{"id":733433,"date":"2018-10-07T13:00:17","date_gmt":"2018-10-07T12:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=733433"},"modified":"2018-10-07T13:00:17","modified_gmt":"2018-10-07T12:00:17","slug":"hitler-war-ein-grosser-demokrat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2018\/10\/hitler-war-ein-grosser-demokrat\/","title":{"rendered":"\u201eHitler war ein gro\u00dfer Demokrat\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der ukrainische Parlamentsvorsitzende verehrt Adolf Hitler.<\/strong><\/p>\n<p><span class=\"dropcap\">I<\/span>n einer Diskussion im ukrainischen Fernsehen bezeichnet Parlamentspr\u00e4sident Andrij Parubij Adolf Hitler als gro\u00dfen Verfechter der direkten Demokratie. Das Lob ist nur Teil einer ganzen Reihe von Aussagen und Taten hochrangiger ukrainischer Politiker, die den Faschismus wei\u00dfwaschen. \u201eDiese Leute genie\u00dfen v\u00f6llige Narrenfreiheit\u201c, kritisiert der linke Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko. Denn von westlichen Politikern und Leitmedien ist selbst nach Parubijs Lob f\u00fcr Hitler kaum Kritik zu erwarten.<\/p>\n<p>Im Juli 2014, in der hei\u00dfen Phase des Ukraine-Konflikts, stand Moderator Claus Kleber im \u201eHeute-Journal\u201c des ZDF und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SmTMELrdazg&amp;feature=youtu.be&amp;t=32\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sagte<\/a>:<\/p>\n<p><em>\u201ePropaganda auf allen wichtigen russischsprachigen Kan\u00e4len l\u00e4sst Millionen Menschen immerhin glauben, in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, herrschen blutr\u00fcnstige Faschisten, die einen Genozid an Russischst\u00e4mmigen in der Ostukraine planen. Wir und viele Medien sind Hinweisen nachgegangen, ob das stimmt. Und wir haben festgestellt, es gibt diese Faschisten nicht, jedenfalls nicht an verantwortlicher Stelle in Kiew. Und trotzdem bekommen wir immer noch Zuschriften, die das behaupten.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Diese Aussagen \u00fcber ukrainische Faschisten waren damals schon nachpr\u00fcfbar falsch (1). Doch sp\u00e4testens jetzt m\u00fcsste Claus Kleber im Heute Journal m\u00e4chtig zur\u00fcckrudern. Denn kein Geringerer als der ukrainische Parlamentspr\u00e4sident Andrij Parubij hat nun \u00f6ffentlich Adolf Hitler, den Diktator und gr\u00f6\u00dften Faschisten aller Zeiten, als Vorbild in Sachen Demokratie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tof3OBZ3itM&amp;feature=youtu.be&amp;t=1251\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gelobt<\/a>:<\/p>\n<p><em>\u201eUnd \u00fcbrigens sage ich Ihnen, der gr\u00f6\u00dfte \u2026 (Pause) Mensch, der die direkte Demokratie praktiziert hat, das war Adolf Aloisowitsch in den 1930er Jahren. Und daran m\u00fcssen wir uns erinnern\u201c<\/em>\u00a0(2).<\/p>\n<p>Parubij spricht von Hitler in der H\u00f6flichkeitsform mit Vornamen und Vatersnamen (Alois). Er sagte diese S\u00e4tze in der Sendung \u201eFreies Wort\u201c am 4. September im TV-Kanal ICTV. Parubij stand dort mehreren G\u00e4sten Rede und Antwort.<\/p>\n<p>Ein Gast namens Wolodymyr Fesenko stellt dem Parlamentspr\u00e4sidenten zum Ende der Sendung die Frage nach einem Gesetz f\u00fcr Volksentscheide in der Ukraine. Parubij bezeichnet sich daraufhin als Verfechter der direkten Demokratie. Er habe sich selbst wissenschaftlich mit dem Thema befasst. Woraufhin ohne ersichtlichen Grund Parubijs oben zitiertes Lob f\u00fcr Adolf Hitler folgte.