{"id":2697858,"date":"2026-05-05T22:45:20","date_gmt":"2026-05-05T21:45:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2697858"},"modified":"2026-05-06T01:04:05","modified_gmt":"2026-05-06T00:04:05","slug":"federico-faggin-e-il-corpo-che-muore-ma-noi-non-moriamo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/05\/federico-faggin-e-il-corpo-che-muore-ma-noi-non-moriamo\/","title":{"rendered":"Federico Faggin: Es ist der K\u00f6rper, der stirbt, aber wir sterben nicht"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Anl\u00e4sslich der Konferenz \u201eDas Bewusstsein im Zeitalter der k\u00fcnstlichen Intelligenz\u201c, die am 22. April im Teatro Dal Verme in Mailand stattfand, gab Prof. Federico Faggin Pressenza ein Interview, das wir im Folgenden ver\u00f6ffentlichen. Die Veranstaltung wurde von Progetto Itaca [1] organisiert, einem Verein mit 18 regionalen Niederlassungen in Italien, der sich mit der Entwicklung von Projekten zur Unterst\u00fctzung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Familien befasst.<\/p>\n<p>Prof. Faggin [2], der international als Erfinder des Mikroprozessors und des Touchscreens bekannt ist, widmete sich nach einer erfolgreichen Karriere als Wissenschaftler und Unternehmer zunehmend der Quantenphysik und der Frage nach dem Bewusstsein. Dabei gelangte er zu der \u00dcberzeugung, dass wir ein integraler Bestandteil des Einen, des gro\u00dfen Ganzen sind, ausgestattet mit einem freiem Willen, und dass das Bewusstsein nach dem Tod des K\u00f6rpers seinen Weg fortsetzt.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><em>Auf internationaler Ebene ist eine Studiengruppe, die sich mit deinen B\u00fcchern, insbesondere mit <a href=\"https:\/\/www.koha-verlag.de\/product\/jenseits-des-unsichtbaren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eJenseits des Unsichtbaren&#8220;<\/a>, befasst und von der Analyse der Auswirkungen des Anthropoz\u00e4ns auf die Biosph\u00e4re und die Menschheit ausgegangen ist, zu dem Schluss gekommen, dass eine Minderheit das Gleichgewicht der Biosph\u00e4re st\u00f6rt und die Beziehungen zwischen V\u00f6lkern und Menschen weltweit zerst\u00f6rt. Die Sorge dieser Studiengruppe und von uns in der Redaktion von Pressenza lautet: Wie k\u00f6nnen wir diese Situation in \u00fcberschaubarer Zeit umkehren, sodass aus Konkurrenz Zusammenarbeit und aus Diskriminierung Solidarit\u00e4t wird? Wie k\u00f6nnen wir verst\u00e4ndlich machen, dass wir wirklich \u201eTeil des Ganzen\u201c sind?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2696245 size-medium\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Faggin-foto-2-300x217.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Faggin-foto-2-300x217.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Faggin-foto-2-820x592.jpg 820w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Faggin-foto-2.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Dies ist vielleicht die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung der Menschheit und sie ist zu bew\u00e4ltigen \u2013 aber nicht so, wie man vielleicht denken w\u00fcrde, n\u00e4mlich indem man versucht, andere zu \u00e4ndern. Stattdessen kann man dies nur erreichen, indem man sich selbst \u00e4ndert. Es ist nicht m\u00f6glich, andere zu \u00e4ndern, aber wenn es einem gelingt, sich selbst zu \u00e4ndern, gibt man anderen ein Beispiel daf\u00fcr, was es bedeutet, sich zu \u00e4ndern, und dass dies m\u00f6glich ist. Anstelle von Worten, die kommen und gehen, bleiben also nur Taten bestehen. Das Wesen dessen, was man ist, zeigt sich darin, wie man sich verh\u00e4lt, was man tut. Auf jeden Fall macht die Ver\u00e4nderung des eigenen Selbst diejenigen Menschen viel gl\u00fccklicher, die diese Ver\u00e4nderung versuchen. Mehr brauchen wir nicht.