{"id":679366,"date":"2018-07-18T14:06:51","date_gmt":"2018-07-18T13:06:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=679366"},"modified":"2018-09-03T13:37:13","modified_gmt":"2018-09-03T12:37:13","slug":"rezension-dr-seltsam-oder-wie-ich-lernte-die-bombe-zu-lieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2018\/07\/rezension-dr-seltsam-oder-wie-ich-lernte-die-bombe-zu-lieben\/","title":{"rendered":"Rezension: Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wenn man so will, hat Stanley Kubrick drei Anti-Kriegs-Filme gedreht \u2013 nat\u00fcrlich \u201eFull Metal Jacket\u201c (1987), sicherlich \u201eWege zum Ruhm\u201c (1958), und \u201eDr. Seltsam\u201c, in dem Peter Sellers gleich drei Rollen spielte.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDr. Seltsam\u201c ist eine f\u00fcr seine Zeit, aber auch noch heute bissige, ja bitterb\u00f6se Satire auf die Ideologie der atomaren Abschreckung, die die gesamte Nachkriegszeit bis hinein in die 70er Jahre beherrschte, nicht zuletzt aber auch deswegen aktuell, weil der Film die \u201eHardliner\u201c-Strategen in Washington gr\u00fcndlich und vernichtend dorthin stellt, wo sie hingeh\u00f6ren: in die Ecke der Brandstifter. Selten hat sich ein Film derart treffsicher mit der Strategie des atomaren Gleichgewichts auseinander gesetzt. Und sicher hat auch dieser Film wenigstens ein bisschen zur Abl\u00f6sung der Gleichgewichts-Ideologie durch die Ende der 60er Jahre begonnene Politik der vertrauensbildenden Massnahmen, Abr\u00fcstung und R\u00fcstungskontrolle beigetragen, die nach dem Zusammenbruch der realsozialistischen Staatenwelt durch die gef\u00e4hrliche US-gef\u00fchrte \u201eWeltsicherheitspolitik\u201c der St\u00e4rke vernichtet wurde.<\/p>\n<p>General Ripper (Sterling Hayden) scheint verr\u00fcckt geworden zu sein. Oder doch nicht? Ripper trinkt nur noch destilliertes Wasser und meint, die Russen w\u00fcrden kein Wasser, nur Wodka saufen. Warum? Sie h\u00e4tten das Wasser vergiftet \u2013 Teil einer kommunistischen Weltverschw\u00f6rung. Die Bedrohung wird in Rippers Vorstellungswelt immer klarer, und so ordnet er eines Tages den \u201eCode Red\u201c an (was eigentlich nur der Pr\u00e4sident darf, falls ein unmittelbarer Angriff auf die USA bevorsteht) und schickt atomar best\u00fcckte B-52-Bomber Richtung Sowjetunion. Der auf dem St\u00fctzpunkt anwesende britische Captain Mandrake (Peter Sellers \u2013 zum Ersten) ist entsetzt.<\/p>\n<p>Als er in Rippers B\u00fcro darauf hinweist, dass nichts f\u00fcr einen Angriff von sowjetischer Seite spreche \u2013 er z\u00fcckt ein Radio, in dem Schlagermusik spielt und keine Katastrophennachrichten verk\u00fcndet werden \u2013 und von Ripper verlangt, ihm den Code zu nennen, mit dem allein die Bomber zur\u00fcckgeholt werden k\u00f6nnen, st\u00f6sst er auf taube Ohren und verschlossene T\u00fcren. Ripper ist gewillt, die atomare Vernichtung der \u201eroten Horden\u201c durchzuziehen, Mandrake ist hilf- und machtlos.<\/p>\n<p>General Turgidson (George C. Scott) hat es gar nicht gern, wenn man ihn bei seinen Sch\u00e4ferst\u00fcndchen st\u00f6rt. Das Pentagon l\u00e4dt zur Krisensitzung, nachdem Pr\u00e4sident Muffley (Peter Sellers \u2013 zum Zweiten) von der Ausl\u00f6sung des atomaren \u201eGegenschlages\u201c informiert wurde. Turgidson h\u00e4lt einen milit\u00e4risch-n\u00fcchternen Vortrag \u00fcber die Umst\u00e4nde, die nun eingetreten sind, und weist immer wieder darauf hin, dass er sich \u00fcber das Verhalten Rippers nicht \u00e4ussern wolle, bevor er nicht genau wisse, warum der den \u201eCode Red\u201c ausgel\u00f6st hat. Der Vernichtung der Sowjetunion st\u00fcnden leidliche 25 Millionen Tote in den Vereinigten Staaten gegen\u00fcber, falls die Russen zur\u00fcckschlagen w\u00fcrden, meint Turgidson, als ob er aus der Bilanz eines Unternehmens zitiere.