<\/p>\n<p>Niemand im TV-Studio kritisierte Parubij daf\u00fcr. Weder Moderator noch Publikum beschwerten sich. Der Fragesteller stimmte Parubij sogar ausdr\u00fccklich zu. Die Sendung klang aus, als ob nichts geschehen w\u00e4re.<\/p>\n<h4><strong>War Hitler doch kein Diktator?<\/strong><\/h4>\n<p>Aber hatte da nicht gerade der zweith\u00f6chste ukrainische Politiker ausgerechnet Adolf Hitler als fortschrittlichen Demokraten gelobt? Den Adolf Hitler, der f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften und verheerendsten Krieg der Menschheitsgeschichte und f\u00fcr viele Millionen Tote der Hauptverantwortliche war? Ist Parubij wirklich kein anderer Vork\u00e4mpfer der direkten Demokratie eingefallen? Das h\u00e4tte doch kein Problem sein m\u00fcssen, wenn man sich mit dem Thema sogar wissenschaftlich auseinandergesetzt hat.<\/p>\n<p>Gehen wir einmal kurz auf Parubijs Argumentation ein, Hitler w\u00e4re ein Bef\u00fcrworter direkter Demokratie gewesen: Was zeichnet so jemanden denn aus? Er kritisiert die parlamentarische Demokratie. Ja, das tat Hitler tats\u00e4chlich und zwar bis zum m\u00f6rderischen Exzess. Gegnerische Parteien lie\u00df er verbieten, politische Gegner ins KZ sperren und umbringen. Doch ein Verfechter der direkten Demokratie ist auch Gegner der Diktatur. Und das war Hitler ganz sicher nicht.<\/p>\n<p>Ein Freund der direkten Demokratie w\u00fcrde den Mehrheitswillen der Bev\u00f6lkerung durch Volksabstimmungen ermitteln und diesen umsetzen \u2013 und nicht, wie es Hitler tat, ganze vier Referenden in zw\u00f6lf Herrschaftsjahren durchf\u00fchren, die nur das nachtr\u00e4glich best\u00e4tigten, was durch gesetzliche oder milit\u00e4rische Schritte sowieso schon vollzogen war (3).<\/p>\n<p>Ein Vork\u00e4mpfer der direkten Demokratie w\u00fcrde sich nicht als \u201eF\u00fchrer\u201c bezeichnen, sondern sich vom Mehrheitswillen der Bev\u00f6lkerung f\u00fchren lassen. Diesen Willen manipulierte Hitler stattdessen mit massiver Propaganda und der Schaffung von Feindbildern in seinem rassistischen und antisemitischen Sinne.<\/p>\n<p>Ein Vertreter der direkten Demokratie w\u00fcrde zumindest \u00fcber die wichtigsten Entscheidungen f\u00fcr das Land abstimmen lassen. Aber weder \u00fcber die massive R\u00fcstungspolitik noch \u00fcber Verfolgung und Ermordung vieler gesellschaftlicher Gruppen und schon gar nicht \u00fcber die zahlreichen Kriegserkl\u00e4rungen an andere L\u00e4nder lie\u00df Hitler die deutsche Bev\u00f6lkerung abstimmen. Hitler war kein Verfechter der direkten Demokratie. Er verachtete sie. Adolf Hitler war ein Diktator. Das alles sind banale und definitiv keine neuen Erkenntnisse.<\/p>\n<p>Doch bei Andrij Parubij scheint das noch nicht angekommen zu sein. Man muss sich fragen, was an der Iwan-Franko-Universit\u00e4t in Lwiw, wo er sein Studium zum Historiker und Geschichtslehrer im Jahre 1994 mit einem Diplom abschloss, gelehrt wird.<\/p>\n<h4><strong>Oppositionspolitiker verklagt Parubij<\/strong><\/h4>\n<p>Au\u00dferhalb des Fernsehstudios schlug Parubijs Hitler-Lob durchaus kleinere Wellen. Der Journalist Andrei Manchuk schrieb: \u201eDie Tatsache, dass Parubij die zweite Person im Staat wurde, ist wirklich zu viel, aber daf\u00fcr m\u00fcssen wir dem lebensspendenden Maidan danken, der urspr\u00fcnglich von solchen Leuten gef\u00fchrt wurde.