{"id":355615,"date":"2016-08-21T12:44:59","date_gmt":"2016-08-21T11:44:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pressenza.com\/de\/?p=355615"},"modified":"2016-08-21T12:47:37","modified_gmt":"2016-08-21T11:47:37","slug":"uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Uwe Kullnick: Literatur, sozio-politisches Engagement und Autoren als kritischer Spiegel der Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dr. Uwe Kullnick beantwortet Fragen zum Thema Literatur, soziale Aufgabe der Autoren und F\u00f6rderung von Literatur als sozio-politisches Engagement. Er ist Herausgeber und Chefredakteur von Literatur Radio Bayern &#8211; Kanal FDA und Pr\u00e4sident des FDA Bundesverbandes. ProMosaik ist der Meinung, dass Literatur und sozio-politisches Engagement nicht voneinander zu trennen sind. Auch a-politische oder unpolitische Autoren nehmen indirekt Stellung zu politischen Themen. Biedermeierliteratur ist f\u00fcr auch eine politische Haltung, denn Gesellschaft und Politik sind Dimensionen, die uns einschlie\u00dfen und denen wir uns nicht entziehen k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Milena Rampoldi: Wie kamen Sie in Kontakt mit der Literatur?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Uwe Kullnick: Mein Vater schenkte mir zu Weihnachten einmal 7 B\u00fccher von Karl May. Eine bunte Mischung, denn ich vermute, er hatte sie nach Erinnerung und den Titeln gekauft. So hatte ich pl\u00f6tzlich 7 Sch\u00e4tze vor mir, die ich verschlang. Es war ein Gl\u00fcck, dass es zuf\u00e4llig ausgesuchte B\u00fccher waren, so konnte, nein musste ich versuchen, die jeweils fehlenden B\u00fccher einer Serie zu ergattern. Ich setzte mich schnell mit dem Verzeichnis der Karl May B\u00e4nde am Ende der B\u00fccher auseinander und so kam ich zu immer mehr Lesestoff. Vieles war mir noch unverst\u00e4ndlich, vieles hat mir aber viel gegeben. Ich lernte also zu lesen und mich f\u00fcr B\u00fccher zu interessieren. Leider war unser h\u00e4usliches Angebot an B\u00fcchern gering und einem Buchclub entstammend, aber es reichte, um mir immer mehr Hunger zu machen. Bis heute hat er nicht aufgeh\u00f6rt, und das ist gut so.<\/p>\n<p>Ich danke noch heute, 40 Jahre nach seinem fr\u00fchen Tod, meinem Vater f\u00fcr diese literarische Gro\u00dftat an seinem damals siebenj\u00e4hrigen j\u00fcngsten Sohn.<\/p>\n<p><em><strong>ProMosaik sieht die Literatur als eine wichtige Komponente des sozio-politischen Engagements in einer Gesellschaft. Was denken Sie dar\u00fcber?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Nun, der Weg von den Karl May Romanen, vor allem von den \u201cM\u00fcnchmeier Romanen\u201c, hin zu Ihrer Frage scheint gigantisch. Er ist es und ist es auch wieder nicht. Jede Zeit hat ihre Bedr\u00fcckungen, W\u00fcnsche, Ziele und Visionen. Zur Zeit der obengenannten Romane g\u00e4rte es in der deutschen Klassengesellschaft. Karl May griff dieses G\u00e4ren auf indem er Kolportageromane schrieb, in denen er die ihn bedr\u00e4ngenden Dinge wie Junkertum, Adel, Obrigkeit, Armut, Klassenunterschiede, Krieg, Frieden und Religionsunterschiede zum Ziel nahm, seine Helden diese \u00fcberwinden und ignorieren, teilweise sogar bek\u00e4mpfen zu lassen. Hier in der Kolportage, findet sicher eher ein \u00dcberw\u00fcnschen der Realit\u00e4t statt, so wie wir uns heute in Soaps vertiefen, um unser vielleicht tristes, bedr\u00fcckendes oder spannungsarmes Leben f\u00fcr eine Weile zu vergessen. Mehr oder weniger zeitgleich schrieb Fontane seine Romane, die von \u00e4hnlichen Gesellschaftserkrankungen handelten, nur in v\u00f6llig anderer Form. Dort sind die Menschen, nicht die Abenteuer die Hauptpersonen. In meiner Kindheit und Jugend las ich May, in meiner Jugend und fr\u00fchen Erwachsenenzeit las ich auch Twain, von Keyserling, Fontane. Diese B\u00fccher \u00f6ffneten meinen Sinn f\u00fcr die Ausdruckskraft, die Gesellschaftsumst\u00e4nde Schriftstellern erm\u00f6glichen. Sp\u00e4ter kamen dann Gorki, Tolstoi, Tschechow, Hamsun, Laxness, Remarque, Fallada, B\u00f6ll, Grass, Lenz und, und, und \u2026 hinzu, die wieder jeder