{"id":776603,"date":"2018-12-15T14:28:48","date_gmt":"2018-12-15T14:28:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=776603"},"modified":"2018-12-15T14:32:32","modified_gmt":"2018-12-15T14:32:32","slug":"lets-migrate-the-system","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2018\/12\/lets-migrate-the-system\/","title":{"rendered":"\u201eLet\u2018s migrate the system\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>W\u00e4hrend die Welt \u00fcber die MigrantInnenkarawane diskutierte, die sich aus S\u00fcd- und Zentralamerika ihren Weg Richtung Norden bahnt, fand knapp 1.900 Kilometer s\u00fcdlich des t\u00f6dlichsten Migrationskorridors der Welt zwischen den USA und Mexiko das achte Weltsozialforum zum Thema Migration statt.<\/strong><\/p>\n<article>Mehr als 1.600 TeilnehmerInnen aus \u00fcber 60 verschiedenen L\u00e4ndern der Welt fanden sich unter dem Motto \u201eLet\u2018s migrate the system\u201c in Mexikos Hauptstadt zusammen, um sich auszutauschen, Vorschl\u00e4ge zusammenzubringen und Horizonte zu erweitern. Die Autorin Laurie St\u00fchrenberg berichtet von vor Ort:\u201eGanz im Sinne der Solidarit\u00e4t haben wir versucht, auf hierarchische Strukturen zu verzichten\u201c, sagt Karina Arias Mu\u00f1oz, technische Sekret\u00e4rin des internationalen Komitees und Co-Organisatorin des Forums. \u201eDas hat viel Kraft gekostet, gerade hier in Mexiko, einem super hierarchischen Land.\u201c Bei den \u00fcber 120 selbstverwalteten Aktivit\u00e4ten, Workshops und Diskussionsrunden rund um das Thema Migration mutete die Internetseite und das Programm des Forums zwar bis zuletzt etwas chaotisch an. Doch schienen sich alle Teilnehmenden in der Sache einig: Menschenrechte m\u00fcssen gegen\u00fcber nach nationaler Sicherheit strebender Staaten verteidigt werden, f\u00fcr Migration und Bewegungsfreiheit als Menschenrecht, f\u00fcr Solidarit\u00e4t in Diversit\u00e4t.Unter den Achsen Menschenrechte, Grenzen, Lobbyarbeit, Kapitalismus, Geschlecht, Klimawandel und transnationale Dynamiken wurden Aktivit\u00e4ten mit jeweils spezifischen Themen angeboten. \u201eEs sind eher komplement\u00e4re Visionen als Widerspr\u00fcche, die hier aufeinandertreffen. Trennen wir Migration vom Thema Sicherheit, betrachten wir Migration mehr als das soziale Ph\u00e4nomen, das es ist\u201c, meint Arias Mu\u00f1oz.<\/p>\n<h4><strong>Kulturzentrum Tlatelolco<\/strong><\/h4>\n<p>Ort der Veranstaltung ist das Kulturzentrum Tlatelolco \u2013 ein Ort, der Geschichten der Rebellion und Repression erz\u00e4hlt: Auf dem Gel\u00e4nde steht die erste Kirche des Ortsteils, errichtet zur Zeiten der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert. Unter ihr begraben: eine Pyramide der Mexicas, der urspr\u00fcnglichen Population der Region, die dem spanischen Konquistadoren Hern\u00e1n Cort\u00e9s und seinen Truppen ganze 80 Tage Widerstand leistete und schliesslich niedergeschlagen wurde.