{"id":919339,"date":"2019-09-17T15:51:15","date_gmt":"2019-09-17T14:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=919339"},"modified":"2019-09-17T18:00:44","modified_gmt":"2019-09-17T17:00:44","slug":"joachim-grzega-wort-waffen-abschaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/09\/joachim-grzega-wort-waffen-abschaffen\/","title":{"rendered":"Joachim Grzega: Wort-Waffen abschaffen!"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Krieg und Frieden werden auch \u00fcber Sprache und Wortwahl geschaffen. Mehr als wir es uns vielleicht bewusst sind, k\u00f6nnen wir durch Begriffe, Ausdr\u00fccke und den Gebrauch von Sprache beeinflusst und die \u00f6ffentliche Wahrnehmung geschichtlicher Ereignisse in eine bestimmte Richtungen gelenkt werden.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>In seinem neuen Buch \u201e<a href=\"https:\/\/www.epubli.de\/shop\/buch\/Wort-Waffen-abschaffen-Joachim-Grzega-9783748523321\/84747\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wort-Waffen abschaffen<\/a>\u201c pl\u00e4diert der Sprachwissenschaftler und Didaktiker Joachim Grzega f\u00fcr eine Reflexion des Gebrauchs unserer Sprache und zieht dabei auch Vergleiche zu anderen europ\u00e4ischen Sprachen, deren Entwicklung, und wie der Gebrauch von Sprache unser Denken und Handeln beeinflussen kann.<\/em><\/p>\n<p><em>Wir haben mit Joachim Grzega gesprochen, der uns in diesem Interview interessante Einblicke in seine Arbeit gibt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Herr Grzega, Ihr neues Buch hei\u00dft \u201eWort-Waffen abschaffen &#8211; Beobachtungen zu Europas gewaltvoller Wortwahl und Ideen f\u00fcr eine friedensstiftende Sprache\u201c. Kann man mit W\u00f6rtern und Sprache auch Krieg f\u00fchren?<\/strong><\/p>\n<p>Dass man mit W\u00f6rtern verletzen kann, wei\u00df man schon lange, und dass man mit W\u00f6rtern die Masse einer Gemeinschaft gegen andere aufbringen kann, sah man schon durch Analysen in den 1920er Jahren, nicht zuletzt durch solche, die die Sprache von Politik und Medien vor und w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs analysierten. In meinem Buch analysiere ich drei Bereiche: erstens sprach- und kommunikationsgeschichtliche Aspekte einschlie\u00dflich der Verhandlungen zum Versailler Vertrag, zweitens die Verbindung von W\u00f6rtern zu aufwiegelnden Aussagen in \u00f6ffentlicher Sprache in der EU heute, drittens den Zusammenhang zwischen der grunds\u00e4tzlichen Pr\u00e4senz bestimmter Wortstrukturen, Wortkombinationen oder Sprachregelungen und Aspekten von Gewalt in der EU. Letzteres ist methodisch ziemlich neu, und es gibt erst wenige interessante Funde, aber es gibt sie.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnen Sie uns einige Beispiele daf\u00fcr nennen?<\/strong><\/p>\n<p>Provozierend war im Versailler Vertrag vor allem das Wort \u201cSchuld\u201d, da dieses Wort bis dato in Friedensvertr\u00e4gen nicht vorkam. Heutzutage kann es als aggressiv gelten, wenn deutsche Politiker die Vorg\u00e4nge auf der Krim \u201cAnnexion\u201d nennen, obwohl einige Juristen betonen, dass die Bezeichnung aus v\u00f6lkerrechtlicher Sicht falsch ist. Gerade gegen Putin und Russland wird seit einigen Jahren wieder verbal aufger\u00fcstet. Da wird das Staatssystem mit seinem starken Pr\u00e4sidenten in EU-Medien auch mal als \u201cdefekte Demokratie\u201d bezeichnet, w\u00e4hrend man Frankreichs System mit der vergleichbar starken