f\u00fcr sich ganz besondere Wege fanden \u201eGesellschaft\u201c auszudr\u00fccken. Gemeinsam ist ihnen jedoch die Romanform. Lyrik kam eher nicht hinzu. So ist es auch geblieben. Ich denke, je weniger lehrhaft Gesellschaftsschilderung und \u2013Kritik daherkommen, desto mehr Eindruck machen sie, weil sie den Leser erreichen, ber\u00fchren, ansto\u00dfen im Wortsinn, ihn also wanken lassen, um ihn vielleicht auf einen anderen (besseren, verzweifelteren, k\u00e4mpferischeren oder mutigeren Standpunkt zu schubsen. Prinzipiell sehe ich, ob im Kaiserreich, unter nationalsozialistischer Herrschaft, im System des maoistischen oder heutigen China, in Diktaturen, Autokratien, Religionsherrschaften, Scheindemokratien oder Demokratien, Schriftsteller immer als Sensomotorische Einheit. Soll hei\u00dfen, als rezipierenden und perzipierenden Menschen in seinem Lebens-System, dessen Schw\u00e4chen, Spannungen, Gefahren oder Errungenschaften er\/sie als sprechendes, also schreibendes Organ, das diese Zust\u00e4nde thematisiert und in Frage stellt. Nur eines scheint mir leider wirklich typisch und damit leider mehr oder weniger ubiquit\u00e4r: Wirklich kritische oder gar k\u00e4mpferische und demaskierende Literatur ist in satten Staaten, Gesellschaften und Regierungsformen selten. Die Schriftsteller, die, teilweise unter wirklicher Lebensgefahr oder Gefahr ihrer wirtschaftlichen Existenz, schreiben, mischen sich mit Verve ein. Sie sind zwangsweise subversiv, intelligent, mutig und immer auf der Hut beim Schreiben dessen, was sie schreiben m\u00fcssen, weil die Menschen in ihrem Land auf sie bauen. Hierbei ist es heute fast egal, ob man sich im Gutenberguniversum, im Internet oder in dessen tausend Derivaten bewegt. Schriftsteller, die aus ihren bequemen Sesseln heraus schreiben, haben einerseits weniger zu gewinnen, aber sie sollten sich vielleicht st\u00e4rker darum k\u00fcmmern, was sie zu verlieren haben.<\/p>\n<p><em><strong>Mit welchen Themen befassen Sie sich vor allem?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>In meinem eigenen Schreiben geht es mir darum, Situationen, Menschen und das, was Menschen ausmacht, zu beschreiben &#8230; Ich war in vielen L\u00e4ndern der Welt und hatte zahlreiche Kontakte dort. Nicht, dass ich deshalb ein Globetrotter w\u00e4re, aber ich habe gelernt, dass ich nur ein winziges Ding auf dieser Welt bin. Mir fallen immer wieder Dinge ein und auf, die berichtenswert sind, und selten, ganz selten habe ich dabei eine explizite Botschaft. Selten eine Absicht, die wirklich unter die Haut der Leser gehen soll., weil das Thema mir selbst unter die Haut gegangen ist und von dem ich will, dass andere sie erfahren. Ich erz\u00e4hle gern und wenn ich dabei mal politisch bin, dann ohne entsprechendes Fachvokabular. Es ist die Politik des Lebens und Sterbens, die ich erfahrbar machen will, vor allem mir, aber danach auch den Lesern.<\/p>\n<p>Ich schreibe auch gegen das Vergessen der Gr\u00e4ueltaten des Holocaust, ebenso wie \u00fcber die ganz gew\u00f6hnliche Brutalit\u00e4t der Menschen untereinander oder gegen sich selbst. Was mich interessiert, ist die Unschuld der sogenannten Natur. Leben ohne Einfluss des Menschen passiert ohne Absicht oder Ziel. Leben zwischen Tieren in ihrer Umgebung als wertfrei, aber wertvoll f\u00fcr den Betrachter wahrzunehmen und zu berichten, ist eines meiner Anliegen. Tiere sind nicht s\u00fc\u00df, edel, eklig oder b\u00f6se \u2013 sie sind, was und wie sie sind. Wir sollten mit unserer Moral von diesem Schauplatz verschwinden. Das sind die Inhalte meiner Geschichten mit Tieren, ohne dabei das L\u00e4cheln zu verlieren.