<\/p>\n<p>Aber auch die j\u00fcngere Geschichte des Veranstaltungsortes ist eine der Unterdr\u00fcckung: Es war hier, wo sich kurz vor den Olympischen Sommerspielen im Jahr 1968 Studierende zu einem friedlichen Protest gegen die Regierung versammelten. Die Demonstration endete in einem blutigen Massaker, bei dem das mexikanische Milit\u00e4r zusammen mit der Polizei hunderte der Protestierenden t\u00f6tete und mehr als 1300 Menschen gefangen nahm.<\/p>\n<p>Und noch mehr Geschichtstr\u00e4chtigkeit schwebt \u00fcber Tlatelolco, dem Forum und schliesslich \u00fcber Mexiko: Am 2. November (und praktisch das ganze Wochenende) feierte das Land den D\u00eda de los Muertos, den Tag der Toten. In Gedenken an die verstorbenen der eigenen Familie wurden Strassen mit knallorangen Blumen der Sorte Cempas\u00fachil geschm\u00fcckt, Flatterb\u00e4nder in unterschiedlichen Farben \u00fcber Strassen und Wege gespannt, Alt\u00e4re geschm\u00fcckt und Gesichter wie Totenk\u00f6pfe bemalt. Laut der VeranstalterInnen hat man diesen Tag bewusst f\u00fcr das Forum ausgew\u00e4hlt \u2013 zum einen, um der Welt die aus der indigenen Kultur stammende mexikanische Tradition des Totenfestes n\u00e4herzubringen; zum anderen, um den vielen MigrantInnen zu gedenken, die auf ihrem Weg ihr Leben verloren und verlieren.<\/p>\n<h4><strong>Kleine und grosse K\u00e4mpfe f\u00fcr globale Solidarit\u00e4t<\/strong><\/h4>\n<p>Auf dem sogenannten Platz der drei Kulturen, inmitten der Geb\u00e4ude aus pr\u00e4spanischer und spanischer Zeit sowie aus j\u00fcngster Moderne, herrscht dennoch heitere Stimmung: Unter den Flatterb\u00e4ndern im Hauptzelt verkauft ein Mann Tacos aus einem Korb, daneben gibt es guatemaltekisches Handwerkskunst zu bestaunen. Es wird gegessen und gesungen, getanzt und geklatscht. \u201eIst es nicht absurd, dass wir \u00fcber Mauern sprechen?\u201c, fragt Natalia Serna, S\u00e4ngerin der auftretenden Band Corazon Norte. Ihrer Ukulele entlockt sie Melodien, die wehm\u00fctig machen. \u201eIch habe mir lange Zeit \u00fcber die \u00f6ffentliche Politik den Kopf zerbrochen. Es ist frustrierend. Seit dem ist meine Welt sehr klein geworden. Ich k\u00fcmmere mich um das, was ich \u00e4ndern kann \u2013 in meiner Stadt, mit meinen Freunden\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p>Die kleinen K\u00e4mpfe mit den grossen verbinden, das Lokale mit dem Globalen \u2013 das ist Ziel des Forums. Es geht um die Anerkennung der Tatsache, dass die Staaten dieser Welt miteinander in Verbindung stehen, findet auch Elisabeth Ibarra aus Guatemala, Vertreterin der Associaci\u00f3n Coordinadora Comunitaria de Servicios para la Salud (ACCSS): \u201eDie sogenannten entwickelten L\u00e4nder sind von den Rohstoffen unserer kleinen L\u00e4nder abh\u00e4ngig. Dabei sind diese kleinen L\u00e4nder des S\u00fcdens nicht unterentwickelt, sie sind nicht arm. Sie sind verarmte L\u00e4nder. Sie sind keine verwundbaren L\u00e4nder, sie werden verwundet. Das ist in der Strategie eines Systems begr\u00fcndet, des kapitalistischen Systems, das sich gerade in einer schrecklichen Phase befindet.\u201c Hierin liege die Ursache der globalen Migrationsbewegungen und auch der aktuellen zentralamerikanischen MigrantInnenkarawanen begr\u00fcndet, meint Ibarra.