{"id":688866,"date":"2018-08-06T16:21:11","date_gmt":"2018-08-06T15:21:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=688866"},"modified":"2023-06-11T15:43:01","modified_gmt":"2023-06-11T14:43:01","slug":"die-gemeinwohl-oekonomie-eine-alternative-zum-neoliberalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2018\/08\/die-gemeinwohl-oekonomie-eine-alternative-zum-neoliberalismus\/","title":{"rendered":"Die Gemeinwohl-\u00d6konomie \u2013 eine Alternative zum Neoliberalismus"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/author\/guenter-grzega\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Von\u00a0G\u00fcnter Grzega, Makroskop<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Gibt es schon eine Alternative zum Neoliberalismus? K\u00f6nnen wir einfach zur\u00fcckkehren zum Modell der \u201eSozialen Marktwirtschaft\u201c?\u00a0Das ist zu kurz gesprungen. Wir\u00a0brauchen ein neues System, das weder z\u00fcgelloser Kapitalismus noch gleichmacherischer Kommunismus ist.<\/strong><\/p>\n<p>Bevor man \u00fcber Alternativen zu einem etablierten System spricht, sollte man sich die aktuellen Wirkungen ins Bewusstsein rufen. Tatsache ist, dass der Neoliberalismus sich keineswegs auf ein Wirtschaftsmodell beschr\u00e4nkt, sondern eine gesamtgesellschaftliche Ideologie verk\u00f6rpert. Mit Fug und Recht darf man jedoch das in Grunds\u00e4tzen auch sozialdarwinistische \u00a0\u00f6konomische Modell der Neoklassik als Fundament des Neoliberalismus bezeichnen. Aber ihn deshalb auf die kapitalistische Marktwirtschaft zu begrenzen, w\u00e4re zu kurz gesprungen, denn es ist ein Weg in einen gnadenlosen Neo-Feudalismus.<\/p>\n<p>Die US-Politologin Wendy Brown beschreibt in ihrem Buch \u201eDie schleichende Revolution \u2013 Wie der Neoliberalismus die Demokratie zerst\u00f6rt\u201c treffend, dass der Neoliberalismus eine Ideologie der Neuordnung des gesamten Denkens ist, die inzwischen alle Bereiche des Lebens sowie den Menschen selbst einem \u00f6konomischen Bild entsprechend ver\u00e4ndert \u2013 mit fatalen Folgen f\u00fcr die Demokratie. Alle Sph\u00e4ren der Existenz werden einer finanziellen Verwertung unterworfen und dieser entsprechend vermessen. Also die Politik, das Recht, die Kultur, die Bildung, die Familie, die Gesundheit, die Geschlechterrollen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus werden weltweit und auch in Deutschland massive Versuche unternommen, die in Jahrzehnte langen Arbeitsk\u00e4mpfen im letzten Jahrhundert m\u00fchsam errungenen und grunds\u00e4tzlich immer noch relativ schwach ausgepr\u00e4gten demokratischen Mitbestimmungsrechte der abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten wieder r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen und Gewerkschaften massiv zu schw\u00e4chen. Inzwischen gibt es speziell ausgerichtete Anwaltskanzleien, die letztlich die Arbeit von Betriebsr\u00e4ten mit nicht zu rechtfertigenden Methoden umfassend behindern. Der Weg zur\u00fcck in einen feudalen \u201eGutsherren-Kapitalismus\u201c wird durch den Neoliberalismus immer mehr freigemacht.<\/p>\n<p>Die gesellschaftlichen Auswirkungen sind mit dem Niedergang von Ethik und Moral in den Top-Etagen von Politik und Wirtschaft angekommen. Fast gew\u00f6hnt man sich an die Meldungen von Betrug oder unethischen und gesellschaftssch\u00e4digenden Handlungsweisen beim Ausnutzen von sogenannten \u201eGesetzesl\u00fccken\u201c. Die Cum-Ex- und Cum-Cum-Gesch\u00e4fte im Bereich der Finanzkonzerne, die Lebensmittel-Skandale, den fast global zu nennenden Betrugssoftware-Skandal einiger Automobil-Konzerne, die Steuervermeidungsstrategien globaler Konzerne, die Krebsmittel-Betr\u00fcgereien im Gesundheitswesen mit auch t\u00f6dlichen Folgen f\u00fcr die Patienten sind Beispiele eines fast umfassenden unethischen \u00d6konomieverst\u00e4ndnisses der Gewinnmaximierung um jeden Preis.