<\/p>\n<p>Wenn ich im Leben lachen konnte, schreibe ich das in eine Geschichte hinein, in der Hoffnung, dass andere Menschen auch lachen. Beim Lachen kann man schlecht auf andere Leute schie\u00dfen, man kann einfach nicht zielen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt meines schriftstellerischen Tuns ist das Ersp\u00fcren unserer biologischen Grundlagen, sprich unserer Entstehung aus den Vorg\u00e4ngern des heutigen Menschen. In Beobachtungen und anschlie\u00dfenden Beschreibungen m\u00f6chte ich die Schleier des Vergessens von den Zeitr\u00e4umen rei\u00dfen, die seit den Arten, die zwar schon Homo hie\u00dfen (aber vom modernen H. sapiens noch weit entfernt waren), auf unser F\u00fchlen und vor allem unser Handeln fielen, aber dennoch in ihnen den Bedingungen, unter denen sie lebten, geschuldet sind. Fremdenhass, Aggressivit\u00e4t, Gewalt, Krieg, Gier, sogar Folter, aber auch Liebe, F\u00fcrsorge und Gruppengef\u00fchl und Kindchenschema haben uralte Wurzeln, und wir m\u00fcssen mit ihnen leben. Wie wir mit ihnen umgehen ist allerdings Menschensache, Sache des Homo sapiens sapiens, des weisen Menschen also. Das, was den Menschen in einer Milliardengesellschaft abverlangt wird, konkurriert mit genau diesem Urverm\u00e4chtnis in st\u00e4rkerer Weise, als wir es uns eingestehen wollen. In verschl\u00fcsselter Weise zeigen viele meiner Erz\u00e4hlungen genau diese konfrontativen Situationen.<\/p>\n<p>Sollte der Schriftsteller eine Aufgabe, Mission oder Botschaft haben? Vielleicht. Wenn er eine hat, sollte er mit ihr nicht hausieren gehen oder gar aufdringlich werden. Ich versuche mich beim Leser mit meinen Texten oft so einzuschleichen, dass er am Ende einer Erz\u00e4hlung an meiner, mir oft genug nur vage bewussten Botschaftsangel h\u00e4ngt, bevor er merkt, dass das Gelesene nicht nur unterhaltend oder spannend daherkommt. Ich interessiere mich f\u00fcr Menschen, schildere ihr Tun und Erleben, ohne sie vorzuf\u00fchren oder jeden lieben zu m\u00fcssen. Sie erleben die Welt, und der Leser hat Raum und Mu\u00dfe, das mitzumachen. Seltsamerweise treibe ich unbewu\u00dft die Andockstelle f\u00fcr den Leser so offen, dass sich in vielen meiner Texte weder Namen f\u00fcr die protagonisten, noch Beschreibungen ihrer k\u00f6rperlichen Eigenschaften finden. Ich lasse Sie so handeln, dass der Leser mehr als nur die Chance hat in ihre Rolle zu schl\u00fcpfen.<\/p>\n<p><em><strong>Welche sind die Hauptziele des FDA?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Der FDA ist eine Berufsorganisation f\u00fcr deutschsprachige Autoren (Schriftsteller, Texter, Kritiker, Blogger, Drehbuchschreiber und sonstige publizierende Kulturschaffende) gleich welcher Staatsangeh\u00f6rigkeit. Wir sind nicht an Weltanschauungen, Wirtschafts-, Gewerkschafts- und Finanzgruppen, Parteien oder Regierungen gebunden.<\/p>\n<p>Der FDA verleiht einen Literaturpreis f\u00fcr Toleranz, Respekt und Humanit\u00e4t, das sagt sicher viel \u00fcber unsere Ziele und Inhalte aus. Ein weizteres Ziel ist es, Autoren zu sich selbst finden zu lassen. Unsere Maxime dazu: Autoren f\u00fcr Autoren.<\/p>\n<p>Als \u201eSchutzverband Deutscher Schriftsteller&#8220; setzt der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) mit seiner Selbstverpflichtung auf die Freiheit des Wortes und die Interessenvertretung aller Schreibenden das Wirken des 1909 gegr\u00fcndeten gleichnamigen Verbandes fort.<\/p>\n<p>Konkreter: Gegen Intoleranz zu schreiben und zu publizieren und \u00fcberparteilich im Geiste der Vielfalt Europas zu arbeiten und zu publizieren. Wir wenden uns gegen jede Art des Extremismus von rechts oder links sowie gegen Intoleranz gegen\u00fcber Religion, Rasse, Herkunft oder Geschlecht.<\/p>\n<p>Der FDA setzt seine Ziele und Aufgaben mit und f\u00fcr seine Mitglieder aktiv in Bundeskongressen, Tagungen und anderen Veranstaltungen um. Europaweit pflegen wir den Austausch mit anderen Verb\u00e4nden und Organisationen. So wurden u.a. gemeinsame Projekte mit Ungarn, Rum\u00e4nien, Kroatien, Polen, Ukraine, Italien und China durchgef\u00fchrt. Er stellt sich in seinem Wirken f\u00fcr die Belange seiner Mitglieder kritisch und politisch unabh\u00e4ngig den gesellschaftlichen Str\u00f6mungen unserer Zeit. Er wirft Fragen auf und sucht Klarheit auf der Grundlage seiner Pr\u00e4ambel, in der die Freiheit des Wortes, Toleranz und Respekt im Miteinander und insbesondere den Minderheiten entgegengebracht, gleichzeitig aber auch eingefordert wird. Hierf\u00fcr haben wir den mit 5000 Euro dotierten FDA Literaturpreis f\u00fcr Toleranz, Humanit\u00e4t und Respekt eingerichtet. Er zeigt eindrucksvoll, was wir im literarischen Feld f\u00fcr auszeichnungswert halten.