ausweiten von Angriffen oder durch Fehler der bereits genutzten, aber nicht ausreichend im Ernstfall erprobten KI. (5) Wenn die Abschreckung zu einer sich immer mehr verstärkenden Eskalationsspirale führt – erst recht in einer Periode maximaler Spannungen und eines generellen Misstrauens – entsteht keine Sicherheit, sondern die militärisch bedingte Disruption – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – über die nukleare Schwelle hinaus.
Auch sollte die bereits 1984 von Robert Jervis vorgenommene Aussage beachtet werden:
„Gegner mit Atomwaffen werden Vorsicht walten lassen, um größere Kriege und das Überschreiten der nuklearen Schwelle zu vermeiden. Gleichzeitig bietet ihnen ihre ‚Versicherungspolice‘ der nuklearen Vergeltung ausreichend Spielraum für krisenprovokatives Verhalten, Stellvertreterkriege und Destabilisierung.“
Diese Aussage erhält durch die aktuelle Entwicklung eine geradezu beispielhafte Bestätigung (Stabilitäts-Instabilitäts-Paradoxon). (6) Allerdings stellt die Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen ein Risiko bis hin zur völligen Vernichtung des zivilisierten Lebens auf der Erde dar, so dass niemand das Recht hat, es jemals einzugehen.
Der Schriftsteller Thomas C. Schelling (“The Strategy of Conflict, 15. Mai 1981) (7) korrigiert das weit verbreitete Bild:
„Der Rand zu einem Atomkrieg ist keine ‚scharfe Kante einer Klippe, an der man fest stehen, hinunterblicken und entscheiden kann, ob man sich hinabstürzt oder nicht‘. Eine treffendere Beschreibung sei vielmehr ein ‚gebogener Hang‘. Ein Staatsoberhaupt könne sein Land zwar an diesen Hang heranführen, doch ‚der Hang und das Risiko des Abrutschens sind recht unregelmäßig; weder derjenige, der dort steht, noch die Zuschauer können sich sicher sein, wie groß das Risiko tatsächlich ist oder wie sehr es sich erhöht, wenn man ein paar Schritte nach unten geht. “
Die Autoren kommen in dem Beitrag „Wer schreckt wen ab? Die Rolle von Atomwaffen im modernen Krieg“ zwar im Juni 2022 in Bezug auf den damals noch neuen Ukrainekrieg zum (nach Meinung der Verfasser falschen) Schluss:
„… Daher möchten wir klarstellen, dass die nukleare Abschreckung in diesem Konflikt funktioniert hat – sie hat einen direkten Konflikt zwischen zwei Großmächten verhindert, obwohl beide starke Gründe für eine Eskalation hatten. … Russland verfügt über die Mittel, diese Waffen einzusetzen, und hat erklärt, wie es sich dazu entscheiden könnte. Niemand weiß, wie ein Staatschef in diesem Moment reagieren wird. Ziel der Abschreckung ist es, diesen Moment der Entscheidung gar nicht erst kommen zu lassen, und zumindest bis jetzt ist es beiden Seiten in diesem Krieg gelungen, genau das zu erreichen.“
Allerdings durchzieht sich der gesamte Text mit der Darstellung der – auch in diesem Konflikt – extremen Instabilität des Systems. Es ist bis heute gut gegangen, morgen kann es kippen …

(https://blog.prif.org)
Noam Chomsky fasst die bisherige Entwicklung wie folgt zusammen:
„Eine außerirdische Spezies würde die Geschichte des Homo sapiens wahrscheinlich in zwei Epochen unterteilen: Die Zeit vor und die Zeit mit Atomwaffen. Die Ära mit Atomwaffen begann am 6. August 1945 mit dem ersten Tag des Countdowns bis zum möglicherweise unrühmlichen Ende dieser seltsamen Spezies Mensch. Diese erlangte zwar die Intelligenz, um Mittel zu ihrer Selbstzerstörung zu entdecken, aber nicht die moralische und intellektuelle Fähigkeit, ihre schlimmsten Instinkte zu zügeln.“ (8)
Atomarer Schutzschirm oder Gegenschlag?
Der Begriff des „Atomaren Schutzschirms“ ist von der Wortwahl her bereits Unsinn und unterstellt etwas, was es aufgrund der multiplen Verletzlichkeit moderner Staaten nicht geben kann. (9) Gemeint war daher damit eher auch die Drohung mit einem – den angreifenden Gegner vernichtenden – Gegenschlag, wenn ein atomarer Angriff erfolgt.