<\/p>\n<p>Vielleicht war die Feststellung von Gabor Steingart im \u201eHandelsblatt\u201c vom 30.01.2018, dass wir eine \u201eElitenverwahrlosung\u201c beobachten m\u00fcssen, eine moralisch unzul\u00e4ssige Verallgemeinerung. Aber von einem \u201eEliteversagen\u201c von einer beachtlichen Zahl von F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten in Politik und Wirtschaft zu sprechen, ist absolut gerechtfertigt. Gerade in diesem Kreis ist zu beobachten, dass der\u00a0homo politicus, der sich f\u00fcr das Gemeinwesen engagiert, durch den\u00a0homo oeconomicus\u00a0ersetzt wurde.<\/p>\n<p><strong>Kooperation statt Konkurrenz<\/strong><\/p>\n<p>Aber gibt es schon eine Alternative? K\u00f6nnen wir einfach zur\u00fcckkehren zum Modell der \u201eSozialen Marktwirtschaft\u201c? Das w\u00e4re zu kurz gesprungen. Denn auch die Soziale Marktwirtschaft basiert auf dem Modell der Neoklassik, einstmals verbunden mit starken sozialen Netzen f\u00fcr abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigte. Die soziale Komponente war aber nicht das Hauptmotiv dieses Modells, sondern diente in der Wiederaufbau-Phase der Nachkriegszeit vor allem der Verhinderung einer Anziehungskraft des kommunistischen Systems auf die Arbeitnehmer. Das Modell der perfekten Konkurrenz der Marktteilnehmer und damit das Ziel der Gewinnmaximierung f\u00fcr die starken Akteure, und zwar beispielsweise ohne R\u00fccksicht auf Natur und Umwelt, bliebe also auch bei einer R\u00fcckkehr zur Sozialen Marktwirtschaft der Nachkriegszeit bestehen. Dies ist kein zukunftssichernder Ansatz.<\/p>\n<p>Deshalb brauchen wir ein neues System, das weder z\u00fcgelloser Kapitalismus noch gleichmacherischer Kommunismus ist. Wir brauchen ein System der Kooperation statt der Konkurrenz, das marktwirtschaftliches Handeln kompromisslos mit drei Fragen verbindet, die in unserer neoliberalen Gesellschaft fast nostalgisch klingen, aber trotzdem f\u00fcr die Zukunft der Menschheit unumg\u00e4nglich sind:<\/p>\n<p><strong>Dient es den Menschen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dient es der Umwelt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dient es dem Frieden?<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Modell gibt es seit einigen Jahren, n\u00e4mlich das Modell der \u201eGemeinwohl-\u00d6konomie (GW\u00d6)\u201c, dessen Haupt-Initiator der Wissenschaftler\u00a0Christian Felber\u00a0ist. 2010 haben Felber sowie 15 Unternehmerinnen und Unternehmer das Modell \u00f6ffentlich gemacht, und zwar als Graswurzelbewegung von unten \u2013 eine Bewegung mit Praxisbezug, die nicht auf Vorgaben der Eliten in Wissenschaft und Politik wartet, sondern in der Praxis neue Wege \u00f6konomischen Handelns aufzeigt.<\/p>\n<p>Dabei schl\u00e4gt die Gemeinwohl-\u00d6konomie nichts Anderes vor, als die Umsetzung der Hauptzielsetzung aller Verfassungen weltweit, n\u00e4mlich den Auftrag an die \u00d6konomie, das Gemeinwohl, also das Wohl und die allm\u00e4hliche Verbesserung der Lebenshaltung\u00a0allerVolksschichten zu f\u00f6rdern. Die Grunds\u00e4tze der GW\u00d6 lassen sich wie folgt zusammenfassen:<\/p>\n<ul>\n<li>Soziale Sicherungssysteme sch\u00fctzen vor Absturz und Ausgrenzung.<\/li>\n<li>\u00d6ffentliche G\u00fcter erg\u00e4nzen die privaten.<\/li>\n<li>Die Startchancen sind durch ein \u00f6ffentliches Bildungs- und Gesundheitssystem sowie die Beschr\u00e4nkung des Erbrechts gleichm\u00e4\u00dfig verteilt.<\/li>\n<li>Die Ungleichheit bei Einkommen und Verm\u00f6gen ist begrenzt.<\/li>\n<li>Privateigentum, Gemeinschaftseigentum, Gesellschaftseigentum und Naturnutzungsrechte koexistieren ma\u00dfvoll.