1 Millionen Schüler protestieren vor über 3.000 Schulen gegen Waffengewalt in den U.S.A.

16.03.2018 - Democracy Now!

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1 Millionen Schüler protestieren vor über 3.000 Schulen gegen Waffengewalt in den U.S.A.
(Bild von Democracy Now!)

Während eines historischen Aktionstages verließen am Mittwoch, dem 14. März, eine Millionen Schüler aus über 3.000 Schulen in den U.S.A. bei einem sogenannten „Walk Out“ den Unterricht, um gegen Waffengewalt zu protestieren. Es fanden Walk Outs in allen 50 U.S.-Staaten sowie auch einige außerhalb statt.

In Littleton, Colorado, verließen Hunderte die Columbine High Schoool – der Ort des Massakers von 1999, bei dem 150 Menschen den Tod fanden. In Madison, Wisconsin, beteiligten sich tausende von Schülern am Walk Out und marschierten zum Regierungsgebäude, wo sie vor dem Büro des republikanischen Gouverneurs Scott Walker, der sich gegen die Forderung nach mehr Kontrolle von Waffenbesitz gestellt hatte, anklagend „We want Walker!“ riefen.

In Washington, D.C., wurden aus Protest 14.000 Schuhe auf dem Rasen des U.S. Capitols platziert – ein Paar für jeden der geschätzt 7.000 Jugendlichen, die seit dem Sandy Hook Massaker von 2012 durch Waffenmissbrauch gestorben sind. Zudem protestierten hunderte Schüler aus der gesamten Gegend vor dem Weißen Haus, indem sie mit dem Rücken zum Gebäude 17 Minuten lang schweigend verharrten – eine Minute für jedes der 17 Opfer, die in der Marjory Stoneman Douglas High School in Florida vor einem Monat ums Leben kamen.

Die 16-jährige Reem Arajai und die 17-jährige Simone Hicks kommentierten die Ereignisse während der Proteste wie folgt:

Reem Arajai: „Ich hoffe, der Präsident wird jetzt handeln und kein Geld mehr von der NRA (National Rifle Association; Interessenverband für Waffenbesitzer in den U.S.A.; Anm.d.Ü.) annehmen, denn wenn all die Toten, die es bis jetzt gab, nicht ausreichen, um ihn zu überzeugen, dann müssen wir das wohl hier und jetzt tun.“

Simone Hicks: „Wenn man Waffenbesitz so sehr schützen kann und aber nicht den gleichen Schutz den Menschen zukommen lässt, die das Land in Zukunft ausmachen werden, dann haben wir ein großes Problem. Kinder und Jugendliche sind die Zukunft, wenn sie nicht beschützt werden, was bleibt dann noch übrig?“

Kategorien: Menschenrechte, Nordamerika, Politik
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