<\/p>\n<p>So sendet man eine starke Botschaft aus, die andere dazu inspiriert, sich zu \u00e4ndern. Es gibt keine andere L\u00f6sung. Man muss keine Revolution anzetteln und Krieg f\u00fchrt nur dazu, den Kreislauf der Gewalt fortzusetzen. Es gibt keine L\u00f6sung \u201eau\u00dferhalb\u201c von uns. Die L\u00f6sung liegt vielmehr in uns selbst. Das ist nicht einfach und erfordert viel Engagement. Aber es ist ein sicherer Weg, w\u00e4hrend der andere Weg \u201ein die Irre\u201c f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Man kann andere nicht \u00e4ndern. Das ist auch eine Frage des gesunden Menschenverstands, nicht? Andererseits begann auch mein Weg mit der Frage: \u201eWer bin ich?\u201c. Und da habe ich mir gesagt: \u201eIch will verstehen, wer ich bin.\u201c Aber ich bin nicht losgegangen und habe mir B\u00fccher gekauft, sondern ich musste meine Aufmerksamkeit nach innen richten. Und irgendwann hatte ich eine unerwartete Erfahrung, eine dieser Erfahrungen, die eine lebendige innere Kraft in sich tragen, die wahrhaftiger sind als die, die wir im Au\u00dfen erleben, Erfahrungen, die eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Bedeutung haben. Dank dieser Erfahrung habe ich verstanden, wer ich bin.<\/p>\n<p>Es gibt auch bestimmte Tr\u00e4ume, die kraftvoll und bedeutungsvoll sind. Sie haben den Charakter von etwas Starkem und Wahrem, das keine Fantasie und keine Halluzination sein kann. Wenn man einen Arzt oder einen Psychiater fragt, versteht der typische Psychiater das nicht, weil er glaubt, wir seien eine \u201eMaschine\u201c. Ich nenne die Vorstellung, dass wir Maschinen sind, die von \u201eau\u00dfen\u201c repariert werden, Szientismus. Der \u201eSchraubenschl\u00fcssel\u201c des Psychiaters sind also die Medikamente.<\/p>\n<p><strong><em>Wie erkl\u00e4rst du deinen Kollegen aus der Physik und Wissenschaftlern im Allgemeinen deinen Standpunkt?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich zeige ihnen, dass das, was ich sage, auch auf der Physik basiert \u2013 nicht auf der klassischen Physik, sondern auf der Quantenphysik. Aber sie tun sich schwer damit, das anzunehmen, denn es geht auch um Macht. Es ist nicht so, dass sie es nicht verstehen. Es gibt Widerstand, denn Wissen ist Macht. Genau wie bei den Religionen, nicht wahr? Mehr zu wissen als andere wird von Pseudowissenschaftlern (nicht von echten Wissenschaftlern) oft als Macht empfunden.<\/p>\n<p>Die Wissenschaft hat jedoch gegen\u00fcber den Religionen einen Vorsprung, denn das, was man anerkennt, muss experimentell \u00fcberpr\u00fcfbar sein. Daher ist sie viel glaubw\u00fcrdiger. Die Wissenschaft hat viel mehr Autorit\u00e4t als die Religion, weil sie das, was sie behauptet, experimentell beweisen muss. Deshalb glauben Wissenschaftler, dass sie es besser wissen, weil sie diese Dinge studiert haben und sie kennen. Aber was die Wissenschaft bisher getan hat, ist, die \u00e4u\u00dfere Welt zu erforschen. Sie hat der inneren Welt nie den Wert der Wahrheit beigemessen.<\/p>\n<p>Das ist ein grundlegender Irrtum, denn sie haben von vornherein entschieden, dass in uns nichts existiert. Sie sind \u00fcberzeugt, dass das, was wir in uns tragen, ausschlie\u00dflich aus Materie besteht. Achtung, mit \u201ein uns\u201c meine ich nicht das Gehirn oder den K\u00f6rper, denn auch sie sind nur Materie. Ich beziehe mich auf eine tiefere Realit\u00e4t als die uns bekannte materielle Welt.