{"id":2682542,"date":"2026-03-10T14:04:53","date_gmt":"2026-03-10T14:04:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2682542"},"modified":"2026-03-10T14:04:53","modified_gmt":"2026-03-10T14:04:53","slug":"barbara-blaha-will-maenner-zu-feministischen-verbuendeten-machen-das-interview-zum-neuen-buch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/barbara-blaha-will-maenner-zu-feministischen-verbuendeten-machen-das-interview-zum-neuen-buch\/","title":{"rendered":"Barbara Blaha will M\u00e4nner zu feministischen Verb\u00fcndeten machen \u2013 das Interview zum neuen Buch"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frauen werden f\u00fcr bewiesene Leistung bef\u00f6rdert, M\u00e4nner f\u00fcr das, von dem wir glauben, dass sie es vielleicht einmal leisten werden. In ihrem neuen Buch <a href=\"https:\/\/www.styriabooks.at\/shop\/gesellschaft-geschichte\/funkenschwestern\/?srsltid=AfmBOorw4SSfQwD0pMs2olQnv5xAPZjpdsOShJfQDdwLvWFyU9ROshcD\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><em data-start=\"1447\" data-end=\"1465\">Funkenschwestern<\/em><\/a> beschreibt Barbara Blaha, warum M\u00e4nner im Gegensatz zu Frauen von Geburt an unter einem \u201eKompetenzverdacht\u201c stehen \u2013 und welche Folgen das in Schule, Beruf und Gesellschaft hat. Im Podcast-Interview mit Kontrast spricht Blaha \u00fcber die vielen \u201eL\u00fccken\u201c, die das Leben von Frauen m\u00fchsamer machen: Die Einkommensl\u00fccke, die ungleiche Verteilung von Hausarbeit und Freizeit, schlechter wirkende Medikamente und die Gewalt, die wir als Gesellschaft schlicht in Kauf nehmen, solange sie \u201enur\u201c gegen Frauen gerichtet ist. Gleichzeitig richtet Blaha den Blick nach vorne. <a class=\"wpg-linkify wpg-tooltip tooltipstered\">Feminismus<\/a>, sagt sie, kann nicht hei\u00dfen, M\u00e4nner auszuschlie\u00dfen. Wir m\u00fcssen sie zu Verb\u00fcndeten machen. Denn nur so machen wir unsere Gesellschaft gerechter und f\u00fcr alle besser. Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber falsche Erz\u00e4hlungen, Beziehungsprobleme und Daten, die einen sprachlos zur\u00fccklassen.<\/strong><\/p>\n<div class=\"lwptoc_i\">\n<p><strong>Kontrast: Liebe Barbara, ich m\u00f6chte dich gleich zum Titel deines Buches fragen: Wer sind die <em>Funkenschwestern<\/em> und wer sind die <em>Funkenschwestern<\/em> in deinem Leben? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Barbara Blaha:<\/strong> Ich habe mich lang gefragt, wie ich das Buch nennen soll. Ich habe immer gesagt, es war schwieriger, als die eigenen Kinder zu benennen (<em>lacht<\/em>). Ich wollte, dass man dieses Buch liest und es etwas in einem ausl\u00f6st und man ins Tun kommen will \u2013 weil man aufh\u00f6rt, die Dinge, so wie sie sind, zu akzeptieren.<\/p>\n<p><strong><span id=\"Frauen_gelten_als_weniger_kompetent_und_arbeiten_mehr_unbezahlt\">Frauen gelten als weniger kompetent und arbeiten mehr unbezahlt<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Was lernen wir, wenn wir die \u201eFunkenschwestern\u201c lesen? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Was ich zeigen will: Es gibt zwei wesentliche Bereiche, wo Frauen nach wie vor total benachteiligt sind. Erstens: Wir halten Frauen f\u00fcr weniger kompetent als M\u00e4nner. Und zwar von Stunde null an. M\u00e4nner stehen von Haus aus unter Kompetenzverdacht. Schon bei den Burschen ist das so. Das f\u00fchrt zum Beispiel dazu, dass Eltern 2,5 Mal so h\u00e4ufig googeln, ob ihr Sohn hochbegabt ist, als ob ihre Tochter hochbegabt ist.<\/p>\n<p>Das setzt sich fort in der Schule. Lehrer und Lehrerinnen widmen dem Buben mehr Aufmerksamkeit. Sp\u00e4ter geht es weiter: Erwachsene M\u00e4nner halten sich f\u00fcr deutlich intelligenter, als sie sind. Wenn man sich fragt \u201ef\u00fcr wie schlau h\u00e4ltst du dich?\u201c, sch\u00e4tzen die ihren IQ auf 110.<\/p>\n<p>In der Berufswelt sehen wir: Bei gleicher Qualifikation stellt man lieber einen Mann ein \u2013 und bietet ihm h\u00f6here Einstiegsgeh\u00e4lter an. Diese Kompetenzl\u00fcge verfolgt uns dann im gesamten beruflichen Leben.<\/p>\n<blockquote><p>Frauen werden seltener bef\u00f6rdert und sie werden, wenn dann nur bef\u00f6rdert aufgrund der Leistungen der Vergangenheit. M\u00e4nner aber bef\u00f6rdern wir f\u00fcr ihr Potenzial, das wir vermuten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die zweite Baustelle, die ich sehe, ist der gesamte Bereich der unbezahlten Arbeit. Da hat sich in der Rhetorik was ver\u00e4ndert in den letzten 30 bis 40 Jahren, aber nicht in der Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/geburtenrate-sinkt-weltweit\/\">Zeitverwendungsstudie<\/a> der <em>Statistik Austria<\/em> zeigt das sehr sch\u00f6n. M\u00e4nner machen heute um keinen Strich mehr Hausarbeit als die M\u00e4nner aus dem Jahr 1992. Da ist noch viel zu tun.