\u201c Der Blogger Denis Gorokhovsky kommentierte: \u201eNun, aus Parubijs Mund sind solche Aussagen nicht \u00fcberraschend, obwohl es erw\u00e4hnenswert ist, dass diese Leute aufh\u00f6ren, sich ihrer \u00dcberzeugungen zu sch\u00e4men\u201c (4).<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Oppositionsblocks im ukrainischen Parlament, Juri Boiko, forderte Parubijs R\u00fccktritt ebenso wie der fr\u00fchere Pr\u00e4sidentschaftskandidat Vadim Rabinowitsch. Dieser\u00a0<a href=\"https:\/\/112.ua\/politika\/rabinovich-podaet-v-sud-na-parubiya-za-propagandu-fashizma-461000.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zeigte<\/a>\u00a0Parubij zus\u00e4tzlich wegen \u201efaschistischer Propaganda\u201c an.<\/p>\n<p>Rabinowitsch forderte zudem eine \u00f6ffentliche Entschuldigung des Parlamentspr\u00e4sidenten bei der Bev\u00f6lkerung, denn die deutschen Invasoren unter Adolf Hitler hatten ab 1941 auch in der Ukraine Millionen Menschen umgebracht und gro\u00dfe Teile des Landes zerst\u00f6rt. Au\u00dferdem rief der Politiker alle europ\u00e4ischen Botschaften, vor allem den deutschen Botschafter in Kiew, auf, die Handlungen der Regierung \u201ezu bewerten\u201c und die Kontakte zu Parubij abzubrechen.<\/p>\n<p>Parubij selbst traf am Tag nach seiner Aussage den deutschen Bundestagsvizepr\u00e4sidenten Wolfgang Kubicki (FDP) in Kiew.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter rechtfertigte Parubij seine Behauptung, indem er knapp erg\u00e4nzte, dass die Nazis ihre Referenden manipuliert h\u00e4tten.<\/p>\n<h4><strong>Deutsche Historiker kritisieren Parubij<\/strong><\/h4>\n<p>Der Rubikon fragte bei mehreren Fachhistorikern nach, wie sie Parubijs Aussagen bewerten.<\/p>\n<p>Der Rubikon fragte bei mehreren Fachhistorikern nach, wie sie Parubijs Aussagen bewerten.<\/p>\n<p>Der hannoversche Geschichtswissenschaftler Hans-Heinrich Nolte sagte: \u201eParubijs Aussage ist so weit von meinem Verst\u00e4ndnis der Geschichte entfernt, dass mir nichts dazu einf\u00e4llt. That\u2018s history turned upside-down.\u201c<\/p>\n<p>Der Hamburger Osteuropahistoriker Frank Golczewski sagte: \u201eDass Parubij \u00fcberhaupt Hitler als positives Beispiel heranzieht, zeugt davon, dass er nicht akzeptabel ist. Er verst\u00f6\u00dft damit auch gegen das ukrainische Gesetz.\u201c<\/p>\n<p>Der Berliner Professor f\u00fcr Holocaust-Studien Stephan Lehnstaedt sagte: \u201eDie Aussage ist mindestens ungl\u00fccklich, denn die Qualit\u00e4t einer Demokratie misst sich vor allem im Umgang mit ihren Gegnern und Minderheiten. In Deutschland w\u00e4re das sicher ein R\u00fccktrittsgrund.\u201c<\/p>\n<p>Der Berliner Osteuropahistoriker und Bandera-Biograf Grzegorz Rossoli\u0144ski-Liebe sagte:<\/p>\n<p><em>\u201eEnde der 1980er Jahre engagierte sich Parubij in neofaschistischen Organisationen. Entsprechende Bilder von ihm sind noch im Internet zu finden. Sie zeigen, wie er in einem brauen Hemd und Lederstiefeln mit Gleichgesinnten an rechtsradikalen Veranstaltungen teilnimmt. Damals war er stolz darauf, sich so zu kleiden und den faschistischen Gru\u00df in der \u00d6ffentlichkeit vorzuf\u00fchren. In den sp\u00e4ten 1990er Jahren r\u00fcckte er vom Neofaschismus zum Postfaschismus, der besser als rechtsradikaler Populismus bekannt ist. Parubij h\u00f6rte auf, braune Hemden zu tragen und den faschistischen Gru\u00df zu benutzen, aber sein Weltbild hat sich nicht ge\u00e4ndert\u201c<\/em>\u00a0(5).