<\/p>\n<p>Die Freiheit des Wortes bedingt im Selbstverst\u00e4ndnis des FDA einen offenen und kritischen Dialog, der die Verantwortung des Einzelnen erfordert, eingeschlossen die Verantwortung, die gegebene Freiheit nicht zu missbrauchen. Freiheit und die Freiheit des Wortes braucht kritische Verantwortung. In diesem Sinne folgt der FDA den gro\u00dfen Geistesstr\u00f6mungen der europ\u00e4ischen Moderne im Verst\u00e4ndnis von Immanuel Kants \u201eWas ist Aufkl\u00e4rung?\u201c: \u201eHabe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!\u201c (\u201eSapere aude\u201c). Der FDA f\u00f6rdert deshalb den kritischen und offenen Dialog mit allen gesellschaftlichen Schichten innerhalb und au\u00dferhalb.<\/p>\n<p>Dies schlie\u00dft den kritischen Umgang einer sich selbst rechtfertigenden Literatur-Kommerzialisierung ein, in der Inhalte, Qualit\u00e4t, Vielfalt und Werte der Gesellschaft au\u00dfer Kraft gesetzt werden. Ebenso schlie\u00dft dies das Engagement f\u00fcr wirtschaftliche Unabh\u00e4ngigkeit m\u00f6glichst vieler Autoren ein. Wir arbeiten daf\u00fcr, dass Autoren von ihren Schriften leben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Einsatz f\u00fcr kulturelle Vielfalt bedingt auch die Unterst\u00fctzung eines breiten Literaturspektrums, das der FDA f\u00fcr eine offene und kritische Auseinandersetzung mit den Str\u00f6mungen unserer Zeit als unerl\u00e4sslich betrachtet. Der FDA setzt sich unter anderem bei Medien, Verlagen und den Vertretern der Wirtschaft f\u00fcr die Erhaltung einer breiten, unpr\u00e4tenti\u00f6sen oder d\u00fcnkelhaften Literaturszene ein, die neben der Massen- und der Erfolgsliteratur das Fundament der kulturellen Identit\u00e4t eines jeden Landes ist und darum von uns als f\u00f6rderw\u00fcrdig angesehen wird.<\/p>\n<p>Seine Aufgaben setzt der FDA auf Ebene der Landesverb\u00e4nde (Betreuung der Autorinnen und Autoren, Veranstaltung von Lesungen), auf Ebene des Bundesverbands (Bundeskongresse, nationale Geistes-, Kultur-, Zeitstr\u00f6mungen und FDA-Literaturpreis) und auf Ebene der Europatage (gemeinsame Veranstaltungen mit Schriftstellerverb\u00e4nden Europas mit der Thematik europ\u00e4ischer Geistes-, Kultur-, und Zeitstr\u00f6mungen) um.<\/p>\n<p>Wir geben unseren Mitgliedern steuerliche, rechtliche Orientierungen, Vorteile beim Erwerb von Vorsorgeleistungen, Hinweise und Tipps im Umgang mit dem Literaturmarkt, ebenso wie Hilfen bei der Publikation, nat\u00fcrlich auch im Selfpublisher-Bereich.<\/p>\n<p><em><strong>Erz\u00e4hlen Sie uns von Ihrem Radio und dem Literaturprogramm?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Das Literatur Radio Bayern \u2013 Kanal FDA ist eine ganz besondere Erfolgs-Geschichte. Gegr\u00fcndet Anfang 2015 startete das Podcast Radio bei null. Aus irgendeinem Grunde hatten wir, das sind Susanna Bummel-Vohland und ich, von Anfang an ein gutes H\u00e4ndchen f\u00fcr das, was die Menschen interessiert. Es war sch\u00f6n, die Technik des Aufnehmens zu erlernen, Interviews zu machen, Lesungen aufzunehmen und einfach anzufangen. Wir sahen, dass eine Menge Menschen sich daf\u00fcr interessierten, und so suchten wir 3 Blogger, die Buchrezensionen machten, nahmen die Beitr\u00e4ge unserer Mitglieder regelm\u00e4\u00dfig auf und etablierten die Lyrikserie. Sie wird jeden Sonntag unter der Regie von Susanna Bummel-Vohland gesendet und hat eine riesige Fangemeinde. Die H\u00f6rer-Gemeinde ist sehr wichtig f\u00fcr unser Radio, ist sie doch auch durch die zahlreichen Verlinkungen der aktiven Teilnehmer an der Lyrikserie, den Reportagen und Interviews immer gr\u00f6\u00dfer geworden und w\u00e4chst von Woche zu Woche an.