{"id":881038,"date":"2019-07-04T10:52:44","date_gmt":"2019-07-04T09:52:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=881038"},"modified":"2019-07-04T10:56:12","modified_gmt":"2019-07-04T09:56:12","slug":"afrika-wirtschaftskoloniale-methoden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/","title":{"rendered":"Afrika &#8211; wirtschaftskoloniale Methoden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zwischen EU-Europa und den Subsaharastaaten besteht ein gewaltiges Wohlstandsgef\u00e4lle. Das ist nicht naturgegeben entstanden, sondern wurde und wird von den Profiteuren dieses Verh\u00e4ltnisses erzeugt und laufend erneuert. \u00dcber einen der Mechanismen zur Aufrechterhaltung dieser Ordnung geht es im folgenden Beitrag.<\/strong><\/p>\n<p>In den Jahrzehnten nach dem formalen Ende des Kolonialismus fiel das Wohlstandsgef\u00e4lle von EU-Europa nach Afrika zeitweilig wesentlich geringer aus als in der heutigen Zeit, in der das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt der afrikanischen Staaten nur rund ein Zehntel des der EU-L\u00e4nder entspricht. Pro Kopf gerechnet ergibt sich ein \u00e4hnlicher Unterschied. Der Abstand vervielfacht sich gar, w\u00fcrde man die \u00e4rmeren Staaten Afrikas mit den wohlhabenderen EU-Mitgliedsl\u00e4ndern vergleichen. Eine solche Diskrepanz hat Konsequenzen, beispielsweise Verarmung und der Versuch, ihr zu entkommen, also Migration.<\/p>\n<p>Die Bezeichnung &#8222;Kolonialwaren&#8220; f\u00fcr Exportartikel aus den L\u00e4ndern des Globalen S\u00fcdens findet man im heutigen Stra\u00dfenbild westlicher Metropolen sicherlich nicht mehr. Das bedeutet aber nicht, da\u00df allein mit der vorgenommenen Sprachregulation die Kolonialzeit \u00fcberwunden w\u00e4re und EU-Europa nicht mit teils neuzeitlichen &#8222;Kolonialwaren&#8220; beliefert w\u00fcrde. Kaffee, Kakao, Kupfer, Kobalt, Erd\u00f6l, Erdgas, Pflanzenmaterial f\u00fcr die Produktion von Biosprit, Seltene Erden, Gold, Zink, Diamanten, Uran, Platin und eine Reihe weiterer Wertmetalle, strategischer Rohstoffe und Agrarprodukte sorgen im Globalen Norden f\u00fcr den Fortbestand sowohl einer verarbeitenden Industrie als auch eines &#8222;gehobenen&#8220; Lebensstils &#8211; gemessen an dem jener afrikanischen Menschen, die am unteren Ende der Wertsch\u00f6pfungskette unter h\u00e4ufig physisch extrem ruin\u00f6sen Bedingungen all die wohlstandssichernden Exportwaren an- oder abbauen und deren Lebenserwartung auch deshalb deutlich unter der eines Menschen in EU-Europa liegt.<\/p>\n<p>Zu den wirksamsten Mechanismen der EU-Staaten, um weiterhin von den billigen Rohstoffen afrikanischer Staaten zu profitieren und sich umgekehrt letztere als Absatzmarkt f\u00fcr die aus den Rohstoffen weiterverarbeiteten G\u00fcter dienstbar zu machen, geh\u00f6ren die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs &#8211; Economic Partnership Agreements) mit den AKP-Staaten. Das sind afrikanische, karibische und pazifische Staaten, bei denen es sich \u00fcberwiegend um ehemalige Kolonien Frankreichs und Gro\u00dfbritanniens handelt. Wobei die Rohstoffe nur deswegen billig sind, weil die verrichtete Arbeit f\u00fcr ihre Gewinnung extrem billig ist. Ein weiteres Mittel, um die wirtschaftliche Ungleichordnung zu sichern, das die &#8222;Grande Nation&#8220; Frankreich in ihren Kolonien installiert hat, bevor sie diese in die sogenannte Unabh\u00e4ngigkeit entlie\u00df, ist die W\u00e4hrung CFA-Franc.<\/p>\n<div>\n<p>EPAs und CFA-Franc, zu diesen beiden wirtschaftskolonialen Repressionsinstrumenten zum Zwecke der dauerhaften Sicherung des eigenen wirtschaftlichen Vorteils hat am 8. Juni 2019 die AG gerechter Welthandel, attac Berlin eine vierst\u00fcndige Infoveranstaltung im Kino der Regenbogenfabrik von Berlin-Kreuzberg organisiert. Unter dem \u00fcbergreifenden Titel &#8222;Panafrikanismus von unten&#8220; widmete sich die Arbeitsgruppe gemeinsam mit dem engagierten Gefl\u00fcchtetenhelfer Bruno Watara &#8222;und Freund*innen&#8220;, wie es in der Ank\u00fcndigung auf der attac-Website hei\u00dft [1], in zwei Bl\u00f6cken mit Vortr\u00e4gen und anschlie\u00dfenden Diskussionen