<\/p>\n<h4><strong>Swoboda-Gr\u00fcnder und Maidankommandant<\/strong><\/h4>\n<p>W\u00e4hrend seines Studiums hatte Parubij 1991 die Sozial-Nationale Partei gegr\u00fcndet \u2013 gemeinsam mit Oleh Tjahnybok. Die Partei \u00e4nderte sp\u00e4ter ihren Namen in Swoboda, arbeitete mit der NPD zusammen und wurde w\u00e4hrend des Maidan auch im Westen bekannt. Genauso wie Tjahnybok, der zu diesem Zeitpunkt Parteichef war. Bis 2007 war Parubij in Lwiw lokalpolitisch in nationalistischen Gruppierungen aktiv. Danach wurde er Parlamentsabgeordneter in Kiew. 2010\u00a0<a href=\"https:\/\/www.kyivpost.com\/article\/content\/ukraine-politics\/parubiy-asks-european-parliament-to-reconsider-its-60550.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">versuchte<\/a>\u00a0er mit einem Brief Stepan Bandera vor den Abgeordneten des Europ\u00e4ischen Parlaments zu rehabilitieren. Diese hatten zuvor die posthume Ehrung Banderas als \u201eHeld der Ukraine\u201c scharf kritisiert.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Maidan kommandierte Andrij Parubij die paramilit\u00e4risch organisierte Maidanarmee Samooborona. Er war in hohem Ma\u00dfe mitverantwortlich f\u00fcr Gewaltt\u00e4tigkeit und Bewaffnung der Maidank\u00e4mpfer. Parubij steht nach Vorw\u00fcrfen sowohl der gest\u00fcrzten ukrainischen Regierung als auch anderer ukrainischer Kritiker in Verdacht, eine der entscheidenden Personen hinter dem Maidanmassaker am 20. Februar 2014 und hinter dem Massenmord im Gewerkschaftshaus von Odessa am 2. Mai 2014 zu sein.<\/p>\n<p>Nach dem Machtwechsel in Kiew \u00fcbernahm Parubij den Vorsitz des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine. Seit April 2016 agiert er als Parlamentspr\u00e4sident des Landes.<\/p>\n<h4><strong>Schwieriger Kooperationspartner<\/strong><\/h4>\n<p>Andrej Hunko, Europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag und Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, sagte auf Rubikon-Anfrage (6): \u201eDer jetzige Parlamentspr\u00e4sident der Werchowna Rada, Andrij Parubij, ist einer der einflussreichsten Rechtsextremisten in der Ukraine.\u201c Dass sich Parubij genau wie andere ukrainische Nationalisten positiv auf \u201eAdolf Aloisowitsch\u201c Hitler bezieht, sei nicht \u00fcberraschend. Die Vorl\u00e4ufer dieser Bewegung, wie die heute in der Ukraine verehrte UPA, waren schlie\u00dflich bekennende Kollaborateure der Wehrmacht und der Nazis, unterstrich der Bundestagsabgeordnete.<\/p>\n<p>Hunko forderte Politiker in Deutschland und der EU auf, \u00f6ffentlich einzur\u00e4umen, dass Neonazis und Rechtsradikale eine wichtige Rolle beim \u201eschwierigen Kooperationspartner\u201c Ukraine spielen. \u201eIn der ukrainischen Politik herrscht ein rechtsradikaler Mainstream, auch wenn sich die regierenden Parteien nach au\u00dfen demokratisch darstellen.\u201c<\/p>\n<p>Parubij sei in seiner Funktion im Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine ab 2014 ma\u00dfgeblich daf\u00fcr verantwortlich gewesen, einen Krieg gegen die eigene Bev\u00f6lkerung im Osten der Ukraine anzuzetteln, betonte Hunko.<\/p>\n<h4><strong>Milliardenkredite und Narrenfreiheit<\/strong><\/h4>\n<p>Eine wichtige Frage ist, wie Bundesregierung und EU mit Parubijs Hitler-Lob umgehen. Eigentlich m\u00fcssten Berlin und Br\u00fcssel endlich Klartext mit Kiew reden und den Geldhahn zudrehen, fordert Hunko.