<\/p>\n<p>Neben den von Anfang an dazugeh\u00f6renden Beitr\u00e4gen der FDA-Bayern Mitglieder, unseren st\u00e4ndigen Rezensenten Gerd Luhofer und Arndt Stroscher, sind w\u00f6chentliche Sendungen der renommierten Zeitschrift \u201eliteraturkritik.de\u201c (universit\u00e4t Marburg), der \u201eM\u00f6rderischen Schwestern\u201c, des \u201eSchreibhain\u201c, seit neuestem auch Sendungen des \u201eLyrik Kabinetts\u201c (Europas f\u00fchrende Lyrik-Bibliothek) und nat\u00fcrlich aktuelle Ereignisse wie Lesungen, Preisverleihungen, Reportagen sind vor allem auch Interviews aus dem Bereich Literatur feste Bestandteile des Kanals FDA. Wir senden jede Woche bis zu 5 Stunden Literatur und n\u00e4hern uns derzeit der H\u00f6rerzahl von 80.000. Sowohl die H\u00f6rer als auch die Aktiven unserer Sendungen kommen aus allen Teilen Deutschlands, ja sogar aus dem Ausland. So haben wir eine (noch) kleine Abteilung Europa er\u00f6ffnet, in der von Zeit zu Zeit auch zweisprachige Sendungen zu h\u00f6ren sind. Nie h\u00e4tten wir gedacht, einen solchen Erfolg zu erzielen, sind aber gl\u00fccklich, mit dem Radio ein interessantes Tool geschaffen zu haben, das dem FDA, aber nat\u00fcrlich auch zahlreichen &#8211; neben, aber auch im Mainstream der Literatur &#8211; aktiven Literaten ein Forum bietet.<\/p>\n<p>Auf der Buchmesse Leipzig 2016 haben wir einen Teilstand des FDA gehalten und auch dort waren wir, sowohl was Publikum als auch was Teilnehmer, Autoren, Verlage usw. angeht, \u00e4u\u00dferst beliebt. Wir hoffen, dass wir diese Erfolgsgeschichte im Jahr 2017 fortsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Literatur Radio Bayern hat auch noch einige andere Kan\u00e4le, die unter unserer Gr\u00fcndung entstanden sind. Diese sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Verband Deutscher Schriftsteller und Schriftstellerinnen (Mitgr\u00fcnder)<\/li>\n<li>Katholische Akademie Bayern<\/li>\n<li>Literaturportal Bayern<\/li>\n<li>Freies Literatur Projekt<\/li>\n<li>Die Taschenbuchsch\u00fcrfer<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch hier sind Sendungen zu h\u00f6ren, die zum Gesamteindruck des Radios beitragen.<\/p>\n<p>Wir haben, basierend auf der Radioseite \u201ewww.machdeinradio.de\u201c eine eigene Seite gemacht. Hier versuchen wir, all das Genannte internetwirksam f\u00fcr das Selfmarketing der Autoren und FDA Mitglieder zu verwerten, was die zuerst genannte Seite nicht leisten kann. Die Adresse ist: www.literatur-radio-bayern.de<\/p>\n<p><strong>Wie wichtig sind Literaturvereine zwecks Vernetzung von Gleichgesinnten und zwecks Ausbaus eines Dialogs in der Gesellschaft?<\/strong><\/p>\n<p>Autoren sind offenbar eher Einzelg\u00e4nger und daher sind die Vereinigungen, die sie vertreten sollten gemessen an der Anzahl existierender Autoren, viel zu schwach. Sie geben sich oft in fast selbstentm\u00fcndigender Weise in die H\u00e4nde von Verlage. Sie haben keine wirksame Berufs-Lobby, weil sie sich in ihrer Gutgl\u00e4ubigkeit den falschen Partnern anvertrauen. Niemand k\u00e4me auf die Idee, ausgerechnet diejenigen zu seiner Lobby zu machen, die Vertr\u00e4ge vorgeben, die ihre Eink\u00fcnfte bestimmen oder die dar\u00fcber bestimmen, ob sie \u00fcberhaupt als verlegte Autoren existieren k\u00f6nnen. Verlage und Autoren sind in Hinsicht ihrer <u>gesch\u00e4ftlichen<\/u> Betrachtung naturgem\u00e4\u00df auf unterschiedlichen Seiten, auch wenn sie beide das Produkt Buch so gut wie m\u00f6glich machen m\u00f6chten. Doch was ist gut? Was ist der Ma\u00dfstab? Ums\u00e4tze, Preise, Ranglisten, Wortschatz oder Sprachlevel? Verlage sagen derzeit, was verlegenswerte Kultur ist und wie die dazugeh\u00f6rigen Konditionen aussehen. In einer sich literatur-liberalisierenden Zeit ein fataler Zustand Der FDA bem\u00fcht sich eine unabh\u00e4ngige Position zu vertreten, die aber eines zum zentralen Inhalt hat \u2013 n\u00e4mlich die Rechte und Interessen von Autoren, auch gegen etablierte Oligopolisten und verborgene Netzwerke des Literaturgesch\u00e4ftes. Lobby dort zu sein, wo m\u00e4chtige Interessen unsere Mitglieder nicht ernst genug nehmen, sie unter dem Mantel des \u201eKulturanspruches\u201c in immer st\u00e4rkere Abh\u00e4ngig- und Unselbst\u00e4ndigkeiten bringen. Wir bauen unsere Stimme und damit die Stimme der Autoren immer mehr auf, bis wir nachhaltig geh\u00f6rt werden.