{"id":280748,"date":"2016-02-22T17:45:27","date_gmt":"2016-02-22T17:45:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pressenza.com\/de\/?p=280748"},"modified":"2016-02-22T17:46:49","modified_gmt":"2016-02-22T17:46:49","slug":"tunesien-wir-haben-unsere-illusionen-verloren-unsere-traeume-sind-realistisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2016\/02\/tunesien-wir-haben-unsere-illusionen-verloren-unsere-traeume-sind-realistisch\/","title":{"rendered":"Tunesien: \u201eWir haben unsere Illusionen verloren, unsere Tr\u00e4ume sind realistisch\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/twitter.com\/Mystic_Eva\">Rim Ben Fraj<\/a>, 31 Jahre, ist Tunesierin, <a href=\"http:\/\/othertoons.blogspot.com\/\">Bloggerin<\/a>, \u00dcbersetzerin, <a href=\"http:\/\/www.workshop19.info\/\">Verlegerin<\/a>, diplomierte Prekarierin, Mitglied des \u00dcbersetzernetzwerkes Tlaxcala und sie arbeitet als <a href=\"https:\/\/inkyfada.com\/\">Freelance Journalistin<\/a><\/strong><strong>.<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Milena Rampoldi: Welche sind die Hauptprobleme der neuen Generation in Tunesien? <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Rim Ben Fraj: Die wirtschaftliche, soziale und somit auch die politische und kulturelle Marginalisierung.\u00a0 Die Jugend der Revolution hat keine Vertretung, weder im Parlament noch in der Regierung. Es gibt mindestens 250.000 diplomierte Erwerbslosen. In bestimmten Regionen erreicht die Arbeitslosigkeit die 80%. Die einzig m\u00f6gliche Alternative \u2013 die illegale Migration \u2013 wird von der elektronischen Absperrung durch Frontex im Mittelmeer unterbunden.<\/p>\n<p>Der einzige Ausweg f\u00fcr die Jugendlichen, die sich nicht vom Islamischen Staat rekrutieren lassen wollen, ist die Revolte. Aber auch wenn sie eine Revolte organisieren, der Staat ist nicht in der Lage, ihren Forderungen nachzukommen, denn eine der Bedingungen der Darlehen der Weltbank ist Einstellungsstopp im \u00f6ffentlichen Dienst. Au\u00dferdem ist das Niveau vieler erwerbsloser Akademiker ziemlich niedrig, wegen der Politik von Ben Ali, den \u00dcbergang vom Gymnasium zur Universit\u00e4t zu erleichtern, um die tunesischen Statistiken bez\u00fcglich des menschlichen Entwicklungsindex zu verbessern. Die schrittweise Privatisierung der Erziehung und die verbreitete Korruption verschlimmern noch die Situation.<\/p>\n<p>Es gibt zwei Sektoren, die vor allem von dieser Lage profitieren: einerseits die multinationalen Konzerne aus Europa und zweitens die westlichen, vor allem deutschen und US-amerikanischen, Stiftungen. Die ersten finden qualifizierte, g\u00fcnstige Arbeitskr\u00e4fte, um in Fabriken in der N\u00e4he des europ\u00e4ischen Marktes zu arbeiten, w\u00e4hrend die zweite tunesische Agenten rekrutieren, um ihre Einflussprogramme (im Namen der Menschenrechte, der aktiven Staatsb\u00fcrgerschaft, der Emanzipation der Frau, der Medien der B\u00fcrger, usw.) umzusetzen.<\/p>\n<p>Wenn sie 25 Jahre alt sind, ein Abitur +3 haben und eine Arbeit suchen, haben sie nur die folgenden Optionen: Sie k\u00f6nnen 6 Tage pro Woche f\u00fcr 300 Euro pro Monat in einem Callcenter arbeiten oder f\u00fcr eine subventionierte Vereinigung, ohne Vertrag und Sozialabgaben, f\u00fcr 400-500 Euro pro Monat. Der Islamische Staat zahlt ungef\u00e4hr dieselben L\u00f6hne. Unsere Parlamentarier haben aber gerade eine Erh\u00f6hung ihrer L\u00f6hne bestimmt und werden in Zukunft 2 000 Euro monatlich verdienen.