<\/li>\n<li>Unternehmen werden ab einer bestimmten Gr\u00f6\u00dfe am weiteren Wachstum gehindert.<\/li>\n<li>Handelsr\u00e4ume werden durch gemeinsame Arbeits-, Sozial-, Steuer-, Umwelt-, Transparenz- und Antikorruptionsstandards gesch\u00fctzt (Fairhandel statt Freihandel).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der individuelle Nachweis der Beachtung dieser Grunds\u00e4tze wird durch eine auditierte Gemeinwohl-Bilanz (GWB) erbracht. In dieser GWB werden, auf Basis der Gemeinwohl- Matrix, die\u00a0<em>Werte<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Menschenw\u00fcrde,<\/li>\n<li>Solidarit\u00e4t und Gerechtigkeit,<\/li>\n<li>\u00d6kologische Nachhaltigkeit,<\/li>\n<li>Transparenz und Mitentscheidung,<\/li>\n<\/ul>\n<p>mit den\u00a0<em>Ber\u00fchrungs-Gruppen<\/em>\u00a0der bilanzierenden Unternehmen und Gemeinden, also<\/p>\n<ul>\n<li>Lieferanten,<\/li>\n<li>Eigent\u00fcmer und Finanzpartner,<\/li>\n<li>Mitarbeitende,<\/li>\n<li>Kundinnen und Kunden sowie Mitunternehmen,<\/li>\n<li>Gesellschaftliches Umfeld,<\/li>\n<\/ul>\n<p>verkn\u00fcpft und nach demokratisch erarbeiteten Kriterien bewertet. Dabei ist diese Bilanzierung kein starres, sondern ein \u201eatmendes\u201c System, entwickelt sich also mit den Erkenntnissen aus der Praxis Jahr f\u00fcr Jahr weiter. Ziel ist vor allem, dass das derzeit neoliberale System der Belohnung f\u00fcr unethisches Handeln, z.B. h\u00f6here Gewinne durch auf Kosten der Gemeinschaft verursachte Umweltsch\u00e4den oder Ausbeutung abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigter und damit zwangsl\u00e4ufig wirtschaftliche Bestrafung ethisch handelnder Akteure der Wirtschaft, umgekehrt wird. Bilanzierende mit einer positiven GWB sollen letztlich auch wirtschaftlich belohnt werden, etwa durch Bevorzugung bei \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen oder niedrigere Steuers\u00e4tze.<\/p>\n<p>Diese Grunds\u00e4tze der GW\u00d6 eignen sich geradezu beispielhaft auch zur Bew\u00e4ltigung des wahrscheinlichen Bedeutungsverlusts menschlicher Arbeit durch die immer schnellere und umfangreichere Digitalisierung der Arbeitswelt, der sogenannten Industrie 4.0.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich werden nicht wenige \u00d6konomen bei den vorhersehbaren massiven Arbeitsplatzverlusten durch die Digitalisierung darauf vertrauen, dass diese entsprechend dem Sayschen Theorem durch die steigende Nachfrage an nunmehr kosteng\u00fcnstigeren Waren durch neue Arbeitspl\u00e4tze ersetzt werden. Aber selbst wenn sich diese, auf Grund der extrem schnellen Entwicklung der \u201eIndustrie 4.0\u201c, doch gewagte Hoffnung erf\u00fcllen w\u00fcrde, ist der Ansatz der GW\u00d6 eine unverzichtbare Notwendigkeit zur evolution\u00e4ren Entwicklung einer humanen, fairen und in einem sozialen Frieden lebenden Gesellschaft.<\/p>\n<p>Obwohl die GW\u00d6 erst vor 7 Jahren offensiv als Modell f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Wirtschaft vorgestellt und von 15 Unternehmen praktiziert wurde, hat sie eine beeindruckend positive Resonanz erfahren \u2013 wenngleich der Teil \u201eRechtliche Anreize f\u00fcr Unternehmen mit GWB\u201c noch keineswegs politisch umgesetzt ist. Die Zahl von unterst\u00fctzenden Unternehmen ist z.B. von 15 auf \u00fcber 2300 angestiegen, wovon rund 500 Unternehmen, einige Gemeinden, Hochschulen und andere Organisationen bereits eine GWB erstellen. Das Modell hat nicht nur in ganz Europa, sondern inzwischen auch in sogenannten \u201eEnergiefeldern\u201c international Fu\u00df gefasst \u2013 von Schweden bis Chile, von den USA bis Ghana.