den beiden Streitfeldern. Im folgenden Beitrag geht es zun\u00e4chst um den CFA-Franc, einer hierzulande wenig bekannten, in den betroffenen L\u00e4ndern indes zunehmend st\u00e4rker in die Kritik geratenen W\u00e4hrung. Das Thema ist so komplex, da\u00df es unm\u00f6glich in der zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit der durchaus sachkundigen Veranstaltung abgehandelt werden konnte; deshalb wurde es im folgenden um weitere Informationen erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Der CFA-Franc wurde am 26. Dezember 1945 zeitgleich mit der Ratifizierung des Bretton-Woods-System eingef\u00fchrt, einer W\u00e4hrungsordnung, bei dem die anfangs 44 beteiligten Staaten feste Wechselkurse, jedoch mit eigenen Kursspannen, gegen\u00fcber der Leitw\u00e4hrung des US-Dollar vereinbarten. Der franz\u00f6sische General Charles de Gaulle, Finanzminister Ren\u00e9 Pleven und Kolonialminister Jacques Soustelle hatten den CFA-Franc als W\u00e4hrung mit ausschlie\u00dflich festem Wechselkurs installiert, um, wie es bei der attac-Veranstaltung hie\u00df, &#8222;Afrika und seine Bodensch\u00e4tze unter Kontrolle&#8220; zu bekommen.<\/p>\n<p>Umgesetzt wurde das Konzept des CFA-Franc in zwei Staatenbl\u00f6cken sowie im Inselstaat der Komoren. Seitdem gab es wenige Austritte und noch weniger Beitritte zu diesem W\u00e4hrungssystem. Beteiligt sind heute zum einem die acht westafrikanischen L\u00e4nder Togo, Mali, Elfenbeink\u00fcste, Burkina Faso, Guinea-Bissau, Niger, Senegal und Benin, die zusammen die westafrikanische Wirtschafts- und W\u00e4hrungsunion (UEMOA) bilden. Zum anderen die sechs zentralafrikanischen L\u00e4nder Republik Kongo (Kongo-Brazzaville), Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Gabun, \u00c4quatorial-Guinea und Tschad, welche zur Wirtschafts- und W\u00e4hrungsgemeinschaft Zentralafrikas (CEMAC) zusammengeschlossen sind. Die im westlichen Indischen Ozean gelegenen Komoren haben einen eigenen CFA-Franc, dessen Wert sich von dem in den zuvor genannten Staaten unterscheidet.<\/p>\n<p>Bis 1958 stand die Abk\u00fcrzung CFA f\u00fcr &#8222;colonies fran\u00e7aises d&#8217;Afrique&#8220;, also f\u00fcr franz\u00f6sische Kolonien Afrikas. Anschlie\u00dfend wurde sie f\u00fcr &#8222;Communaut\u00e9s Fran\u00e7aises d&#8217;Afrique&#8220; (Franz\u00f6sische Gemeinschaft Afrikas) genommen. Heute dagegen steht CFA im westafrikanischen W\u00e4hrungsraum f\u00fcr Franc de la Communaut\u00e9 Financi\u00e8re d&#8217;Afrique (Afrikanische W\u00e4hrungsgemeinschaft), im zentralafrikanischen W\u00e4hrungsraum f\u00fcr Franc de la Coop\u00e9ration Financi\u00e8re en Afrique Centrale (Zentralafrikanische W\u00e4hrungskooperation). Beide W\u00e4hrungsr\u00e4ume haben jeweils eine eigene Zentralbank.<\/p>\n<p>Das zuvor erw\u00e4hnte Bretton-Woods-System war 1973 zugunsten flexibler Wechselkurse aufgel\u00f6st worden &#8211; die Bindung des CFA-Franc zun\u00e4chst an den Franc Fran\u00e7ais und heute an den Euro jedoch ist geblieben. Ein Euro entspricht 656 CFA-Francs. Rund 155 Mio. Personen benutzen diese W\u00e4hrung. Aufgrund des festen Wechselkurses sind ihre Staaten vollkommen vom Wohl und Wehe der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt, die den Euro verwaltet, abh\u00e4ngig, werden aber in Entscheidungen der EZB nicht einbezogen.<\/p>\n<p>Wenngleich es L\u00e4nder gab, die aus dem W\u00e4hrungssystem der CFA-Zone ausgetreten sind (Marokko 1959, Algerien 1963, Mauretanien und Madagaskar 1973), hat Frankreich teils gewaltsam und klandestin versucht, dies zu verhindern. So k\u00fcndigte Malis Pr\u00e4sident Modibo Ke\u00efta am 1. Juli 1962 an, sich vom CFA-Franc zu verabschieden. Daraufhin wurde er verhaftet und ins Gef\u00e4ngnis geworfen. Der Druck aus Frankreich auf Mali war allerdings so stark, da\u00df die W\u00e4hrung 1984 wieder eingef\u00fchrt werden mu\u00dfte.