Stellung des Pr\u00e4sidenten nicht so bezeichnet. Parteien in der EU, die an den sozialen Charakter der EU-Vertr\u00e4ge erinnern und einen dementsprechenden Wandel der EU fordern, werden als \u201canti-europ\u00e4isch\u201d bezeichnet und mit stark nationalistischen Parteien in einen Topf geworfen. Dagegen werden eigene gewaltvolle, fast kriegerische Handlungen sprachlich verschleiert. Dazu geh\u00f6ren die menschenzerst\u00f6renden Ma\u00dfnahmen in Griechenland, die man zynisch als \u201cHilfen\u201d bezeichnet, oder die ebenso brutalen EU-Abkommen mit afrikanischen L\u00e4ndern, die man \u201cPartnerschaften\u201d nennt. Mit den st\u00e4ndig wiederholten Begriffen \u201cFreiheit\u201d und \u201cDemokratie\u201d haben die USA seit dem Zweiten Weltkrieg \u00fcber 20 Millionen Menschen in v\u00f6lkerrechtswidrigen Kriegen get\u00f6tet. Zynisch ist es auch, dass zivile Opfer als \u201cKollateralsch\u00e4den\u201d verdinglicht werden, w\u00e4hrend Panzer vermenschlicht werden und man bei ihnen von einer \u201cLebensdauer\u201d spricht. Au\u00dferdem legt man eine Basis daf\u00fcr, sich an Krieg zu gew\u00f6hnen, indem Kriegsvokabular Teil des Alltags wird. Manchmal erhalten Waffen sogar noch einen positiven Anklang: Es klingt f\u00fcr uns gut, wenn etwas \u201ceinschl\u00e4gt wie eine Bombe\u201d. Manchmal gibt es auch ganz versteckte Zusammenh\u00e4nge. Wenn man etwa milit\u00e4rische Pro-Kopf-Ausgaben als Kennzahl von Gewaltbereitschaft hernimmt, zeigt sich, dass diese beispielsweise gr\u00f6\u00dfer ist, wenn es f\u00fcr \u201claut\u201d und \u201cstark\u201d in einer Sprache ein gemeinsames Wort gibt.<\/p>\n<p><strong>Wir m\u00fcssen also als Gesellschaft auch unsere Sprache und deren Gebrauch \u201eabr\u00fcsten\u201c?<\/strong><\/p>\n<p>Das scheint mir dringend geboten, denn die Kriegsgefahr k\u00f6nnte derzeit h\u00f6her als in den 1980ern sein, doch das Interesse von Studierenden an solchen Fragen ist \u2013 zumindest in meinem Arbeitsumfeld \u2013 trotz \u201cFridays for Future\u201d insgesamt geringer als vor 10 Jahren. Auch im Gespr\u00e4ch mit Menschen meines Alters h\u00f6re ich S\u00e4tze, die sich \u2013 auch als nebenbei gemachter Scherz \u2013 gegen Putin oder Russland richten: wenn etwa ein Ger\u00e4t in der N\u00e4he irgendein komisches Ger\u00e4usch macht und und der Satz f\u00e4llt \u201cOh, da h\u00f6rt auch schon der Putin mit\u201d. Ein anderer Staatschef kommt bei solchen Scherzen nie. Ich sage dann \u00fcbrigens so etwas wie: \u201cWarum? Arbeitet der jetzt f\u00fcr die NSA?\u201d. Das kann schon einmal ein kurzes reflektierendes Gespr\u00e4ch ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p><strong>Als Nachrichtenagentur f\u00fcr Frieden und Gewaltfreiheit interessieren uns nat\u00fcrlich besonders die Ideen f\u00fcr eine friedensstiftende Sprache. Welche k\u00f6nnen Sie da besonders hervorheben?<\/strong><\/p>\n<p>Die Erfahrungen mit dem Versailler Vertrag lehren, dass man bei Friedensverhandlungen nicht nur schriftlich, sondern auch m\u00fcndlich miteinander verkehren sollte und dass man \u00fcber die emotionale Bedeutung von Schl\u00fcsselw\u00f6rtern vor dem Hintergrund bisheriger Gepflogenheiten wissen sollte. Ebenso sollte man \u00fcber die Wirkung von Namen Bescheid wissen. Ferner hilft das Lesen von Texten in einer Fremdsprache, weil man weniger emotional auf die Argumente reagiert. Die Wiederholung als Mittel wirkt bei Friedensf\u00f6rderung genauso wie bei den Gewaltf\u00f6rderern. Daher lohnt es sich, friedensf\u00f6rdernde Passagen, die wir in zentralen Texten der UN, der EU und einzelner Staaten haben, immer wieder in Erinnerung zu rufen. Man sollte Dinge differenzierter bezeichnen, notfalls durch eigene Wortsch\u00f6pfungen. Bei solchen Wortsch\u00f6pfungen sollte Friedensf\u00f6rderndes als gut, stark und aktiv r\u00fcberkommen.