<\/p>\n<p>Sch\u00e4tzungsweise machen sich j\u00e4hrlich etwa eine halbe Million Menschen auf den Weg durch Mexiko in Richtung der Vereinigten Staaten, wobei die meisten aus den L\u00e4ndern des n\u00f6rdlichen L\u00e4nderdreiecks Mittelamerikas (Honduras, Guatemala und El Salvador) stammen. Gewalt, organisierte Kriminalit\u00e4t und Armut sind der Motor ihrer Suche nach besseren Lebensbedingungen. Was am 13. Oktober dieses Jahres als Karawane von nur 160 Personen in Honduras begann, hat sich mittlerweile zu einer zentralamerikanischen Bewegung entwickelt, innerhalb derer sich immer mehr Menschen f\u00fcr ihre Reise zusammenschliessen, um sich gegenseitigen Schutz zu bieten.<\/p>\n<p>Am vergangenen Sonntag trafen rund 2.200 Reisende der Karawane aus dem s\u00fcd\u00f6stlichen Vera Cruz, Mexiko, in der mexikanischen Hauptstadt ein und wurden in der Ciudad Deportiva Magdalena Mixhuca, einem ehemaligen Olympiastadion, untergebracht. Sch\u00e4tzungen der Menschenrechtskommission von Mexiko-Stadt zufolge werden bis Donnerstag weitere 3.300 Menschen erwartet. \u201eDieses Jahr hat die Karawanenbewegung eine Gr\u00f6ssenordnung angenommen, dass sie eine viel st\u00e4rkere Wirkung entfalten kann \u2013 auch im politischen Kontext\u201c, so Karina Arias Mu\u00f1oz aus dem internationalen Komitee des Forums.<\/p>\n<h4><strong>Perspektivenwechsel durch VR-Brillen<\/strong><\/h4>\n<p>Eine der gr\u00f6ssten auf dem Forum vertretenen Organisationen ist \u00c4rzte ohne Grenzen Mexiko (MSF). In einem eigenen Besucherzelt bereit k\u00f6nnen InteressentInnen per VR-Brille in die Lebensrealit\u00e4ten des S\u00fcdsudans, des Jemens, Syriens, aber auch Mexikos eintauchen. Seit 2012 arbeitet MSF an verschiedenen Punkten der Migrationsrouten in Mexiko. \u201eMit der restriktiven Migrationspolitik der USA im Jahr 2018 ist das Bed\u00fcrfnis medizinischer Hilfe in diesem Bereich exponentiell gestiegen\u201c, sagt Maria Hern\u00e1ndez, Koordinatorin des transmigrantischen L\u00e4nderprojekts von MSF. Gerade vor zwei Wochen habe die Organisation daher eine weitere Anlaufstelle in Nuevo Laredo, Tamaulipas, er\u00f6ffnet. \u201eDabei sind die Karawanen, von denen derzeit \u00fcberall die Rede ist, eigentlich bloss ein Tropfen \u2013 ein Tropfen in dem Regen von Menschen, die sich permanent, aber unsichtbar, Richtung Norden bewegen und Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen.\u201c Darauf will die Organisation aufmerksam machen.<\/p>\n<p>Visibilisierung \u2013 in beinah jeder Diskussion ein Schlagwort. Klar, dass die Aufmerksamkeit dabei nicht gleich \u00fcberall sein kann. Zum Beispiel nicht bei Sa\u00fal Verde Castillo und Fiore Stella Bran Arag\u00f3n aus Nicaragua. Die beiden Studierenden mussten ihr Land verlassen, weil sie politische Repression und Verfolgung durch das Regime unter Daniel Ortega f\u00fcrchten. Die Gelegenheit des Forums nutzen sie, um die Welt an der Situation in Nicaragua aus ihrer und der Perspektive der Universit\u00e4tsgemeinschaft f\u00fcr Demokratie und Gerechtigkeit der Universit\u00e4t Universidad Nacional Aut\u00f3nomoa de Nicaragua, Managua (UNAN), der sie angeh\u00f6ren, teilhaben zu lassen. \u201eWir scheinen hier fast die einzigen aus Nicaragua zu sein\u201c, sagt Bran Arag\u00f3n. \u201eDabei ist es wichtig, dar\u00fcber zu sprechen, was in Nicaragua geschieht.