{"id":550081,"date":"2017-11-03T14:45:49","date_gmt":"2017-11-03T14:45:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=550081\/"},"modified":"2017-11-03T14:49:15","modified_gmt":"2017-11-03T14:49:15","slug":"digitale-medien-mit-der-democracy-app-zur-basisdemokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2017\/11\/digitale-medien-mit-der-democracy-app-zur-basisdemokratie\/","title":{"rendered":"Digitale Medien \u2013 Mit der Democracy App zur Basisdemokratie?!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Politische\u00a0Mitsprache bundesweit zu organisieren war noch nie so einfach wie heute. Die Technik macht es m\u00f6glich. Mithilfe einer App will der Verein Democracy Deutschland die Menschen ganz dicht an die Abstimmungen im Bundestag heranf\u00fchren. Marius Kr\u00fcger und Magnus Rembold haben uns Fragen zur Democracy App beantwortet, die auch ein Mittel sein soll, um auf die Bundespolitik Einfluss zu nehmen.<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Gunther Sosna:\u00a0Die Democracy App soll f\u00fcr mehr Transparenz auf dem politischen Parkett sorgen. Bei Abstimmungen im Bundestag k\u00f6nnen die Menschen das Geschehen verfolgen und selbst abstimmen, sodass ein Stimmungsbild entsteht und Abweichungen oder \u00dcbereinstimmungen zwischen Parlament und B\u00fcrgermeinung deutlich werden. Das ist mit technischem Aufwand verbunden. Wie muss sich der Laie das genau vorstellen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Marius Kr\u00fcger:\u00a0Stellen Sie sich vor, der Bundestag w\u00fcrde die Weiterzulassung von Glyphosat auf die Tagesordnung setzen. Da haben Sie sicher auch eine Meinung dazu, oder? Wenn diese Frage also auf die Agenda kommt, geht die dazugeh\u00f6rige Abstimmungsvorlage in unserer App online \u2013 so, wie sie im Bundestag mal vorl\u00e4ufig entworfen wurde.<\/p>\n<p>Sofort geht eine Benachrichtigung an alle Leute, die das interessiert, aber zum Beispiel auch an alle Organisationen, die politisch aktiv sind: \u201cGlyphosat Wiederzulassung auf der Tagesordnung\u201d. Parallel fangen jetzt also zum Beispiel Monsanto, Greenpeace und Lieschen M\u00fcller an, Argumente daf\u00fcr oder dagegen zu schreiben und auf der Plattform im Forum zur Abstimmungsvorlage zu ver\u00f6ffentlichen. Und die Menschen k\u00f6nnen diese lesen, pr\u00fcfen und bewerten: Wie viel Wahrheit steckt in dem Argument? Wie \u00fcberzeugend ist das?<\/p>\n<p>Die besten Argumente, hei\u00dft die \u00fcberzeugendsten Kommentare, werden von den gleichberechtigten Nutzern ganz nach oben abgestimmt. Unmittelbar vor der tats\u00e4chlichen Bundestagsabstimmung ergibt sich so ein differenziertes und detailliertes Meinungsbild zu der Abstimmungsvorlage. Und jetzt wird abgestimmt. Im besten Fall vor der offiziellen Entscheidung des Bundestags, sodass die Bundestagsabgeordneten danach eine Benachrichtigung \u00fcber das App-eigene Ergebnis erhalten und ihr eigenes Abstimmungsverhalten pr\u00fcfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-550105\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/desktop_hd_copy_0012.png\" alt=\"\" width=\"808\" height=\"538\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/desktop_hd_copy_0012.png 640w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/desktop_hd_copy_0012-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 808px) 100vw, 808px\" \/><\/p>\n<p>So l\u00e4sst das entstehende Stimmungsbild die Abweichungen oder \u00dcbereinstimmungen zwischen Parlament und B\u00fcrgermeinung deutlich werden.