<\/p>\n<p><strong>Sie besch\u00e4ftigen sich auch mit der Geschichte von europ\u00e4ischen Sprachen und deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Besonders interessant ist dabei Ihre Beobachtung, dass Gesellschaften, deren Sprachen auf Verkleinerungen verzichten (Bsp. \u201cH\u00fcndchen, Kindchen\u201d) und die einheitlichen Anrede-Pronomen verwenden (Bsp. Englisch: kein Unterschied zwischen \u201eSie\u201c und \u201eDu\u201c) toleranter sind. Worauf f\u00fchren Sie das zur\u00fcck und was war zuerst da, die Toleranz und daraus resultierend die Sprache oder anders herum?<\/strong><\/p>\n<p>Diese Sprachph\u00e4nomene sind ja deutlich \u00e4lter als der au\u00dfersprachliche Aspekt \u2013 Toleranz nach dem Fall des Eisernen Vorgangs. Daher geht die Wirkung von der Sprache aus. Die Analyse selbst stellt nur Toleranz-Unterschiede fest ist. Die Gr\u00fcnde k\u00f6nnen nur vermutet werden. Jedenfalls f\u00e4llt auf, dass die M\u00f6glichkeit zu regelm\u00e4\u00dfigen Verkleinerungen und mehrere Anrede-Pronomen beide mit Hierarchien und Emotionen zu tun haben. Also: ohne die Hierarchien und Emotionen gibt es mehr n\u00fcchterne Akzeptanz von anderen Gruppen.<\/p>\n<p><strong>Ein weiteres Kapitel in Ihrem Buch befasst sich mit der Tatsache, dass Staaten, die mehr als eine Amtssprache haben, friedfertiger sind. Warum ist das so und was bedeutet das f\u00fcr uns, die wir nun Mal nur eine Amtssprache haben? Haben wir da jetzt schlechte Karten?<\/strong><\/p>\n<p>Zumindest haben wir ja regionale Amtssprachen, etwa D\u00e4nisch und Friesisch in Schleswig-Holstein. Sicher kann man auch nicht jeden Staat friedfertiger machen, in dem man von heute auf morgen eine nationale amtliche Mehrsprachigkeit festlegt. Da wird es eine historische Grundlage geben m\u00fcssen. Dazu gilt: Jedes einzelne sprachliche Element, f\u00fcr das ich eine Wirkung entdecken konnte, beeinflusst die Friedfertigkeit ja nicht zu 100 Prozent, sondern ist Teil eines Geflechts von Faktoren. Deswegen ist auch nicht jedes Land mit mehr als einer Amtssprache automatisch besonders friedfertig. Es gibt nur eine erh\u00f6hte Wahrscheinlichkeit. Auch hier kann man \u00fcber den Grund nur mutma\u00dfen. Wichtige Ideen, nicht nur Belangloses, in mehr als einer Sprache verarbeiten zu m\u00fcssen, bedeutet, diese Ideen durch mehr als eine Wortschatz-Brille sehen zu m\u00fcssen; das mag helfen, sich besser in andere Sichtweisen hineinzuversetzen. Das kann einen veranlassen, sich selbst mal mit mindestens einer weiteren Sprache f\u00fcr l\u00e4ngerer Zeit zu umgeben \u2013 und zwar nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch f\u00fcr politische Themen.<\/p>\n<p><strong>Neben Ihrer T\u00e4tigkeit als Autor und Wissenschaftler haben Sie auch praxisorientierte Konzepte zum Erlernen von Sprachen erstellt und wenden diese auch selber an. Was ist \u201eBasic Global English\u201c (BGE) und f\u00fcr welche Personengruppen wurde es konzipiert?