<\/p>\n<p>Muffley hingegen zitiert \u2013 unter Protest Turgidsons \u2013 den russischen Botschafter de Sadesky (Peter Bull) in das geheime Kommandozentrum des Pentagon, um ihn und dann auch den sowjetischen Premier Kissof zu unterrichten. Letzterer ist am roten Telefon kaum ansprechbar. Auch er hat sein Sch\u00e4ferst\u00fcndchen und scheint besoffen. De Sadesky erf\u00e4hrt, dass das Pentagon keinen Kontakt zu Ripper hat, der sich und Mandrake eingebunkert hat, und man daher auch mangels Kenntnis des R\u00fcckzugs-Codes die Bomber nicht erreichen k\u00f6nne. De Sadesky seinerseits verk\u00fcndet, dass in diesem Fall die neue sowjetische \u201eWeltvernichtungsmaschine\u201c in Gang gesetzt werde, und wenn das geschehe, gebe es ebenfalls keine M\u00f6glichkeit, den Prozess der atomaren Vernichtung zu stoppen.<\/p>\n<p>Muffley ordnet an, den St\u00fctzpunkt Rippers zu erobern, was den Truppen schliesslich auch gelingt, allein Ripper zog es angesichts dessen vor, sich im Bad zu erschiessen und den Code mit in die Ewigkeit zu nehmen. Muffley informiert die Russen \u00fcber alle Geheimnisse der Bomber, Mandrake kommt \u2013 es geschehen noch Wunder \u2013 hinter den Code, etliche Bomber werden von den Sowjets abgeschossen. Aber einer kann unter dem Radar weiter seinem Ziel entgegen steuern. Denn in Major \u201eKing\u201c Kongs (Slim Pickens) Bomber wurde durch einen Raketenangriff der Funk lahmgelegt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/IE9CmX15PYA\" width=\"700\" height=\"400\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><span style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" data-mce-type=\"bookmark\" class=\"mce_SELRES_start\">\ufeff<\/span><\/iframe><\/p>\n<p>Nicht verzagen: Man hat ja schliesslich noch den Wissenschaftler Dr. Strangelove (Peter Sellers zum Dritten), den ehemals besten Mann aus Hitlers Expertengremium, den die USA nach 1945 \u201eerbten\u201c. Nicht nur dessen rechter, steifer Arm trauert dem F\u00fchrer noch nach. Die Elite der Vereinigten Staaten, M\u00e4nner und zehn Mal so viele Frauen sollen sich in die atomar angeblich sicheren Bergwerke begeben, um ein unterirdisches Dasein zu fristen (immerhin: pro Mann zehn Frauen!), um nach Ablauf der atomaren Halbwertszeit \u201edas Reich\u201c (welches auch immer) wiederersten zu lassen &#8230; We\u2019ll meet again \u2013 wherever, whenever.<\/p>\n<p>Kubricks Schaupl\u00e4tze sind ein Bomber \u2013 unter Leitung des texanischen und texanisch sich auff\u00fchrenden Major \u201eKing\u201c Kong, der mit patriotischen Spr\u00fcchen nicht sparsam umgeht und den Cowboy-Hut nie absetzt \u2013, die Umgebung des Luftwaffenst\u00fctzpunkts, das Pentagon und das B\u00fcro Rippers \u2013 ein von der Inszenierung her gesehen sparsamer Umgang mit r\u00e4umlichen \u201eRessourcen\u201c angesichts der drohenden atomaren Vernichtung, aber eben ausreichend, um das Szenario in einer zugleich erschreckenden wie kom\u00f6diantischen Weise zu entfalten. Auf diesen Schaupl\u00e4tzen l\u00e4sst Kubrick seine Figuren tanzen, Figuren, die sich bem\u00fchen, dem Ernst der Lage gerecht zu werden und darin gnadenlos scheitern. Als da sind:<\/p>\n<p>Der v\u00f6llig verr\u00fcckte, aber eben die milit\u00e4rische und politische Logik des \u201eKalten Krieges\u201c letztlich nur zu Ende denkende und von einem diffusen kommunistischen Feindbild beherrschte, ja \u00fcbermannte General Ripper, der das Gespenst von vergiftetem Wasser (die Sowjets h\u00e4tten das Wasser mit Fluorid angereichert) an die Wand malt und sozusagen zum therapeutischen Ausgleich st\u00e4ndig mit einer \u00fcbergross, ja phallisch wirkenden Zigarre im Mund heruml\u00e4uft.