\u00a0Klar, die Abgeordneten sind so was nicht gewohnt. Ich glaube aber, die stellen schnell fest, was f\u00fcr einen Riesenvorteil sie davon haben, wenn nicht nur Konzernvertreter bei ihnen in die Bude st\u00fcrmen.<\/p>\n<p><em><strong>Welche Systeme sind miteinander verkn\u00fcpft?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Magnus Rembold:\u00a0Wenn es jetzt um die konkrete Technik geht, dann k\u00f6nnen wir nur sagen: das Projekt ist im Funding. Wir haben Informatiker im Boot und uns beim Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie in Kryptografie und Wahlverfahren fortbilden lassen (Anm.: <a href=\"https:\/\/www.startnext.com\/democracy\/blog\/beitrag\/eintrag-13--democracy-x-kit-p72880.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vgl. BLOG 13<\/a>). Aber im Augenblick schaffen wir \u00d6ffentlichkeit und noch keine Systemarchitektur. Da wir das richtig gut machen wollen, lassen wir uns da Zeit bis zum Projektstart.<\/p>\n<p>Inhaltlich verkn\u00fcpfen wir verschiedene Systeme:<\/p>\n<ol>\n<li>Ein Redaktionssystem, um die Abstimmungsvorlagen ins System zu bekommen; bestenfalls nutzen wir daf\u00fcr die Dokumentation des Bundestags \u00fcber einen akkreditierten Zugang mit API-Schnittstelle, das wird gerade gekl\u00e4rt.<\/li>\n<li>Eine Webplattform f\u00fcr Argumentation und Diskussion.<\/li>\n<li>Eine Systematik, die feststellt, wer alles abstimmen darf und die Leute mit einer eindeutigen Identifizierung versieht; das nennt man \u201cdas Urnenproblem\u201d bei Wahlverfahren.<\/li>\n<li>Und dann die Systematik, die das Ergebnis errechnet und aufbereitet, dass ist \u201cdas Ausz\u00e4hlungsproblem\u201d.<\/li>\n<\/ol>\n<p><em><strong>Welche technischen Voraussetzungen m\u00fcssen bei Hardware und Software erf\u00fcllt werden, damit die App optimal genutzt werden kann?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Magnus Rembold:\u00a0Gar keine, also fast gar keine. Es sollen ja so viele Menschen wie m\u00f6glich mitmachen k\u00f6nnen. Von daher; Bundestagsvorlagen anschauen, argumentieren und bewerten kann jede Person mit einem normalen Browser, egal, ob mobil oder am Computer. F\u00fcr das Meinungsbild abstimmen kann man mit einer iOS oder Android App, die man kostenlos herunterladen kann.<\/p>\n<p>Um das Meinungsbild vertrauensw\u00fcrdig zu machen, k\u00f6nnen die Nutzer sich ganz unterschiedlich identifizieren, denn wir m\u00fcssen nat\u00fcrlich sicherstellen, dass nicht 1000 Trolle oder Bots da einfach so was abstimmen. Man kann also seine Handynummer zur Identifikation nutzen oder man kann sich von Freunden in ein sogenanntes <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Web_of_Trust\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web of Trust<\/a>\u00a0aufnehmen lassen.<\/p>\n<p>Denkbar ist auch, sich mit dem Personalausweis zu identifizieren oder sich auf einem Amt PINs zu holen. Wir wollen da verschiedene Methoden anbieten, um es m\u00f6glichst stark gegen Manipulation zu sch\u00fctzen. In der ersten Version wird die Handynummer das haupts\u00e4chliche Identifizierungsmerkmal sein.