<\/p>\n<div>\n<p>Der Pr\u00e4sident Togos, Silvanus Olympio, der aus dem CFA-Franc aussteigen wollte, wurde 1963, der Pr\u00e4sident Burkina Fasos, Thomas Sankara, der diese W\u00e4hrung ebenfalls abgelehnt hatte, 1987 ermordet. \u00c4hnlich wie viele Jahre sp\u00e4ter der libysche Staatsf\u00fchrer Muammar al-Gaddafi von den NATO-Staaten nicht allein deswegen angegriffen und gest\u00fcrzt worden war, weil er einen einheitlichen W\u00e4hrungsraum f\u00fcr Afrika schaffen wollte [2], standen auch Olympio und Sankara aus mehreren Gr\u00fcnden auf der Abschu\u00dfliste. Wom\u00f6glich nicht der unwichtigste darunter war ihr Versuch, den CFA-Franc aufzuk\u00fcndigen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite gibt es unter den afrikanischen Staatsf\u00fchrern auch Bef\u00fcrworter dieser W\u00e4hrung, weil sie angeblich f\u00fcr Stabilit\u00e4t sorgt und eine Inflation verhindert, wie sie unter anderem durch eine nationale Gelddruckmaschine, die sich wom\u00f6glich unter dem Einflu\u00df der politischen F\u00fchrung befindet, forciert werden k\u00f6nnte. Es handelt sich um eine &#8222;Stabilit\u00e4t der Armut&#8220;, sagt hingegen die franz\u00f6sische Journalistin und Afrikaexpertin Fanny Pigeaud, die mit dem senegalesischen \u00d6konomen Ndongo Samba Sylla 2018 das Buch &#8222;L&#8217;arme invisible de la Fran\u00e7afrique: Une histoire du franc CFA&#8220; (Frankreichs unsichtbare Waffe: eine Geschichte des CFA-Franc) herausgeben hat. Zu den gegenw\u00e4rtigen Staatsf\u00fchrern, die an der W\u00e4hrung festhalten, geh\u00f6ren Macky Sall, Pr\u00e4sident Senegals, und Alassane Ouattara, seit Mai 2011 Staatspr\u00e4sident der Elfenbeink\u00fcste und seit 2012 Vorsitzender der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft CEDEAO. Der fr\u00fchere IWF-Manager Ouattara war mit Hilfe Frankreichs an die Macht kommen, und wie das geschah, hatte auch mit dem CFA-Franc zu tun.<\/p>\n<p>Auf die komplexe Geschichte des Machtkampfs zwischen dem &#8222;marktliberalen&#8220; Herausforderer Alassane Ouattara und dem 2010\/11 amtierenden &#8222;sozialdemokratischen&#8220; Pr\u00e4sidenten Laurent Gbagbo der Elfenbeink\u00fcste soll hier nur kursorisch eingegangen werden. Beide beanspruchten den Wahlsieg f\u00fcr sich. Frankreich unterst\u00fctzte Ouattara auf vielf\u00e4ltige Weise, unter anderem damit, da\u00df es \u00fcber die westafrikanische Zentralbank Gbagbos Zugriff auf Staatsgelder sperrte. Das setzte diesen innenpolitisch gewaltig unter Druck, immer mehr gesellschaftliche Kr\u00e4fte wandten sich gegen ihn. Dar\u00fcber hinaus griff Frankreich auch direkt milit\u00e4risch ein und setzte gemeinsam mit einer UN-Mission solange nach, bis Gbagbo verhaftet wurde. Auf diese Weise bildete der CFA-Franc ein wirkm\u00e4chtiges Instrument des Umsturzes.<\/p>\n<p>Als &#8222;w\u00e4hrungspolitische Knechtschaft&#8220; wird der CFA-Franc in dem Buch &#8222;Sortir l&#8217;Afrique de la servitude mon\u00e9taire: A qui profite le franc CFA?&#8220; (2016) von den vier Herausgebern Kako Nubukpo, Bruno Tinel, Martial-Ze Belinga und Demba Moussa Demb\u00e9l\u00e9 bezeichnet. Sie fragen, wer von dem CFA-Franc profitiert und benennen Interessen: Frankreich. Der kamerunische Wirtschaftsprofessor Joseph Tchundjang Pouemi wiederum hatte schon 1980 zusammen mit Mohamed Ti\u00e9koura Diawara das Buch &#8222;Monnaie, servitude et libert\u00e9: La r\u00e9pression mon\u00e9taire de l&#8217;Afrique&#8220; geschrieben, das zu einer \u00e4hnlichen Schlu\u00dffolgerung gelangt war und die W\u00e4hrung als Repressionsmittel bezeichnet hat.<\/p>\n<p>Vor zwei Jahren gewann die Bewegung gegen den CFA-Franc an Schwung, nachdem der politische Aktivist K\u00e9mi S\u00e9ba \u00f6ffentlich einen 5.000 CFA-Franc-Schein verbrannte. Erg\u00e4nzend zu diesem Hinweis auf der attac-Veranstaltung sei hier angemerkt, da\u00df der in Stra\u00dfburg geborene, beninst\u00e4mmige Oppositionelle nicht nur durch solche Aktionen gegen den CFA-Franc, durch seinen Antikolonialismus und Panafrikanismus (&#8222;Afrikas Person des Jahres 2017&#8220; des panafrikanischen Fernsehsenders africanews), sondern auch wiederholt durch antisemitische \u00c4u\u00dferungen von sich reden gemacht hat. [3]<\/p>\n<p>Jedenfalls haben solche Aktionen und Publikationen dazu beigetragen, da\u00df 2017 gro\u00dfe Demonstrationen gegen den CFA-Franc stattfanden und die Debatte darum bis heute nicht