{"id":2686643,"date":"2026-03-22T10:37:25","date_gmt":"2026-03-22T10:37:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2686643"},"modified":"2026-03-22T10:37:25","modified_gmt":"2026-03-22T10:37:25","slug":"genf-verschreibt-kokain-gegen-die-crack-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/genf-verschreibt-kokain-gegen-die-crack-krise\/","title":{"rendered":"Genf verschreibt Kokain gegen die Crack-Krise"},"content":{"rendered":"<p><strong>In den kommenden Monaten erhalten schwer abh\u00e4ngige Crack-Konsumenten pharmazeutisches Kokain nach dem Vorbild der Heroinabgabe. <\/strong><\/p>\n<p><strong><em><a href=\"mailto:daniel.ryser@infosperber.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Daniel Ryser<\/a><\/em> <\/strong>f\u00fcr die Online Zeitung <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/genf-verschreibt-kokain-gegen-die-crack-krise\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">INFOsperber<\/a><\/p>\n<p>Die Schweiz hat ein Problem, das in keinen Tresor passt. Die alpine Bastion der Neutralit\u00e4t und H\u00fcterin des globalen Kapitals, sieht sich von einer Substanz belagert, die nichts von helvetischer Zur\u00fcckhaltung versteht. Crack-Kokain, eine Droge, die weder Bankkonto noch Alpenblick verlangt, hat sich in Gassen und P\u00e4rken eingenistet wie ein ungebetener Gast, der die Hausordnung nicht lesen will. In <a href=\"https:\/\/www.zentralplus.ch\/gesellschaft\/luzern-plant-crack-platz-anwohner-sind-entsetzt-2844840\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Luzern<\/a> sitzen Touristen mit Rollkoffern neben Junkies mit Glasr\u00f6hrchen. Anwohnende von <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/offene-drogenszene-vom-stadtpark-ins-gebaeude-neuer-konsumraum-in-chur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Chur<\/a> bis <a href=\"https:\/\/tsri.ch\/a\/baeckeranlage-drogenkonsum-verlagert-sich-ins-wohnquartier-zuerich-crack\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Z\u00fcrich<\/a> sorgen sich, und die Beweise sind f\u00fcr einmal nicht anekdotisch.<\/p>\n<p>Berichte der Schweizerischen <a href=\"https:\/\/newsletter.lu.ch\/files\/SK\/Mitteilungen%202025\/09_Sep\/20250910_Bericht%20Umgang%20mit%20Crack%20Infodrog.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Koordinations- und Fachstelle Sucht<\/a> (Infodrog) sowie von <a href=\"https:\/\/newsletter.lu.ch\/files\/SK\/Mitteilungen%202025\/09_Sep\/20250910_Strategie-%20und%20Massnahmenbericht%20Crack.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kantonalen Gesundheitsdepartementen<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/dam\/de\/sd-web\/MRliaFDvfKA-\/runder_tisch_crack.pdf\">dokumentieren<\/a> die Ausbreitung der Droge. Besonders in Genf, wo man sonst gerne \u00fcber das Leid ferner L\u00e4nder konferiert, stellte man schon <a href=\"https:\/\/www.newsd.admin.ch\/newsd\/message\/attachments\/88042.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vor vier Jahren<\/a> fest, dass das Elend direkt vor der eigenen Haust\u00fcr parkt. Die Wiege humanit\u00e4rer Konventionen erlebt die Krise mit <a href=\"https:\/\/www.suchtschweiz.ch\/press\/crack-die-lehren-aus-genf-eine-neue-studie-von-sucht-schweiz-zieht-bilanz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">besonderer Intensit\u00e4t<\/a>.<\/p>\n<p>Parallel dazu hat sich die fachliche Debatte \u00fcber den Umgang mit Crack-Konsum verschoben. Nachdem Crack lange Zeit als nicht therapierbar in den Zust\u00e4ndigkeitsbereich von Polizei und Sozialarbeitern verbannt worden war, vollziehen Fachleute nun eine Kehrtwende.<\/p>\n<p><strong>Verschreiben statt verbieten<\/strong><\/p>\n<p>Das Genfer Universit\u00e4tsspital bereitet sich darauf vor, Kokain auf Rezept zu verschreiben beziehungsweise vor Ort in die rauchbare Freebase-Form umzuwandeln und zu verabreichen \u2013 eine pharmazeutische L\u00f6sung f\u00fcr das schwer zu bew\u00e4ltigende Problem der Crack-Abh\u00e4ngigkeit. Ein Novum in der Weltgeschichte der Drogen und des Umgangs mit Sucht. Der Architekt dieses bemerkenswerten Projekts heisst Daniele Zullino, Leiter der Genfer Suchtpsychiatrie und seit drei Jahrzehnten auf dem Gebiet der Suchtmedizin t\u00e4tig, wo er seit zwanzig Jahren die lokale Heroinabgabe leitet.