<\/p>\n<p>Marius Kr\u00fcger:\u00a0Wichtig ist uns, dass die H\u00fcrden hoch genug sind, um uns vor Manipulation zu sch\u00fctzen. Aber sie sollen keine Barrieren zur einfachen und regelm\u00e4\u00dfigen Teilnahme an Abstimmungen darstellen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_77363\" class=\"wp-caption aligncenter\" style=\"width: 946px;\" data-shortcode=\"caption\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Web_of_Trust.svg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-77363\" src=\"https:\/\/neuedebatte.files.wordpress.com\/2017\/11\/web-of-trust-schema-grafik-ogmios-cc-by-sa-3-0.png?w=750\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" srcset=\"https:\/\/neuedebatte.files.wordpress.com\/2017\/11\/web-of-trust-schema-grafik-ogmios-cc-by-sa-3-0.png?w=750 750w, https:\/\/neuedebatte.files.wordpress.com\/2017\/11\/web-of-trust-schema-grafik-ogmios-cc-by-sa-3-0.png?w=1500 1500w, https:\/\/neuedebatte.files.wordpress.com\/2017\/11\/web-of-trust-schema-grafik-ogmios-cc-by-sa-3-0.png?w=150 150w, https:\/\/neuedebatte.files.wordpress.com\/2017\/11\/web-of-trust-schema-grafik-ogmios-cc-by-sa-3-0.png?w=300 300w, https:\/\/neuedebatte.files.wordpress.com\/2017\/11\/web-of-trust-schema-grafik-ogmios-cc-by-sa-3-0.png?w=768 768w, https:\/\/neuedebatte.files.wordpress.com\/2017\/11\/web-of-trust-schema-grafik-ogmios-cc-by-sa-3-0.png?w=1024 1024w\" alt=\"Web of Trust Schema. 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Werden die nur ver\u00f6ffentlicht f\u00fcr die Allgemeinheit oder auch gezielt den Abgeordneten, den Parteien und den Ministerien zug\u00e4nglich gemacht, damit das dortige politische Handeln vielleicht \u00fcberdacht wird?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Marius Kr\u00fcger: Die erzeugten Abstimmungsdaten werden anonymisiert als Open Data allen Interessierten zur Verf\u00fcgung gestellt. Democracy ist eine offene und barrierefreie Plattform, das hei\u00dft, man muss sich nicht anmelden, um einzusehen, was innerhalb der App passiert.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten auch anbieten, die Diskussion \u00fcber Abstimmungsvorlagen zum Beispiel in die eigene Website einzubetten, sodass auf jeder nur denkbaren Website das Democracy-Handy mit seinem \u201cMach-Mit-und-Vergleiche-Angebot\u201d strahlt.\u00a0Je nachdem wie stark die finanzielle F\u00f6rderung des Projektes ausf\u00e4llt, planen wir zus\u00e4tzlich auch noch Democracy-seitige Reviews im Sinne eines B\u00fcrgerjournals zu publizieren und den Democracy Desk umzusetzen, mit dem die Nutzer eigene Abstimmungen durchf\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em><strong>Wie ist es mit den Nutzerdaten. Die Abstimmungen sind ja anonym, aber dem einzelnen B\u00fcrger d\u00fcrfte im Nachklang doch eine politische Position genau zugeordnet werden k\u00f6nnen. Oder ist das ausgeschlossen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Marius Kr\u00fcger: Rein konzeptionell handelt es sich zwischen Nachvollziehbarkeit und Anonymit\u00e4t (bei Wahlverfahren) immer um einen Zielkonflikt. Man muss sich das in etwa so vorstellen:\u00a0Wenn man 1000 Nutzer auf der Plattform Democracy hat und jeder von denen wirft seine Stimme in eine Urne, dann kann nach kr\u00e4ftigem Durchmischen bei der schlussendlichen Ausz\u00e4hlung die jeweilige Stimme nicht mehr zum\/zur Abstimmenden selbst zur\u00fcckverfolgt werden. Dieses Verfahren ist auch digital mit sogenannten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asymmetrisches_Kryptosystem\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">asymmetrischen Verschl\u00fcsselungsverfahren<\/a> und <a href=\"http:\/\/homeweb.unifr.ch\/VanhoveJ\/Pub\/Statistikkurs\/StatistischeGrundlagen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rerandomisierungen<\/a> problemlos m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Im Umkehrschluss bedeutet die Anwendung eines solchen Verfahrens f\u00fcr dieses einfache Szenario aber auch, dass niemand diese Zuordnung mehr vornehmen kann. 1000 Stimmen werden hereingegeben, 1000 