{"id":2686415,"date":"2026-03-22T08:28:03","date_gmt":"2026-03-22T08:28:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2686415"},"modified":"2026-03-22T08:28:25","modified_gmt":"2026-03-22T08:28:25","slug":"interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/","title":{"rendered":"Interview mit Lama Michel Rinpoche, 4. Teil: \u201eWir brauchen die Stille\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Unser Gespr\u00e4ch mit Lama Michel Rinpoche fand im Albagnano Healing Meditation Centre oberhalb von Verbania am Lago Maggiore statt. Das vollst\u00e4ndige Interview wird in 4 Teilen auf Pressenza ver\u00f6ffentlicht, dieses ist der vierte und letzte Teil. Links zu den anderen Teilen am Ende.<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Pressenza:<\/em><\/strong><em> Du hast ein wunderbares Buch geschrieben: \u201e<strong>Dove vai cos\u00ec di fretta?\u201c<\/strong> (Wohin so eilig?). Wie k\u00f6nnen wir entschleunigen oder innehalten zum Meditieren in einer Welt, die Eile, Schnelligkeit, Beschleunigung, Entropie pr\u00e4miert? Vielleicht ist es eines der Grundprobleme der Menschen zu glauben, dass der Tod \u201edas Ende von allem\u201c ist. Vielleicht hat die Angst vor dem Tod mit der Eile zu tun, mit der Gewalt, mit dem Alles-an-sich-rei\u00dfen, was man kann, weil es kein Danach gibt?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lama Michel Rinpoche:<\/strong> Die Angst vor dem Tod scheint mir als Gedanke zu weit vorzugreifen. Da sind wir noch nicht, wir haben grundlegendere Probleme, die zu dieser Eile f\u00fchren, es liegt mehr im System. Unsere Art zu leben, mit diesem Gef\u00fchl, wir m\u00fcssten rennen, rennen, rennen und pausenlos etwas tun, wird nicht durch einen konzeptionellen Prozess verursacht, durch einen Gef\u00fchlszustand, etwas, das wir denken oder tun, sondern durch einen bestimmten Lebensstil.<\/p>\n<p>Geben wir ein Beispiel. Stellen wir uns vor, wir haben eine Arbeit, f\u00fcr die wir ins B\u00fcro gehen und ein Dokument lesen m\u00fcssen, eine Zusammenfassung erstellen und Entscheidungen treffen. In der Regel sind 2-3 Stunden n\u00f6tig, um es gut zu machen, ich habe 4-6 Stunden zur Verf\u00fcgung, also kann ich es gut machen. Ich beginne, das Dokument zu lesen, und w\u00e4hrend ich lese, kommt ein Kollege mit einem anderen Dokument und legt es mir vor. Was soll ich tun? Meine bisherige Arbeit unterbrechen und das neue Dokument ansehen. Ich gucke, worum es geht, und kehre zur vorigen Arbeit zur\u00fcck. Ich versuche mich wieder darauf zu konzentrieren, nach kurzer Zeit kommt etwas anderes dazwischen. Ah, dies ist wichtig, aber ich beschlie\u00dfe, es danach zu machen. Ich konzentriere mich wieder, da kommt eine andere Sache.<\/p>\n<p>Da alle f\u00fcnf Minuten etwas Neues dazwischen kommt, habe ich am Ende des Tages das Gef\u00fchl, nicht genug Zeit zu haben f\u00fcr das, was ich tun muss. Mein Zeitmangel entsteht aber nicht, weil objektiv Zeit fehlt, sondern weil mein Raum voll von zu vielen anderen Informationen ist und ich es nicht schaffe, sie alle zu bearbeiten, es sind zu viele. Auch weil unser System allgemein gesagt dem Priorit\u00e4t zuweist, was neu kommt, was ich sehe, was ich h\u00f6re. Wenn ich eine Sache tue und es kommt eine andere dazwischen, wird die Priorit\u00e4t auf Letztere gerichtet.<\/p>\n<p>In den Vereinigten Staaten wurde k\u00fcrzlich in einer Studie untersucht, wie oft wir unterbrochen werden, im B\u00fcro zum Beispiel. Unterbrochen wovon? Von einer Message, einer E-Mail, einer Benachrichtigung, von einem Anruf, was auch immer. In den USA werden die Menschen im B\u00fcro im Durchschnitt alle 90 Sekunden unterbrochen. Denken wir an unser Leben: Wie oft tun wir etwas und werden von anderem unterbrochen? Die Studie stellt dann etwas noch Schlimmeres fest: Wenn eine Person Unterbrechungen gewohnt ist und dann nicht mehr unterbrochen wird, was tut sie dann? Sie unterbricht sich selbst! Du bist da und tust etwas, und irgendwann hast du das Gef\u00fchl, dass du etwas anderes machen musst.