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>\u201eEs darf kein Dauerzustand werden, dass die Steuerzahler aus der EU eine wilde Bande von Rechtsextremisten und Korrupten in Kiew subventionieren, nur weil das der NATO ins Feindbild passt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Doch Hunko glaubt nicht, dass es von dieser Seite Kritik geben wird.<\/p>\n<p><em>\u201eAlle Bem\u00fchungen aus der Bundesregierung und aus Br\u00fcssel sind darauf ausgerichtet, die Poroschenko-Regierung zu stabilisieren, etwa durch einen neuen Milliarden-Kredit. Das hei\u00dft, diese Leute genie\u00dfen v\u00f6llige Narrenfreiheit. Ich kann mir keine Gr\u00fcnde vorstellen, die die Bundesregierung veranlassen k\u00f6nnten, nun etwas einzur\u00e4umen, was sie seit vier Jahren lauthals ignoriert.\u201c<\/em><\/p>\n<h4><strong>Nicht der erste Fall von Geschichtsklitterung<\/strong><\/h4>\n<p>Erfahrungsgem\u00e4\u00df werden auch deutsche Leitmedien \u00fcber den Vorfall nicht berichten. Jeder darf sich an dieser Stelle ausmalen, wie die gro\u00dfen Medien reagiert h\u00e4tten, wenn der russische Parlamentspr\u00e4sident Adolf Hitler als gro\u00dfen Demokraten gelobt h\u00e4tte. Dies w\u00e4re zu Recht \u00fcber Tage ein zentrales Thema gewesen und h\u00e4tte wom\u00f6glich sogar zu politischen Sanktionen Berlins gef\u00fchrt. Doch da diese Worte aus dem Munde eines ukrainischen Verb\u00fcndeten kamen, tut man besser so, als sei nichts geschehen.<\/p>\n<p>Das Gleiche war bereits zu beobachten, als der damalige ukrainische Regierungschef Arsenij Jazenjuk im Januar 2015 live in den Tagesthemen (!) den Zweiten Weltkrieg als \u201esowjetische Invasion der Ukraine und Deutschlands\u201c\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24527\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">beschrieb<\/a>. Wahnsinnige rechtsradikale Geschichtsklitterung vor einem Millionenpublikum \u2013 doch weder die \u00fcberforderte Moderatorin noch die Bundesregierung reagierten.<\/p>\n<p>Weder die Ehrung nationalistischer Weltkriegsveteranen noch die Umbenennungen von Stra\u00dfen, Br\u00fccken und Pl\u00e4tzen nach ukrainischen Kriegsverbrechern und Nazi-Kollaborateuren hatten politische Folgen f\u00fcr Kiew. Im August 2018 lie\u00df der ukrainische Pr\u00e4sident die faschistische Parole der ukrainischen Nationalisten als offiziellen Milit\u00e4rgru\u00df\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Slawa-Ukraini-Poroschenko-versucht-rechtsradikale-Waehler-hinter-sich-zu-scharen-4137455.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einf\u00fchren<\/a>\u00a0und bei der Milit\u00e4rparade zum Unabh\u00e4ngigkeitstag von tausenden Soldaten in Kiew\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SPQEhTk73EY&amp;feature=youtu.be&amp;t=2097\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">rufen<\/a>. Kritik von der Bundesregierung war nicht zu vernehmen. Das alles nennt man dann wohl Realpolitik.<\/p>\n<h4><strong>Willkommen bei den westlichen Werten<\/strong><\/h4>\n<p>Auch Bundespr\u00e4sident Joachim Gauck verkniff sich im September 2016 jegliche Kritik am fragw\u00fcrdigen Umgang ukrainischer Politiker mit der Geschichte. Die Chance hatte er an der Gedenkst\u00e4tte Babyn Jar in Kiew, wo 1941 innerhalb von zwei Tagen mehr als 30.000 Kiewer Juden von deutschen und ukrainischen Kommandos ermordet wurden.