<\/p>\n<p>Denn so lange die Frauen zu Hause 80 Prozent der unbezahlten Arbeit stemmen, k\u00f6nnen sie im Job nicht so viel machen, wie sie vielleicht m\u00f6chten.<\/p>\n<p><strong><span id=\"Feminismus_aber_sicher_kein_Maennerhass_Blaha_ueber_den_gefuerchteten_Begriff\"><a class=\"wpg-linkify wpg-tooltip tooltipstered\">Feminismus<\/a>, aber sicher kein M\u00e4nnerhass: Blaha \u00fcber den gef\u00fcrchteten Begriff<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Untertitel deines Buches lautet \u201eWie <a class=\"wpg-linkify wpg-tooltip tooltipstered\">Feminismus<\/a> alles besser macht\u201c. Viele M\u00e4nner stehen allein dem Begriff <a class=\"wpg-linkify wpg-tooltip tooltipstered\">Feminismus<\/a> schon ablehnend gegen\u00fcber, weil sie dahinter M\u00e4nnerhass vermuten. Welchen <a class=\"wpg-linkify wpg-tooltip tooltipstered\">Feminismus<\/a> vertrittst und lebst du denn?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Zum Thema vermeintlichen M\u00e4nnerhass habe ich im Buch eine TikTokerin zitiert, die sich genau mit diesem \u201eVorwurf\u201c auseinandersetzt. Sie sagt: <em>Ich hasse nicht alle M\u00e4nner, aber ich hasse die Art und Weise, wie ihre Blicke Orte finden, wo ich sie nicht eingeladen habe. Ich hasse nicht alle M\u00e4nner, aber ich hasse, dass ich mich nachts nicht sicher nach Hause bewegen kann. Ich hasse nicht alle M\u00e4nner, aber ich hasse, dass sie mir nicht zutrauen, dass ich meinen Job gut machen kann.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Es geht also um dieses systematische Ungleichgewicht, in dem wir leben. Mein Wunsch ist, dass sich M\u00e4nner fragen: Wie wird man Verb\u00fcndeter? Wie kann ich eben nicht Teil des Problems sein \u2013 im Gegenteil, wie kann ich Teil der L\u00f6sung sein? Dar\u00fcber soll man sich Gedanken machen.<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<p><strong><span id=\"Gender_Pain_Gap_Weiblicher_Schmerz_oft_nicht_ernst_genommen\">Gender Pain Gap: Weiblicher Schmerz oft nicht ernst genommen<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>In anderen Podcasts geht es ja viel um <em>Gags, Gags, Gags<\/em>. Und bei uns geht es aber heute mehr um <em>Gaps, Gaps, Gaps<\/em>. Ich m\u00f6chte mich mit dir also \u00fcber \u201eL\u00fccken\u201c unterhalten. Dazu habe ich hier ein paar <em>Gaps<\/em> in einer Box mitgebracht \u2013 wie in der Brieflos-Show. Bitte zieh dir einen Gap und erkl\u00e4r uns, was dahinter f\u00fcr ein Problem steckt.<\/strong><\/p>\n<p><em>(Barbara Blaha zieht \u201eGender Pain Gap\u201c-Los)<\/em><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Wir haben hier den <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/frauen-medizin-nachteile\/\"><em>Gender Pain Gap<\/em><\/a>. Der ist tats\u00e4chlich sehr relevant. Also \u00fcbersetzt ist das die Schmerzl\u00fccke zwischen M\u00e4nnern und Frauen. Wir wissen aus Studien, dass weiblicher Schmerz nicht besonders ernst genommen wird.<\/p>\n<p>Das hat damit zu tun, dass die medizinische Forschung sich f\u00fcr weibliche K\u00f6rper unterdurchschnittlich interessiert. Und weil man insgesamt findet: Schmerz geh\u00f6rt zum Frausein dazu. Das ist quasi ein Teil des Bauplans, dass Frauen Schmerzen haben und das sollen sie gef\u00e4lligst aushalten. Wozu f\u00fchrt das? Zum Beispiel dazu, wie uns Studien zeigen, dass Frauen l\u00e4nger in der Notaufnahme warten m\u00fcssen, bis sie gesehen werden.<\/p>\n<p>Frauen bekommen <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/frauen-medizin-nachteile\/\">weniger Schmerzmedikamente<\/a> als M\u00e4nner f\u00fcr dasselbe Schmerzlevel. Das hei\u00dft, man geht davon aus, dass die Frauen das schon irgendwie aushalten werden. Wir sehen das auch in vielen anderen Bereichen, etwa die sehr schmerzhafte Erkrankung <a class=\"wpg-linkify wpg-tooltip tooltipstered\">Endometriose<\/a>. Eine von zehn Frauen leidet darunter. Wenn die Geb\u00e4rmutterschleimhaut au\u00dferhalb der Geb\u00e4rmutter wuchert, ist das unfassbar schmerzhaft. Das dauert acht bis zehn Jahre, bis eine Frau die Diagnose bekommt.<\/p>\n<p>Auch die meisten Medikamente sind an Frauenk\u00f6rpern nicht getestet worden. Warum? Weil die medizinische Forschung sagt, mit diesen Frauen ist es m\u00fchsam. Weil sie haben entweder ihre Tage oder sie sind schwanger oder sie nehmen die Pille oder sie sind in der Menopause. Also st\u00e4ndig ist irgendwas mit diesen Frauen. Und darum werden sie in den medizinischen Testreihen eben nicht mit einbezogen.<\/p>\n<blockquote><p>Das wiederum bedeutet, dass sich jedes Monat Millionen an Frauen Medikamente reinschmei\u00dfen, die nie an ihren K\u00f6rpern getestet wurden.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>(Barbara zieht n\u00e4chstes Los aus der Box.)