<\/p>\n<p>Das ist nicht die einzige, aber eine der Ursachen f\u00fcr die Hektik, den Zeitdruck, denn der Zeitmangel wird nicht durch fehlende Zeit auf der Uhr verursacht. Es sind die zu vielen Informationen und zu vielen Dinge, die verarbeitet werden m\u00fcssen, also bleiben wir an der Oberfl\u00e4che und haben das Gef\u00fchl, dass man nie genug Zeit hat, um die Dinge richtig zu machen, dass es nie gelingt, etwas zu vertiefen, die Dinge gut zum Abschluss zu bringen. Das wird nicht durch Mangel an Zeit oder an Bewusstsein verursacht, und auch nicht dadurch, dass ich alles tun will, weil ich bald sterben muss. Denn wenn jemand das Bewusstsein f\u00fcr den Tod entwickelt, f\u00fchrt das zu einem anderen Ergebnis, n\u00e4mlich die eigenen Priorit\u00e4ten zu \u00fcberdenken. Und das w\u00e4re eine sehr gute Sache.<\/p>\n<p>Wenn ich die Diagnose erhalte, dass ich bald sterben muss, dann reagiere ich, indem ich Meetings absage, mit meinen Kindern spreche, mit denen ich lange nicht gesprochen habe, versuche, meine Angelegenheiten zu regeln, meine Priorit\u00e4ten zu \u00fcberdenken, und das ist eine gesunde Sache. Statt dessen werden wir von einer enormen Informationsflut bombardiert und haben eine Abh\u00e4ngigkeit davon entwickelt, auch weil Neuheiten zu den Dingen geh\u00f6ren, die Dopamin erzeugen.<\/p>\n<p>Es gibt vier Dinge, die Dopamin erzeugen: Klang, Bewegung, Farbe und Neuigkeiten. Wenn wir die Aufmerksamkeit eines kleinen Kindes anziehen wollen, was nutzen wir dann? Kl\u00e4nge, Bewegung, Farben und Neuigkeiten. Was haben wir in den Handys? Klang, Farbe, Bewegung und Neuigkeiten. Der Inhalt interessiert uns in der Regel nicht, uns interessiert, dieses innere Gef\u00fchl zu befriedigen, jene Leere, die entsteht, und jenes Bed\u00fcrfnis nach einem angenehmen Gef\u00fchl. Und das ist die Geschichte des perfekten Dopamins.<\/p>\n<p>Dieses Gef\u00fchl der Eile also, mit dem wir heute leben, wird von dem stark ungesunden Lebensstil verursacht, der uns heute pr\u00e4gt. Um daraus auszubrechen, m\u00fcssen wir unseren Lebensstil nicht unerheblich \u00e4ndern. Wir m\u00fcssen die Menge an Informationen und Reizen, denen wir ausgesetzt sind, verringern. Wir m\u00fcssen uns erlauben, in der Stille zu sein. Die Stille ist \u00e4u\u00dferst wichtig, denn wir leben in einer Epoche mit dem h\u00f6chsten chronischen Stressniveau unserer Geschichte.<\/p>\n<p>Stress wird durch Bedrohung ausgel\u00f6st. Ich stehe vor einer Bedrohung und es tritt eine Stressreaktion ein, die richtig ist. Denn wenn eine Bedrohung vorliegt, sind wir daf\u00fcr gemacht, dass wir entweder fliehen oder k\u00e4mpfen oder unbeweglich verharren m\u00fcssen, das sind die drei wesentlichen Reaktionen des Wesens, und der Stress erm\u00f6glicht uns diese. Der Stress erh\u00f6ht also das Cortisol bei der Reaktion auf eine Bedrohung.<\/p>\n<p>Warum ist zum Beispiel Haarausfall eins der m\u00f6glichen Symptome, wenn ein Mensch unter chronischem Stress steht? Angesichts einer Bedrohung, wie wichtig sind da die Haare? Was wichtig ist, sind starke Arme, starke Beine, die Energie flie\u00dft also an eine andere Stelle. Das Gleiche gilt f\u00fcr die Fruchtbarkeit. Wie auch immer, Tatsache ist, dass unser System eine vorhandene k\u00f6rperliche Bedrohung, die von den Sinnen wahrgenommen wird, genau so erlebt wie eine imagin\u00e4re Bedrohung. Wenn ich also denke, morgen kann etwas passieren, versetze ich mich in eine Alarmreaktion. Was ist der wesentliche Unterschied? Dass unser System sich nach etwa 90 Sekunden umschaut und sagt: Ist die Bedrohung noch da? Nein. Also aktiviert es automatisch die Amygdala, die jene Stressreaktion beruhigt und das Cortisol absenkt, die Ruhe wieder herstellt. Wenn ich mich umschaue und sage: Die Bedrohung ist noch da, dann bleibt das System aktiviert. Wenn die Bedrohung physisch ist, ein Feuer zum Beispiel, fliehe ich weiter. Wenn das Feuer nicht mehr da ist, kann ich mich beruhigen.