<\/p>\n<p>Die Realit\u00e4t des Geistes, die Realit\u00e4t unseres Bewusstseins, befindet sich nicht in Raum und Zeit. Es ist eine andere Realit\u00e4t, aus der die \u00e4u\u00dfere Realit\u00e4t hervorgeht, die der Objekte, die sich in Raum und Zeit bewegen. Man muss verstehen, dass die physische Realit\u00e4t Teil von drei grundlegenden und voneinander abh\u00e4ngigen Realit\u00e4ten ist: Materie, Verstand und Geist. Der Verstand ist der rechnerische Aspekt des Bewusstseinsfeldes, das wir sind, w\u00e4hrend der Geist das ist, was seinen Quantenzustand in Form von bewusster Erfahrung erlebt, also die Empfindungen, Gef\u00fchle und Gedanken, die wir in uns sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Wir wissen, weil wir eine innere Welt haben. Das Bewusstsein ist eine Eigenschaft des Geistes. Doch wo treffen Geist und Verstand aufeinander? Vor dieser Frage kommt der Physiker zum Stillstand. Er bleibt bei der Mathematik stehen. Denn die Mathematik ist eine Sprache aus Symbolen, die Informationen transportieren, doch die Bedeutung der Symbole existiert nur im Bewusstsein des Physikers, nicht in der Mathematik. Die Wissenschaft bezeichnet das Erkennen eines Symbols und das Wissen um dessen Wahrscheinlichkeit als Information. Die Symbole der Wissenschaft haben keine Bedeutung, w\u00e4hrend wir \u201edie Bedeutung der Symbole\u201c als Information bezeichnen. Das ist ein sehr ernstes Problem.<\/p>\n<p>Physiker verwenden den Begriff \u201eInformation\u201c also in einer anderen Bedeutung, als wir es tun. Das Problem wurde dann noch versch\u00e4rft, indem man das, was keine Intelligenz ist, als \u201ek\u00fcnstliche Intelligenz\u201c bezeichnete. Das Erste, was Diktatoren tun, ist, bestimmte Begriffe zu verwenden und dabei deren Bedeutung zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Das geschieht heute leider und deshalb m\u00f6chte ich verdeutlichen, dass die Realit\u00e4t nicht nur physikalischer Natur ist, sondern auch die des Verstandes und des Geistes umfasst, und dass alle drei zusammenwirken. Die Physik beschreibt lediglich die materielle Realit\u00e4t und schreibt der Materie auch den rechnerischen Aspekt zu.<\/p>\n<p>Aus meiner Sicht beschreibt die Quantenphysik nicht die Materie, sondern den Verstand des Universums, da sie die Wahrscheinlichkeiten dessen berechnet, was sich manifestieren kann, nicht aber dessen, was sich manifestieren wird. Die klassische Physik beschreibt die Materie des Universums. Der spirituelle Aspekt schlie\u00dflich erkl\u00e4rt die bewusste Erfahrung, die Bedeutung der Erfahrung und die bewussten Entscheidungen dar\u00fcber, was in Raum und Zeit manifestiert werden soll, basierend auf den vom Verstand berechneten Wahrscheinlichkeiten.<\/p>\n<p><strong><em>Glaubst du, dass es irgendwann gelingen wird, jene Br\u00fccke zwischen Wissenschaft und Spiritualit\u00e4t wiederherzustellen, die in l\u00e4ngst vergangenen Zeiten in vielen Teilen der Welt bestand?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Sicher. Das Problem ist, dass die grundlegenden Werte durch den Szientismus, den Materialismus und den Reduktionismus \u00fcber Bord geworfen wurden. Anfangs wollten sie diese gar nicht verwerfen, denn die Wissenschaftler waren nur daran interessiert, zu verstehen, wie die materielle Welt funktioniert. Doch dann haben sie nach und nach erkannt, dass sie vieles erkl\u00e4ren konnten, und schlie\u00dflich haben sie sich der Illusion hingegeben, dass sie alles erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Mit dieser Mentalit\u00e4t haben sie den tiefen spirituellen und mentalen Aspekt, die intuitiven Aspekte und die Aspekte wahrer Kreativit\u00e4t geleugnet, die Maschinen niemals besitzen werden.