Abwehr eines atomaren Angriffs
Dabei muss zunächst festgestellt werden, welche Nation überhaupt zur Abwehr eines atomaren Angriffs mit einer großen Anzahl von Raketen in der Lage wäre:
Russland besitzt eine eigene Luft- und Raketenabwehr (z. B. S-400, S-500), die starke Leistungen gegen Flugkörper verschiedener Reichweiten demonstrieren. Dennoch zeigt das Durchdringen ukrainischer Flugkörper hin zu Zielen weit in Russland gelegen, dass es auch hier keine verlässlich funktionierende Abwehr gegen Raketenangriffe mit nuklearen Sprengköpfen gibt.
Die USA zeigen bei Tests – Ground-Based Midcourse Defense (GMD) gegen Interkontinentalraketen (ICBM) – Erfolge mit einer 55-57%-igen Trefferwahrscheinlichkeit pro Abfangversuch. Wenn mehrere Abfangraketen gleichzeitig geschossen werden, erhöhen sich die Erfolgschancen auf etwa 97% (wobei diese Zahl wiederum von anderen Experten bezweifelt werden).
Andere Systeme wie Aegis BMD (Sea-based) und THAAD haben laut Testreihen deutlich höhere Erfolgsraten gegen Mittel- und Kurzstreckenraketen (~75–80% und mehr), sind aber für strategische ICBMs nicht geeignet. (10)
Frankreich besitzt keinen eigenständigen, globalen Raketenschild wie die USA. Es nutzt primär Patriot-Systeme und kooperiert im Rahmen der NATO-Abwehrinfrastruktur.
Großbritannien verfügt nicht über ein eigenes landesweites ICBM-Abwehrsystem; es beteiligt sich an NATO-Raketenabwehr-Netzwerken (Aegis, Patriot usw.).
Israels Abwehr hat mehrere Abwehrschichten: Iron Dome mit sehr hoher Effektivität gegen Kurzstreckenartillerie, David’s Sling & Arrow als gute Systeme gegen Mittelstrecken- und (Arrow) auch längere ballistische Raketen.

So funktioniert der Iron Dome – Israel (desarrolloydefensa.blogspot.com)
Aber: Dessen Systeme sind nicht ausgelegt, um massierte Interkontinentalraketen zu stoppen, sondern eher regionale Bedrohungen.
Das nächste Problem sind die immensen Kosten der Abwehrraketen, der „GBI“ genannten Raketen der USA gegen Interkontinentalraketen. Dazu kommt, dass die Abwehr leicht zu überlasten ist, Beispiel: so kann eine angreifende Rakete („MIRV – Multiple Independently Retargetable Vehicle“) mit 6–10 Sprengköpfen bestückt sein, von denen jeder Sprengkopf durch mehrere Täuschkörper „gedoppelt“ werden kann. Aus einem Start werden so Dutzende bis Hunderte abzufangende Ziele. Die Entwicklungs- und Infrastruktursysteme für ein ganzes nationales Raketenabwehrnetz kosten viel mehr als nur die Raketen selbst. Berechnen wir „vorsichtig“ einen entsprechenden Schutzschirm für Deutschland, so kommen wir (bei einem Stückpreis von sehr optimistischen ca. 20 Mio. US-$ (11)) für einen erwarteten Angriff mit 50 Raketen mit je 50 abzuwehrenden Ziele gerechnet, so liegen allein dafür die Kosten bei 50 Milliarden. US-$ … für Deutschland! Rechnet man mit einem Stückpreis von 100 Mio. € (für die neueste Generation), bei 80 abzuwehrenden Zielen pro Rakete und einem Angriff mit 100 Raketen, wird es absurd: Kosten 800 Milliarden €!
Dennoch werden laut Fachleuten „einzelne Atomsprengköpfe immer durchkommen“!
Die nötige Zeitdauer für den Aufbau dieses „Schutzschirms“ ist dabei noch völlig ungeklärt und mit Sicherheit nicht in wenigen Jahren machbar. Vor allem fehlen für eine glaubwürdige Abschreckung auch Frühwarn- und Aufklärungssysteme, um überhaupt in der Lage zu sein, rasch reagieren zu können. Entscheidende Bereiche wie die Informationssammlung, -aufbereitung, -weitergabe und Kommunikation, auch die Überwachung und Zielgenerierung, machen bislang vor allem die USA. Dies ließe sich bestenfalls in zwei bis drei, realistischer in zehn Jahren ersetzen, mit entsprechend hohem Kostenaufwand. (12)
Frage:
Gegenschlag durch Frankreich oder GB – ohne die USA?