<\/em><\/p>\n<p><strong><span id=\"Bereinigter_Gender_Pay_Gap_truegt_Die_reale_Lohnluecke_liegt_bei_36\">Bereinigter Gender Pay Gap tr\u00fcgt: Die reale Lohnl\u00fccke liegt bei 36 %<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Der n\u00e4chste Gap ist\u2026 der <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/frauen-verdienen-weniger-equal-pay-day-gender-pay-gap-erklaertiger-als-maenner\/\">Gender Pay Gap<\/a> und mit dazu der <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/pension-frauen-weniger\/\"><em>Gender Pension Gap<\/em><\/a>. Den kennt man ein bisschen. Es war ja gerade Equal Pay Day am 12. Februar.<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich verdienen Frauen rund 12 Prozent weniger als M\u00e4nner. Aber Achtung, das ist nur der Gender Pay Gap der Vollzeit arbeitenden Frauen gegen\u00fcber den Vollzeit arbeitenden M\u00e4nnern. Das ist also der bereinigte Wert. Das \u201eBereinigen\u201c macht man in \u00d6sterreich gern, damit die Lohnl\u00fccke niedriger aussieht. Das ist allerdings recht perfide, weil die einzelne Frau in \u00d6sterreich muss ja ihre Miete trotzdem zu 100 Prozent bezahlen. Die kann sie auch nicht bereinigen, um die Tatsache, dass sie eine Frau ist.<\/p>\n<p>Was rechnen wir alles raus? Teilzeit ein ganz wesentlicher Faktor. Wir rechnen Teilzeitarbeit raus. Fehlende Bef\u00f6rderungen, oder auch F\u00fchrungserfahrungen. Wir rechnen raus, dass M\u00e4nner- und Frauenbranchen unterschiedlich bezahlt werden und so weiter und so weiter.<\/p>\n<p>Die Folge angesichts all dessen ist n\u00e4mlich, dass die reale Lohnl\u00fccke in \u00d6sterreich eigentlich bei 36 Prozent liegt. Und das setzt sich nat\u00fcrlich dann auch fort in der Pension. Eine Frau in \u00d6sterreich erh\u00e4lt nur 60 Prozent der Pension eines Mannes. Deshalb ist Altersarmut ein Frauenproblem.<\/p>\n<p><strong>Da lernen wir aus der Werbung aber, dass das nur ein Problem fehlender Altersvorsorge ist, nicht wahr?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Das macht mich auch immer so ein bisschen aggressiv. Mich machen auch so Aufkl\u00e4rungskampagnen aggressiv. Oder wenn wir vor der Teilzeitfalle warnen. Man tut so als w\u00e4ren Frauen zu bl\u00f6d, die besseren Entscheidungen zu treffen und Zusammenh\u00e4nge zu begreifen. Dabei ist einfach unser Land so gebaut, dass es eben nicht genug Infrastruktur f\u00fcr die Pflegearbeit bietet. Oder, wir wissen auch, dass au\u00dferhalb Wiens ganz, ganz wenig Kindergartenpl\u00e4tze mit einem Vollzeitjob beider Eltern vereinbar sind. Deshalb liegt die Lohnl\u00fccke in Ober\u00f6sterreich bei 41 Prozent und in Wien nur bei 18.<\/p>\n<blockquote><p>Und dann sagt man den Frauen: \u201eNa ja, du hast dich pers\u00f6nlich so schlecht entschieden, selber schuld, dass du jetzt in Armut lebst.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><span id=\"Man_behandelt_Frauen_als_waeren_sie_zu_bloed_kluge_Entscheidungen_zu_treffen\">Man behandelt Frauen als w\u00e4ren sie zu bl\u00f6d, kluge Entscheidungen zu treffen<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Oder man sagt, sie h\u00e4tten beim Gehalt eben nicht gut genug verhandelt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Genau! Aber auch das ist \u00fcbrigens v\u00f6llig falsch. Es gibt wirklich viel Forschung dazu, die uns klar zeigt, Frauen fragen genauso nach mehr Gehalt. Sie kriegen es nur seltener. Also bei ihnen werden mehr Gehaltsverhandlungen negativ beschieden.<\/p>\n<blockquote><p>Wenn Frauen um mehr Geld fragen, dann werden sie \u00fcbrigens sozial daf\u00fcr bestraft, weil sie au\u00dferhalb der Rollenerwartung einer Frau handeln. Denn Frauen sollen nicht egoistisch r\u00fcberkommen. Wenn sie f\u00fcr sich einstehen, dann findet man das einfach wahnsinnig unsympathisch.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Man kann es nicht richtig machen, wie es scheint.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Nein, kann man nicht. Egal was eine Frau macht, sie macht es auf jeden Fall falsch. Es gibt so viele Anforderungen \u2013 auch widerspr\u00fcchliche. Wenn ich jetzt an die Familienplanung denke, da allein schon: Frauen sollen auf jeden Fall Kinder kriegen, aber bitte zum richtigen Zeitpunkt. Auch wenn es den einen Zeitpunkt nicht gibt. Sie sollen mehr als ein Kind kriegen, aber bitte nicht zu viele. Und es muss mit dem richtigen Mann sein. Sie sollen arbeiten, als h\u00e4tten sie keine Kinder. Aber sie sollen Mutter sein, als h\u00e4tten sie keinen Job. Das sind ja alles Anspr\u00fcche, wo man mal hinschaut, sich denkt: Was soll denn das? Das ist ja v\u00f6llig verr\u00fcckt.<\/p>\n<p><em>(Barbara zieht weiteres Los aus der Box.)