<\/p>\n<p><em><strong>F\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist der Autor \/ die Autorin Teil, Spiegel und gleichzeitig auch Spiegelvorhalter einer Gesellschaft. Wie sehen Sie das?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Manches, was ich hier sagen w\u00fcrde, habe ich schon mit der Frage 2 beantwortet. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnte ich anmerken:<\/p>\n<p>Sch\u00f6ne Idee, das Schreiben liegt sicher in den H\u00e4nden der Autoren. Die Wahrnehmbarkeit des Geschriebenen liegt allerdings sondern \u00fcberwiegend in den H\u00e4nden des Marktes und damit der Verlagsindustrie, den Kritikern und Bestenlisten. Dabei liegt sie eigentlich in den H\u00e4nden der Leser \u2013 und das war schon immer so. Seit einigen Jahren wird diese Einschr\u00e4nkung durch das sogenannte Selfpublishing aufgebrochen. Sicher hat es nach (in Deutschland) gerade mal 5 Jahren weder quantitativ noch qualitativ das Niveau erreicht, das es erreichen kann und wird, aber diese M\u00f6glichkeit des unabh\u00e4ngigen Publizierens ist neben dem Verlagspublizieren ein wichtiger und wachsender Teil der Gesellschaft.<\/p>\n<p>Viele Schriftsteller sind sicher der Auffassung, was nutzt ein gro\u00dfer, sauberer und mit Arbeit und Liebe gemachter Spiegel, wenn niemand hineinschaut. Saturierte Gesellschaften haben viele saturierte Schriftsteller \u2013 Nabelschau und reine Unterhalten ist vielfach die Folge. Bedr\u00e4ngnisse verursachen mindestens zweierlei: Sch\u00f6ne B\u00fccher zum Ausstieg aus der Wirklichkeit und wichtige B\u00fccher, die gelesen werden sollten, um sich zu informieren und vielleicht sogar zum Handeln zu bewegen. Stattdessen finden wir Entr\u00fcstungsb\u00fccher, die unsere Vermutungen best\u00e4tigen oder gar \u00fcbertreffen, aber dennoch z\u00fcnden sie nicht wirklich. Liegt es am feuchten Holz, an fehlendem Mut oder einfach daran, dass das Bett zu weich und das Bier\/der Wein gerade die richtige Temperatur haben. Die ewige Meisterschaft von <em>Bayern M\u00fcnchen<\/em> ist mehr Grund sich aufzuregen, als die klaffende Schere in unserer Gesellschaft, Altersarmut oder die mangelnde Achtung Fremder in unserem Land.<\/p>\n<p>Ja, wir Schriftsteller sollten die Gesellschaft spiegeln, es g\u00e4be Brechungen genug, aber wir hauchen wohl nur zu gern auf das gesellschaftliche Brennglas und zeichnen alle Probleme weich, es k\u00f6nnte ja schwierig und unbequem werden. Vielleicht wachsen die kritischen B\u00fccher mit der Unsicherheit dessen, was wir erreicht zu haben meinen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Uwe Kullnick beantwortet Fragen zum Thema Literatur, soziale Aufgabe der Autoren und F\u00f6rderung von Literatur als sozio-politisches Engagement. Er ist Herausgeber und Chefredakteur von Literatur Radio Bayern &#8211; Kanal FDA und Pr\u00e4sident des FDA Bundesverbandes. ProMosaik ist der Meinung,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1149,"featured_media":355616,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9142,9156],"tags":[19216,29892,29894,29893],"class_list":["post-355615","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-interviews-de","category-kultur-und-medien","tag-antiterrorgesetz","tag-literatur","tag-schriftsteller","tag-uwe-kullnick"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Uwe Kullnick: Literatur, sozio-politisches Engagement und Autoren als kritischer Spiegel der Gesellschaft<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Dr. Uwe Kullnick beantwortet Fragen zum Thema Literatur, soziale Aufgabe der Autoren und F\u00f6rderung von Literatur als sozio-politisches Engagement. Er ist\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Uwe Kullnick: Literatur, sozio-politisches Engagement und Autoren als kritischer Spiegel der Gesellschaft\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Dr. Uwe Kullnick beantwortet Fragen zum Thema Literatur, soziale Aufgabe der Autoren und F\u00f6rderung von Literatur als sozio-politisches Engagement. Er ist\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Pressenza\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2016-08-21T11:44:59+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2016-08-21T11:47:37+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/kk83_lesung_uwe_kullnick.