<\/p>\n<p>Wenn die Bedrohung mental ist, besteht dann Gefahr? Ja, sie ist da. Und manchmal k\u00f6nnen wir tage-, monate- oder jahrelang in diesem aktivierten Zustand bleiben. Das h\u00e4ngt mit der Abh\u00e4ngigkeit von den Informationen ab, die wir erhalten. Was auch mit diesem Zeitdruck verbunden ist, sind unsere Schlafprobleme \u2013 wir k\u00f6nnen nicht gut schlafen. In unserem System geh\u00f6rt Schlafen zu den Priorit\u00e4ten. Was passiert also, wenn einer nicht schl\u00e4ft, er hat das Bed\u00fcrfnis, kann aber nicht schlafen? Weil eine Bedrohung da ist. Wenn wir uns trotz M\u00fcdigkeit nicht ausruhen, reagiert das System, indem es das Cortisol erh\u00f6ht. Denn das bedeutet, dass eine Bedrohung vorliegt, ich muss also aufmerksamer sein, das Cortisol steigt und ich kann noch weniger schlafen.<\/p>\n<p>Es passiert auch, dass man nicht schlafen kann, weil man zu m\u00fcde ist. Das erzeugt einen Teufelskreis. Ich schlafe nicht gut, ich wache auf, ich f\u00fchle mich schlecht, die Sorge nimmt zu, und auch das erzeugt Hektik. Was tun? Die Reize verringern, sich erlauben, Stille zu erleben. Praktische Dinge: Alle Nachrichten des Telefons abstellen. Das ist kein Scherz, es ist schwer, aber es hat eine entscheidende Wirkung. Das <strong>Telefon ab und zu ausschalten<\/strong>, ohne Telefon aus dem Haus gehen, es in die Schublade legen, wenn du nach Hause kommst, und erst am n\u00e4chsten Tag wieder nehmen, wenn du es wirklich brauchst, bis man es schafft, den Reifezustand zu erreichen, wenn man das Telefon in die Hand nimmt und sagt: Will ich das jetzt oder brauche ich es wirklich? Was muss ich tun? Ich muss einer Person schreiben, ich schreibe dieser Person und basta, und schaue dabei nicht 20 andere Dinge an. Das ist eine Sache.<\/p>\n<p><strong>Sich erlauben, bewusster zu atmen<\/strong>. Die Art, wie wir atmen, aktiviert das System Sympathikus\/Parasympathikus. Wenn wir in die Brust atmen, mit kurzen, hohen Atemz\u00fcgen, werden wir aktiver. Wenn wir tiefer, langsamer in den Bauch atmen, f\u00f6rdert das mehr die Ruhe, und die brauchen wir heute. Um also die Hektik zu verringern, m\u00fcssen wir den Lebensstil \u00e4ndern. In allen Teilen der Welt sehe ich Menschen in der gleichen Dynamik des Zeitdrucks. Und was haben sie gemeinsam? Einen Lebensstil, der l\u00e4ngst \u00fcberall verbreitet ist, in der diese enorme Reiz\u00fcberflutung besteht, mit allen Konsequenzen, die da zusammenkommen.<\/p>\n<p>Mein Rat ist also: <strong>Erlauben wir uns, uns zu langweilen.<\/strong> Denn eine Folge, die mir Sorgen macht bei dieser Hektik, ist, dass wir zwei sehr wichtige geistige Zust\u00e4nde immer weniger erleben: Kreativit\u00e4t und Intuition. Die spirituellen Dinge, die materiellen, die wissenschaftlichen und k\u00fcnstlerischen Dingen, wo entstehen sie? Aus der <strong>Kreativit\u00e4t und der Intuition<\/strong>. Dann kommt der ganze theoretische Teil, aber dies ist der Ausgangspunkt. Und wenn wir in diesem Zyklus aus Stress und Hektik bleiben, erm\u00f6glichen wir uns nicht die Voraussetzungen, um zur Intuition zu gelangen und kreativ zu sein.<\/p>\n<p>Um also kreativ zu sein, m\u00fcssen wir zulassen, uns zu langweilen. Jenseits der Langeweile entsteht Kreativit\u00e4t. Wir m\u00fcssen zulassen, in der Stille zu sein. Wenn ein Mensch in der Stille ist \u2013 nicht nur in der physischen Stille, also ohne Kl\u00e4nge, ohne sinnliche Reize, nicht in der Stille, w\u00e4hrend ich lese und Videos gucke, nein, in der Stille aller Sinne \u2013 und wenn es ihm dann gelingt, eine Stille im Geiste zu schaffen, jenen inneren Dialog anzuhalten, wird automatisch das Cortisol abgesenkt. <strong>Wir brauchen die Stille<\/strong>, wir haben immer weniger und sie ist extrem wichtig.