<\/p>\n<p><strong><em>Im spirituellen Teil des Bewusstseins ist die Angst vor dem Tod f\u00fcr uns alle eine der gr\u00f6\u00dften \u00c4ngste. Gibt es in deiner Suche und in der Selbstbeobachtung, die du uns allen ans Herz legst, einen Weg, diese Angst zu \u00fcberwinden und zu erkennen, dass die Materie vergeht, w\u00e4hrend das Bewusstsein und die Spiritualit\u00e4t weiterbestehen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ehrlich gesagt hatte ich nie gro\u00dfe Angst vor dem Tod, wobei schon eine gewisse Unruhe dar\u00fcber, was wohl passieren wird, wer wei\u00df\u2026 Und auch, weil ich noch nicht bereit war, mir solche Fragen zu stellen, vielleicht war ich noch nicht alt genug. Doch mit 49 Jahren, als ich die \u201eErfahrung des Erwachens\u201c machte, wurde mir alles klarer: Wir sind nicht der K\u00f6rper. Es ist der K\u00f6rper, der stirbt, aber wir sterben nicht. Das war eine der implizit klaren Botschaften meiner Erfahrung: Der Tod existiert nicht, ich bin dieses Feld der Liebe, das auch au\u00dferhalb meines K\u00f6rpers existiert, ein Feld, das weiterbesteht.<\/p>\n<p><em><strong>Wann hast du dir diese Fragen gestellt?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Jahre bevor ich das Erlebnis des Erwachens hatte, hatte ich alle Ziele erreicht, von denen ich dachte, sie w\u00fcrden mich gl\u00fccklich machen, doch stattdessen war ich unzufrieden. Zum Gl\u00fcck war mir noch genug Ehrlichkeit geblieben, um zu erkennen, dass ich nur vorgab, gl\u00fccklich zu sein. Der erste Schritt zur L\u00f6sung eines Problems besteht darin, anzuerkennen, dass es ein Problem gibt. Man ist nie so unehrlich, nicht zu erkennen, was man in seinem Inneren empfindet. Aber da es leicht ist, sich in den Schauspieler hineinzuversetzen, der die Rolle des erfolgreichen Menschen spielt, erfordert es viel Ehrlichkeit, um anzuerkennen und zu akzeptieren, dass es ein Problem gibt.<\/p>\n<p>Das andere Wesentliche ist, Verantwortung f\u00fcr das zu \u00fcbernehmen, was im eigenen Leben geschieht, sei es nun gut oder schlecht. Anstatt anderen die Schuld zu geben, muss man sich bewusst machen: Wenn wir unzufrieden sind, m\u00fcssen wir entweder etwas getan haben, das diese Unzufriedenheit hervorgerufen hat, oder wir haben nichts getan, obwohl wir etwas h\u00e4tten tun sollen.<\/p>\n<p>In meinem Fall war das Nichtstun das gr\u00f6\u00dfte Problem. Auf einer tieferen Ebene wird daraus Gleichg\u00fcltigkeit. Man sieht das B\u00f6se und tut nichts, schaut zu und wendet sich ab. Warum hast du nicht gesehen, dass dieser Mensch ein L\u00e4cheln oder ein St\u00fcck Brot gebraucht h\u00e4tte?<\/p>\n<p><strong><em>Wenn es um das Erwachen des Bewusstseins geht, kommt es in der Tat zu einem Kurzschluss, sodass man nicht mehr gleichg\u00fcltig bleiben kann. Wird Gleichg\u00fcltigkeit fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu Leid?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ja. Als ich erkannte, dass ich der Verantwortliche war, und die Ehrlichkeit besa\u00df, dies zu akzeptieren, sagte ich mir mit derselben Ehrlichkeit auch: Dann bin ich es, der dieses Problem l\u00f6sen kann und muss. Denn ich habe es verursacht. Wenn andere es verursachen, kannst du es nicht l\u00f6sen, aber wenn du es selbst verursachst, kannst du auch etwas dagegen tun. Und tats\u00e4chlich machte ich ein oder zwei Jahre, nachdem ich meine Verantwortung akzeptiert hatte, eine Erfahrung, die mir erkl\u00e4rte, wer ich bin.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2696248\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Faggin-foto-4-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"849\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Faggin-foto-4-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Faggin-foto-4-820x462.jpg 820w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Faggin-foto-4.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 849px) 100vw, 849px\" \/><\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3>Fu\u00dfnoten<\/h3>\n<p>[1] Die Stiftung <a href=\"https:\/\/progettoitaca.