\u201c<\/p>\n<p>Die Studierenden erz\u00e4hlen von Reformen der Sozialversicherung und des Steuersystems durch das Regime, Kontrolle und Zensur der Medien, von brutal niedergeschlagenen Protesten, davon, wie 24.000 junge Menschen im Exil staatlicherVerfolgung entgehen und von Morden an Studierenden, die sich dem Regime Daniel Ortegas widersetzen. Ihre Worte hallen zwischen den Zeltw\u00e4nden auf dem Platz der drei Kulturen wider, in dessen Mitte ein steinernes Monument an die einst hier get\u00f6teten Demonstrierenden erinnert.<\/p>\n<p>Jemand hat eine Spur aus Blumen gelegt, die auf das Monument zu f\u00fchrt. In der Mitte ein paar Schuhe, aufgeweicht vom Regen. Die meisten w\u00fcssten nicht, dass so viele Menschen aus Nicaragua nach Mexiko fliehen, sagt Bran Arag\u00f3n. Aber auch sie seien Teil der MigrantInnenkarawanen. \u201eMich beunruhigt, dass die lateinamerikanische Linke in Europa so romantisiert wird\u201c, sagt Bran Arag\u00f3n. \u201eAber unsere Realit\u00e4t ist komplex. Sie handelt nicht von rechts oder links, sondern von Menschen, die f\u00fcr ihre Rechte k\u00e4mpfen.\u201c<\/p>\n<h4><strong>\u201eDer Pakt deckt die Interessen m\u00e4chtiger Staaten.\u201c<\/strong><\/h4>\n<p>K\u00e4mpfe gibt es auch um den Global Compact on Safe, Orderly and Regular Migration der Vereinten Nationen \u2013 zumindest verbaler Natur. Der Pakt soll bei der im Dezember stattfindenden Generalversammlung der UN in Marrakesch, Marokko, debattiert und verabschiedet werden und ist damit der erste internationale Vertrag, der einen gemeinsamen Ansatz f\u00fcr internationale Migration in all ihren Dimensionen verfolgt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend man annehmen k\u00f6nnte, dass auf dem Weltsozialforum f\u00fcr Migration das angestrebte Abkommen der UN mit offenen Armen empfangen wird, steht die gesamte Veranstaltung diesem allerdings kritisch gegen\u00fcber. Und das trotz der Tatsache, dass alle im UN-Migrationspakt verankerten Ziele und Leitlinien unter direktem Einfluss der Zivilgesellschaft in den Pakt aufgenommen wurden. Staaten wie die USA, \u00d6sterreich, Ungarn, Australien und zuletzt auch Tschechien hatten ihren Ausstieg aus dem Abkommen angek\u00fcndigt, weil der Pakt ein zu positives Bild der Migration zeichne, Massenmigration bef\u00f6rdere oder die staatliche Souver\u00e4nit\u00e4t in Gefahr bringe. Tats\u00e4chlich ist der UN-Migrationspakt nicht rechtlich bindend, er verfolgt viel mehr das Ziel, eine L\u00fccke zu schliessen und ein globales Regelwerk zu Migrationsbewegungen bereitstellen.<\/p>\n<p>Das macht den Pakt weniger m\u00e4chtig als er zun\u00e4chst erscheinen mag \u2013 es kommt auf den Willen der jeweiligen Regierungen an, die entsprechenden Empfehlungen tats\u00e4chlich umzusetzen. Die im Pakt enthaltenden Vorschl\u00e4ge schliessen den besseren Schutz von MigrantInnen, ihrer Rechte, Lebens- und Arbeitsbedingungen ein; gleichzeitig soll der Pakt Hilfestellungen geben, die Datenlage bez\u00fcglich internationaler Migration zu verbessern, um Fluchtursachen zu bek\u00e4mpfen und auf einen \u201eganzheitlichen, sicheren und koordinierten Grenzschutz\u201c hinzuarbeiten.