abrei\u00dft. Die attac-Veranstaltung ist daf\u00fcr ein treffendes Beispiel. Warum aber w\u00e4hlen die oben genannten Herausgeber das drastische Wort &#8222;Knechtschaft&#8220; und warum wurde bei der Veranstaltung von &#8222;Kolonialismus&#8220; und &#8222;Ausbeutung&#8220; gesprochen? Antworten darauf liefern die Strukturen hinter der umstrittenen W\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Wenn ein ausl\u00e4ndisches Unternehmen in ein CFA-Franc-Land investiert, geht das gesamte Geld zun\u00e4chst an Frankreich, wo es in CFA-Francs umgetauscht wird. 50 Prozent der Devisen werden im &#8222;Agence France Tr\u00e9sor&#8220; einbehalten, 50 Prozent an die afrikanischen Staaten ausgezahlt. Frankreich verwaltet das Geld f\u00fcr sie.<\/p>\n<div id=\"attachment_881059\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-881059\" class=\"wp-image-881059 \" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden_2-720x238.jpg\" alt=\"\" width=\"753\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden_2-720x238.jpg 720w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden_2-300x99.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden_2-768x254.jpg 768w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden_2.jpg 878w\" sizes=\"auto, (max-width: 753px) 100vw, 753px\" \/><p id=\"caption-attachment-881059\" class=\"wp-caption-text\"><em>Links: Stra\u00dfenszene in Arlit, Niger, wo Frankreich eine riesige Uranmine betreibt, um seine Kernkraftwerke zu befeuern. Nichts von dem Reichtum aus der Verwertung des Bodenschatzes kommt hier an. Rechts: Stra\u00dfenszene in Paris, Frankreich, das seinen Strombedarf zu einem gro\u00dfen Teil mit dem Uran aus Niger deckt. Nichts von der Armut dort l\u00e4\u00dft man an sich ran. (Bilder von NigerTZai, CC BY-SA 4.0 \/ Lancel, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia)<\/em><\/p><\/div>\n<div>\n<p>Inzwischen geht man davon aus, da\u00df auf dem Konto der franz\u00f6sischen Notenbank rund zwanzig Milliarden Euro (2016) zusammengekommen sind. Begr\u00fcndet wird diese Art der Bevormundung damit, da\u00df Frankreich die Konvertibilit\u00e4t (Austauschbarkeit) des CFA-Franc und des Euro gew\u00e4hrleisten mu\u00df. Das einbehaltene Geld wird mit 0,7 Prozent j\u00e4hrlich verzinst, die Zinsen werden jedes Jahr an die beiden Zentralbanken in West- und Zentralafrika ausgezahlt.<\/p>\n<p>Doch wie s\u00e4he es wohl aus, wenn umgekehrt in Frankreich die H\u00e4lfte der Wirtschaftsleistung, die es \u00fcber Auslandsgesch\u00e4fte t\u00e4tigt, dauerhaft aus dem Verkehr gezogen w\u00fcrde? M\u00fc\u00dfte es nicht zwangsl\u00e4ufig zu Einsparungen beim Ausbau der Infrastruktur, der Sozialleistungen, der Schulen und Krankenh\u00e4user kommen? Andersherum gefragt: M\u00fc\u00dften die Menschen nicht um so mehr arbeiten, damit das Land auf eine h\u00f6here Wirtschaftsleistung kommt, so da\u00df die H\u00e4lfte der verf\u00fcgbaren Deviseneinnahmen den gleichen Lebensstandard erm\u00f6glicht, wie er in anderen L\u00e4ndern ohne CFA-Franc mit geringerem Aufwand geschaffen wird?<\/p>\n<p>Frankreich hat die Zentralbanken der beiden CFA-Franc-Zonen und die Zentralbank der Komoren unter Kontrolle. Im Verwaltungsrat der westafrikanischen Zentralbank BCEAO hat es zwei von 16 Sitzen und sich dar\u00fcber ein Veto-Recht verschafft. Der Verwaltungsrat der zentralafrikanische Zentralbank BEAC wiederum hat 13 Sitze, von denen drei auf Frankreich entfallen. Hier m\u00fcssen alle Entscheidungen einstimmig getroffen werden. In der Zentralbank der Komoren BCC teilen sich die acht Sitze im Verwaltungsrat Frankreich und die Komoren je zur H\u00e4lfte. F\u00fcr Entscheidungen sind mindestens f\u00fcnf Stimmen erforderlich. Das bedeutet, da\u00df in keiner der Zentralbanken irgendeine Entscheidung gegen die fr\u00fchere Kolonialmacht getroffen werden kann.