<\/p>\n<p>Die marginalisierte Jugend wird dauernd von der Polizei bel\u00e4stigt. Denn die Polizeipraktiken der \u00c4ra Ben Ali sind immer noch dieselben: Gewalt, willk\u00fcrliche Verhaftungen, Folter und Misshandlungen, in einem Wort HOGRA (Verachtung der Benachteiligten).<\/p>\n<p>Ein erstes Beispiel: ein Junge aus Kasserine, Gafsa o Jendouba (St\u00e4dte im tiefen Landinneren Tunesiens) spaziert auf der Avenue Bourguiba im Zentrum von Tunis. Er wird von der Polizei angehalten. Sobald die Polizisten seine Identit\u00e4tskarte sehen und merken, dass er nicht aus der Hauptstadt kommt, wird er im besten Falle beleidigt. Es wird ihm gesagt, er solle \u201enach Hause\u201c zur\u00fcckgehen. Aber oft verbringt er eine Nacht in einer Polizeizelle. Wie mein Vater sagt, \u201eMan braucht praktisch ein Visum, um sich in diesem Land fortzubewegen\u201c.<\/p>\n<p>Ein zweites Beispiel: eine 30j\u00e4hrige Frau f\u00e4hrt gegen Mitternacht, entweder alleine oder in Begleitung, mit dem Taxi nach Hause. Die Bullen halten sie an und fragen: \u201eWarum bist du um diese Zeit noch nicht zu Hause?\u201c und mobben sie. Wenn sie aus einer Bar kommt, tun sie so, als w\u00e4ren sie von der Sitte. Und so beginnt dann das Verh\u00f6r: \u201eWissen deine Eltern, dass du Alkohol trinkst? Wer ist der Junge mit dir? Gehst du mit ihm nach Hause? Gib mir die Nummer dieses Vaters, damit ich ihm erz\u00e4hlen kann, dass du besoffen bist. Wei\u00dft du, dass wir dich wegen Prostitution drankriegen k\u00f6nnten?\u201c. Einer von ihnen tut so, als w\u00fcrde er schreiben, um das Opfer einzusch\u00fcchtern. Wenn die Frau einen 20-Dinar-Schein dabei hat, gibt sie diesen den Bullen, um sie loszuwerden. Wenn sie kein Geld dabei hat, muss sie eine Stunde lang betteln, damit sie sie gehen lassen.<\/p>\n<p><strong><em>Was w\u00e4re eine wahre Revolution f\u00fcr Tunesien? Wie k\u00f6nnen wir dieses Land ver\u00e4ndern? \u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das ist die 100.000-Euro- Frage! Bevor sie auf die Stra\u00dfe str\u00f6mt, findet die Revolution in den K\u00f6pfen der Menschen statt. Sie geht durch die Befreiung des K\u00f6rpers. Es handelt sich um eine langwierige Arbeit. Die Schule hat uns alle zu \u201eFachidioten\u201c, verschuldeten Verbrauchern und zersplitterten Individuen formatiert. Die Gesellschaft schlie\u00dft uns in K\u00e4fige ein.<\/p>\n<p>Das Projekt von Bourguiba &#8211; \u201eich werde diese Staubwolke von Individuen in eine moderne Nation verwandeln\u201c &#8211; ist fehlgeschlagen. Und ein intelligentes Volk findet sich nun in einer Lage wieder, in der es von hohlk\u00f6pfigen Bastarden unterdr\u00fcckt wird.<\/p>\n<p>Jedes Mal, wenn dieses Volk sich aufgelehnt hat, wurde es von Oben zerschmettert und von seinen angeblichen Vertretern verraten. Wir m\u00fcssen einen Widerspruch l\u00f6sen: in uns leben ein freiheitlicher Geist und ein starker Konservatismus zusammen. Wir m\u00fcssen uns erziehen, umerziehen, immer und immer noch.<\/p>\n<p><strong><em>Welche sind die besten Strategien, um die Stimmen der Unterdr\u00fcckten im Lande h\u00f6rbar zu machen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Entwicklung horizontaler Genossenschaftsprojekte, die wirtschaftliche Alternativen schaffen, um die Menschen in die Lage zu versetzen, in Autonomie zu leben. Die breite Kommunikation \u00fcber die erfolgreichen Projekte und \u00fcber die notwendigen Werkzeuge, um erfolgreich zu sein.