<\/p>\n<p>\u201eDer Pakt deckt die Interessen m\u00e4chtiger Staaten\u201c, meint Ibarra aus Guatemala (ACCSS) kopfsch\u00fcttelnd. \u201eWir hoffen, dass dieses Forum samt seiner Initiativen sich weiter auf den Pakt auswirkt und von hier aus weitere Forderungen mit aufgenommen werden. Hier auf dem Forum sieht man, was Migration wirklich bedeutet.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Zwischen Wahl- und Wegwerfmigration<\/strong><\/h4>\n<p>So \u00e4hnlich steht es am Ende des Forums auch in der Abschlusserkl\u00e4rung der Veranstaltung, die unter Applaus der Teilnehmenden im Salon Juarez des Kulturzentrums Tlatelolco vorgelesen wird. \u201eDie endg\u00fcltige Fassung des Paktes \u00e4hnelt eher einem Instrument, das den reichen L\u00e4ndern dient, um Migration entsprechend ihrer Interessen zu kontrollieren.\u201c Obwohl einige positive Prinzipien des Paktes durchaus bekr\u00e4ftigt werden, bem\u00e4ngeln die unterzeichnenden Organisationen den starken Fokus des UN-Migrationspakts auf nationalstaatliche Sicherheitspolitik.<\/p>\n<p>Sie bef\u00fcrchten, dass der Pakt die Kriminalisierung und Ausgrenzung von MigrantInnen rechtfertigen k\u00f6nnte und kritisieren, dass das soziale Ph\u00e4nomen Migration durch das Abkommen in zwei geteilt werde: in \u201egew\u00e4hlte Migration\u201c, die von L\u00e4ndern des Nordens gewollt ist und gut ausgebildete MigrantInnen einschliesst \u2013 und in \u201eWegwerfmigration\u201c. Aber was stattdessen? \u201eEin alternativer Pakt, der sich f\u00fcr die menschliche Sicherheit einsetzt, nicht f\u00fcr nationalstaatliche Interessen\u201c, meint Ra\u00fal Delgado Wise, Vertreter des Internationalen Netzwerks f\u00fcr Migration und Entwicklung Mexiko (Red Internacional de Migraci\u00f3n y Desarrollo).<\/p>\n<p>Es ist von Sanctuary Cities die Rede, der Schaffung eines St\u00e4dtenetzwerks, das sich gegen xenophobe Praktiken ihrer nationalen Regierungen wehrt und solidarische B\u00fcndnisse koordiniert. Barcelona und San Francisco werden als Musterbeispiele angef\u00fchrt, es wird \u00fcber das Wort \u201esanctuary\u201c und seine religi\u00f6sen Konnotationen gestritten, um Aufmerksamkeit und Anerkennung gek\u00e4mpft \u2013 und hinter der eigenen Sache vielleicht manchmal das grosse Ganze aus den Augen verloren \u2013 w\u00e4hrend im Stadion Ciudad Deportiva Magdalena Mixhuca von Mexiko-Stadt der Platz nicht ausreicht, um alle ankommenden Menschen der MigrantInnenkarawane zu beherbergen.<\/p>\n<\/article>\n<p class=\"author\"><em>Dieser Artikel von Laurie St\u00fchrenberg wurde auf <a class=\"author_link\" href=\"https:\/\/berlinergazette.de\/lets-migrate-the-system-in-mexiko-wird-wieder-ueber-globale-solidaritaet-gesprochen\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">berlinergazette.de<\/a> erstver\u00f6ffentlicht und von unserem Medienpartner <a href=\"http:\/\/www.untergrund-bl\u00e4ttle.ch\/politik\/lateinamerika\/mexiko_migration_solidaritaet_5211.html\" target=\"_blank\" 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