{"id":410928,"date":"2016-12-17T22:10:55","date_gmt":"2016-12-17T22:10:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pressenza.com\/de\/?p=410928"},"modified":"2016-12-18T08:37:27","modified_gmt":"2016-12-18T08:37:27","slug":"50-jahre-besetzung-von-palaestina-liberale-juden-muessen-ihre-ablehnung-ausdruecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/12\/50-jahre-besetzung-von-palaestina-liberale-juden-muessen-ihre-ablehnung-ausdruecken\/","title":{"rendered":"50 Jahre Besetzung von Pal\u00e4stina: &#8222;Liberale Juden m\u00fcssen ihre Ablehnung ausdr\u00fccken.&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Daniel Bar Tal ist ein Sozial-Psychologe, der bis zu seiner Emeritierung Professor f\u00fcr Kindheitsentwicklung und Bildung an der Universit\u00e4t von Tel Aviv war. F\u00fcr seine Forschungen und sein Engagement im Israel-Pal\u00e4stina Konflikt erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Im November dieses Jahres tourte er f\u00fcr sein Projekt <em>Save Israel Stop Occupation<\/em> (SISO) durch Europ\u00e4ische L\u00e4nder, um Unterst\u00fctzer innerhalb der j\u00fcdischen Gemeinden zu gewinnen, die sich f\u00fcr ein Ende der Besetzung Pal\u00e4stinas einsetzen: \u201eDie Fortsetzung der Besetzung ist eine grobe Verletzung der Normen der Menschheit, der Moral und der demokratischen Werte,\u201c sagt er. \u201eDiese Besetzung dauert nun 50 Jahre. Meiner Meinung nach ist sie eine S\u00fcnde.\u201c Zusammen mit Ina Darmst\u00e4dter, die sehr aktiv in der Israelisch-Pal\u00e4stinensischen Frauenbewegung ist, sprachen wir mit ihm, als er in Berlin war, \u00fcber die Geschichtserz\u00e4hlweise des Konfliktes der Regierung und die Konsequenzen f\u00fcr die Demokratie.<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 2017 sind es 50 Jahre Besetzung, seit Israel 1967 nach dem Sechstagekrieg den Gazastreifen, die Sinai Halbinsel, Ost-Jerusalem und die Golanh\u00f6hen besetzte, und trotz der UN Resolution 242, die besagte, dass diese Territorien zur\u00fcckgegeben werden m\u00fcssen, bis heute die Kontrolle in diesen Gebieten behielt, mit Ausnahme des Sinai. Daniel Bar Tal sagt: \u201eEs ist nicht nur die Verantwortung der Israelis, sondern der internationalen Gemeinschaft, unserer demokratischen Werte, unserer moralischen Werte, unserer universellen Werte, die Unterdr\u00fcckung zu beenden.\u201c<\/p>\n<p><strong>Die epistemische Grundlage f\u00fcr die Fortsetzung der Besetzung <\/strong><\/p>\n<p>Aber Bar Tal sagt uns, dass 72% der israelischen Bev\u00f6lkerung nicht verstehen w\u00fcrden, wor\u00fcber er redet, wenn er \u00fcber \u201cBesetzung\u201d und \u201cUnterdr\u00fcckung\u201d spricht, weil sie es nicht als Besetzung wahrn\u00e4hmen. \u201eDie Regierung von Israel zusammen mit den Institutionen und anderen Organismen konstruierte eine Geschichtserz\u00e4hlweise, die als rechtfertigende Grundlage f\u00fcr die Fortsetzung der Okkupation dient.\u201c Die Israelis w\u00fcrden indoktriniert, daran zu glauben, dass \u201ePal\u00e4stinenser keinen Frieden wollen\u201c und \u201ePal\u00e4stinenser die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung ausl\u00f6schen wollen\u201c. \u201eSie erkennen nicht das Menschsein der Pal\u00e4stinenser, sondern sehen sie als Terroristen, die sich nichts aus dem menschlichen Leben machen, die von Natur aus gewaltt\u00e4tig sind. Dieses Bild wird nicht nur von der normalen Bev\u00f6lkerung aufrecht erhalten, sondern auch von den Regierenden, sogar von vielen Oppositionsf\u00fchrern.\u201c<\/p>\n<p>Diese Erz\u00e4hlweise, welche die Besetzung rechtfertigt, habe zwei Teile, erkl\u00e4rt Bar Tal: \u201eViele Israelis glauben, dass das gesamte Land zwischen dem Fluss und dem Meer ausschliesslich ihnen geh\u00f6rt, dass es ihre Heimat ist. Pal\u00e4stinensisches Land ist demnach sogar das Herz der Heimat: Bethlehem, Jerusalem, Hebron, der alte Staat Jud\u00e4a.