Von den aktuell in den Ukrainekrieg verwickelten oder potentiell einzubeziehenden Nationen verfügen nur die USA und Russland über ein Potential, das sie „Schutzschirm“ nennen (über dessen Leistungsfähigkeit vor dem ersten Ernstfall nur sehr vage spekuliert werden kann), Frankreich und Großbritannien definitiv nicht. Im Fall eines Rückzuges der USA aus der NATO wären sie wehrlos. Der Aufbau eines sogenannten „Schutzschirmes“ für Europa ist nicht finanzierbar und zeitlich in naher Zukunft nicht durchführbar.
Weiter muss geprüft werden, welche Nation im Fall eines Angriffes überhaupt zu einem massiven Gegenschlag in der Lage – und willens – wäre. Für Ersteres gilt: Nach den bekannten Fakten wären dies heute die USA und Russland. China ist auf dem Weg, entsprechende Kapazitäten aufzubauen. Israel hat sie bereits in einem allerdings sehr beschränkten Umfang, die gegen die potentiellen Gegner (Iran und Pakistan/Saudi-Arabien) ausreichend wären, gegen die USA, Russland oder China allerdings nicht.
Status der weltweiten Nuklearstreitkräfte, 2025 (13)
Land strategisch taktisch Reserve Vorrat Gesamt
(nicht direkt verfügbar)Russland 1.718 ? 1) 2.591 4.309 5.459
USA 1.670 100 1.930 3.700 5.177
Frankreich 280 n / A 10 290 290
China 24 n / A 576 600 600
GB 120 n / A 105 225 225
Israel 0 n / A 90 90 90
Pakistan 0 n / A 170 170 170
Indien 0 n / A 180 180 180
Nordkorea 0 n / A 50 50 50
Gesamt ~3.812 ~100 ~5.702 ~9.614 ~12.241
1) Russland hat in Belarus taktische Atomwaffen stationiert (14)
Frankreich verfügt zurzeit über zwei nukleare Waffensysteme: Seegestützte ballistische Raketen (SLBM), die auf atombetriebenen U-Booten stationiert sind, und Luft-Boden-Raketen mittlerer Reichweite. Frankreich verfügt fast nur über strategische Atomwaffen. (15)
Die Atomwaffen Großbritanniens stellen nicht – wie behauptet – eine „unabhängige Abschreckung“ dar. Die Trägersysteme Trident-Raketen sind von den USA gemietet. Sie sind U-Boot-gestützt. Bei den U-Booten, in Großbritannien gebaut, stammen viele Komponenten und Zielsysteme aus den USA. Die Sprengköpfe selbst wurden nach US-Design in Großbritannien gebaut. Wichtige Teile der Sprengköpfe werden direkt in den USA entwickelt und hergestellt. Großbritannien verfügt seit 1990 nicht mehr über Atombomben für den Einsatz in Flugzeugen und über keine taktischen Atomwaffen. (16)
Zwischenfazit:
Frankreich und Großbritannien können die USA nicht ersetzen
Weder Frankreich noch Großbritannien wären im Ernstfall in der Lage, auf den Einsatz einer taktischen Atomwaffe durch Russland „angemessen“ (mit dem Einsatz einer eigenen taktischen Atomwaffe) zu reagieren (17). Würde einer der beiden mit einer strategischen Atomwaffe reagieren, würde diese mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit seitens der russischen Führung als unangemessener atomarer Angriff gewertet und mit einem massiven Gegenschlag beantwortet, gegen den das betroffene Land keine Abwehrmöglichkeiten hätte …
Was tun, wenn Trump „aussteigt“?
Damit stellt sich spätestens JETZT die Frage, was die Europäischen Regierungen tun, wenn die USA ihre Mitgliedschaft oder zumindest ihren Beistand im Fall eines Angriffes nach Artikel 5 des NATO-Vertrags aussetzen oder beenden würden? Oder wenn sich die USA im Fall eines atomaren Angriffs auf ein europäisches NATO-Land weigert, atomar zurück zu schlagen, um keinen russischen Gegenangriff auf die USA zu riskieren?