<\/p>\n<p>\u00abDie rechtlichen Voraussetzungen sind erf\u00fcllt, die Substanz ist vorhanden\u00bb, sagt Zullino im Gespr\u00e4ch. \u00abWas noch fehlt, sind geeignete R\u00e4ume: ein Inhalationsraum, ein Raucherzimmer, eine ausreichende Bel\u00fcftung. Der Beginn ist in den n\u00e4chsten Monaten geplant.\u00bb Wo diese R\u00e4ume entstehen, das sei klar: Das Programm, das Teil einer <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/massive-drogenprobleme-genf-forciert-kampf-gegen-crackschwemme-in-der-stadt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">umfassenderen Strategie<\/a> der Genfer Regierung gegen die Crack-Epidemie in der Stadt ist, wird in denselben R\u00e4umen des Universit\u00e4tspitals stattfinden, in denen bereits die heroingest\u00fctzte Behandlung l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Zullino legt Wert auf die Begrifflichkeit, weil sie politisch und rechtlich entscheidend ist: \u00abEs geht nicht um die Abgabe einer Droge, sondern um ihre \u00e4rztliche Verschreibung\u00bb \u2013 also um Therapie, nicht um Konsum. Es sei demnach \u00abkein Konsumraum\u00bb, also \u00abkeine Kontakt- und Anlaufstelle\u00bb, sondern ein \u00abTherapieraum\u00bb. Und die Zielgruppe sind nat\u00fcrlich nicht Wochenend-Hedonisten mit der F\u00e4higkeit, Kokain auf Vernissagen als Networking zu verbuchen, sondern jene Menschen, deren Lebenslauf auf der Gasse endet.<\/p>\n<p><strong>Der Z\u00fcrcher Pr\u00e4zedenzfall<\/strong><\/p>\n<p>Was wir hier beobachten, ist keine medizinische Bastelei. Es ist die Konsequenz einer politischen Bildung, die durch pragmatische Experimente hart erk\u00e4mpft wurde. Als Z\u00fcrich in den 1990er Jahren unter dem Gewicht der <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/30-jahre-platzspitz-raeumung-was-vom-drogenelend-am-zuercher-platzspitz-uebrig-geblieben-ist\">offenen Drogenszene<\/a> zusammenzubrechen drohte und mit einer Epidemie von \u00dcberdosierungen und HIV-Infektionen konfrontiert war, entschied man sich f\u00fcr die skandal\u00f6seste aller L\u00f6sungen: <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/schweiz-die-kontrollierte-heroinabgabe-eine-erfolgsgeschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Vernunft<\/a>. Die Ergebnisse des Vier-S\u00e4ulen-Modells, einem Rahmenkonzept, das die <a href=\"https:\/\/www.news.admin.ch\/de\/nsb?id=93452\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abgabe von Heroin<\/a> in kontrollierter Qualit\u00e4t vorsah, waren f\u00fcr den rationalen Verstand ebenso vorhersehbar wie f\u00fcr den moralistischen schockierend: geringere Sterblichkeit, weniger Kriminalit\u00e4t, stabilisierte Lebensumst\u00e4nde und die Verlagerung des Konsums aus den Gassen in kontrollierte Einrichtungen.<\/p>\n<p>Durch die Verschreibung von medizinischem Kokain domestiziert die Genfer Regierung nun eine Substanz, die zuvor ausschlie\u00dflich in der Schattenwirtschaft <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MnP1XmxyqxA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zu finden war<\/a>. Zullino, der vor \u00fcber drei Jahrzehnten an der Entwicklung der heroingest\u00fctzten Behandlung beteiligt gewesen war, wendet den Pragmatismus des Vier-S\u00e4ulen-Modells nun auf Kokain an, ohne dabei zu besch\u00f6nigen. \u00abKokain ist immer ungesund\u00bb, sagt er. Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr liege in der Vasokonstriktion, der Verengung kleiner Arterien. Die Therapie in Genf ziele nicht darauf ab, Kokain harmlos zu machen, sagt er, sondern darauf, seine Risiken \u00fcberschaubar.<\/p>\n<p><strong>Die Chemie des Cracks<\/strong><\/p>\n<p>Chemisch gesehen entsteht Crack aus Kokainsalz, wenn eine Base \u2013 meist Backpulver \u2013 zugesetzt wird und sich die sogenannte Freebase-Form bildet.