anonyme Stimmen kommen unten raus. Und nur man selbst wei\u00df, wie man abgestimmt hat. Man entkoppelt das \u201eUrnenbuch\u201c quasi von der \u201eAusz\u00e4hlung\u201c. Einfache und erl\u00e4uternde Auswertungen, wie zum Beispiel die \u201cStimmung nach Altersgruppen\u201d werden bei dieser kompromisslosen Anwendung der totalen Anonymisierung aber auch unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Deshalb wollen wir eine Zwischenl\u00f6sung generieren, die die Anonymit\u00e4t gew\u00e4hrleistet, indem nicht der eindeutige Identifizierungsschl\u00fcssel des Nutzers mit in die Ausz\u00e4hlung gef\u00fchrt wird, sondern nur die Informationen \u201eAlter\u201c und \u201eGeschlecht\u201c mit der Stimme mitgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><em><strong>Die \u00dcberwachung der Menschen wird ja immer h\u00e4ufiger thematisiert. Ist die Nutzung von Technologie und auch der Democracy App im konkreten Fall also praktisch eine reine Vertrauenssache in den Anbieter? Eine Garantie, dass Nutzerdaten nicht von Hackern gestohlen oder von Geheimdiensten abgesaugt werden, kann es sicher nicht geben, oder?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Marius Kr\u00fcger:<\/strong>\u00a0Nein, so eine Garantie kann nach Edward Snowden niemand mehr mit gutem Gewissen aussprechen. Die \u00dcberwachung der Menschen ist Tatsache. Das passiert st\u00e4ndig und wird leider immer mehr werden.<\/p>\n<p>Was man allerdings machen kann, ist, die bestehenden kryptografischen M\u00f6glichkeiten vollumf\u00e4nglich auszunutzen, soweit es finanziell m\u00f6glich ist. Wir streben an, dass selbst, wenn die Daten durch eine <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sybil-Attacke\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sybil-Attacke<\/a> oder sogar geheimdienstlich geklaut werden, nichts mit ihnen anzufangen ist. F\u00fcr uns ist wichtig, dass trotz \u00dcberwachung keine Nachteile f\u00fcr die Nutzer entstehen.<\/p>\n<p><em><strong>Lassen Sie uns einen Blick in Zukunft wagen. Wenn ich mir die M\u00f6glichkeiten der Democracy App anschaue, k\u00f6nnten doch alle Abstimmungen durch die B\u00fcrger erfolgen. Die Zahl der Nutzer ist ja nicht eingeschr\u00e4nkt oder gibt es irgendwelche technischen Grenzen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Magnus Rembold:\u00a0Technische Grenzen eher nicht. Denken wir an Facebook. Mehr als eine Milliarde Menschen kommunizieren dar\u00fcber. Deutschland hat gerade mal 82 Millionen Einwohner und davon wird sich sicherlich nur ein kleiner Prozentsatz an spezifischen politischen Entscheidungen beteiligen.<\/em><\/p>\n<p>Es gibt viel mehr politische Grenzen; die Deutschen haben unheimlich Angst vor Populismus. Das r\u00fchrt nat\u00fcrlich aus der Geschichte und ist an sich auch eine gute Sache. Nur muss man nach mehr als 70 Jahren Demokratie in Deutschland auch mal \u00fcber eine Modernisierung dieser Demokratie nachdenken. Mehr als nachdenken. Wir m\u00fcssen modernisieren!<\/p>\n<p>Es kann doch nicht sein, dass jedes Mal am Wahlabend die Spitzen der mehr oder weniger gew\u00e4hlten Parteien \u00f6ffentlich dar\u00fcber r\u00e4tseln, was ihnen \u201eder W\u00e4hler da wohl f\u00fcr einen Auftrag gegeben hat\u201c. Das machen die echt! Der Satz kommt mindestens einmal in jeder Elefantenrunde nach einer Wahl. Also, dann fragt doch die W\u00e4hler mal nicht nach Farbenspielen, sondern nach Sachthemen.<\/p>\n<p>Marius Kr\u00fcger: Democracy erm\u00f6glicht nicht nur den Politikern, besser repr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen. Es erm\u00f6glicht uns auch, die Parteien an ihren Taten zu messen, und zwar nicht nur kurz vor der Wahl, sondern dauernd.