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"900\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"599\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Milena Rampoldi\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Milena Rampoldi\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"15\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/\"},\"author\":{\"name\":\"Milena Rampoldi\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/718c02e745ef3b161508bc58e657bcdf\"},\"headline\":\"Uwe Kullnick: Literatur, sozio-politisches Engagement und Autoren als kritischer Spiegel der Gesellschaft\",\"datePublished\":\"2016-08-21T11:44:59+00:00\",\"dateModified\":\"2016-08-21T11:47:37+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/\"},\"wordCount\":3090,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/kk83_lesung_uwe_kullnick.jpg\",\"keywords\":[\"AntiTerrorGesetz\",\"Literatur\",\"Schriftsteller\",\"Uwe Kullnick\"],\"articleSection\":[\"Interviews\",\"Kultur und Medien\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/\",\"name\":\"Uwe Kullnick: Literatur, sozio-politisches Engagement und Autoren als kritischer Spiegel der Gesellschaft\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/kk83_lesung_uwe_kullnick.jpg\",\"datePublished\":\"2016-08-21T11:44:59+00:00\",\"dateModified\":\"2016-08-21T11:47:37+00:00\",\"description\":\"Dr. Uwe Kullnick beantwortet Fragen zum Thema Literatur, soziale Aufgabe der Autoren und F\u00f6rderung von Literatur als sozio-politisches Engagement. Er ist\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/kk83_lesung_uwe_kullnick.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/kk83_lesung_uwe_kullnick.jpg\",\"width\":900,\"height\":599},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Accueil\",\"item\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Uwe Kullnick: Literatur, sozio-politisches Engagement und Autoren als kritischer Spiegel der Gesellschaft\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"name\":\"Pressenza\",\"description\":\"International Press Agency\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\",\"name\":\"Pressenza\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"Pressenza\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\",\"https:\/\/x.com\/PressenzaIPA\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/718c02e745ef3b161508bc58e657bcdf\",\"name\":\"Milena Rampoldi\",\"description\":\"Milena Rampoldi \u00e8 nata a Bolzano nel 1973 e dopo i suoi studi teologici, pedagogici, filosofici e orientali in Italia ha proseguito con il dottorato di arabistica sul tema della didattica arabofona del Corano a Vienna. Insegnante di lingue e traduttrice, da anni si occupa di storia e religione islamica, di questioni politiche ed umanitarie, di femminismo e diritti umani e di storia medio-orientale ed africana. Tra le varie pubblicazioni, soprattutto in lingua tedesca, figurano i testi italiani sui Corsari del Mediterraneo e sul filosofo Ren\u00e9 Gu\u00e9non. E' promotrice dell'Associazione per il dialogo interculturale e interreligioso Promosaik www.promosaik.com\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/milena-rampoldi\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Uwe Kullnick: Literatur, sozio-politisches Engagement und Autoren als kritischer Spiegel der Gesellschaft","description":"Dr. Uwe Kullnick beantwortet Fragen zum Thema Literatur, soziale Aufgabe der Autoren und F\u00f6rderung von Literatur als sozio-politisches Engagement. Er ist","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Uwe Kullnick: Literatur, sozio-politisches Engagement und Autoren als kritischer Spiegel der Gesellschaft","og_description":"Dr. Uwe Kullnick beantwortet Fragen zum Thema Literatur, soziale Aufgabe der Autoren und F\u00f6rderung von Literatur als sozio-politisches Engagement. Er ist","og_url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/","og_site_name":"Pressenza","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","article_published_time":"2016-08-21T11:44:59+00:00","article_modified_time":"2016-08-21T11:47:37+00:00","og_image":[{"width":900,"height":599,"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/kk83_lesung_uwe_kullnick.