<\/p>\n<p>Zwischen Ripper und dem atomaren Desaster steht anfangs nur der Brite Mandrake, der sein Entsetzen, seine Angst, seine Panik angesichts der Situation kaum verbergen kann, das aber genau muss, weil er ansonsten Ripper, der seine Pistole demonstrativ auf dem Schreibtisch liegen hat, zu f\u00fcrchten h\u00e4tte. Mandrake reisst sich zusammen und wartet auf eine g\u00fcnstige Gelegenheit.<\/p>\n<p>Dann ist da ein Pr\u00e4sident, der es im Grunde nicht fassen kann, was um ihn herum und in Richtung Feindstaat passiert, der versucht ruhig zu bleiben, auch als er den zu allem \u00dcberfluss angetrunkenen sowjetischen Pr\u00e4sidenten am Telefon beruhigen und zu \u201egeeigneten Massnahmen\u201c \u00fcberreden muss, um das Schlimmste abzuwenden.<\/p>\n<p>Hinzu gesellt sich ein General, Turgidson, der wahrscheinlich auch in einer Situation, in der ihm eine Bombe vor die F\u00fcsse geworfen w\u00fcrde, noch in strenger milit\u00e4rischer Logik seine Vortr\u00e4ge halten und seine \u00dcberlegungen preisgeben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Im letzten US-Bomber schliesslich \u201eKing\u201c Kong aus Texas, der \u2013 als der automatische Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Bombe nicht funktionieren will \u2013 texanisch-praktisch die Sache selbst in die Hand nimmt und sich auf die Bombe setzt, als wenn er einen Gaul im Rodeo besteigen w\u00fcrde. Slim Pickens spielt diese Rolle hervorragend, auch wenn statt ihm auch \u2013 zum Vierten \u2013 Peter Sellers vorgesehen war, der sich jedoch ein Bein gebrochen hatte und im \u00fcbrigen (als Engl\u00e4nder) den texanischen Akzent nicht beherrschte.<\/p>\n<p>Dialoge und Verhalten der Beteiligten demonstrieren auf eindr\u00fcckliche Weise das gef\u00e4hrliche Spiel der Strategie der atomaren Abschreckung. Nicht nur dies. Nomen est Omen: Ripper: gleich Jack the Ripper; Mandrake: Alraunwurzel, der nachgesagt wird, die Potenz zu steigern; \u201eBuck Turgidson\u201c: \u201ebuck\u201c bedeutet Zuchthengst, \u201eturgid\u201c angeschwollen; Merkin Muffley: \u201emerkin\u201c bedeutet im Slang weibliche Schamzone, \u201emuff\u201c Schamhaare (der Pr\u00e4sident m\u00f6chte nicht als Massenm\u00f6rder in die Geschichte eingehen \u2013 obwohl es nach einem atomaren Gegenschlag wohl keine Geschichte mehr geben wird); Kissof: \u201ekiss-off\u201c bedeutet etwa Anfang eines Desasters; de Sadeski: der Marquis de Sade; King Kong muss niemand erkl\u00e4rt werden und last but not least \u201estrange love\u201c: perverse Liebe.<\/p>\n<p>Apropos: W\u00e4hrend der Sitzung im Pentagon ruft Turgidsons Geliebte an. Der plappert am Telefon:<\/p>\n<p>\u201eGut, schau Kleines, ich kann nicht, kann mit Dir jetzt nicht sprechen, aber&#8230;, mein Pr\u00e4sident braucht mich jetzt. Selbstverst\u00e4ndlich w\u00fcrde Bucky eher wieder bei Dir sein (Pause) \u2013 selbstverst\u00e4ndlich, es ist nicht nur k\u00f6rperlich. Ich respektiere Dich zutiefst als menschliches Wesen. Eines Tages mache ich Dich zu Mrs. Buck Turgidson. (Pause), \u2013 h\u00f6r zu, geh\u2019 wieder schlafen. Bucky ist zur\u00fcck, sobald er kann. In Ordnung? H\u00f6r zu, S\u00fcsse, vergiss nicht Deine Gebete.