<\/p>\n<p>Viele junge B\u00fcrgerjournalisten der neuen Generation erscheinen besorgter um ihre materielle Existenz zu sein als um die Verbreitung von Informationen an die, die sie wirklich brauchen.<\/p>\n<p>Es sollen autonome und alternative Medien in \u201etunesischer Sprache\u201c geschaffen werden, da die Mehrheit der tunesischen Bev\u00f6lkerung der franz\u00f6sischen und englischen Sprache nicht m\u00e4chtig ist. Wir d\u00fcrfen uns aber nicht in Facebook einsperren lassen, sondern zu direkten Kommunikationsformen zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p><strong><em>Wie kann man den eigenen Kampf mit dem Kampf f\u00fcr den islamischen Egalitarismus verbinden? <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil der Parteien, von der T\u00fcrkei bis Marokko, \u00fcber Tunesien, die sich islamisch nennen, sind in Wirklichkeit nur heterogene Zusammenschl\u00fcsse, die von einer Gesch\u00e4ftsbourgeoisie angef\u00fchrt sind, welche die b\u00fcrokratischen und polizeilichen Bourgeoisien\u00a0 an der Macht ersetzen will. Ihre Bezugnahmen auf den Islam sind nur Masken ihrer wahren Klasseninteressen. Der Islam, der hingegen nat\u00fcrlich vom Volk gelebt wird, ist schon eher egalit\u00e4r und ohne ideologisches Geschw\u00e4tze. Er geh\u00f6rt zu den nat\u00fcrlichen Reflexen, von denen man nicht sprechen braucht, damit sie wirken.<\/p>\n<p><strong><em>Wie k\u00f6nnen wir den marxistischen Kampf f\u00fcr die soziale Gerechtigkeit mit dem islamischen Kampf f\u00fcr die soziale Gerechtigkeit verbinden? <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Ideologien haben schon genug Menschen das Leben gekostet. Der Kampf f\u00fcr die soziale Gerechtigkeit darf nicht vor k\u00fcnstlichen Grenzen Halt machen. Er muss ausgehend von den gemeinsamen Bed\u00fcrfnissen aller Frauen und M\u00e4nner gef\u00fchrt werden, und die Allmendeg\u00fcter verteidigen.<\/p>\n<p><strong><em>Welche sind die drei St\u00e4rken der tunesischen Jugend, die dir die Kraft geben, weiterhin f\u00fcr Gerechtigkeit, Solidarit\u00e4t, Freiheit und Arbeit zu k\u00e4mpfen? <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der Optimismus trotz allem, der Verlust der Illusionen, die durch realistische Tr\u00e4ume ersetzt werden und \u201eSumud\u201c (Durchhalteverm\u00f6gen).<\/p>\n<p><em><strong>Ich bedanke mich f\u00fcr<\/strong><\/em><strong> das <\/strong><em><strong>Gespr\u00e4ch<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rim Ben Fraj, 31 Jahre, ist Tunesierin, Bloggerin, \u00dcbersetzerin, Verlegerin, diplomierte Prekarierin, Mitglied des \u00dcbersetzernetzwerkes Tlaxcala und sie arbeitet als Freelance Journalistin. Milena Rampoldi: Welche sind die Hauptprobleme der neuen Generation in Tunesien? 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Insegnante di lingue e traduttrice, da anni si occupa di storia e religione islamica, di questioni politiche ed umanitarie, di femminismo e diritti umani e di storia medio-orientale ed africana. Tra le varie pubblicazioni, soprattutto in lingua tedesca, figurano i testi italiani sui Corsari del Mediterraneo e sul filosofo Ren\u00e9 Gu\u00e9non. 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