<\/p>\n<p><strong><em>Pressenza:<\/em><\/strong><em> Danke f\u00fcr dieses lange, interessante Interview. M\u00f6chtest du noch etwas erg\u00e4nzen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Lama Michel Rinpoche:<\/strong> Es gibt noch einen Punkt, der meiner Meinung nach wichtig ist, da wir \u00fcber das Handy gesprochen haben. Ich habe in letzter Zeit dar\u00fcber nachgedacht. Das <strong>Handy<\/strong> ist ein Instrument, mit dem wir metaphorisch die Welt in unseren H\u00e4nden haben, und auch praktisch k\u00f6nnen wir mit diesem Objekt auf alles zugreifen. Also einerseits ist die ganze Welt darin, aber es ist eine Welt, auf die ich nach meinen Bed\u00fcrfnissen, nach meinen Zeiten, meinem Willen zugreifen kann. Das steigert eine selbstreferentielle, also selbstbezogene, narzisstische Einstellung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2679577 alignnone\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-articolo-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"826\" height=\"465\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-articolo-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-articolo-820x462.jpg 820w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-articolo.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 826px) 100vw, 826px\" \/><\/p>\n<p>Ein praktisches Beispiel: Wir haben heutzutage Schwierigkeiten, einen Menschen anzurufen, eher schicke ich eine Sprachnachricht oder eine Message. Denn wenn jemanden anrufe, muss ich mich mit ihm auseinandersetzen, der andere existiert, ich muss ihm zuh\u00f6ren. Wenn ich eine Nachricht schicke, ist das nur f\u00fcr mich, ich muss mich nicht mit dem anderen auseinandersetzen. Also bringt uns die Nutzung dieses Objekts, des Handys, immer mehr in eine selbstbezogene, narzisstische Haltung und zieht den anderen aus unserem Leben heraus. Das hat verheerende Folgen.<\/p>\n<p>Noch zur Zeit der E-Mails, vor den Kurznachrichten, war da ein Mensch im Berufsumfeld, der sagte: Wenn du einer Person eine E-Mail schickst, antwortet sie dir, und du musst mit einer weiteren E-Mail antworten, und wenn sie wieder antwortet \u2013 schreibe nicht mehr, sondern vereinbare einen Termin. Heute entstehen viele Konflikte aus dieser Art zu kommunizieren, in der der andere nicht da ist. Da ist das, was ich sagen will, aber der andere ist nicht da.<\/p>\n<p>Ein zeitgen\u00f6ssischer Philosoph spricht viel \u00fcber dieses Thema: der Deutsch-Koreaner Byung-Chul Han. Bei ihm geht es genau darum. Uns wird oft nicht klar, dass wir zwar viel \u00fcber die Auswirkungen der k\u00fcnstlichen Intelligenz auf den Arbeitsmarkt, auf viele andere Dinge sprechen, aber wir uns nicht damit auseinandersetzen, wie diese Technologien die Art zu leben ver\u00e4ndern und schon jetzt die menschliche Psyche beeinflussen. Das ist das Besorgniserregendste von allem. Wenn es dem Menschen mehr oder weniger gut geht, wechselt er die Arbeit, findet eine andere und es gelingt uns, miteinander zu sprechen, zu kommunizieren, in den Dialog zu treten. Aber wenn eine Ver\u00e4nderung in der menschlichen Psyche stattfindet, der Verlust von Vertrauen in sich selbst und in die anderen, f\u00fchrt das zu enormen Konsequenzen. Und das ist die gr\u00f6\u00dfte Gefahr der technologischen Revolution, die wir heute erleben.<\/p>\n<p>Byung-Chul Han spricht genau dar\u00fcber: <strong>Wir l\u00f6schen den Anderen aus unserer Existenz<\/strong>. Und das f\u00fchrt zu schweren Konsequenzen, auch weil wir Rudelwesen sind, wir brauchen den Austausch, die Verbindung untereinander. Wir tun das nicht mehr, und das f\u00fchrt zu weiteren Konsequenzen.