<\/em><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Machen wir weiter. Ah, der Authority Gap. Die Autorit\u00e4tsl\u00fccke, von der habe ich eingangs schon gesprochen. Wir alle haben das Gef\u00fchl, M\u00e4nner h\u00e4tten eine Art nat\u00fcrliche Autorit\u00e4t und nat\u00fcrliche Expertise. Das ist etwas, das wir den Kindern von Geburt an beibringen. Deshalb malen f\u00fcnfj\u00e4hrige Kinder, wenn man sie bittet, eine F\u00fchrungsfigur zu malen, fast immer einen Mann.<\/p>\n<p>Das f\u00fchrt dazu, dass sich M\u00e4nner durch die Bank selbst \u00fcbersch\u00e4tzen. Wir sehen das dann in Umfragen. Zum Beispiel glaubt jeder zweite Mann, er k\u00f6nnte sicher ein Flugzeug landen ohne jedes vorhergehende Training. Das ist tats\u00e4chlich interessant, insbesondere weil uns andere Studien zeigen bei Turbulenzen sind die Pilotinnen die besseren Piloten als die m\u00e4nnlichen Piloten.<\/p>\n<p><strong>In deinem Buch erw\u00e4hnst du auch eine Studie, da ging es um die verschiedenen Stimmlagen. Du schreibst: Eine Frau braucht nur den Mund aufzumachen und sie gilt schon als inkompetent.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Das ist tats\u00e4chlich so. Tiefere Stimmen assoziieren wir mit mehr Autorit\u00e4t und mehr Kompetenz.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, Menschen mit tieferen Stimmen haben automatisch einen Vorteil. Und wir wissen alle, dass M\u00e4nner tiefer sprechen als Frauen. Aber hier kommt jetzt der interessante Punkt: Schon Kinder machen das. Bevor sie in die Pubert\u00e4t kommen, ist der Sprechapparat bei M\u00e4dchen wie Burschen ident. Es gibt keinen biologischen Unterschied. Das kommt erst mit der Pubert\u00e4t, wenn sich der Adamsapfel ausbildet. Trotzdem reden schon M\u00e4dchen h\u00f6her als Buben. Warum machen sie das? Weil sie sehen: Frauen reden h\u00f6her \u2013 und sie imitieren es.<\/p>\n<blockquote><p>Wir sehen \u00fcbrigens auch, dass sich die Stimmlage von Frauen in gleichberechtigteren L\u00e4ndern \u00fcber die Jahre nach unten entwickelt. Das hei\u00dft, Frauen in Skandinavien reden deutlich tiefer als Frauen in Gesellschaften, die extrem ungleich sind.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Und es gibt da auch eine Studie, wo man Autofahrerinnen und Autofahrer gefragt hat, welche Stimmlage sie im Navigationsger\u00e4t ihres Autos bevorzugen. Da sagen 46 Prozent, sie bevorzugen eine Frauenstimme. Neun Prozent wollen lieber eine M\u00e4nnerstimme. Das hat damit zu tun, dass man Frauenstimmen mit einer Assistenz, mit einer hilfsbereiten Kraft assoziiert. Und im Auto, wenn wir da gestresst sind, da wollen wir nichts Dominantes.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Richtig ja. Interessanterweise sind ja auch alle technischen Assistentinnen Frauen. Siri, Alexa sind alles Frauen.<\/p>\n<p><strong><span id=\"Tief-_statt_Hoehepunkte_Warum_viele_Frauen_mit_Maennern_keinen_Orgasmus_haben\">Tief- statt H\u00f6hepunkte? Warum viele Frauen mit M\u00e4nnern keinen Orgasmus haben<\/span><\/strong><\/p>\n<p><em>(Barbara zieht noch ein Gap-Los.)<\/em><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Okay, schauen wir weiter. Was haben wir noch? Die Orgasmus-L\u00fccke. Ja, die gibt es auch. Dazu gibt es auch viele Daten. Heterosexuelle Frauen haben echt ein Problem. Die haben viel weniger Orgasmen als M\u00e4nner. Was sagen die Daten? Also bei M\u00e4nnern ist es so, dass \u00fcber 90 Prozent einen Orgasmus haben, wenn sie Sex haben. Das k\u00f6nnen wir zusammenfassen: Jeder Schuss ein Treffer.<\/p>\n<p>Bei Frauen sind es so knapp \u00fcber 60 Prozent. Das hei\u00dft fast jede zweite Frau hat keinen Orgasmus, wenn sie heterosexuell ist und wenn sie Sex hat. Das ist aber bei lesbischen Frauen ganz anders.<\/p>\n<p>Also es liegt nicht an der Komplexit\u00e4t der weiblichen Biologie, dass man sagt: Das ist halt schwieriger bei ihr, da muss man so viele Kn\u00f6pfe dr\u00fccken. Lesbische Frauen haben auch zu knapp 90 Prozent jedes Mal einen Orgasmus.<\/p>\n<blockquote><p>Es ist also eher die Frage, wie sehr wir weibliches Lustempfinden ins Zentrum der sexuellen Aufkl\u00e4rung und des Interesses r\u00fccken \u2013 oder eben genau nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><span id=\"Wie_geht_Liebe_im_Patriarchat\">Wie geht Liebe im Patriarchat?<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Wo wir gerade bei Beziehungen sind. Du stellst in deinem Buch die Frage: Wie geht das \u00fcberhaupt \u2013 Liebe und Beziehung im Patriarchat? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Also zuerst m\u00f6chte ich festhalten: Es gibt ein ganz grundlegendes Bed\u00fcrfnis von Menschen, in Beziehung zu sein. Wir brauchen soziale Beziehungen wie einen Bissen Brot. Wir gehen ein, wenn wir die nicht haben. Also dieses grundlegende menschliche Bed\u00fcrfnis \u00fcber alle L\u00e4nder, \u00fcber alle Schichten hinweg w\u00fcrde auf jeden Fall au\u00dfer Streit stehen.