<\/p>\n<p><em><strong>Wenn das also m\u00f6glich ist, k\u00f6nnte die politische <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2017\/09\/29\/verfassung-vom-volk-fuer-eine-demokratische-zukunft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entscheidungskompetenz<\/a>, und um die geht es letztlich, doch komplett auf die B\u00fcrger \u00fcbergeben, oder?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Marius Kr\u00fcger: Diesen Anspruch hat unser Projekt nicht. Wir wollen ein rechtlich unverbindliches Meinungsbild erheben und die beiden gesellschaftlichen Gruppen \u201eRegierte\u201c und \u201eRegierende\u201c wieder in den Dialog bringen. Dennoch liefert Democracy als Pilotprojekt f\u00fcr mehr B\u00fcrgerbeteiligung quasi als Nebenprodukt den Lackmustest f\u00fcr direktere Demokratie. Die Zeit wird zeigen, ob sich das bew\u00e4hrt und wie tragf\u00e4hig es ist, wenn wir direkt-demokratisch rechtlich verbindliche Entscheidungen treffen.<\/p>\n<p><em><strong>Wer nicht im Dialog ist, der hat sich nichts zu sagen und wer eine eigene gesellschaftliche Gruppe bildet, der verfolgt eigene Interessen. Woran erkennen Sie, dass wir es mit unterschiedlichen Gruppen zu tun haben und dass kein Dialog stattfindet?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Marius Kr\u00fcger: Die Zeit der Bundestagswahl hat doch vor allem wieder eines gezeigt: Die PolitikerInnen waren so auff\u00e4llig um Kommunikation bem\u00fcht, wie seit 3,99 Jahren nicht. \u00dcberall l\u00e4chelten einem nette Gesichter entgegen, im Prinzip alle mit derselben Botschaft: \u201cW\u00e4hlt uns, dann wuppen wir das f\u00fcr Euch\u201d. Ich pers\u00f6nlich denke, dass niemand stellvertretend f\u00fcr jeden Einzelnen in die Aktion kommen kann, weniger oder ethisch vertr\u00e4glicher zu konsumieren, mehr Fahrrad und weniger Auto zu fahren, seine Mitmenschen zu integrieren oder das Weltfinanzsystem demokratischer zu gestalten \u2013 \u201ees eben zu wuppen\u201c.<\/p>\n<p>Wir alle, als B\u00fcrger, sollten uns nicht nur alle vier Jahre so aktiv \u00fcber Politik informieren wie zur Zeit der Bundestagswahl, denn dann w\u00fcrden sich die Politiker auch nicht nur alle vier Jahre so auff\u00e4llig um Kommunikation bem\u00fchen, wie zur Zeit der Bundestagswahl.<\/p>\n<p>Ich habe diesen Zusammenhang jetzt so dargestellt, als sei der gesamtgesellschaftliche Politiktiefschlaf die Ursache f\u00fcr die \u201eimmer gleiche, schwindelerregende Wahlwerbung\u201d. Was an diesen Zusammenhang jetzt Ursache ist und was Wirkung, ist umstritten. Sicher ist, dass einige B\u00fcrger sich ohnm\u00e4chtig f\u00fchlen; ohne wirkliche M\u00f6glichkeit zur Einflussnahme bei politischen Entscheidungen. Ihre gesamte Meinung der kommenden vier Jahre auf zwei Kreuze einzudampfen, das ist nicht gerade sehr viel Mitsprache.<\/p>\n<p>Anderen wiederum ist sehr daran gelegen, ihren Schuldbefreiungsschein alle 4 Jahre einem neuen Politiker auszustellen. Und so kommt es, dass die, die sich mehr beteiligen wollen, juristisch nicht k\u00f6nnen, weil die offiziellen Amtstr\u00e4ger pauschal unterstellen, dass B\u00fcrger das gar nicht mehr wollen \u2013 das allerdings k\u00f6nnte auch ein Trick sein.<\/p>\n<p>Lange Rede, kurzer Sinn. Der Durchschnittsb\u00fcrger besch\u00e4ftigt sich mit dem Politiker nur alle 1460 Tage. Und der Politiker ist in seiner privilegierten Position auch nicht unzufrieden. Beide tun gut und regelm\u00e4\u00dfig daran, dem jeweils anderen die Schuld f\u00fcr die Situation zu geben. Beispiel 1; Joachim Gauck: \u201eDie Eliten funktionieren, nur die B\u00fcrger nicht\u201c (<em>Hinweis d. Red.: Das Originalzitat vom fr\u00fcheren Bundespr\u00e4sidenten Joachim Gauck kann u.a.