<\/p>\n<p>Zum Abschluss k\u00f6nnte jemand fragen: Bist du nun <strong>Optimist oder Pessimist<\/strong>? Wenn ich mich umschaue, bin ich im Allgemeinen pessimistisch. Wenn ich die Welt in einem weiteren Sinne betrachte, kurz- bis mittelfristig, glaube ich, dass wir noch nicht am tiefsten Punkt angelangt und noch in einer Phase des Niedergangs sind. Geopolitisch, auf der Ebene der menschlichen sowohl k\u00f6rperlichen wie geistigen Gesundheit, emotional. Auf vielen Ebenen des Planeten, der Umwelt \u2013 wir kommen jetzt nicht zu diesem Thema, denn um das Umweltproblem geht es hier nicht, aber die Haltung, die wir zur Natur haben, in der uns das Bewusstsein fehlt, dass wir \u201eTeil\u201c der Natur sind. Wir sind nicht hier, um sie zu besitzen oder auszubeuten. Natur hei\u00dft nicht: die nat\u00fcrlichen Ressourcen. Wir sind Teil der Natur.<\/p>\n<p>Generell, wenn man sich umschaut, ist es sehr schwer, optimistisch zu sein, kurz- und mittelfristig gedacht. Dann, wie bei allen Dingen, kommt man an einen tiefsten Punkt, und irgendwann geht es wieder aufw\u00e4rts, wobei man die Narben und Wunden des Erlebten in sich tr\u00e4gt. Aber wenn ich von einem individuellen Standpunkt schaue, im Spezifischen, in der Mikrowelt, kann ich nur optimistisch sein. Ich habe nie jemanden gesehen, bei dem man sagen k\u00f6nnte: Hier ist nichts mehr zu machen. Ich bin \u00fcberzeugt, dass alle Menschen, die ich bis heute kennengelernt habe, wenn sie im richtigen Umfeld sind, wenn man ihnen hilft, absolut sowohl innerlich wie \u00e4u\u00dferlich eine ges\u00fcndere Lebensart entwickeln k\u00f6nnen. Also im Kleinen, auf der individuellen Ebene, bin ich sehr optimistisch. Auf der Makroebene bin ich pessimistisch.<\/p>\n<p>Was ist also die Schlussfolgerung? Die Makrowelt besteht aus der Mikroebene, seien wir also optimistisch. Aber wir m\u00fcssen auf der Mikroebene arbeiten, nicht auf der Makroebene.<\/p>\n<p>Am Ende tut jeder von uns seinen kleinen Teil und damit kann man viel erreichen. Ich wollte dieses Interview mit etwas Optimistischem beenden. Und die Realit\u00e4t ist, dass man viel tun kann. Wenn wir unsere Sichtweise \u00e4ndern, \u00e4ndern wir nach und nach unvermeidlich auch die Gemeinschaft. Die Art zu leben wirkt sich aus auf die Zukunft von allen, die nach uns kommen.<\/p>\n<p>Hier im Zentrum in Albagnano veranstalten wir ein Sommercamp f\u00fcr Jugendliche von 9 bis 18 Jahren. Beim letzten Mal hatten wir \u00fcber 60 Teilnehmende. Und gerade die Jugendlichen, denen es so gut geht, haben uns gebeten, uns h\u00e4ufiger zu treffen, also haben wir das Wintercamp gemacht und jetzt das Fr\u00fchlingscamp. Und ich sehe, wie die jungen Leute sich ver\u00e4ndern und wie offen sie sind. Wir haben dem Camp den Namen gegeben: <em>Die Erforscher des inneren Raumes<\/em>. Dieses Jahr baten sie mich um ein Gespr\u00e4ch, um den <strong>Unterschied zwischen Bed\u00fcrfnissen, Tr\u00e4umen, Zielen und W\u00fcnschen<\/strong> ausf\u00fchrlicher zu behandeln. Und wir haben \u00fcber all diese Dinge gesprochen, wie wir lernen, unsere Bed\u00fcrfnisse zu erkennen, und wenn man die Bed\u00fcrfnisse kennt, setzen wir uns Ziele, um sie zu erreichen, wir lassen Tr\u00e4ume zu, und die Kraft, die uns treibt, ist der Wunsch. Mit Jugendlichen von 9 bis 18 \u00fcber diese Dinge sprechen zu k\u00f6nnen, wobei die Initiative von ihnen kam, ist eine wunderbare Sache.<\/p>\n<p>Man sieht also, dass es viele M\u00f6glichkeiten gibt, aber sie brauchen ein gesundes Umfeld, das diese Dinge zul\u00e4sst. Viele junge Leute sagen uns: Hier ist der einzige Ort, an dem ich ich selbst sein kann. Ich sehe also, es gibt viel Hoffnung, aber man muss das richtige Umfeld aufbauen. W\u00e4hrend des Camps ist das Handy verboten. Wenn die Kinder hier sind, haben sie drei Hauptregeln: Sie m\u00fcssen sich selbst respektieren, den anderen respektieren und die Umwelt respektieren. Wir sehen die Ergebnisse, man sieht sie, es ist unglaublich. Ich habe ber\u00fchrende Momente und Freude erlebt, diesen sechzig Jugendlichen zuzusehen.