<\/strong><\/p>\n<p>Mit BGE vermittle ich Kompetenzen in Englisch als echter globaler Sprache f\u00fcr die wichtigsten privaten und beruflichen Situationen. Ich vermittle, wie W\u00f6rter und Wendungen kulturell bedingt unterschiedliche Gedanken ausl\u00f6sen und welche sich in globaler Hinsicht am effektivsten erwiesen haben. Die meisten von uns brauchen Englisch nicht, um sich mit Briten oder Amerikaner zu unterhalten, sondern mit anderen Nicht-Muttersprachlern. Das hei\u00dft beispielsweise, ich bringe nicht bei, wie ein typisches amerikanisches Kaufgespr\u00e4ch oder ein typisches britisches Kaufgespr\u00e4ch aussieht, sondern welche Gespr\u00e4chsstrategien die konflikt\u00e4rmsten sind, wenn ich als Deutscher ein Kaufgespr\u00e4ch mit einer Russin oder einem Italiener f\u00fchre. Als ich 2004 damit begann, dachte ich zun\u00e4chst an arbeitslose Erwachsene, die wegen fehlender Englisch-Kenntnisse oft keinen Arbeitsplatz mehr fanden. Dann aber gab es auch bei Grundschullehrkr\u00e4ften und Eltern Interesse. An einer Grundschule gab es ein Projekt mit 6 Nationen. Dort wurde Basic Global English vermittelt. Die Sch\u00fcler lernten so mehr als doppelt so schnell Englisch wie nach herk\u00f6mmlichen Systemen, die Sprechkompetenz vermitteln m\u00f6chten. Im Erwachsenenbereich ist es \u00e4hnlich. Mein \u00e4ltester Lerner war 91 und hatte nach 16 Abenden \u00e0 90 Minuten bereits die zweite Niveaustufe (A2) erreicht. Trotz des nachweislichen Erfolgs ist die Verbreitung allerdings problematisch, weil mein Modell gegen zentrale Ideologien der deutschen Fremdsprachendidaktik verst\u00f6\u00dft. Gerade diese Verst\u00f6\u00dfe machen das System allerdings effektiv \u2013 etwa der planvolle Einsatz der Muttersprache und die \u00dcbertragung von Lehrer-Aufgaben an die Lerner.<\/p>\n<p><strong>Auch der \u201eSprach-Not-Arzt\u201c ist ein von Ihnen entwickeltes Konzept f\u00fcr Migranten, die damit die wichtigsten Bausteine f\u00fcr eine Verst\u00e4ndigung in k\u00fcrzester Zeit vermittelt bekommen. Wie kam es dazu und vor allem wird das Konzept auch von anderen \u00fcbernommen?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Lehrer hat mich gefragt, der mein Basic Global English und meine Sprachworkout-Methode kannte, ob ich f\u00fcr Eltern und Kinder aus EU-Staaten ein System entwickeln k\u00f6nnte, mit dem sie schnell Deutsch f\u00fcr die wichtigen Situationen entwickeln k\u00f6nnten. 2013 machte ich mich mit an die ersten Experimente mit freiwilligen Lernern aus EU-Staaten. Dabei unterst\u00fctzten mich eine Studentin und eine Ex-Studentin. Sp\u00e4ter kam dann die hohe Zahl an Fl\u00fcchtlingen hinzu. Das System wurde dazu noch einmal angepasst. Lernern k\u00f6nnen nun binnen 6 Halbtagen oder 3 vollen Tagen Gespr\u00e4chsbausteine f\u00fcr die wichtigsten Situationen ihres neuen Lebens in Deutschland erwerben. Unsere Experimente zeigen, dass wir Lerner deutlich schneller auf die erste mit einem standardisierten Test versehene Stufe bringen k\u00f6nnen, als es herk\u00f6mmliche Modelle schaffen. Es gibt eine Version f\u00fcr Lerner der Altersgruppe 16-plus und eine Version f\u00fcr die Altersgruppe 10-15. Eine Variante f\u00fcr J\u00fcngere k\u00f6nnten wir erstellen. Dazu br\u00e4uchten wir aber entsprechende Mittel. Eine breite offizielle Anerkennung fehlt auch hier bislang, weil das Modell gegen g\u00e4ngige Ideologien verst\u00f6\u00dft \u2013 teilweise auch, weil ein schnellerer Lernfortschritt gar nicht interessiert. Aber es gibt durchaus Landkreise, Kommunen und Institutionen, die mich als Lehrkraft f\u00fcr ihre Fl\u00fcchtlinge oder als Ausbilder f\u00fcr andere, oft ehrenamtliche Lehrkr\u00e4fte buchen. Da bekommen wir auch etliche positive R\u00fcckmeldungen.