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, eine Welt, wo man keine sozialen Beziehungen hat, stelle ich mir dystopisch vor. Das ist keine Welt, die ich mir w\u00fcnsche. Ich sehe jetzt auch in Social Media den Trend, gerade auch von j\u00fcngeren, von feministischen Frauen, dass sie sagen: \u201eHey, lasst uns raus aus Beziehungen!\u201c Es gibt auch das 4B-Movement, wo Frauen sagen: Wir daten keine M\u00e4nner, wir heiraten sie nicht, wir kriegen keine Kinder mit ihnen, wir schlafen nicht mit ihnen. Um sich selbst zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<blockquote><p>Und so sehr ich Anwendungen in diese Richtung schon durchaus nachvollziehen kann, sage ich auch: Eine <a class=\"wpg-linkify wpg-tooltip tooltipstered\">feministische<\/a> Zukunft, die ich mir vorstelle, ist keine, in der wir segregiert leben. M\u00e4nner sind unsere Br\u00fcder, sind unsere Arbeitskollegen, es sind unsere Freunde. Wir lieben sie, wir bringen sie auf die Welt. Also eine Welt ohne M\u00e4nner ist \u00fcberhaupt nicht meine Vorstellung von einer feministischen Zukunft.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich habe eingangs gesagt, es geht f\u00fcr mich viel st\u00e4rker um die Frage, wie k\u00f6nnen M\u00e4nner Teil der L\u00f6sung sein. Das Patriarchat verst\u00fcmmelt uns ja auch die M\u00e4nner, weil wir auch kleinen Buben von Beginn an beibringen, dass sie alles, nur kein M\u00e4dchen sein d\u00fcrfen. Dass sie permanent ihre M\u00e4nnlichkeit unter Beweis stellen. Dass sie nicht laufen, nicht werfen, sich nicht anziehen d\u00fcrfen wie M\u00e4dchen. Und dass sie auf keinen Fall ihre Gef\u00fchle zeigen sollen. Und wenn man Buben und M\u00e4nnern verwehrt, zu ihrer eigenen Gef\u00fchlswelt Zugang zu haben, dann macht das kaputt. Weil wie soll man so sp\u00e4ter eine Beziehung mit anderen gestalten \u2013 wo Gef\u00fchle sehr wohl eine gro\u00dfe Rolle spielen?<\/p>\n<p><strong><span id=\"Wir_machen_nur_Frauen_dafuer_verantwortlich_wie_es_zu_Hause_aussieht\">Wir machen nur Frauen daf\u00fcr verantwortlich, wie es zu Hause aussieht<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Stichwort Beziehungen nochmal: Du erz\u00e4hlst in deinem Buch, dass es \u2013 als <a class=\"wpg-linkify wpg-tooltip tooltipstered\">feministische<\/a> Frau \u2013 trotz der eigenen Ideale schwer ist, diese in der eigenen Beziehung, im eigenen Haushalt umzusetzen. Warum ist das so? Man m\u00f6chte meinen: Da sind nur zwei Player, die sollten sich ihre Spielregeln ja gut und gerecht miteinander ausmachen k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Also ich glaube, die Kurzfassung ist: Weil M\u00e4nnern wie Frauen das Patriarchat eingepflanzt worden ist. Was meine ich damit? Wenn M\u00e4nner wie Frauen alleine leben, Single-Haushalte, dann haben sie ungef\u00e4hr sechseinhalb Stunden Freizeit jeden Tag. M\u00e4nner wie Frauen, da gibt es nicht wirklich einen gro\u00dfen Unterschied.<\/p>\n<p>So, dann ziehen die zusammen, da gibt es noch gar keine Kinder. Pl\u00f6tzlich hat die Frau weniger Freizeit und der Mann mehr. Der Freizeit-Gap tut sich auf, eine weitere L\u00fccke, die es gibt. Warum ist das so? Sie teilen sich die Haushaltsarbeit eben nicht gleich auf. Wir m\u00fcssten ja beide eigentlich mehr Freizeit haben, denn es ist nur noch ein Geschirrsp\u00fcler zu f\u00fcllen, nur noch eine Waschmaschine.<\/p>\n<p>Doch Frauen haben gelernt, gewissen Rollen zu entsprechen. Wir alle lernen von klein auf, dass wir hauptzust\u00e4ndig sind, dass es zu Hause sauber ist. Die Wissenschaft nennt das <em>Affordanz<\/em>. Das ist das Signal, das uns ein Gegenstand schickt, damit in uns eine Handlung ausgel\u00f6st wird. Also ein Stift sagt: Schreib mit mir! Eine Schere sagt: Schneide mit mir! Und der W\u00e4scheberg sagt: Leg mich zusammen, und r\u00e4um mich weg!<\/p>\n<p>Und diese Art von Affordanz bringen wir den M\u00e4dchen st\u00e4rker bei. Die bekommen die Verantwortung f\u00fcr das Zuhause ganz stark von fr\u00fch an mitvermittelt. Deshalb machen M\u00e4dchen auch mehr Hausarbeit als Burschen.<\/p>\n<blockquote><p>Frauen wissen, dass es eine soziale Strafe gibt, wenn man dieser Erwartungshaltung nicht entspricht. Wir messen Frauen st\u00e4rker an der Frage, wie ihr Zuhause aussieht als M\u00e4nner. Deshalb ist ein Junggesellenhaushalt, der ein bisschen unordentlich ist, okay. Aber wenn eine Frau so lebt, dann ist sie schlampig. Wir wissen, wenn wir G\u00e4ste haben, dann werden wir als Frauen bewertet und nicht der Mann. Wie die Wohnung aussieht, wie das Essen schmeckt, wie die Kinder sich benehmen. Sich dem zu entziehen ist wirklich fast unm\u00f6glich.