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eProgetto Itaca ETS\u201c<\/a> koordiniert 18 Standorte im gesamten Staatsgebiet, die zusammen die wichtigste Organisation in Italien im Bereich der psychischen Gesundheit darstellen. Sie ist der \u00dcberzeugung, dass psychische Erkrankungen behandelbar sind und dass jede betroffene Person zeitnahe Hilfe, eine korrekte Diagnose und eine wirksame Behandlung verdient, um ein erf\u00fclltes und zufriedenstellendes Leben frei von Stigmatisierung und Vorurteilen f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Sie sensibilisiert die Gesellschaft, um Stigmatisierung und Vorurteile zu \u00fcberwinden. Sie verbreitet korrekte Informationen, um Pr\u00e4vention und die Orientierung zur Behandlung zu f\u00f6rdern. Sie unterst\u00fctzt Menschen, die an psychischen St\u00f6rungen leiden, und ihre Familien auf dem Weg zur Wiederherstellung ihres Wohlbefindens und eines erf\u00fcllten Lebens.<\/p>\n<p>[2] Federico Faggin ist ein italienischer Physiker, Erfinder und Unternehmer. Er wurde 1941 in Vicenza geboren und lebt seit 1968 in den Vereinigten Staaten. Er war Projektleiter und Entwickler des Intel 4004, des weltweit ersten Mikroprozessors, sowie der Entwickler der MOS-Technologie mit Siliziumgate, die die Herstellung der ersten Mikroprozessoren, EPROM- und dynamischen RAM-Speicher sowie CCD-Sensoren erm\u00f6glichte \u2013 die wesentlichen Elemente f\u00fcr die Digitalisierung von Informationen. 1974 gr\u00fcndete er Zilog, mit dem er den ber\u00fchmten Mikroprozessor Z80 ins Leben rief, der bis heute produziert wird. 1986 war er Mitbegr\u00fcnder von Synaptics, einem Unternehmen, mit dem er die ersten Touchpads und Touchscreens entwickelte. Im Jahr 2011 gr\u00fcndete er die Federico and Elvia Faggin Foundation, eine gemeinn\u00fctzige Organisation, die sich der wissenschaftlichen Erforschung des Bewusstseins widmet und mit der er theoretische und experimentelle Forschungsprogramme an Universit\u00e4ten und Forschungsinstituten in den USA und Italien f\u00f6rdert. Bei Mondadori ver\u00f6ffentlichte er \u201eSilicio\u201c (2019), \u201eIrriducibile\u201c (2022) und \u201eOltre l\u2019invisibile \u2013 Dove scienza e spiritualit\u00e0 si uniscono\u201c (2025): \u201eWissenschaft und Spiritualit\u00e4t k\u00f6nnen etwas hervorbringen, das unermesslich m\u00e4chtiger ist als die Summe ihrer Teile, genau wie die Vereinigung eines Elektrons und eines Protons ein Wasserstoffatom erzeugt&#8220;. \u201eWir sind Teil des ganzen EINEN, in dem alles miteinander verbunden ist (ganzheitlich), mit freiem Willen und dem Wunsch, sich selbst zu erkennen.\u201c \u201eWenn der K\u00f6rper stirbt, &#8230; schaut das individuelle Bewusstsein um sich und erkennt, dass es in einer anderen Realit\u00e4t (einem umfassenderen Bewusstsein) existiert, deren Existenz es vergessen hatte.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2696247\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Faggin-foto-3-300x190.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Faggin-foto-3-300x190.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Faggin-foto-3-820x520.jpg 820w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Faggin-foto-3.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Das Interview wurde von Giorgio Schultze, Barbara De Luca und Thomas Schmid gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Die \u00dcbersetzung aus dem Italienischen wurde von Evelyn Rottengatter vom ehrenamtlichen Pressenza-\u00dcbersetzungsteam erstellt. <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/mitarbeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir suchen Freiwillige!<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich der Konferenz \u201eDas Bewusstsein im Zeitalter der k\u00fcnstlichen Intelligenz\u201c, die am 22. 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