<\/p>\n<p>Damit will ich sagen: Es gibt Hoffnung. Man kann sehr viel tun. Schritt f\u00fcr Schritt f\u00fchrt man die Energie in eine gute Richtung, die Ergebnisse sind zu sehen. Wir sagen: <strong>Je dunkler es um dich ist, desto st\u00e4rker ist jedes kleine Licht<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>1. Teil:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-1-teil-dialog-aufbauen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eDialog aufbauen\u201c<\/a><\/strong><br \/>\n<strong>2. Teil: <em><a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-2-teil-die-gegenwart-ist-die-frucht-der-vergangenheit-und-die-wurzel-der-zukunft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eDie Gegenwart ist die Frucht der Vergangenheit und die Wurzel der Zukunft\u201d<\/a><br \/>\n3. Teil: <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-3-teil-bruecke-zwischen-der-buddhistischen-und-der-wissenschaftlichen-sicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eBr\u00fccke zwischen der buddhistischen und der wissenschaftlichen Sicht\u201c<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Weitere Informationen \u00fcber die Zentren Kunpen Lama Gangchen: <a href=\"https:\/\/kunpen.ngalso.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/kunpen.ngalso.org\/<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Buchempfehlung:<\/strong> <a href=\"https:\/\/shop.ngalso.org\/it\/products\/dove-vai-cosi-di-fretta-buddhismo-nella-vita-quotidiana-by-lama-michel-rinpoche?srsltid=AfmBOoqqlTYK57VuZoTE00zySOeDo_EjoaiTYOf4ioo8THlJc-TStnoV\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dove vai cos\u00ec di fretta?<\/a> von Lama Michel Rinpoche<\/em><\/p>\n<p><i><b>\u00dcbersetzung aus dem Italienischen von Annette Seimer vom ehrenamtlichen Pressenza-\u00dcbersetzungsteam. <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/mitarbeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir suchen Freiwillige!<\/a><\/b><\/i><\/p>\n<hr \/>\n<p><em><strong>Lama Michel Tulku Rinpoche<\/strong>, geboren 1981 in S\u00e3o Paulo in Brasilien, ist ein buddhistischer Lehrer und spiritueller F\u00fchrer mehrerer buddhistischer Zentren weltweit.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em>Interview von Barbara De Luca, Giorgio Schultze und Thomas Schmid.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Gespr\u00e4ch mit Lama Michel Rinpoche fand im Albagnano Healing Meditation Centre oberhalb von Verbania am Lago Maggiore statt. Das vollst\u00e4ndige Interview wird in 4 Teilen auf Pressenza ver\u00f6ffentlicht, dieses ist der vierte und letzte Teil. Links zu den anderen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1722,"featured_media":2686416,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9150,9160,9162,11387],"tags":[57676,153518,68761,57674,127587,65906,127571,30455,34238,22229,68753,153030,153992,57353,84087,122152,11880,68740,105542,153520,153993],"class_list":["post-2686415","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europa-de","category-gesundheit","category-humanismus-und-spiritualitaet","category-originalinhalt","tag-achtsamkeit","tag-albagnano-healing-meditation-centre","tag-bewusstsein","tag-buddhismus","tag-byung-chul-han-de","tag-digitalisierung","tag-frieden-de","tag-gesellschaft","tag-gesundheit","tag-gewaltfreiheit","tag-innerer-frieden","tag-lama-michel-rinpoche","tag-lebensstil","tag-meditation-de","tag-psychologie-de","tag-smartphone-de","tag-spiritualitat","tag-stille","tag-stress-de","tag-tibetischer-buddhismus","tag-zeitdruck"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Interview mit Lama Michel Rinpoche, 4. Teil: \u201eWir brauchen die Stille\u201c<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Unser Gespr\u00e4ch mit Lama Michel Rinpoche fand im Albagnano Healing Meditation Centre oberhalb von Verbania am Lago Maggiore statt. Das vollst\u00e4ndige\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Interview mit Lama Michel Rinpoche, 4. Teil: \u201eWir brauchen die Stille\u201c\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Unser Gespr\u00e4ch mit Lama Michel Rinpoche fand im Albagnano Healing Meditation Centre oberhalb von Verbania am Lago Maggiore statt. Das vollst\u00e4ndige\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Pressenza\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2026-03-22T08:28:03+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-03-22T08:28:25+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-Copertina.