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Zum Thema Hausarbeit: Du hast ja bei dir zu Hause eine Art Buchf\u00fchrung gemacht mit deinem Mann. Also: Wer wie viel macht und wof\u00fcr verantwortlich ist. Wie hat das funktioniert f\u00fcr euch?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Wir haben das tats\u00e4chlich ein bisschen wissenschaftlich gestaltet. Ich habe wirklich viele, viele Jahre mit meinem Mann immer wieder die Haushaltsarbeit diskutiert. Das war ein permanenter Konflikt. Wir haben also eine ganz lange, detaillierte Excel-Liste gestaltet. Ich habe dort jede T\u00e4tigkeit, die wir in diesem Haushalt machen m\u00fcssen, eingetragen. Und auch, wer jemanden an die T\u00e4tigkeiten erinnern muss \u2013 die Kinder muss man ja an ihre Aufgaben erinnern.<\/p>\n<p>Ich habe diese Liste erstellt und es waren hunderte Aufgaben. Dann haben wir gesagt: Okay, jetzt f\u00fcllen wir aus, wer ist wof\u00fcr zust\u00e4ndig und wer denkt dran und schauen am Schluss die \u201ePunkteverteilung\u201c an. Und wir haben, bevor wir die Liste ausgef\u00fcllt haben, gesch\u00e4tzt, was wir glauben, wie es aussehen wird.<\/p>\n<p>Mein Mann hat gesagt: Ja gut, also ich wei\u00df, du machst ein bisschen mehr, die Verteilung wird 60-40 sein. Ich hab gesagt: Sicher nicht, mein Freund, das wird 70-30 sein. Und das echte Ergebnis war: 80-20.<\/p>\n<blockquote><p>Und das zeigt uns folgendes: M\u00e4nner wie Frauen \u00fcbersch\u00e4tzen den Anteil der m\u00e4nnlichen Hausarbeit betr\u00e4chtlich. Also, M\u00e4nner glauben, sie machen mehr, als sie tun und auch die Frauen glauben, die machen mehr, als sie tun.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wir haben beim <a class=\"wpg-linkify wpg-tooltip tooltipstered\">Momentum Institut<\/a> diese gro\u00dfe Excel-Liste umgestaltet. Unter <a href=\"http:\/\/www.carerechner.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">www.carerechner.at<\/a> kann jeder diese Liste jetzt mit seinem Partner oder seiner Partnerin ausf\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong><span id=\"Der_Kreisssaal_beamt_uns_als_Zeitmaschine_50_Jahre_zurueck_in_die_Vergangenheit\">Der Krei\u00dfsaal beamt uns als Zeitmaschine 50 Jahre zur\u00fcck in die Vergangenheit<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Und das Ganze versch\u00e4rft sich ja noch, wenn ein Kind \u2013 oder mehrere \u2013 auch noch dazu kommen, nicht wahr?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Es ist wirklich so: Wenn man den Krei\u00dfsaal betritt, steigt man gleichzeitig in eine Zeitmaschine und kommt in den 1970ern wieder raus. Die Daten zeigen uns: Die allermeisten Paare sagen vor der Geburt des ersten Kindes, sie wollen sich alles gerecht aufteilen. Also der Anspruch ist mittlerweile schon so, dass M\u00e4nner wie Frauen sagen: Wir m\u00f6chten das wirklich Halbe-Halbe teilen.<\/p>\n<p>Kommt das erste Kind, entgleitet aber alles. 80 Prozent der Arbeit wird dann von der Frau erledigt. Das ist insbesondere interessant, weil M\u00e4nner das auch oft gar nicht merken. Warum merken sie es nicht? Kommt das erste Kind, reduziert der Vater den Anteil der Hausarbeit, die er macht. Er macht daf\u00fcr Stunden mit dem Kind. Also Kinderbetreuung kommt dazu. Also hat er das Gef\u00fchl, er macht eh mehr. Und es stimmt, er hat mehr Stunden Arbeit zu Hause, weil jetzt immer ein Kind da ist. Aber er macht weniger Stunden Hausarbeit. Und das geh\u00f6rt halt auch dazu.<\/p>\n<p>Die Mutter hingegen hat die Kinderbetreuung und macht genauso viel Hausarbeit wie vorher, sogar ein bisschen mehr.<\/p>\n<p><strong><span id=\"Gewalt_Frauen_sind_in_unserer_Gesellschaft_weniger_wertvoll\">Gewalt: \u201eFrauen sind in unserer Gesellschaft weniger wertvoll\u201c<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Ich w\u00fcrde gern einen thematischen Sprung machen. Denn ein Kapitel in deinem Buch besch\u00e4ftigt sich mit einem sehr d\u00fcsteren Kapitel: Gewalt gegen Frauen.<\/strong><strong> Vor <\/strong><strong>drei Jahren hat eine Umfrage f\u00fcr Furore gesorgt. Man hat 1.000 M\u00e4nner und 1.000 Frauen im Alter zwischen 18 und 35 <\/strong><strong>befragt<\/strong><strong>. Es ging um das Thema M\u00e4nnlichkeit. Unter anderem ging es da auch um die Frage, wie man zur Aussage steht, dass man es ok findet, wenn einem im Streit gegen die Partnerin bzw. eine Frau \u201edie Hand ausrutscht\u201c. Das hat jeder 3. befragte Mann bejaht. Gleichzeitig: Wir wissen, dass jede 3. Frau in ihrem Leben schon mal k\u00f6rperliche und\/oder sexuelle Gewalt erlitten hat. Also die Zahlen passen sozusagen zusammen \u2013 und das sind gewaltige Zahlen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Es sind gewaltige Zahlen, aber es sind leider v\u00f6llig normale Zust\u00e4nde. Da sind wir mittendrin: Frauen sind einfach weniger wichtig, weniger wertvoll. Das hei\u00dft, mit ihrem Leben, ihrem K\u00f6rper kann man allerhand anstellen und es ist nicht besonders relevant, weil es nicht wichtig ist. Man muss zu diesen Zahlen auch sagen: Wahrscheinlich ist die Dunkelziffer weit h\u00f6her. Denn die Frage ist ja auch: Hat ein M\u00e4dchen, hat eine Frau einen \u00dcbergriff auch als solchen wahrgenommen? Nicht, weil sie zu doof w\u00e4re, sondern weil man \u00dcbergriffe als so \u201ezum Alltag geh\u00f6rend\u201c empfindet, dass man sie nicht extra einordnet.