<\/p>\n<p>Anstatt das Verbrechen historisch aufzuarbeiten,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35303\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">instrumentalisierte<\/a>\u00a0es der ukrainische Pr\u00e4sident Petro Poroschenko f\u00fcr seine Au\u00dfenpolitik. Anders als der israelische Pr\u00e4sident blieb Gauck in seiner Rede unkritisch. Dann stellte er Kerzen auf. \u00dcbrigens an der Seite von keinem Geringeren als Andrij Parubij, dem ukrainischen Parlamentspr\u00e4sidenten, der ukrainische Nationalisten als Helden verehrt und Adolf Hitler, den Hauptverantwortlichen des Massakers, als gro\u00dfen Demokraten preist.<\/p>\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-413 jetpack-lazy-image jetpack-lazy-image--handled\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/lesefunk.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/a7eab8ff86f2236f3966538265c22f3d.jpg?w=2560&amp;ssl=1\" sizes=\"(max-width: 1317px) 100vw, 1317px\" srcset=\"https:\/\/i1.wp.com\/lesefunk.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/a7eab8ff86f2236f3966538265c22f3d.jpg?w=1317&amp;ssl=1 1317w, https:\/\/i1.wp.com\/lesefunk.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/a7eab8ff86f2236f3966538265c22f3d.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i1.wp.com\/lesefunk.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/a7eab8ff86f2236f3966538265c22f3d.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i1.wp.com\/lesefunk.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/a7eab8ff86f2236f3966538265c22f3d.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" data-lazy-loaded=\"1\" \/><figcaption>Foto: Andrij Parubij, Joachim Gauck und Petro Poroschenko stellen im September 2016 Kerzen an der Schlucht Babyn Jar zum Gedenken an die hier von Faschisten ermordeten Kiewer Juden auf (Quelle: Screenshot Tagesthemen)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Quellen und Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>(1)<\/strong> Nicht nur war die rechtsextreme Partei Swoboda zu diesem Zeitpunkt mit mehreren Ministern an der ukrainischen Regierung beteiligt, auch zahlreiche weitere Rechtsextreme sa\u00dfen im Parlament und auf hohen staatlichen Posten. Dar\u00fcber hinaus war der Rechtsradikale Oleh Ljaschko zwei Monate vor Klebers Aussage bei der ukrainischen Pr\u00e4sidentenwahl auf Platz drei gelandet. Westliche Maidanunterst\u00fctzer bedienen sich gern des analytischen Tricks, Parteien wie die \u201eRadikale Partei\u201c, die \u201eVolksfront\u201c oder die \u201eSelbsthilfe\u201c, die mit teils ultranationalistischen Programmpunkten und rechtsextremem Personal im Parlament aktiv sind, als \u201epro-europ\u00e4isch\u201c zu bezeichnen. Das gen\u00fcgt wohlmeinenden Journalisten schon, um entsprechende Parteien vom Verdacht des Faschismus freizusprechen.<br \/>\n<strong>(2)<\/strong> Die Originalaussage Parubijs auf Ukrainisch lautet: \u201e\u0406 \u0434\u043e \u0440\u0435\u0447\u0456, \u0441\u043a\u0430\u0436\u0443 \u044f \u0432\u0430\u043c, \u0449\u043e \u043d\u0430\u0439\u0431\u0456\u043b\u044c\u0448\u0438\u043c \u2026 \u041b\u044e\u0434\u0438\u043d\u043e\u044e, \u044f\u043a\u0430 \u043f\u0440\u0430\u043a\u0442\u0438\u043a\u0443\u0432\u0430\u043b\u0430 \u043f\u0440\u044f\u043c\u0443 \u0434\u0435\u043c\u043e\u043a\u0440\u0430\u0442\u0456\u044e, \u0446\u0435 \u0431\u0443\u0432 \u0410\u0434\u043e\u043b\u044c\u0444 \u0410\u043b\u043e\u0456\u0437\u043e\u0432\u0438\u0447 \u0443 1930-\u0445 \u0440\u043e\u043a\u0430\u0445. \u0406 \u043c\u0438 \u043f\u043e\u0432\u0438\u043d\u043d\u0456 \u043f\u0440\u043e \u0446\u0435 \u0442\u0430\u043a\u043e\u0436 \u043f\u0430\u043c\u2019\u044f\u0442\u0430\u0442\u0438.