<\/p>\n<p><strong>Ein ganz wichtiger Punkt in Ihren Forschungen und Konzepten scheint mir die Anwendung von Marshall Rosenberg Modells der Gewaltfreien Kommunikation zu sein. K\u00f6nnen Sie uns dieses kurz umrei\u00dfen?<\/strong><\/p>\n<p>Rosenberg sagt, dass vor allem die Vermischung von allgemeinen Bed\u00fcrfnissen und Strategien zur Bed\u00fcrfnisbefriedigung zu Kommunikationsschwierigkeiten f\u00fchren. Sein Modell besteht aus vier Elementen: 1. Ich sage, wie ich mich f\u00fchle. 2. Ich sage, welches der sieben, allen Menschen gleichen Grundbed\u00fcrfnisse nicht befriedigt ist. 3. Ich sage, welche Tat genau des Gespr\u00e4chspartners die Befriedigung des Grundbed\u00fcrfnisses verhindert. 4. Ich frage, ob der Gespr\u00e4chspartner nach einer genau vorgeschlagenen Alternative handeln k\u00f6nnte. Ein stilisiertes Beispiel: Ich f\u00fchle mich unwohl, denn ich brauche Gesundheit, aber das wird verhindert, weil Du in den letzten Woche jeden Tag bis 23 Uhr so laut Musik gemacht hast, dass ich nicht schlafen konnte. Kannst du bitte ab 21 Uhr die Musik ausstellen? \u2013 Eine vereinfachte Version bringe ich sogar jungen Zuwanderern bei, die \u2013 auch wegen kulturellem Nicht-Wissen \u2013 im Gef\u00e4ngnis sitzen.<\/p>\n<p><strong>Sollten Pazifismus, gewaltfreie Kommunikation und deren Anwendung im Sprachgebrauch Ihrer Meinung nach auch an Schulen, z. B. durch Integration in den Deutsch-Unterricht, gelehrt werden?<\/strong><\/p>\n<p>Unbedingt, und wir sollten die Formen von Wort-Waffen aufzeigen. Allerdings ist dies nicht nur ein Thema f\u00fcr das Fach Deutsch, nicht auch einmal nur ein Thema f\u00fcr jedes Sprach-Fach. In quasi jedem Fach sollte man sich mehr Gedanken \u00fcber den Effekt von W\u00f6rtern machen. Man sollte beispielsweise in Wirtschaft oder Politischer Bildung \u201cExportweltmeister\u201d enttarnen als ein Wort, das verschleiert, dass dadurch die Welt au\u00dfer Balance ger\u00e4t und au\u00dferdem Balance-gerichtete Vereinbarungen missachtet wurden. Man darf dazu auch Humor einflie\u00dfen lassen: Deutschland ist \u201cImport-Letzter\u201d. Und man kann in Rollenspielen trainieren, wie man gewaltfrei unterschiedliche Interessen aushandelt. Im Fach Geschichte kann man aufzeigen, dass Marx mit \u201cKommunismus\u201d eigentlich \u201cdirekte Demokratie\u201d meinte, der Begriff sp\u00e4ter aber ganz anders verstanden wurde. In Biologie und Chemie kann man dem Zusammenhang zwischen Sprache und dem Umgang mit der Natur nachgehen. Nicht alles, was \u201cgr\u00fcn\u201d hei\u00dft, sch\u00fctzt die Umwelt, weil es eben kein gesch\u00fctzter Begriff ist \u2013 so bedeutet \u201cgr\u00fcne Gentechnik\u201d eben die gentechnische Ver\u00e4nderung von Pflanzen.<\/p>\n<p><strong>Was kann jeder von uns tun, um seinen eigenen Gebrauch von Sprache zu \u00fcberpr\u00fcfen und somit zur \u201eSprach-Abr\u00fcstung\u201c beizutragen?<\/strong><\/p>\n<p>Man kann zun\u00e4chst einmal bei konfliktbeladenen Themen an sich beobachten, wie Geh\u00f6rtes oder Gelesenes auf einen wirkt. Sind es die Dinge oder die Worte? Wie k\u00f6nnte ich es sprachlich anders sagen und was w\u00fcrde das an Gedanken und Gef\u00fchlen ausl\u00f6sen? Statt Generalisierungen wie \u201cdie Russen\u201d zu verwenden, kann man sagen \u201cviele Russen\u201d. Oder man kommt beim Nachdenken darauf, dass es vielleicht sogar nur hei\u00dfen m\u00fcsste \u201ceinige Russen\u201d. Unsere Grammatik erlaubt au\u00dferdem das Wort \u201csollen\u201d f\u00fcr Dinge, die man selbst nicht gepr\u00fcft hat: Statt \u201cPutin hat das gesagt.