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/inland\/gauck-eckte-rechts-und-links-an-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> nachgelesen werden<\/em>). Beispiel 2: \u201cDie Politiker vertreten nicht das, was sie im Wahlkampf versprochen habe\u201d \u2013 jeder B\u00fcrger, jedes Mal nach der Wahl.<\/p>\n<p>Aber dass da konstruktiv miteinander gearbeitet wird, auf Basis gleicher Interessen, ist trotz meiner Anstrengungen, schwer zu erkennen.<\/p>\n<p><em><strong>Ist es vorstellbar, dass die technischen M\u00f6glichkeiten, in der Kombination mit Vernetzung und Informationsaustausch, automatisch dazu f\u00fchren werden, dass basisdemokratische Strukturen, wie sie durch die Democracy App angedeutet werden, das System der <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2017\/09\/15\/die-wahrheit-ueber-die-demokratie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">repr\u00e4sentativen Demokratie<\/a> fr\u00fcher oder sp\u00e4ter ersetzen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Marius Kr\u00fcger: Die repr\u00e4sentative Demokratie wurde erfunden, weil es fr\u00fcher nicht m\u00f6glich war, dass alle Stimmberechtigten direkt und in eigenem Namen an einer Abstimmung teilnehmen konnten. Das war zurzeit von Pferd und Postkutsche. Heute bestehen diese Unw\u00e4gbarkeiten nicht mehr, es w\u00e4re also theoretisch m\u00f6glich, jeden Stimmberechtigten zu fragen. Ob damit bessere Entscheidungen herbeigef\u00fchrt werden, steht offen. Wir sollten diese M\u00f6glichkeiten aber zumindest insoweit nutzen, dass die repr\u00e4sentative Demokratie wirklich repr\u00e4sentativ wird.<\/p>\n<p><em><strong>Wenn ich dem Gedanken folge, hat die repr\u00e4sentative Demokratie doch ausgedient. Das politische System k\u00f6nnte auf direkte Demokratie geswitcht werden, weil die Technik eine Beteiligung aller Menschen an Entscheidungsprozessen erm\u00f6glicht und somit keine Repr\u00e4sentanten mehr gebraucht werden, sondern lediglich ausf\u00fchrende Organe. Oder sehe ich da etwas falsch?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Marius Kr\u00fcger:\u00a0Die Frage repr\u00e4sentative versus direktere Demokratie wird meines Erachtens viel zu h\u00e4ufig mit der Frage \u201eBrauchen wir \u00fcberhaupt (Fach-) Politiker?\u201c verquickt.<\/p>\n<p>Ich bin der grunds\u00e4tzlichen Ansicht, dass jede Demokratie nur so gute Entscheidungen hervorbringt, wie ihre Entscheidungstr\u00e4ger informiert sind. Ob diese Entscheidungstr\u00e4ger jetzt B\u00fcrger im Sinne einer direkteren Demokratie oder Berufspolitiker im Sinne einer repr\u00e4sentativen Demokratie sind, ist dabei erst mal egal, wichtig ist, dass dem Entscheidungstr\u00e4ger die wichtigen und richtigen Informationen vorliegen. Und das ist auch die Grundbedingung f\u00fcr eine direktere Demokratie.<\/p>\n<p>So lange, wie im bisherigen System, Informationsasymmetrien zwischen den Lobbyisten und den Entscheidungstr\u00e4gern bestehen, f\u00fchrt eine direktere Demokratie nicht automatisch zu besseren Ergebnissen. Vor diesem Hintergrund sind dann zum Beispiel auch vertrauensw\u00fcrdige Fachpolitiker ganz anders zu beurteilen, als das \u00fcblicherweise getan wird.