Schon heute sind die NATO-Länder in diesen Fällen nicht zum militärischen Eingreifen verpflichtet:
„Jede von ihnen [Mitglied der NATO] (trifft) unverzüglich für sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Maßnahmen (z.B. militärisch, finanziell, politisch), einschließlich der Anwendung von Waffengewalt, … die sie für erforderlich erachtet. …“ (18)
Jeder Mitgliedstaat entscheidet also für sich. Wenn beispielsweise die US-Regierung entscheidet, nur politisch zu reagieren, also z.B. Putin in einer Ansprache zur Nation ausschließlich verbal zu attackieren, so ist dieser Vorgabe dann entsprochen.
Abschließende Bewertung
Die gesamte Diskussion um den „Ersatz“ des „US-Atomschutzschirms“ durch Frankreich oder Großbritannien (oder beide gemeinsam) läuft somit völlig ins Leere. Ebenso der Aufbau einer EU-Atommacht, die weder als solche und noch weniger als der unabdingbar nötige Raketenabwehr-Schutzschirm inklusive Aufklärung finanzierbar und in naher Zukunft schon allein technisch nicht aufbaubar wäre. Vom zu erwartenden Widerstand der Bevölkerung mal völlig abgesehen …

Menschenkette gegen Atomwaffen (flickr.com)
Bei einer EU-Atommacht stellt sich zudem die – unbeantwortbare, aber entscheidende – Frage, wer den „Finger auf dem Roten Knopf“ hat. Frankreich und Großbritannien werden die Verfügung über „ihre“ Atomwaffen keinesfalls einem Dritten überlassen. Selbst die Abstimmung zwischen diesen beiden Ländern wird im Ernstfall (eines atomaren Angriffes von außen) in den wenigen Minuten, die dafür zur Verfügung stehen, nicht möglich sein. Über eine klärende Abstimmung innerhalb eines EU-Gremiums braucht man sich ohnehin dann keine Gedanken mehr zu machen. Bis das in einer Videoschalte zusammen geklärt ist, existiert die EU nicht mehr … Die USA bzw. der US-Präsident kann in maximal 15 Minuten reagieren (19), welche aufgrund der größeren Entfernungen vermutlich noch ausreichend sein werden. Die neuen russischen Hyperschall-Raketen vom Typ Oreschnik wären dagegen in ca. sechs Minuten nach dem Abschuss in Kaliningrad oder Belarus in Berlin oder Paris.
Das Gleiche gilt für eine atomare Bewaffnung Deutschlands (20), die rechtlich umstritten ist: Der NVV (Atomwaffensperrvertrag) (21) kann vertragskonform gekündigt werden (Nordkorea hat dies vorgemacht) (22), der oft zitierte 2+4-Vertrag wird von der Befürworter-Seite als „kein Hindernis“ interpretiert, weil er sich auf den NVV bezieht. Neuere Diskussionsbeiträge etwa vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages
(s. folgender Teil!) sehen dort allerdings eine Eindeutigkeit gegen jegliche Möglichkeiten einer „deutschen Atombombe“
Fazit
Die EU und Großbritannien stehen aktuell hinsichtlich einer Abwehr eines Nuklearangriffs völlig schutzlos Russland gegenüber, der zweitstärksten Atommacht. Unbegreiflich ist daher die militärisch offensive Strategie der EU gegenüber Russland sowie das prioritäre Setzen auf militärische Aufrüstung und die Zurückhaltung der EU gegenüber direkten Verhandlungen mit der russischen Regierung unter Einbezug der ukrainischen Regierung zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Wer Frieden will, muss verhandeln.
Fußnoten:
(1) Die jüngsten Beispiele: Kosovo-Krieg (1999), Afghanistan (ab 2001), Irak-Krieg (2003), Libyen (2011), Iran 2025, Venezuela 2026
(3) https://www.infosperber.ch/politik/welt/ein-atomkrieg-bleibt-hypothetisch-bis-er-realitaet-wird/, republiziert am 4.1.2026 (Original stammt aus 2014).