\u201d also: \u201cPutin soll gesagt haben\u201d. Man kann sich Russisch-Kenntnisse aneignen, um Original-T\u00f6ne etwas besser erfassen zu k\u00f6nnen. Man kann in anderen Fremdsprachen \u00f6fter Nachrichten lesen oder h\u00f6ren. F\u00fcr einige Sprachen gibt es Sprachzeitungen, bei denen originale Zeitungsartikel mit Wortschatzerkl\u00e4rungen versehen werden.<\/p>\n<p><strong>Herr Grzega, vielen Dank f\u00fcr das interessante Gespr\u00e4ch!<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-919362 size-medium\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Joachim-Grzega-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Joachim-Grzega-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Joachim-Grzega.jpg 398w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Joachim Grzega, Jahrgang 1971, ist promovierter Sprachwissenschaftler, Leiter des Projektbereichs \u201cInnovative Europ\u00e4ische Sprachlehre (InES)\u201d an der Volkshochschule Donauw\u00f6rth sowie Leiter der Academy for SocioEconomic Linguistics (ASEcoLi). Er ist au\u00dferplanm\u00e4\u00dfiger Professor an der Universit\u00e4t Eichst\u00e4tt-Ingolstadt und war von 2012 bis 2016 Leiter des Europ\u00e4ischen Hauses Pappenheim. Dar\u00fcber hinaus hatte er Gast- und Vertretungs\u00adprofessuren an den Universit\u00e4ten M\u00fcnster, Bay\u00adreuth, Erfurt, Freiburg und Budapest. Zu sei\u00adnen Forschungs\u00adschwer\u00adpunkten geh\u00f6ren die Suche nach den Gemeinsamkeiten euro\u00adp\u00e4ischer Spra\u00adchen (Euro\u00adlinguistik), das Zusammenspiel von Sprache\/Denken\/Handeln, die Vermittlung von Experten\u00adwissen an Laien, interkulturelle Kommuni\u00adka\u00adtion, das Modell Lernen durch Lehren (LdL) und der Einstieg in Fremdsprachen.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Buch \u201eWort-Waffen abschaffen!\u201c kann hier erworben werden:<\/em><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.epubli.de\/shop\/buch\/Wort-Waffen-abschaffen-Joachim-Grzega-9783748523321\/84747\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>https:\/\/www.epubli.de\/shop\/buch\/Wort-Waffen-abschaffen-Joachim-Grzega-9783748523321\/84747<\/em><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.thalia.de\/shop\/home\/artikeldetails\/ID142614521.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>https:\/\/www.thalia.de\/shop\/home\/artikeldetails\/ID142614521.html<\/em><\/a><\/p>\n<p><em>Weitere Infos:<\/em><br \/>\n<em><a href=\"http:\/\/www.asecoli.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.asecoli.com\/<\/a> (mit Links zu den Sprachlehrmodellen incl. Materialien)<\/em><br \/>\n<em><a href=\"https:\/\/innovativeeuropaischesprachlehre.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/innovativeeuropaischesprachlehre.wordpress.com\/<\/a> (mit Hinweisen zu aktuellen Arbeiten)<\/em><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.joachim-grzega.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>http:\/\/www.joachim-grzega.de<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krieg und Frieden werden auch \u00fcber Sprache und Wortwahl geschaffen. 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