\u00a0Entscheidend ist nicht die St\u00e4rke der Substanz, sondern die Geschwindigkeit der Absorption, ein Prinzip, das schon die Tabakindustrie mit Ammoniak ausgenutzt hat, um die Nikotinaufnahme zu beschleunigen. \u00abSubstanzen machen umso schneller s\u00fcchtig, je schneller sie das Gehirn erreichen\u00bb, sagt Zullino, eine Reise, die beim Inhalieren nur wenige Sekunden dauere.<\/p>\n<p>Ziel sei es, mittelfristig eine Form zu entwickeln, bei der Kokain als m\u00f6glichst reiner Dampf inhaliert werden k\u00f6nne, sodass das Lungengewebe von sch\u00e4dlichen Partikeln verschont bleibe. \u00abIn der Zwischenzeit werden die Patienten Pfeifen verwenden, in denen unter kontrollierten medizinischen Bedingungen das verschriebene Kokainsalz mit Backpulver zur inhalierbaren Freebase-Form aufbereitet und erhitzt wird. Sp\u00e4ter k\u00f6nnten auch elektrische Vaporizer verwendet werden\u00bb, sagt der Suchtpsychiater.<\/p>\n<div id=\"attachment_2686646\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2686646\" class=\" wp-image-2686646\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/L1060848-1-3-1024x683-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"542\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/L1060848-1-3-1024x683-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/L1060848-1-3-1024x683-1-820x547.jpg 820w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/L1060848-1-3-1024x683-1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 542px) 100vw, 542px\" \/><p id=\"caption-attachment-2686646\" class=\"wp-caption-text\">Daniele Zullino, Leiter der Genfer Suchtpsychiatrie, setzt auf Stabilisierung statt Abstinenz: \u00abWir haben in der Schweiz beim Heroin gelernt, dass Abstinenz als Ziel keinen Sinn ergibt. Die Leute lehnen das Angebot dann ab.\u00bb \u00a9 zVg<\/p><\/div>\n<p><strong>Beziehungsarbeit statt Abstinenz<\/strong><\/p>\n<p>Die kurze pharmakologische Wirkungsdauer von Kokain \u2013 ein fl\u00fcchtiger drei\u00dfigmin\u00fctiger <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZpIhsGg2SJ0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">neurochemischer Hochgenuss<\/a>, viel k\u00fcrzer als Heroin \u2013 stellt den Genfer Arzt dabei vor ein Planungsproblem, das der SBB in nichts nachsteht: \u00abDie Patienten k\u00f6nnen dreimal t\u00e4glich vorbeikommen und zweimal pro Besuch eine Dosis einnehmen, wobei zwischen den Dosen eine obligatorische Pause von zwei Stunden liegen muss.\u00bb<\/p>\n<p>Crack wirkt schnell. Es verschwindet noch schneller. Nach ein paar Minuten ist das High schon wieder verpufft. F\u00fcr die Stunden zwischen den Besuchen am HUG verschreibt Zullino den Klientinnen und Klienten langwirksame Amphetamine, die den Suchtdruck d\u00e4mpfen sollen. Dieser pharmazeutische Trick, der sich in der Heroinabgabe mit anderen Substanzen sehr bew\u00e4hrt habe, wie Zullino sagt, ersetzt ein Stimulans durch ein anderes. Keine Entw\u00f6hnung, sondern Regulierung: Stabilisierung durch Substitution, seit drei\u00dfig Jahren ein Leitprinzip der Schweizer Drogenpolitik.<\/p>\n<p><strong>Hilfe ohne Vorbedingung<\/strong><\/p>\n<p>Zullino formuliert, was rationale Beobachter verstanden und Studien dokumentiert haben, moralische Kreuzritter jedoch nicht anerkennen wollen: dass <a href=\"https:\/\/www.infodrog.ch\/de\/aktivitaeten\/schadensminderung.html#:~:text=Die%20Schadensminderung%20erg%C3%A4nzt%20seit%20Mitte,Jahrhunderts.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schadensminderung<\/a>, Stabilisierung und therapeutisches Engagement den einzig konstruktiven Ansatz zur Suchtbek\u00e4mpfung darstellen. \u00abAbstinenz ist nicht unser vorrangiges Ziel\u00bb, sagt er. \u00abWir haben in der Schweiz beim Heroin gelernt, dass das keinen Sinn ergibt. Die Leute lehnen das Angebot dann ab und kommen einfach nicht mehr.