<\/p>\n<p>Egal, in welcher letztendlichen Ausgestaltung, eine funktionierende Demokratie lebt von Informationen. Und deshalb setzen wir mit Democracy auch so stark auf sachliche Einblicke. Entscheidungsfindungen m\u00fcssen insgesamt transparenter und f\u00fcr jeden nachvollziehbar werden. Das ist ein Lernprozess.<\/p>\n<p>Ob es dann am Ende noch Repr\u00e4sentanten braucht oder nur noch ausf\u00fchrende Organe, kann ich an dieser Stelle noch nicht beantworten. Entscheidend ist: Wie viele haben ein wirkliches Interesse mitzumachen und die Konsequenzen ihrer Entscheidungen dann auch wirklich zu tragen und nicht zu externalisieren \u2026<\/p>\n<p><strong>Vielen Dank.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Marius Kr\u00fcger (23) versteht sich selbst als Demokratie- und Friedensaktivist. Als Bachelor Logistics besch\u00e4ftigte er sich vor allem damit, raum-zeitliche Differenzen in Wertsch\u00f6pfungsketten zu \u00fcberbr\u00fccken. Mit Democracy \u00fcbertr\u00e4gt er dieses Wissen auf das Themenfeld \u201epolitische Beteiligung\u201c, die mithilfe seiner App orts- und zeitunabh\u00e4ngig werden soll.<\/em><\/p>\n<p><em>Magnus Rembold (48) ist Software-Entwickler und Demokratie-Fan. Nachdem er ehrenamtlich buergerkandidaten.de zusammen mit Marianne Grimmenstein ins Leben gerufen hat, m\u00f6chte er nun \u201edie zweite Stufe der Demokratie-Erneuerung in Deutschland z\u00fcnden\u201c und zeigen, wie eine direkte Mitwirkung aller B\u00fcrgerinnen an den Entscheidungen des Bundestags mit Hilfe der Democracy App aussehen kann.<\/em><\/p>\n<p><em>Allgemeine Infos:\u00a0Durch die Democracy App soll ein bundesweites Informations-, Diskussions- und Abstimmungsnetzwerk nach demokratischen Prinzipien entstehen. Abstimmungsfragen des Bundestages werden nach der offiziellen Abstimmung auf der App eingestellt, sodass die Thematik von den Nutzern diskutiert und \u00fcber die Frage auch abgestimmt werden kann.\u00a0Dabei hat jeder Nutzer eine Stimme.\u00a0Au\u00dferdem soll es die M\u00f6glichkeit geben, eigene Abstimmungen zu gesellschaftspolitischen Fragestellungen zu initiieren.<\/em><\/p>\n<p><em>Themen, Initiativen und Argumente k\u00f6nnen von den Nutzern\u00a0upgevotet werden, sodass sich die Plattform durch die Interaktion der Crowd selbst moderiert. Nach vollst\u00e4ndiger technischer Umsetzung, sollen Abstimmungen parallel zum Bundestag erm\u00f6glicht werden. Um die Mittel zur Finanzierung der Democracy App aufzubringen, hat Democracy Deutschland eine Crowdfunding Kampagne gestartet. Bei erfolgreicher Finanzierung wird die Plattform voraussichtlich im Sommer 2018 verf\u00fcgbar sein.<\/em><\/p>\n<p>Democracy Deutschland e.V.<br \/>\nHomepage:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.democracy-deutschland.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.democracy-deutschland.de<\/a><br \/>\nTwitter Account:\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/democracy_de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">twitter.com\/democracy_de<\/a><br \/>\nFacebook Account:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/democracygermany\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">facebook.com\/democracygermany<\/a><br \/>\nLink zur Crowdfunding Kampagne:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.startnext.com\/democracy\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.startnext.com<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/q0frFha7QE8\" width=\"700\" height=\"400\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politische\u00a0Mitsprache bundesweit zu organisieren war noch nie so einfach wie heute. 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