<\/p>\n<p>Was auch dazu kommt, ist, dass wir als Gesellschaft die wenigsten \u00dcbergriffe strafrechtlich verfolgen. Es gibt unterschiedliche Studien, die darauf hinweisen, dass wahrscheinlich unter 10 Prozent aller sexuellen \u00dcbergriffe \u00fcberhaupt angezeigt werden.<\/p>\n<p>Auch bei den Vergewaltigungen zeigen die Zahlen eindeutig: Es sind weniger als 10 Prozent aller tats\u00e4chlich passierten Vergewaltigungen, die \u00fcberhaupt angezeigt werden. Es werden auch nur die allerwenigsten verurteilt. Unter 10 Prozent der angezeigten Vergewaltigungen werden \u00fcberhaupt verurteilt.<\/p>\n<blockquote><p>Das hei\u00dft: Die Wahrscheinlichkeit, dass ich als Vergewaltiger entweder gar nicht angezeigt oder straffrei ausgehe, ist extrem hoch. Und das ist etwas, das wissen Frauen ja auch. Da haben wir dann auch die Problematik, dass wenn ich als Frau von einem \u00dcbergriff berichte, die erste Frage mal ist, stimmt das \u00fcberhaupt? Da sind wir wieder beim Problem: Frauen sind weniger wichtig, weniger wertvoll, weniger glaubw\u00fcrdig.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><span id=\"Femizide_sind_nur_die_Spitze_der_Gewaltpyramide_unter_der_Frauen_leiden\">Femizide sind nur die Spitze der Gewaltpyramide, unter der Frauen leiden<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Die schlimmstm\u00f6gliche Form der Gewalt gegen Frauen landet dann auch auf den Titelbl\u00e4ttern von Zeitungen: Frauenmorde, <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/femizid-laender-gesetze\/\">Femizide<\/a>. In \u00d6sterreich wird im Schnitt alle zwei Wochen eine Frau von einem Mann, meist der Partner oder Ex-Partner, ermordet. Wie l\u00e4sst das eine Gesellschaft wie die unsrige zu? Da passiert doch im Vorfeld schon viel, das wir offenkundig \u00fcbersehen? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Wir m\u00fcssten uns vielmehr die Pyramide der Gewalt gegen Frauen ansehen. Denn ein Mord an einer Frau ist erst die absolute Spitze. Die allermeisten Menschen sagen zum Gl\u00fcck: Ja, Gewalt gegen Frauen verurteile ich \u2013 also die Spitze der Gewalt zu verurteilen ist klar, da gibt es keine Debatte.<\/p>\n<p>Das Problem ist, alle Ebenen darunter werden als Gewalt meist gar nicht wahrgenommen. Die allererste Stufe ist zum Beispiel diese v\u00f6llig normalisierte \u00f6konomische Gewalt gegen Frauen. Sie werden schlechter bezahlt. Ist einfach so. Dass Frauen die gesamte unbezahlte Arbeit machen zu Lasten ihrer Erwerbskarriere \u2013 ist einfach so, nehmen wir hin. Altersarmut bei Frauen. Ist halt Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Wir wissen aber alle, was das f\u00fcr Folgen hat. Frauen, die \u00f6konomisch schlechter gestellt sind, sind immer auch gef\u00e4hrdeter \u2013 weil man sie ausnutzen kann. Weil man sie abh\u00e4ngig machen kann.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber gibt es dann schon die Stufe der institutionellen Gewalt. Dass ich eben zur Polizei oder zu einer Familieneinrichtung gehe und die glaubt mir nicht.<\/p>\n<p>Und ganz an der Spitze steht dann eben erst der \u00dcbergriff, der in einem Mord endet. Die Dinge h\u00e4ngen aber insofern zusammen, dass eine Stufe die n\u00e4chste legitimiert.<\/p>\n<p>Deshalb ist es \u00fcberhaupt kein Zufall, dass ein Land wie \u00d6sterreich, das einen riesigen hohen Gender Pay Gap hat im europ\u00e4ischen Vergleich, auch einen sehr hohen Anteil an Femiziden hat. Die Dinge h\u00e4ngen zusammen.<\/p>\n<p><strong><span id=\"Blaha_Der_Boulevard_verkauft_mit_voyeuristischen_Geschichten_ueber_Maennergewalt_gegen_Frauen_Zeitungen\">Blaha: Der Boulevard verkauft mit voyeuristischen Geschichten \u00fcber M\u00e4nnergewalt gegen Frauen Zeitungen<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Beim Moment Magazin kritisiert ihr ja auch <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/femizid-oesterreich-medien\/\">problematische Headlines in Zeitungen<\/a>, wenn diese Gewalt gegen Frauen verharmlosen. Wenn man dort von \u201eEhekrise\u201c oder \u201eFamiliendrama\u201c schreibt. Von der \u201eBeziehungstat\u201c. Diese Kritik nimmt insgesamt in meiner Wahrnehmung zu. Reagieren die Redaktionen dieser Zeitungen darauf?