\u00bb<\/p>\n<p>Die Strategie r\u00e4umt h\u00e4ufigen klinischen Kontakten Vorrang vor moralistischen Haltungen ein und verbindet diese Begegnungen durch Partnerschaften mit Genfer Museen mit kulturellem Engagement. Ehemalige S\u00fcchtige, die nun als Peer-Berater ausgebildet sind, organisieren diese Ausfl\u00fcge und verwandeln Cracks\u00fcchtige in Galeriebesucher. Die Ergebnisse sprechen laut Zullino f\u00fcr sich: \u00abEs ist erstaunlich, was da m\u00f6glich ist. Leute, die auf der Stra\u00dfe zwanzig Mal am Tag konsumieren, kommen pl\u00f6tzlich einen Tag lang ohne Crack aus.\u00bb<\/p>\n<p>Die Genfer Regierung hat die Fiktion aufgegeben, dass eine Cracksucht erst \u00fcberwunden werden muss, bevor Hilfe geleistet werden kann. Eine Vorstellung, die genauso absurd ist wie die Forderung, dass ein Ertrinkender erst trocken werden muss, bevor man ihm eine Rettungsweste zuwirft. Stattdessen erkennt sie, wie beim Heroin, die Hartn\u00e4ckigkeit der Sucht an und behandelt sie als Realit\u00e4t, nicht als moralisches Versagen.<\/p>\n<p>Von ehemaligen S\u00fcchtigen organisierte Museumsbesuche k\u00f6nnen nicht den Rausch ersetzen \u2013 solch magisches Denken geh\u00f6rt in evangelikale Erweckungsversammlungen, nicht in die Gesundheitspolitik. Aber sie geben einem ansonsten chaotischen Leben eine gewisse Struktur. Dreimal t\u00e4glich stattfindende Abgabetermine ersetzen die Schwarzmarkt-Transaktionen an Stra\u00dfenecken, w\u00e4hrend Stabilit\u00e4t die Illusion der Heilung ersetzt, jene moralische Fiktion der Prohibition, die in einem <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2018\/10\/08\/wir-haben-jede-nacht-zweihundert-kilo-crack-gekocht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">globalen Drogenkrieg<\/a> endete, der vorgab, Substanzen zu bek\u00e4mpfen, und stattdessen Menschen zerst\u00f6rte. Die Genfer Schadensminderung mit ihrem pharmazeutischen Kokain, bei dem jeder Schritt vom legalen Anbau der Coca-Pflanze bis zur Produktion <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/1812\/drogenpolitik\/zertifiziertes-kokain-fuer-alle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dokumentiert werden mu\u00df<\/a>, verlagert damit einen Teil dieses Gesch\u00e4fts aus der Schattenwirtschaft in staatliche Kontrolle.<\/p>\n<p><strong>\u00abBlicken mit Interesse nach Genf\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>\u00abJemand musste den ersten Schritt machen\u00bb, sagt Daniele Zullino. Andere Kantone \u2013 Basel-Stadt, Z\u00fcrich, Graub\u00fcnden \u2013 verfolgen das Experiment in Genf mit der Intensit\u00e4t von Laborwissenschaftlern, die einen m\u00f6glichen Durchbruch erwarten.<\/p>\n<p>\u00abWir blicken mit gro\u00dfem Interesse nach Genf\u00bb, sagt Regine Steinauer, Leiterin der Abteilung Sucht im Gesundheitsdepartement Basel-Stadt. \u00abDas Projekt ist mutig. Es gibt nichts Vergleichbares und viele Fragen sind offen.\u00bb In Basel habe man im vergangenen Jahr eine Umfrage unter Konsumierenden bez\u00fcglich therapeutischer Crack-Verschreibung durchgef\u00fchrt. Die Crack-Konsumenten selbst \u00e4u\u00dferten sich skeptisch. Man sei hier auf jeden Fall noch nicht so weit f\u00fcr ein vergleichbares Projekt, sagt Steinauer. Der Druck durch die offene Szene <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/offene-drogenszene-crack-suechtige-bringen-basler-quartierbevoelkerung-um-den-schlaf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sei geringer<\/a> als in Genf. Und nat\u00fcrlich sei der Aufbau eines solchen Angebots mit erheblichen Kosten verbunden. Man wolle deshalb zun\u00e4chst die Erfahrungen aus Genf abwarten.<\/p>\n<p>Zur Kostenfrage sagt Daniele Zullino: \u00abDie Kokainbehandlung ist, wie schon die Heroinbehandlung, nicht darauf ausgelegt, Gewinne zu erzielen. Aus Sicht der \u00f6ffentlichen Gesundheit aber werden die Ertr\u00e4ge betr\u00e4chtlich sein.\u00bb<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den kommenden Monaten erhalten schwer abh\u00e4ngige Crack-Konsumenten pharmazeutisches Kokain nach dem Vorbild der Heroinabgabe. Daniel Ryser f\u00fcr die Online Zeitung INFOsperber Die Schweiz hat ein Problem, das in keinen Tresor passt. 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