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1920\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1081\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Redazione Milano\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Redazione Milano\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"17\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/\"},\"author\":{\"name\":\"Redazione Milano\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/746fc8cdd6c8e3d918fb5714b3583e41\"},\"headline\":\"Interview mit Lama Michel Rinpoche, 4. Teil: \u201eWir brauchen die Stille\u201c\",\"datePublished\":\"2026-03-22T08:28:03+00:00\",\"dateModified\":\"2026-03-22T08:28:25+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/\"},\"wordCount\":2958,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-Copertina.jpg\",\"keywords\":[\"Achtsamkeit\",\"Albagnano Healing Meditation Centre\",\"Bewusstsein\",\"Buddhismus\",\"Byung-Chul Han\",\"Digitalisierung\",\"Frieden\",\"Gesellschaft\",\"Gesundheit\",\"Gewaltfreiheit\",\"innerer Frieden\",\"Lama Michel Rinpoche\",\"Lebensstil\",\"m\u00e9ditation\",\"Psychologie\",\"smartphone\",\"Spiritualit\u00e4t\",\"Stille\",\"stress\",\"Tibetischer Buddhismus\",\"Zeitdruck\"],\"articleSection\":[\"Europa\",\"Gesundheit\",\"Humanismus und Spiritualit\u00e4t\",\"Originalinhalt\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/\",\"name\":\"Interview mit Lama Michel Rinpoche, 4. Teil: \u201eWir brauchen die Stille\u201c\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-Copertina.jpg\",\"datePublished\":\"2026-03-22T08:28:03+00:00\",\"dateModified\":\"2026-03-22T08:28:25+00:00\",\"description\":\"Unser Gespr\u00e4ch mit Lama Michel Rinpoche fand im Albagnano Healing Meditation Centre oberhalb von Verbania am Lago Maggiore statt. Das vollst\u00e4ndige\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-Copertina.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-Copertina.jpg\",\"width\":1920,\"height\":1081},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Accueil\",\"item\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Interview mit Lama Michel Rinpoche, 4. Teil: \u201eWir brauchen die Stille\u201c\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"name\":\"Pressenza\",\"description\":\"International Press Agency\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\",\"name\":\"Pressenza\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"Pressenza\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\",\"https:\/\/x.com\/PressenzaIPA\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/746fc8cdd6c8e3d918fb5714b3583e41\",\"name\":\"Redazione Milano\",\"description\":\"News from the Pressenza Bureau in Milan, Italy\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/redazione-milano\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Interview mit Lama Michel Rinpoche, 4. Teil: \u201eWir brauchen die Stille\u201c","description":"Unser Gespr\u00e4ch mit Lama Michel Rinpoche fand im Albagnano Healing Meditation Centre oberhalb von Verbania am Lago Maggiore statt. Das vollst\u00e4ndige","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Interview mit Lama Michel Rinpoche, 4. Teil: \u201eWir brauchen die Stille\u201c","og_description":"Unser Gespr\u00e4ch mit Lama Michel Rinpoche fand im Albagnano Healing Meditation Centre oberhalb von Verbania am Lago Maggiore statt. Das vollst\u00e4ndige","og_url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/","og_site_name":"Pressenza","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","article_published_time":"2026-03-22T08:28:03+00:00","article_modified_time":"2026-03-22T08:28:25+00:00","og_image":[{"width":1920,"height":1081,"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-Copertina.