\u201c<\/p>\n<p>Ebenso bissig und aufschlussreich ist Dr. Seltsams Rede \u00fcber ein Leben nach dem Tod, sprich: nach dem atomaren Endsieg-Kahlschlag (die Analogie zu den deutschen Wissenschaftlern, die nach dem zweiten Weltkrieg begierig durch die USA aufgenommen wurden, oder auch zu dem deutschst\u00e4mmigen Henry Kissinger sind offensichtlich):<\/p>\n<p>\u201eStrangelove: Ich w\u00fcrde die Wahrscheinlichkeit nicht v\u00f6llig ausser Betracht lassen, einen Kern der menschlichen Spezies zu erhalten. Es w\u00fcrde ziemlich einfach &#8230; eh, eh &#8230; [er f\u00e4hrt seinen Rollstuhl ins Licht; in seiner schwarzen Brille spiegelt sich das Neonlicht] sein, ganz unten in eh &#8230; einigen unserer tieferen Bergwerke. Radioaktivit\u00e4t w\u00fcrde nie in eine Grube einige Tausend Fuss tief eindringen, und in wenigen Wochen k\u00f6nnten gen\u00fcgend Verbesserungen dort leicht durchgef\u00fchrt werden. Pr\u00e4sident: Wie lang w\u00fcrden man dort unten bleiben m\u00fcssen?<\/p>\n<p>Strangelove: &#8230;Ich w\u00fcrde &#8230;uh, vielleicht uh&#8230; [er hat mit seinem steifen Arm zu k\u00e4mpfen, der sich immer wieder zum Hitlergruss nach oben bewegt] hundert Jahre denke ich &#8230;, das w\u00e4re nicht schwierig, mein F\u00fchrer!!!! [Strangelove reisst sich zusammen] Kernreaktoren k\u00f6nnten, eh &#8230;, [wieder der Arm] Pardon, Herr Pr\u00e4sident. Kernreaktoren k\u00f6nnten Energie fast unbegrenzt zur Verf\u00fcgung stellen. In Gew\u00e4chsh\u00e4usern k\u00f6nnten Pflanzen angebaut werden. Tiere k\u00f6nnten gez\u00fcchtet und geschlachtet werden. Eine schnelle Aufstellung aller vorhandenen Bergwerke im Land m\u00fcsste her, aber ich w\u00fcrde sch\u00e4tzen, dass f\u00fcr mehrere Hunderttausende unserer Leute dort Platz w\u00e4re. Pr\u00e4sident: Gut, ich, &#8230; ich w\u00fcrde es hassen, entscheiden zu m\u00fcssen &#8230;, wer oben bleibt und &#8230;, wer runter geht.<\/p>\n<p>Strangelove: Das w\u00e4re gar nicht erforderlich, Herr Pr\u00e4sident. Das k\u00f6nnte mit einem Computer erledigt werden. Und ein Computer k\u00f6nnte so eingerichtet und programmiert werden, dass Faktoren wie Jugend, Gesundheit, sexuelle Fruchtbarkeit, Intelligenz und Querschnitt der notwendigen F\u00e4higkeiten dar\u00fcber entscheiden. Selbstverst\u00e4ndlich w\u00fcrde es absolut lebenswichtig sein, dass unsere Regierung und die hohen Milit\u00e4rs dabei sind, um die erforderlichen Grundregeln der F\u00fchrung und der Tradition zu garantieren und zu vermitteln.\u201c<\/p>\n<p>Und so spannt Kubrick den Bogen eben auch vom Sieg \u00fcber den Nationalsozialismus hin zur Strategie der atomaren Abschreckung und wieder \u2013 nat\u00fcrlich auf h\u00f6herem (atomaren) Niveau \u2013 zur\u00fcck zu Menschenz\u00fcchtung, Diktatur und Volksgemeinschaft.<\/p>\n<p>Allerdings: Kubrick l\u00e4sst dies wenigstens im Film nicht zu. In einer ihm eigenen Art endet der Film in einer fast schon virtuosen Groteske des Tanzes der atomaren Pilze: We\u2019ll meet again. Und statt eines sich er\u00fcbrigenden Fazits hier der Schlusssong von Vera Lynn \u201eWe\u2019ll Meet Again Some Sunny Day\u201c:<\/p>\n<blockquote><p>We&#8217;ll meet again, don&#8217;t know where, don&#8217;t know when<br \/>\nBut I know we&#8217;ll meet again, some sunny day<br \/>\nKeep smiling through, just like you always do<br \/>\nTill the blue skies drive the dark clouds far away<br \/>\nSo will you please say hello to the folks that I know<br \/>\nTell them I won&#8217;t be long<br \/>\nThey&#8217;ll be happy to know, that as you saw me go<br \/>\nI was singing this song &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>von Ulrich Behrens f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.untergrund-bl\u00e4ttle.ch\/kultur\/film\/dr_strangelove_dr_seltsam_stanley_kubrick_4870.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">untergrundBl\u00e4ttle<\/a><\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man so will, hat Stanley Kubrick drei Anti-Kriegs-Filme gedreht \u2013 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