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Milena Rampoldi","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@PressenzaIPA","twitter_site":"@PressenzaIPA","twitter_misc":{"Verfasst von":"Milena Rampoldi","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"15\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/"},"author":{"name":"Milena Rampoldi","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/718c02e745ef3b161508bc58e657bcdf"},"headline":"Uwe Kullnick: Literatur, sozio-politisches Engagement und Autoren als kritischer Spiegel der Gesellschaft","datePublished":"2016-08-21T11:44:59+00:00","dateModified":"2016-08-21T11:47:37+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/"},"wordCount":3090,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/kk83_lesung_uwe_kullnick.jpg","keywords":["AntiTerrorGesetz","Literatur","Schriftsteller","Uwe Kullnick"],"articleSection":["Interviews","Kultur und Medien"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/","name":"Uwe Kullnick: Literatur, sozio-politisches Engagement und Autoren als kritischer Spiegel der Gesellschaft","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/kk83_lesung_uwe_kullnick.jpg","datePublished":"2016-08-21T11:44:59+00:00","dateModified":"2016-08-21T11:47:37+00:00","description":"Dr. Uwe Kullnick beantwortet Fragen zum Thema Literatur, soziale Aufgabe der Autoren und F\u00f6rderung von Literatur als sozio-politisches Engagement. Er ist","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/kk83_lesung_uwe_kullnick.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/kk83_lesung_uwe_kullnick.jpg","width":900,"height":599},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/08\/uwe-kullnick-literatur-sozio-politisches-engagement-und-autoren-als-kritischer-spiegel-der-gesellschaft\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Accueil","item":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Uwe Kullnick: Literatur, sozio-politisches Engagement und Autoren als kritischer Spiegel der Gesellschaft"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","name":"Pressenza","description":"International Press Agency","publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization","name":"Pressenza","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","width":200,"height":200,"caption":"Pressenza"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","https:\/\/x.com\/PressenzaIPA"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/718c02e745ef3b161508bc58e657bcdf","name":"Milena Rampoldi","description":"Milena Rampoldi \u00e8 nata a Bolzano nel 1973 e dopo i suoi studi teologici, pedagogici, filosofici e orientali in Italia ha proseguito con il dottorato di arabistica sul tema della didattica arabofona del Corano a Vienna. Insegnante di lingue e traduttrice, da anni si occupa di storia e religione islamica, di questioni politiche ed umanitarie, di femminismo e diritti umani e di storia medio-orientale ed africana. Tra le varie pubblicazioni, soprattutto in lingua tedesca, figurano i testi italiani sui Corsari del Mediterraneo e sul filosofo Ren\u00e9 Gu\u00e9non. E' promotrice dell'Associazione per il dialogo interculturale e interreligioso Promosaik www.promosaik.com","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/milena-rampoldi\/"}]}},"place":"","original_article_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/355615","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1149"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=355615"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/355615\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/355616"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=355615"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=355615"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=355615"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}