\u201c Der andere Teil ist die existentielle Bedrohung des j\u00fcdischen Volkes, so wie sie viele Israelis sehen. \u201eNach dem Holocaust f\u00fchlen die Juden, dass sie das Recht haben, sich zu verteidigen, und sie sehen sich als die einzigen Opfer des Konfliktes. Sie sehen nicht, dass die arabische Bev\u00f6lkerung Opfer in diesem Konflikt ist.\u201c<\/p>\n<p>Daniel Bar Tal ist sehr pessimistisch, was eine derzeitige Ver\u00e4nderung angeht, die aus dem Inneren der israelischen Bev\u00f6lkerung kommt. Und er erkl\u00e4rt seinen Pessimismus mit seiner Erfahrung als Forscher: \u201eEs gibt eine gro\u00dfe \u00dcbereinstimmung zwischen dem, was die Regierung sagt und dem, was die Leute glauben. Normalerweise, um Ver\u00e4nderung zu erreichen, muss es offenen Widerspruch geben. Gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung glauben dann der Regierung nicht. Aber in Israel haben nur 15 bis 20% der Menschen eine alternative Erz\u00e4hlweise. Sprecher oder Menschenrechtsvereine, die \u00fcber Alternativen reden, wie der M\u00f6glichkeit, Frieden zu schliessen mit den Pal\u00e4stinensern oder dass Pal\u00e4stinenser auch Menschen sind und auch Opfer, oder dass wir auch unmoralisch handeln, werden als Verr\u00e4ter beschimpft.\u00a0 Die Regierung benutzt das Bildungssystem und die Medien, um ihre Erz\u00e4hlweise zu verbreiten.\u201c Zwei Generationen sind nun innerhalb der Besatzungszeit geboren. Im Jahr 1972, sagt Bar Tal, sei die Gr\u00fcne Linie [Demarkationslinie zwischen Israel und den von Israel im Sechstagekrieg besetzten Gebieten, Anmerkung der Autorin] aus den israelischen Karten gestrichen worden. \u201e\u00dcber 75% der Karten in israelischen Schulb\u00fcchern zeigen nicht die Gr\u00fcne Linie. So glaubt ein Kind, das in Geographie in seinen Atlas guckt, das sei alles das Land Israel. Die Kinder akzeptieren diese Erz\u00e4hlweise als Wahrheit.\u201c<\/p>\n<p>Das st\u00e4ndige Mantra des israelischen Premierministers Netanyahu sei: \u201eDies ist die Wahrheit und die einzige Wahrheit.\u201c Und interessanterweise, obwohl er generell als ein L\u00fcgner und eine korrupte Person gesehen werde, so Bar Tal, sei er als grunds\u00e4tzliche Autorit\u00e4t anerkannt, wenn es um den Konflikt und um Sicherheitsthemen ginge und in diesem Sinne sei er extrem einflussreich. Er werde als der einzige Anf\u00fchrer der israelischen Juden in Zeiten der Krise gesehen. \u201eDie Israelis trauen ihm im Hinblick auf ihre Sicherheit.\u201c<\/p>\n<p><strong>Besetzung oder Befreiung?<\/strong><\/p>\n<p>Ina Darmst\u00e4dter bemerkt an dieser Stelle, dass sich die Erz\u00e4hlweise innerhalb des letzten Jahrzehntes sogar noch versch\u00e4rft habe. Es g\u00e4be die Bezeichnung von der \u201eBefreiung des Herzens des Heimatlandes\u201c statt von einer Besetzung zu sprechen. Bar Tal stimmt ihr zu, aber f\u00fcgt hinzu, dass ein Gro\u00dfteil der Juden schon 1967 bei Ende des Krieges von Befreiung gesprochen h\u00e4tten. \u201eEs wird so erz\u00e4hlt, dass die Pal\u00e4stinenser erst in dieses Land kamen, nachdem die Juden am Ende des 19. Jahrhunderts dorthin zur\u00fcckgekehrt waren. Ihrer Ansicht nach begann die zionistische Bewegung damit, die W\u00fcste in bl\u00fchende Felder zu verwandeln, dann kamen die Araber und liessen sich dort nieder und entwickelten mit der Zeit eine Art Identit\u00e4t. Aber sie seien keine wirkliche Nation gewesen, nichts im Vergleich zu den Juden, die eine klare nationale Identit\u00e4t h\u00e4tten.\u201c Die Konsequenz dieser Geschichtserz\u00e4hlung sei, dass die Pal\u00e4stinenser als Fremdk\u00f6rper in dem Heimatland der Juden angesehen werden. Diese Erz\u00e4hlweise legitimiere die j\u00fcdischen Siedlungen in der Westbank.