\u201c<br \/>\n<strong>(3)<\/strong> Hitler lie\u00df tats\u00e4chlich vier gro\u00dfe Volksabstimmungen in den 1930er Jahren abhalten: Und zwar \u00fcber den Austritt Deutschlands aus dem V\u00f6lkerbund (1933), \u00fcber die Zusammenlegung von Reichspr\u00e4sident und Reichskanzler (1934), \u00fcber die milit\u00e4rische Besetzung des Rheinlandes (1936) sowie \u00fcber den Anschluss \u00d6sterreichs (1938).<br \/>\n<strong>(4)<\/strong> Diese und weitere Reaktionen aus der Ukraine hat die Online-Zeitung Strana.ua gesammelt.<br \/>\n<strong>(5)<\/strong> Grzegorz Rossoli\u0144ski-Liebes komplettes Statement gegen\u00fcber dem Rubikon: \u201eAndrij Parubij ist mir gut bekannt. Vor zw\u00f6lf Jahren habe ich mit ihm ein Interview \u00fcber das Bandera-Denkmal gemacht, weil er damals das Komitee leitete, das das Denkmal in Lemberg errichtet hat. Damals hat er f\u00fcr den Landrat (Oblasna Rada) gearbeitet. Seine Ansichten haben sich seitdem oder genauer gesagt seit den sp\u00e4ten 1980er Jahren nicht wirklich ver\u00e4ndert. Es ist hier nur eine Verschiebung vom Neo- zum Postfaschismus zu beobachten, um mit dem bedeutenden Faschismus- und Populismuskenner Federico Finchelstein zu argumentieren. Ende der 1980er Jahre engagierte sich Parubij in neofaschistischen Organisationen. Entsprechende Bilder von ihm sind noch im Internet zu finden. Sie zeigen, wie er in einem brauen Hemd und Lederstiefeln mit Gleichgesinnten an rechtsradikalen Veranstaltungen teilnimmt. Damals war er stolz darauf, sich so zu kleiden und den faschistischen Gru\u00df in der \u00d6ffentlichkeit vorzuf\u00fchren. In den sp\u00e4ten 1990er Jahren r\u00fcckte er vom Neofaschismus zum Postfaschismus, der besser als rechtsradikaler Populismus bekannt ist. Bedeutende rechtsradikal-populistische Parteien sind die polnische Prawo i Sprawiedliwo\u015b\u0107 und Orb\u00e1ns Fidesz. Parubij h\u00f6rte auf, braune Hemden zu tragen und den faschistischen Gru\u00df zu benutzen, aber sein Weltbild hat sich nicht ge\u00e4ndert. Seine letzte Aussage von Hitler als Demokraten ist nur eine von vielen, die die Medien nicht aufgegriffen haben. Sie ist leider f\u00fcr den politischen und intellektuellen Diskurs im westlichen Teil der Ukraine bezeichnend. Ich habe dieses Ph\u00e4nomen umfassend im letzten Kapitel meiner Bandera-Biographie erl\u00e4utert, die Politiker und Intellektuelle in der Ukraine ver\u00e4rgerte und bis heute nicht ins Ukrainische \u00fcbersetzt wurde.\u201c<br \/>\n<strong>(6)<\/strong> Andrej Hunkos Antworten in voller L\u00e4nge:<br \/>\n\u201eWas halten Sie von Parubijs Aussage?\u201c<br \/>\n\u201eDer jetzige Parlamentspr\u00e4sident der Werchowna Rada, Andrij Parubij, ist einer der einflussreichsten Rechtsextremisten in der Ukraine. Auch wenn Parubij h\u00e4ufig seine Parteizugeh\u00f6rigkeit und seine Funktionen wechselt: Er ist und bleibt ein Mitbegr\u00fcnder der rechtsextremen Sozial-Nationalen Partei der Ukraine. Dass er sich genau wie andere ukrainische Nationalisten positiv auf \u201aAdolf Aloisowitsch\u2018 Hitler bezieht, \u00fcberrascht mich keineswegs. Immerhin waren die Vorl\u00e4ufer dieser Bewegung, wie die heute in der Ukraine verehrte UPA, bekennende Kollaborateure der Wehrmacht und der Nazis.