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Es gibt ja wirklich umfassende Richtlinien dazu, wie man \u00fcber eine Gewalttat gegen eine Frau berichten kann, so dass es eben nicht fahrl\u00e4ssig ist. Dass gewisse Redaktionen dieses Landes, wir k\u00f6nnen sie beim Namen nennen \u2013 Krone, Heute, \u00d6sterreich \u2013 das \u00a0nicht tun, liegt nicht an fehlender Informiertheit, sondern das ist Absicht.<\/p>\n<p>Sie kapitalisieren mit der Gewalt gegen Frauen ganz klar ihr Produkt. Sie verkaufen ihre Zeitungen mit dieser Art rei\u00dferischer Berichterstattung. Jede Geschichte, wo der T\u00e4ter nochmal ins intimste Detail geht, bedient einen Voyeurismus. Und das ist die Idee dahinter. Sie wollen ihre Zeitungen damit verkaufen.<\/p>\n<p><strong><span id=\"Reden_ueber_Feminismus_reicht_nicht_wir_muessen_endlich_ins_Tun_kommen\">Reden \u00fcber Feminismus reicht nicht, wir m\u00fcssen endlich ins Tun kommen<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Vielleicht reden wir lieber \u00fcber etwas Positiveres. Was an deinem Buch sehr inspirierend ist, ist, dass du sagst: Auch wenn es viel Mist und so viel Ungerechtigkeit auf der Welt gibt, muss man sich vor Augen halten, dass man trotzdem etwas bewegen kann. Vor allem, wenn man Kr\u00e4fte b\u00fcndelt. Auch wenn es sich so anf\u00fchlt, dass man in der Minderheit ist: Fortschritt hat sich immer gegen Widerst\u00e4nde durchgesetzt. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Blaha:<\/strong> Genau. Wichtig ist, dass wir alle ins Tun kommen, denn Rhetorik allein reicht nicht. Das ist tats\u00e4chlich ganz entscheidend. Glennon Doyle hat gesagt: Wir k\u00f6nnen den Fluss des Fortschritts nat\u00fcrlich bewundern. Aber worum es eigentlich geht, ist, unseren Hintern in diesen Fluss zu bekommen. Wir m\u00fcssen auf ein Boot steigen und den Fortschritt mitgestalten. Und das ist, glaube ich, der hoffentlich entscheidendste Appell dieses Buches: Dass man wirklich in die Puschen kommt und was tut.<\/p>\n<div class=\"su-box-title\">MEHR \u00dcBER BARBARA BLAHA<\/div>\n<div class=\"su-box-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<figure id=\"attachment_92767\" class=\"wp-caption alignleft\" aria-describedby=\"caption-attachment-92767\"><a href=\"https:\/\/kontrast.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/whatsapp-image-2026-03-05-at-135329.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-92767 size-medium\" src=\"https:\/\/kontrast.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/whatsapp-image-2026-03-05-at-135329-300x264.jpeg\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" srcset=\"https:\/\/kontrast.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/whatsapp-image-2026-03-05-at-135329-300x264.jpeg 300w, https:\/\/kontrast.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/whatsapp-image-2026-03-05-at-135329-1024x901.jpeg 1024w, https:\/\/kontrast.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/whatsapp-image-2026-03-05-at-135329-768x676.jpeg 768w, https:\/\/kontrast.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/whatsapp-image-2026-03-05-at-135329-1536x1352.jpeg 1536w, https:\/\/kontrast.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/whatsapp-image-2026-03-05-at-135329-1320x1162.jpeg 1320w, https:\/\/kontrast.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/whatsapp-image-2026-03-05-at-135329-750x660.jpeg 750w, https:\/\/kontrast.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/whatsapp-image-2026-03-05-at-135329-1140x1003.jpeg 1140w, https:\/\/kontrast.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/whatsapp-image-2026-03-05-at-135329.jpeg 1600w\" alt=\"Buch &quot;Funkenschwestern&quot; von Barbara Blaha. (Foto: Kontrast.at)\" width=\"300\" height=\"264\" data-pin-no-hover=\"true\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-92767\" class=\"wp-caption-text\">Buch \u201eFunkenschwestern\u201c von Barbara Blaha. (Foto: Kontrast.at)<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Barbara Blaha ist Gr\u00fcnderin und Leiterin des <a href=\"https:\/\/www.momentum-institut.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Momentum-Instituts<\/a>, Initiatorin des Momentum-Kongresses, Talkshow-Gast und <a href=\"https:\/\/www.oeticket.com\/artist\/barbara-blaha\/barbara-blaha-funkenschwestern-4003332\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">politische Kabarettistin<\/a>. Ihr Buch \u201eFunkenschwestern. Wie Feminismus alles besser macht\u201c, erschienen 2026 im Molden-Verlag, wurde binnen weniger Wochen zum Bestseller bei den Sachb\u00fcchern.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen werden f\u00fcr bewiesene Leistung bef\u00f6rdert, M\u00e4nner f\u00fcr das, von dem wir glauben, dass sie es vielleicht einmal leisten werden. 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