<\/p>\n<p>Den Gebrauch der Sprache zu untersuchen, sei in diesem Zusammenhang sehr interessant, sagt Bar Tal. W\u00e4hrend der kurzen Zeitspanne der Oslo Verhandlungen wandelte sich die Terminologie. Rabin benutzte Worte wie \u201ePal\u00e4stinenser\u201c und beschrieb sie als \u201eOpfer des Konfliktes\u201c. In den letzten 15 Jahren bewege sich die Sprache wieder dahin zur\u00fcck, wo sie in den Siebzigern gewesen sei. \u201eR\u00fcckschritt und Re-Eskalation von Konflikten gehen normalerweise einher mit einer Versch\u00e4rfung der Sprache, mit einer Versch\u00e4rfung der Erz\u00e4hlweise. Und mit diesen Charakteristiken f\u00fchrt das zur Eskalation des Konfliktes. Prinzipiell k\u00f6nnen Anf\u00fchrer Versch\u00e4rfer sein oder Moderatoren. Netanyahu ist ein Versch\u00e4rfer.\u201c<\/p>\n<p><strong>Ver\u00e4nderung muss durch Druck von aussen kommen<\/strong><\/p>\n<p>Israelische Aktivist_innen unterschieden sich bez\u00fcglich ihrer Meinung wie eine Ver\u00e4nderung zu erreichen sei, sagt Bar Tal. Einige glaubten, dass die Ver\u00e4nderung von der israelischen Gesellschaft ausgehen m\u00fcsse. Nicht so Bar Tal: \u201eDie israelische Gesellschaft ist extrem schwierig zu ver\u00e4ndern. Ich glaube nicht, dass es m\u00f6glich ist, weil nicht nur die gro\u00dfe Mehrheit der israelischen Juden dieselben Ansichten \u00fcber den Konflikt und die Pal\u00e4stinenser haben wie die Regierung, sondern auch, weil die Regierung die meisten Institutionen kontrolliert, wie zum Beispiel das Bildungssystem, und viele der Massenmedien. Durch diese Organismen verbreitet und verst\u00e4rkt sie die hegemoniale Geschichtserz\u00e4hlweise und sorgt damit f\u00fcr die Fortsetzung des Konfliktes. Vielleicht kommt die L\u00f6sung von aussen. Es muss Druck ausge\u00fcbt werden. Frischer Wind k\u00f6nnte von den liberalen Juden ausserhalb Israels kommen.\u201c Daher gr\u00fcndete er die Bewegung <em>Save Israel Stop Occupation<\/em> (SISO), welche liberale Juden auf der ganzen Welt vereinen m\u00f6chte. Der 50. Jahrestag biete eine M\u00f6glichkeit, das Bewusstsein \u00fcber die Besetzung zu sch\u00e4rfen, sagt Bar Tal, mit vielen Veranstaltungen und lauten Aktivit\u00e4ten und indem Menschen aktiviert werden, die sonst schweigen.<\/p>\n<p>SISOs Standpunkt ist kein moralischer. \u201eWir kommen zu unserem Aktivismus vom Gesichtspunkt der Rettung Israels. Unsere grundlegende Annahme ist, dass die Besetzung ein Krebsgeschw\u00fcr ist, das viele negative Konsequenzen hat. Es hat extrem negative Auswirkungen auf die israelische Gesellschaft, vor allem durch die Besch\u00e4digung der Demokratie. Eines der grundlegenden Prinzipien der Demokratie ist die Meinungsfreiheit. Aber die Regierung versucht, ihren Machtanspruch zu wahren, die offizielle Erz\u00e4hlweise beizubehalten, die sie verbreitet, und unternimmt alle Anstrengungen, um das Aufweisen und die Verbreitung alternativer Erz\u00e4hlweisen zu verhindern. So wird die freie Meinungs\u00e4usserung besch\u00e4digt.\u201c Er f\u00fcgt hinzu, dass es kein Wunder sei, dass Israel auf Platz 101 der Weltrangliste f\u00fcr Pressefreiheit von <em>Reportern ohne Grenzen<\/em> stehe.<\/p>\n<p><strong>Spannung zwischen Loyalit\u00e4t und kritischem Denken<\/strong><\/p>\n<p>Sein Plan ist es, liberale j\u00fcdische Gemeinden zu treffen. \u201eSie m\u00fcssen aktiv werden und ihrer Opposition Ausdruck verleihen.\u201c Er beobachtet, dass es verschiedene Gruppen gibt: \u201eEinige glauben an die hegemoniale Erz\u00e4hlweise Netanyahus. Andere sehen, was passiert, aber die meisten sind nicht bereit, ihrer Ablehnung Ausdruck zu verleihen, aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden: Sie wollen die j\u00fcdische Gemeinde nicht polarisieren, oder sie wollen Israel nicht kritisieren, weil sie annehmen, dass dies Israel schaden w\u00fcrde. Sie denken \u201edie Juden sind bedroht und ich m\u00f6chte dem Antisemitismus keine Munition geben\u201c, sie haben Angst als anti-Israelisch oder als selbsthassende Juden bezeichnet zu werden. Nur eine sehr kleine Minorit\u00e4t der Juden hat den Mut, ihre kritische Meinung zu \u00e4ussern.