\u201c<br \/>\n\u201eEs gab bereits \u00e4hnliche rechtsradikale Aussagen ukrainischer Lokal- oder Oppositionspolitiker. Aber was bedeutet es, wenn der Parlamentschef des Landes so etwas sagt?\u201c<br \/>\n\u201eDie Politiker in Deutschland und der EU m\u00fcssen endlich zur Kenntnis nehmen und auch \u00f6ffentlich einr\u00e4umen, dass Neonazis und Rechtsradikale eine wichtige Rolle bei diesem schwierigen Kooperationspartner spielen: In der ukrainischen Politik herrscht ein rechtsradikaler Mainstream, auch wenn sich die regierenden Parteien nach au\u00dfen demokratisch darstellen. Wichtiger noch als in seiner Position als Parlamentspr\u00e4sident war Andrij Parubij \u00fcbrigens in seiner Funktion im Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine, wo er 2014 ma\u00dfgeblich daf\u00fcr verantwortlich war, einen Krieg gegen die eigene Bev\u00f6lkerung im Osten der Ukraine anzuzetteln. Nach meinen Informationen hat Parubij als Kommandant der Maidan-Proteste schon eine bis heute unaufgekl\u00e4rte Rolle bei den Sch\u00fcssen auf dem Maidan gespielt.\u201c<br \/>\n\u201eGlauben Sie, dass die Bundesregierung eine politische Reaktion darauf zeigen wird?\u201c<br \/>\n\u201eSoweit ich das einsch\u00e4tzen kann, geht die Bundesregierung nicht davon aus, dass es vor den Wahlen im kommenden Jahr irgendeine positive Entwicklung in der Ukraine gibt. Alle Bem\u00fchungen aus der Bundesregierung und aus Br\u00fcssel sind darauf ausgerichtet, die Poroschenko-Regierung zu stabilisieren, etwa durch einen neuen Milliarden-Kredit. Das hei\u00dft, diese Leute genie\u00dfen v\u00f6llige Narrenfreiheit. Ich kann mir keine Gr\u00fcnde vorstellen, die die Bundesregierung veranlassen k\u00f6nnten, nun etwas einzur\u00e4umen, was sie seit vier Jahren lauthals ignoriert.\u201c<br \/>\n\u201eWas m\u00fcsste die Bundesregierung Ihrer Meinung nach tun?\u201c<br \/>\n\u201eUm das Treiben der Rechtsradikalen in Kiew zu beenden, und damit auch den B\u00fcrgerkrieg in der Ostukraine, die andauernden Menschenrechtsverbrechen durch die Beh\u00f6rden und die rechtsradikalen Milizen, m\u00fcssten Berlin und Br\u00fcssel endlich Klartext reden und den Geldhahn zudrehen, aus dem diese Leute sich seit vier Jahren bereichern. Es darf kein Dauerzustand werden, dass die Steuerzahler aus der EU eine wilde Bande von Rechtsextremisten und Korrupten im Kiew subventionieren, nur weil das der NATO ins Feindbild passt. Ohne deutliche politische \u00c4nderungen in Kiew wird es keinen Frieden in der Region geben.\u201c<\/p>\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-dots\" \/>\n<p>Autor:\u00a0<strong>Stefan Korinth<\/strong>, publiziert am Samstag, 08. September 2018, 12:11 Uhr auf <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/hitler-war-ein-grosser-demokrat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.rubikon.news<\/a><\/p>\n<p>Dieses Werk ist unter einer\u00a0<strong>Creative Commons-Lizenz\u00a0<\/strong>(<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/4.0\/deed.de\">Namensnennung \u2013 Nicht kommerziell \u2013 Keine Bearbeitungen 4.0 International<\/a>) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen d\u00fcrfen Sie es verbreiten und vervielf\u00e4ltigen.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag wurde von unserem neuen Partner lesefunk.de \u00fcbernommen. Der Text wurde nicht ver\u00e4ndert. 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