<\/p>\n<p>Somit bestimmt Frankreich die Finanzpolitik in 15 afrikanischen L\u00e4ndern. Die Banknoten werden in Frankreich hergestellt und von Frankreich verwaltet, obschon sie dort gar nicht als Geldmittel zugelassen sind. Wenn eine Person aus der CFA-Franc-Zone nach Frankreich ausreisen will, mu\u00df sie ihr Geld bereits in ihrem Heimatland umtauschen. Frankreich bestimmt den Wert des CFA-Franc. Beispielsweise hat es 1994 eine Abwertung beschlossen,doch im Vorfeld gab es keine offiziellen Beratungen mit den afrikanischen L\u00e4ndern, die von diesem w\u00e4hrungspolitischen Eingriff unmittelbar betroffen waren.<br \/>\nL\u00e4nderumri\u00dfkarte Afrikas, CFA-Zonen farblich hervorgehoben &#8211; Grafik: User:Glentamara, CC BY-SA 3.0 [https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.en]<\/p>\n<div>\n<div id=\"attachment_881068\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-881068\" class=\"wp-image-881068 \" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden_3.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden_3.jpg 438w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden_3-300x274.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-881068\" class=\"wp-caption-text\"><em>Die beiden CFA-Franc-Zonen Afrikas. Gr\u00fcn: CFA-Franc BCEAO. Blau: CFA-Franc BEAC (Grafik: User:Glentamara, CC BY-SA 3.0)<\/em><\/p><\/div>\n<p>In einem System der flexiblen Wechselkurse k\u00f6nnte ein Land seine W\u00e4hrung abwerten und damit seiner geringeren Wirtschaftsleistung anpassen. Dadurch w\u00fcrden Investitionen ins Land gelockt. In einem starren W\u00e4hrungssystem wie dem des CFA-Franc dagegen ist das nicht m\u00f6glich; Investitionen sind zu teuer, sie werden behindert. Der feste Wechselkurs sorgt daf\u00fcr, da\u00df die afrikanischen L\u00e4nder nur ihre Rohstoffe exportieren k\u00f6nnen, aber keine verarbeiteten Produkte. Die Industriealisierung bleibt aus.<\/p>\n<p>Die Rohstoffe werden zu niedrigen Preisen nach Europa exportiert, dort verarbeitet, und die daraus gefertigten Produkte werden zum hundertfachen Preis zur\u00fcck nach Afrika exportiert. In Folge dessen haben die betroffenen afrikanischen Staaten ein betr\u00e4chtliches Au\u00dfenhandelsdefizit und m\u00fcssen Schulden machen. Die Folge: Zinsen in Milliardenh\u00f6he f\u00fcr den Schuldenabtrag flie\u00dfen unter anderem nach Frankreich.<\/p>\n<p>Der Handelsweg von Frankreich und anderen EU-Mitgliedstaaten in die CFA-Franc-Zone ist dank des festen Wechselkurses einfach. Abgesehen von den EU-Subventionen f\u00fcr die eigene Landwirtschaft ist das einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr, warum europ\u00e4ische Agrarprodukte die lokalen afrikanischen M\u00e4rkte zerst\u00f6ren k\u00f6nnen. Das Wechselkurssystem mit dem \u00fcberbewerteten CFA-Franc beg\u00fcnstigt zudem die Korruption, da Gelder leichter au\u00dfer Land geschafft und in irgendwelchen Steueroasen deponiert werden k\u00f6nnen, wie aus dem Publikum der attac-Veranstaltung angemerkt wurde.<\/p>\n<p>Abgesehen von dem W\u00e4hrungskonstrukt \u00e0 la fran\u00e7aise hatte Frankreich ab 1961 als Gegenleistung f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit mit allen seinen Kolonien Milit\u00e4r- und Wirtschaftsabkommen geschlossen. Bis heute sichert sich Paris Zugriffsrechte f\u00fcrs Milit\u00e4r und den Rohstoffnachschub. Beispielsweise hei\u00dft es in einem solchen Vertrag mit Gabun, zitiert nach einem Bericht des Deutschlandfunks: &#8222;Die Republik Gabun verpflichtet sich, der franz\u00f6sischen Armee strategische und r\u00fcstungsrelevante Rohstoffe zur Verf\u00fcgung zu stellen. Der Export dieser Rohstoffe in andere Staaten ist aus strategischen Gr\u00fcnden nicht erlaubt.&#8220; [4]<\/p>\n<p>Bleibt noch zu erw\u00e4hnen, da\u00df Frankreich die Rohstoffe weit unter Weltmarktpreis erwirbt. Der Kolonialismus lebt. Afrika zahlt Frankreich Entwicklungshilfe, nicht umgekehrt.