\u201c<\/p>\n<p>In Deutschland, so wie in anderen j\u00fcdischen Gemeinden \u00fcberall auf der Welt, nimmt Daniel Bar Tal an, dass es eine schweigende Mehrheit g\u00e4be, die die Besch\u00e4digung Israels wahrn\u00e4hme, aber schwiege. In einer Diskussion mit Ina dar\u00fcber, wen er in Berlin treffen sollte, wird klar, dass sein Vorhaben delikat ist. Die j\u00fcdischen Stimmen, die am lautesten in den Medien zu h\u00f6ren seien in Deutschland, seien die pro-israelischen, kritiklosen. Es g\u00e4be liberale Juden, die Angst haben, ihn zu treffen. Daniel Bar Tal sagt, dass er sehr gerne genau mit denjenigen spreche, die klar sehen, was passiert, aber sich nicht trauen, ihre Bedenken bez\u00fcglich des Prozesses auszudr\u00fccken. Er denkt, dass ein Weg ist, das Thema anzugehen, \u00fcber die Spannung zwischen Loyalit\u00e4t und kritischem Denken zu reden. \u201eIch sage: Nat\u00fcrlich braucht jede Gruppe zum \u00dcberleben Loyalit\u00e4t, aber kritisches Denken ist nicht weniger notwendig f\u00fcr jede Gesellschaft. Eine Gesellschaft kann nur \u00fcberleben, wenn sie kritische Auseinandersetzung erlaubt. Ich erinnere sie an \u00c9mile Zola und Dreyfuss [Dreyfuss war ein franz\u00f6sischer, j\u00fcdischer General, der f\u00e4lschlicherweise des Hochverrats angeklagt worden war, begleitet von einer breit angelegten Kampagne gegen ihn, und \u00c9mile Zola war einer der wenigen Menschen, die mutig genug waren, ihre Zweifel auszusprechen; Kommentar der Autorin] und ich frage sie: Wenn ich eine Menschenrechtsverletzung sehe, was soll ich dann tun? Soll ich schweigen? Soll ich meine Meinung sagen? Was denkst Du, ist das beste f\u00fcr unsere israelische Gemeinschaft?\u201c<\/p>\n<p><strong>Es ist die Verantwortung von jedem, sich einzusetzen<\/strong><\/p>\n<p>Was sagt Daniel Bar Tal \u00fcber die Rolle Deutschlands und das Dilemma, mit dem die Deutschen aus historischen Gr\u00fcnden konfrontiert sind: Ist es uns erlaubt, Israel zu kritisieren oder sollten wir schweigen? Er antwortet: \u201eIch habe sehr starke Gef\u00fchle bez\u00fcglich dieser Frage und ich glaube, dass es eine S\u00fcnde ist, einfach zuzuschauen, wenn Du siehst, dass Dein Freund sich selbst schadet. Es ist die Verantwortung von jedem, sich einzusetzen.\u201c<\/p>\n<p>Auf die Frage, wie er die Werte, die seinen Aktivit\u00e4ten zugrunde liegen, entwickelt habe, sagt Bar Tal, dass er nicht eine gro\u00dfe Transformation durchlaufen habe, wie viele andere. Seine Mutter, sagt er, sei die einflussreichste Person in seinem Leben gewesen. \u201eSie war eine sehr intellektuelle, liberale Person, vorurteilsfrei, sehr gebildet. Sie war Humanistin und gab mir ihre humanistischen Werte mit.\u201c W\u00e4hrend seiner akademischen Laufbahn habe er immer Zeit f\u00fcr seinen politischen Aktivismus gehabt, sagt er, aber es sei ihm klar gewesen, dass er nicht zwei Karrieren gleichzeitig haben k\u00f6nne, auch wenn er mit seiner Expertise beides miteinander versuchte zu verbinden. \u201eMeine Hauptausrichtung war akademisch, aber als ich emeritierte, entschied ich, dass ich das nun ausgleichen m\u00f6chte und ich wurde ein 24 Stunden Aktivist.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daniel Bar Tal ist ein Sozial-Psychologe, der bis zu seiner Emeritierung Professor f\u00fcr Kindheitsentwicklung und Bildung an der Universit\u00e4t von Tel Aviv war. F\u00fcr seine Forschungen und sein Engagement im Israel-Pal\u00e4stina Konflikt erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. 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