(4) https://warontherocks.com/2022/06/who-is-deterring-whom-the-place-of-nuclear-weapons-in-modern-war/
(6) Robert Jervis im Buch „Die Unlogik der Nuklearstrategie“ (1984)
(7) https://www.sackett.net/Strategy-of-Conflict.pdf
(8) https://www.infosperber.ch/politik/welt/ein-atomkrieg-bleibt-hypothetisch-bis-er-realitaet-wird/, 4.1.2026, 5.1.2026 (Artikel stammt aus 2014)
(9) Am Beispiel Deutschlands wird dargestellt, dass die kritische Infrastruktur bei multiplen Angriffen hierauf prinzipiell nicht geschützt werden kann, vgl. Rolf Bader/Klaus Moegling: Was ein ‚Verteidigungskrieg‘ für Deutschland konkret bedeuten würde. In: „Der Freitag“, https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/bundeswehr-was-ein-verteidigungskrieg-fuer-deutschland-konkret-bedeuten-wuerde, 24.1.2025.
(10) Antwort ChatGTP auf die Frage: „Was passiert, wenn eine Atombombe außerhalb der Atmosphäre abgeschossen wird?“ gestellt am 28.12.2025 um 14:46 Uhr, gesamte Antwort abrufbar bei kwkoch@gmx.de
(12) https://www.zdfheute.de/politik/macron-frankreich-atomwaffe-deutschland-eu-nato-100.html
(13) https://fas.org/initiative/status-world-nuclear-forces/
(15) https://www.atomwaffena-z.info/heute/atomwaffenstaaten/frankreich
(16) https://www.atomwaffena-z.info/heute/atomwaffenstaaten/vereinigtes-koenigreich
(17) Hier ist die Quellenlage uneindeutig, Vielfach werden nur den USA und Russland taktische Atomwaffen zugeschrieben, andere sprechen von „wenigen“ im Besitz Frankreichs und/oder Großbritanniens. Die in Belgien, Deutschland, den Niederlanden, der Türkei und derzeit noch Italien stationierten US-Waffen der „Nuklearen Teilhabe“ sind taktische Atomwaffen: https://www.tagesschau.de/ausland/taktische-atomwaffen-101.html
(18) https://www.bpb.de/themen/internationale-organisationen/nato/547059/der-buendnisfall-der-nato/
(20) S.a. den Vortrag dazu von Sophie Kretzschmar auf der Atommüllkonferenz (18.10.25), vor allem ab Folie 24, hier verlinkt: https://kwkoch.wolkesicher.de/s/BLJEDNfC6sYTXRR?dir=/
(21) https://www.auswaertiges-amt.de/resource/blob/207392/b38bbdba4ef59ede2fec9e91f2a8179b/nvv-data.pdf
(22) Gemäß Absatz X: „(1) Jede Vertragspartei ist in Ausübung ihrer staatlichen Souveränität berechtigt, von diesem Vertrag zurückzutreten, wenn sie entscheidet, dass durch außergewöhnliche, mit dem Inhalt dieses Vertrags zusammenhängende Ereignisse eine Gefährdung der höchsten Interessen ihres Landes eingetreten ist. Sie teilt diesen Rücktritt allen anderen Vertragsparteien sowie dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen drei Monate im Voraus mit. Diese Mitteilung hat eine Darlegung der außergewöhnlichen Ereignisse zu enthalten, durch die ihrer Ansicht nach eine Gefährdung ihrer höchsten Interessen eingetreten ist.“ NVV. S. 49
Die Autoren:
Karl W. Koch, Dipl. Ing. (chem. FH) ist deutscher Politiker, Aktivist und Fachbuchautor aus Mehren (Rheinland-Pfalz), der innerhalb von Bündnis 90/Die Grünen und in parteinahen linken Bewegungen aktiv ist. Er engagiert sich seit Jahren stark in der Friedens- und Abrüstungspolitik, insbesondere gegen Atomwaffen und für eine umfassende nukleare Abrüstung. (Näheres: zahlreiche Beiträge auf den Seiten der
U-G-L.de oder gruenealternative.de
Klaus Moegling, habilitierter Politikwissenschaftler und Soziologe, er lehrte an verschiedenen Universitäten und Institutionen der Lehrerbildung, zuletzt an der Universität Kassel als apl. Professor im Fb Gesellschaftswissenschaften, er engagierte sich in der Friedens- und Umweltbewegung sowie in Bildungsinitiativen. Er ist Autor des im open Access veröffentlichten Buches „Neuordnung. Eine friedliche und nachhaltig entwickelte Welt ist (noch) möglich.“
Bernhard Trautvetter, Sprecher des Essener Friedensforums, Mitglied im Bundesausschuss Friedensratschlag, Friedensökologe, Autor