<\/p>\n<p>All das hat das Abstempeln der afrikanischen Staaten zu blo\u00dfen Ressourcenlieferanten beg\u00fcnstigt. Eine Industrialisierung wurde und wird verhindert, wie auf der attac-Veranstaltung h\u00e4ufiger angemerkt wurde. Es ist bezeichnend, da\u00df im Ranking des Human Development Index sieben der 14 schw\u00e4chsten L\u00e4nder Mitglieder der CFA-Franc-Zone sind. Innerhalb der jeweiligen armen L\u00e4nder jedoch gibt es Spitzen in Politik und Wirtschaft, die von dieser W\u00e4hrung profitieren und kein Interesse daran haben, sie abzulegen. &#8222;Zu den Verlierern geh\u00f6ren die Mittelschicht sowie die rund zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung, die von weniger als zwei US-Dollar pro Tag leben&#8220;, schreibt der franz\u00f6sisch-deutsche Fernsehsender arte. [5]<\/p>\n<div>\n<p>Da\u00df die attac-Veranstaltung den Titel &#8222;Panafrikanismus von unten&#8220; trug, kann als Bem\u00fchung des Organisationsteams um einen Schulterschlu\u00df mit all den Marginalisierten, Abgeh\u00e4ngten, \u00dcberfl\u00fcssigen und sonstwie Unterprivilegierten verstanden werden. Richtete sich der historische Panafrikanismus noch gegen die Kolonialherren und zog daraus seine Berechtigung, nimmt der &#8222;Panafrikanismus von unten&#8220; die alten und neuen Kolonialherren sowie jene afrikanischen Staatsf\u00fchrer aufs Korn, die die krassen Ausbeutungsformen zulassen, da sie sich ebenfalls an der schieren Arbeitskraft &#8222;ihrer&#8220; Landsleute bereichern und das Raubgut &#8222;auf Halde&#8220; lagern. Sie deponieren es auf Konten in Steueroasen wie der Schweiz.<\/p>\n<p>Wom\u00f6glich w\u00e4re deshalb die Staatschefskonferenz der CFA-Franc-Zone keine Adresse f\u00fcr das Anliegen, sich von dieser unseligen W\u00e4hrung zu befreien, wollte man dadurch nicht ausgerechnet das alte Patronagesystem st\u00e4rken. Das bedient sich bekanntlich jeder Mittel, die ihm zugestanden werden. Die attac-Veranstaltung hat gezeigt, da\u00df ein Panafrikanismus von unten es nicht nur mit einem Gegner zu tun hat &#8230; obschon es immer und \u00fcberall der gleiche zu sein scheint.<\/p>\n<p><em>Erstver\u00f6ffentlichung am 25. Juni 2019 unter dem Titel <a href=\"http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/politik\/report\/prbe0342.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BERICHT\/342: Afrika &#8211; wirtschaftskoloniale Methoden &#8230; (SB)<\/a> bei unserem Medienpartner <a href=\"http:\/\/www.schattenblick.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schattenblick<\/a>.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten:<\/strong><br \/>\n[1] <a href=\"https:\/\/attacberlin.de\/news\/panafrikanismus-unten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/attacberlin.de\/news\/panafrikanismus-unten<\/a><br \/>\n[2] Beispielhaft sei hier auf einen Schattenblick-Beitrag zum Sturz Muammar al-Gaddafis verwiesen:<br \/>\nAFRIKA\/2035: NATO-Krieg gegen Libyen &#8211; Krieg gegen den gesamten Kontinent (SB)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/schattenblick.de\/infopool\/politik\/redakt\/afka2035.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/schattenblick.de\/infopool\/politik\/redakt\/afka2035.html<\/a><br \/>\n[3] <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20080923000630\/http:\/\/www.ejpress.org\/article\/13918\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/web.archive.org\/web\/20080923000630\/http:\/\/www.ejpress.org\/article\/13918<\/a><br \/>\n[4] <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/der-westafrikanische-franc-frankreich-und-der-unsichtbare.724.de.html?dram:article_id=436556\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/der-westafrikanische-franc-frankreich-und-der-unsichtbare.724.de.html?dram:article_id=436556<\/a><br \/>\n[5] <a href=\"https:\/\/info.arte.tv\/de\/afrika-und-der-cfa-franc-ein-system-freiwilliger-knechtschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/info.arte.tv\/de\/afrika-und-der-cfa-franc-ein-system-freiwilliger-knechtschaft<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwischen EU-Europa und den Subsaharastaaten besteht ein gewaltiges Wohlstandsgef\u00e4lle. Das ist nicht naturgegeben entstanden, sondern wurde und wird von den Profiteuren dieses Verh\u00e4ltnisses erzeugt und laufend erneuert. \u00dcber einen der Mechanismen zur Aufrechterhaltung dieser Ordnung geht es im folgenden Beitrag.