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Redazione Milano","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@PressenzaIPA","twitter_site":"@PressenzaIPA","twitter_misc":{"Verfasst von":"Redazione Milano","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"17\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/"},"author":{"name":"Redazione Milano","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/746fc8cdd6c8e3d918fb5714b3583e41"},"headline":"Interview mit Lama Michel Rinpoche, 4. Teil: \u201eWir brauchen die Stille\u201c","datePublished":"2026-03-22T08:28:03+00:00","dateModified":"2026-03-22T08:28:25+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/"},"wordCount":2958,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-Copertina.jpg","keywords":["Achtsamkeit","Albagnano Healing Meditation Centre","Bewusstsein","Buddhismus","Byung-Chul Han","Digitalisierung","Frieden","Gesellschaft","Gesundheit","Gewaltfreiheit","innerer Frieden","Lama Michel Rinpoche","Lebensstil","m\u00e9ditation","Psychologie","smartphone","Spiritualit\u00e4t","Stille","stress","Tibetischer Buddhismus","Zeitdruck"],"articleSection":["Europa","Gesundheit","Humanismus und Spiritualit\u00e4t","Originalinhalt"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/","name":"Interview mit Lama Michel Rinpoche, 4. Teil: \u201eWir brauchen die Stille\u201c","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-Copertina.jpg","datePublished":"2026-03-22T08:28:03+00:00","dateModified":"2026-03-22T08:28:25+00:00","description":"Unser Gespr\u00e4ch mit Lama Michel Rinpoche fand im Albagnano Healing Meditation Centre oberhalb von Verbania am Lago Maggiore statt. Das vollst\u00e4ndige","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-Copertina.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4-Copertina.jpg","width":1920,"height":1081},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/interview-mit-lama-michel-rinpoche-4-teil-wir-brauchen-die-stille\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Accueil","item":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Interview mit Lama Michel Rinpoche, 4. Teil: \u201eWir brauchen die Stille\u201c"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","name":"Pressenza","description":"International Press Agency","publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization","name":"Pressenza","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","width":200,"height":200,"caption":"Pressenza"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","https:\/\/x.com\/PressenzaIPA"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/746fc8cdd6c8e3d918fb5714b3583e41","name":"Redazione Milano","description":"News from the Pressenza Bureau in Milan, Italy","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/redazione-milano\/"}]}},"place":"Albagnano (Verbania, Piemont)","original_article_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2686415","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1722"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2686415"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2686415\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2686429,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2686415\/revisions\/2686429"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2686416"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2686415"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2686415"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2686415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}