Im Herzen von Tel Aviv versammelten sich Hunderte von jüdischen und palästinensischen Menschen auf dem Habima-Platz, um eine Botschaft zu verkünden, die in Zeiten eskalierender Konflikte selten zu hören ist: Der Zyklus des Krieges muss enden. Die von „Standing Together“ organisierte und von ihrem nationalem Co-Direktor Alon-Lee Green angeführte Protestaktion brachte Stimmen zusammen, die sich weigern, eine von wiederkehrender Gewalt geprägte Zukunft zu akzeptieren – von Gaza bis Libanon, vom Iran bis zum Westjordanland.
In einer Zeit, in der abweichende Standpunkte oft an den Rand gedrängt werden, zeugt diese Mobilisierung von einer wachsenden Entschlossenheit der Basis, die Logik des „ewigen Krieges“ in Frage zu stellen und eine Alternative aufzubauen, die auf gemeinsamer Menschlichkeit, auf Mut und kollektivem Handeln beruht.
Wir haben gerade Hunderte von Menschen auf den Habima-Platz in Tel Aviv mobilisiert, um ein Ende des „ewigen Krieges“ unserer Regierung zu fordern. Hunderte von jüdischen und palästinensischen Menschen versammelten sich, um Nein zu sagen zu dieser Realität von einem Krieg nach dem anderen – im Iran, im Libanon, im Gazastreifen und angesichts der sich verschärfenden Besatzung im Westjordanland. Unsere Regierung will, dass wir stillhalten, während sie mit unserem Leben und dem Leben von Millionen Menschen in der Region spielt, aber der Protest hat gezeigt – wir wissen, dass wir Besseres verdienen, und wir sind bereit zu handeln. Bitte unterstützt unseren Kampf gegen das endlose Blutvergießen:
Gerade in Kriegszeiten unterdrücken unsere Regierung und sogar die Mainstream-Medien abweichende Stimmen. Unser Protest ist ein wichtiger erster Schritt, um den Status quo zu durchbrechen, indem wir den Ruf nach Beendigung des Krieges verstärken. Und wir bereiten uns gemeinsam mit einem Bündnis von Organisationen auf eine große Protestaktion am Wochenende vor; wir hängen im ganzen Land Anti-Kriegs-Plakate auf; und wir starten eine Social-Media-Kampagne, um uns gegen diese blutige Realität zu wehren.
Das ist der zweite Krieg mit dem Iran, der vierte mit dem Libanon und der achte mit dem Gazastreifen – ganz abgesehen von den täglichen Morden und Zerstörungen im Westjordanland. Wir wissen, dass endlose Kriege uns keine Sicherheit bringen können; stattdessen führen sie uns genau dorthin zurück, wo wir angefangen haben – mit nur noch mehr Tod. Wir, jüdische und palästinensische Menschen, werden von unserer extremistischen Regierung aufgefordert, einen unmöglichen Preis zu zahlen. Immer und immer wieder.
Diese Woche, als iranische Raketen auf Zivilisten in den Städten Arad und Dimona im Süden Israels niedergingen, und nur wenige Stunden später, als in Tel Aviv über 100 Menschen verletzt wurden, empfand ich gleichzeitig tiefen Schmerz für uns alle in diesem Land und mehr Entschlossenheit denn je, unsere Basisbewegung zu einer immer größeren Kraft für politischen Wandel auszubauen. Das ist unsere Mission. Ja, gerade jetzt ist es unsere Verantwortung, dieser Realität mit Mut und Strategie zu begegnen.
In Solidarität,
Alon-Lee Green, Nationaler Co-Direktor, Standing Together
Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Domenica Ott vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!