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1413,"featured_media":881050,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9147,9150,9168,9158],"tags":[120,52240,31615,16862,38140],"class_list":["post-881038","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-afrika-de","category-europa-de","category-politik","category-wirtschaft","tag-afrika","tag-ausbeutung","tag-fluchtursachen","tag-kolonialismus","tag-neo-kolonialismus"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Afrika - wirtschaftskoloniale Methoden<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Zwischen EU-Europa und den Subsaharastaaten besteht ein gewaltiges Wohlstandsgef\u00e4lle. Das ist nicht naturgegeben entstanden, sondern wurde und wird von\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Afrika - wirtschaftskoloniale Methoden\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Zwischen EU-Europa und den Subsaharastaaten besteht ein gewaltiges Wohlstandsgef\u00e4lle. Das ist nicht naturgegeben entstanden, sondern wurde und wird von\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Pressenza\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2019-07-04T09:52:44+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2019-07-04T09:56:12+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"750\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"511\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Schattenblick\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Schattenblick\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"14\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/\"},\"author\":{\"name\":\"Schattenblick\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/d65da92c65030205e174cb9dcafb2514\"},\"headline\":\"Afrika &#8211; wirtschaftskoloniale Methoden\",\"datePublished\":\"2019-07-04T09:52:44+00:00\",\"dateModified\":\"2019-07-04T09:56:12+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/\"},\"wordCount\":2738,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden.jpg\",\"keywords\":[\"Afrika\",\"Ausbeutung\",\"Fluchtursachen\",\"Kolonialismus\",\"Neo-Kolonialismus\"],\"articleSection\":[\"Afrika\",\"Europa\",\"Politik\",\"Wirtschaft\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/\",\"name\":\"Afrika - wirtschaftskoloniale Methoden\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden.jpg\",\"datePublished\":\"2019-07-04T09:52:44+00:00\",\"dateModified\":\"2019-07-04T09:56:12+00:00\",\"description\":\"Zwischen EU-Europa und den Subsaharastaaten besteht ein gewaltiges Wohlstandsgef\u00e4lle. Das ist nicht naturgegeben entstanden, sondern wurde und wird von\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden.jpg\",\"width\":750,\"height\":511},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Accueil\",\"item\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Afrika &#8211; wirtschaftskoloniale Methoden\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"name\":\"Pressenza\",\"description\":\"International Press Agency\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\",\"name\":\"Pressenza\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"Pressenza\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\",\"https:\/\/x.com\/PressenzaIPA\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/d65da92c65030205e174cb9dcafb2514\",\"name\":\"Schattenblick\",\"description\":\"Informativ, sozial- und umweltkritisch, engagiert Der Schattenblick ist eine nicht-kommerzielle Online-Tageszeitung und kann seit 2013 auch als Wochendruckausgabe mit Berichten, Reportagen, Kommentaren und Interviews der Schattenblick-Redaktion, der internationalen Nachrichtenagentur Pressenza und des Pressedienstes poonal mit kritischen Analysen und Hintergr\u00fcnden aus aller Welt bezogen werden. Die auf Pressenza ver\u00f6ffentlichten Artikel und Fotografien von Schattenblick unterliegen nicht der Creative Commons Lizenz und d\u00fcrfen ohne Zustimmung der Redaktion Schattenblick nicht verwendet werden.