<\/p>\n<p>Auf politischer Ebene hat die GW\u00d6 mit der GWB Eingang in den Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung in Baden-W\u00fcrttemberg gefunden. Sie ist inzwischen ein wichtiges, positiv besetztes Thema bei der EU-Kommission hinsichtlich der Richtlinien f\u00fcr eine nichtfinanzielle Bilanzierung durch Gro\u00dfunternehmen in der EU. Der EU-Wirtschafts- und Sozialausschuss hat sich mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit f\u00fcr eine F\u00f6rderung der Gemeinwohl-\u00d6konomie ausgesprochen.<\/p>\n<p>Es ist nicht \u00fcbertrieben, zu sagen, dass mit der GW\u00d6 endlich ein evolution\u00e4res marktwirtschaftliches und praxistaugliches Modell entwickelt wurde, welches das \u00fcber Jahrhunderte festgefahrene dogmatische Bild des \u201eunfehlbaren freien Marktes\u201c \u00fcberwindet und eine sinnhafte, \u201eenkeltaugliche\u201c Neuausrichtung der \u00d6konomie erm\u00f6glicht. In einigen Jahren wird man r\u00fcckblickend erkennen, dass die GW\u00d6 einen vergleichbaren Paradigmenwechsel f\u00fcr die Gesellschaft darstellt, wie das Zeitalter der Aufkl\u00e4rung im 17. und 18. Jahrhundert zur \u00dcberwindung des Absolutismus.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich wird auch die GW\u00d6 immer wieder in einzelnen Bereichen in Sackgassen oder in Umwege geraten. Die demokratische Verfassung der GW\u00d6-Bewegung garantiert aber eine von der Mehrheit getragene erfolgreiche Entwicklung. Christian Felber als Haupt-Initiator der GW\u00d6 wird zwar wohl kaum den in den Medien in unpr\u00e4ziser Weise \u201eNobelpreis f\u00fcr Wirtschaft\u201c genannten \u201eAlfred- Nobel-Ged\u00e4chtnispreis f\u00fcr Wirtschaftswissenschaft der Schwedischen Reichsbank\u201c erhalten. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass die Gemeinwohl-\u00d6konomie-Bewegung eines Tages einen echten Nobelpreis erh\u00e4lt, n\u00e4mlich den Friedensnobelpreis.<\/p>\n<p>Literatur:<\/p>\n<p>Brown, Wendy: Die schleichende Revolution. Wie der Neoliberalismus die Demokratie zerst\u00f6rt (Suhrkamp, Berlin 2015)<\/p>\n<p>Felber, Christian: Gemeinwohl-\u00d6konomie (Piper, M\u00fcnchen 2018)<\/p>\n<p>Felber, Christian: Ethischer Welthandel (Deuticke, Wien 2017)<\/p>\n<p>Meinzer, Markus: Steueroase Deutschland (C.H. Beck, M\u00fcnchen 2015)<\/p>\n<p>Schirrmacher, Frank: EGO (Blessing, M\u00fcnchen 2013)<\/p>\n<p>Schr\u00f6m Oliver \u2013 Schenck Niklas: Die Krebs Mafia (L\u00fcbke, K\u00f6ln 2017)<\/p>\n<p>Stiglitz, Joseph: Der Preis der Ungleichheit (Siedler, M\u00fcnchen 2012)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>G\u00fcnter Grzega ist Diplom-Bankbetriebswirt und Diplom-Verwaltungsbetriebswirt. Er ist emeritierter Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank M\u00fcnchen eG, Vorsitzender des Ethik-Beirats der Bank sowie Botschafter der Gemeinwohl-\u00d6konomie. In seiner Amtszeit hat Grzega die Sparda-Bank M\u00fcnchen mit zur gr\u00f6\u00dften Genossenschaftsbank Bayerns gef\u00fchrt. Von 2010 bis 2015 war er Vorstandsvorsitzender des \u201eSenatsinstituts f\u00fcr gemeinwohlorientierte Politik ( IGP)\u201c.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Artikel erschien erstmals am 09.04.2018 auf <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/04\/die-gemeinwohl-oekonomie-eine-alternative-zum-neoliberalismus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">makroskop.eu<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><em>Wir bedanken uns f\u00fcr die freundliche Genehmigung zur Publikation.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von\u00a0G\u00fcnter Grzega, Makroskop Gibt es schon eine Alternative zum Neoliberalismus? K\u00f6nnen wir einfach zur\u00fcckkehren zum Modell der \u201eSozialen Marktwirtschaft\u201c?\u00a0Das ist zu kurz gesprungen. Wir\u00a0brauchen ein neues System, das weder z\u00fcgelloser Kapitalismus noch gleichmacherischer Kommunismus ist. 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