\",\"sameAs\":[\"http:\/\/www.schattenblick.de\/\"],\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/schattenblick\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Afrika - wirtschaftskoloniale Methoden","description":"Zwischen EU-Europa und den Subsaharastaaten besteht ein gewaltiges Wohlstandsgef\u00e4lle. Das ist nicht naturgegeben entstanden, sondern wurde und wird von","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Afrika - wirtschaftskoloniale Methoden","og_description":"Zwischen EU-Europa und den Subsaharastaaten besteht ein gewaltiges Wohlstandsgef\u00e4lle. Das ist nicht naturgegeben entstanden, sondern wurde und wird von","og_url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/","og_site_name":"Pressenza","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","article_published_time":"2019-07-04T09:52:44+00:00","article_modified_time":"2019-07-04T09:56:12+00:00","og_image":[{"width":750,"height":511,"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Schattenblick","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@PressenzaIPA","twitter_site":"@PressenzaIPA","twitter_misc":{"Verfasst von":"Schattenblick","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"14\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/"},"author":{"name":"Schattenblick","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/d65da92c65030205e174cb9dcafb2514"},"headline":"Afrika &#8211; wirtschaftskoloniale Methoden","datePublished":"2019-07-04T09:52:44+00:00","dateModified":"2019-07-04T09:56:12+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/"},"wordCount":2738,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden.jpg","keywords":["Afrika","Ausbeutung","Fluchtursachen","Kolonialismus","Neo-Kolonialismus"],"articleSection":["Afrika","Europa","Politik","Wirtschaft"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/","name":"Afrika - wirtschaftskoloniale Methoden","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden.jpg","datePublished":"2019-07-04T09:52:44+00:00","dateModified":"2019-07-04T09:56:12+00:00","description":"Zwischen EU-Europa und den Subsaharastaaten besteht ein gewaltiges Wohlstandsgef\u00e4lle. Das ist nicht naturgegeben entstanden, sondern wurde und wird von","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Afrika_wirtschaftskoloniale_Methoden.jpg","width":750,"height":511},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/07\/afrika-wirtschaftskoloniale-methoden\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Accueil","item":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Afrika &#8211; wirtschaftskoloniale Methoden"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","name":"Pressenza","description":"International Press Agency","publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization","name":"Pressenza","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","width":200,"height":200,"caption":"Pressenza"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","https:\/\/x.com\/PressenzaIPA"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/d65da92c65030205e174cb9dcafb2514","name":"Schattenblick","description":"Informativ, sozial- und umweltkritisch, engagiert Der Schattenblick ist eine nicht-kommerzielle Online-Tageszeitung und kann seit 2013 auch als Wochendruckausgabe mit Berichten, Reportagen, Kommentaren und Interviews der Schattenblick-Redaktion, der internationalen Nachrichtenagentur Pressenza und des Pressedienstes poonal mit kritischen Analysen und Hintergr\u00fcnden aus aller Welt bezogen werden. Die auf Pressenza ver\u00f6ffentlichten Artikel und Fotografien von Schattenblick unterliegen nicht der Creative Commons Lizenz und d\u00fcrfen ohne Zustimmung der Redaktion Schattenblick nicht verwendet werden.","sameAs":["http:\/\/www.schattenblick.de\/"],"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/schattenblick\/"}]}},"place":"","original_article_url":"http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/politik\/report\/prbe0342.html","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/881038","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1413"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=881038"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/881038\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/881050"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=881038"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=881038"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=881038"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}