{"id":2682285,"date":"2026-03-08T16:55:43","date_gmt":"2026-03-08T16:55:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2682285"},"modified":"2026-03-09T13:40:24","modified_gmt":"2026-03-09T13:40:24","slug":"ochy-curiel-das-geheimnis-des-widerstands-ist-glueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/03\/ochy-curiel-das-geheimnis-des-widerstands-ist-glueck\/","title":{"rendered":"Ochy Curiel: \u201eDas Geheimnis des Widerstands ist Gl\u00fcck\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Ochy Curiel ist bekannt als un\u00fcberh\u00f6rbare Stimme des antirassistischen und dekolonialen Feminismus in Lateinamerika und der Karibik. Die Universit\u00e4tsdozentin und Autorin zahlreicher B\u00fccher und Artikel hatte sich Ende Januar nach Argentinien aufgemacht, um am <a href=\"https:\/\/www.pagina12.com.ar\/2026\/02\/01\/festival-antirracista-y-antifascista\/\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\"><em>Festival Antirracista y Antifascista<\/em><\/a> teilzunehmen. Neben kulturellem Austausch und Begegnung war die kollektive Aktion als Werkzeug politischen Widerstands gegen Rassismus und Faschismus ein wichtiges Thema des Festivals, das am 31. Januar 2026 in Buenos Aires stattfand. Im Gespr\u00e4ch mit Federico Pita<a href=\"https:\/\/www.npla.de\/thema\/feminismus-queer\/ochy-curiel-das-geheimnis-des-widerstands-ist-glueck\/#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> von der Initiative <a href=\"https:\/\/www.negrxs.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\">Negrx<\/a> ging es um strukturellen Rassismus und das Fortbestehen von Rassismus als konstitutive Achse des kolonial\/modernen Projekts. Die globale Konjunktur des anti-Schwarzen Rassismus, der hegemoniale Feminismus und die Beschr\u00e4nkung seiner Programmatik auf den Begriff des Geschlechts waren ebenso Themen des Gespr\u00e4chs wie die Frage, was politische Autonomie bedeutet und warum es notwendig ist, autonome politische Praktiken aufrechtzuerhalten. Curiel und Pita sprachen \u00fcber die Herausforderung, angesichts des Vormarschs der Rechten und der Eskalation kolonialer Gewalt Befreiung als Praxis zu denken. W\u00e4hrend des Interviews betonte Curiel immer wieder, wie wichtig es ist, Theorie und Aktivismus zusammenzubringen, um Horizonte der Befreiung zu entwerfen, die den vielf\u00e4ltigen Formen der Gewalt, die unsere Gesellschaften durchkreuzen, ganzheitlich widerstehen.<\/p>\n<p><strong>Zu verschiedenen Zeitpunkten hast du den Standpunkt vertreten, Rassismus sei ein Kernst\u00fcck des kolonial\/modernen Projekts und keine Abweichung im System. Der aktuelle Kontext ist von Kriegen, Wirtschaftskrisen und dem Vormarsch autorit\u00e4rer Kr\u00e4fte in verschiedenen Weltregionen gepr\u00e4gt. Wie aktualisiert sich heute anti-Schwarzer Rassismus im globalen Ma\u00dfstab?<\/strong><\/p>\n<p>Diese Argumentation kommt ja nicht von mir, viele Intellektuelle und Aktivist*innen haben das schon vor mir gesagt. Ich \u00fcbernehme diese Position, weil ich sie tats\u00e4chlich f\u00fcr zentral halte. Das koloniale\/moderne Projekt basierte grundlegend auf der Vorstellung von <em>\u201eraza\u201c,<\/em> das hei\u00dft, auf einer Fiktion, die indigene Gemeinschaften entmenschlichte, versklavte und diskursiv in die N\u00e4he von Tieren r\u00fcckte. Sp\u00e4ter betraf diese Fiktion auch Afrikaner*innen, die unter Bedingungen der Versklavung hierhergebracht wurden. Auf Grundlage dieser Vorstellung wurden Gruppen von Menschen und auch geographische Regionen klassifiziert und nach den Vorgaben von strukturellem Rassismus und Euro\/Nord-Zentrismus hierarchisiert. Dies setzt sich bis heute fort. Bei Anibal Quijano findet sich die Bezeichnung <a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/h\/die-kolonialitat-der-macht\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\">Kolonialit\u00e4t<\/a>, das hei\u00dft, die Ausweitung des Vergangenen bis zum heutigen Tag, offensichtlich mit Kontinuit\u00e4ten und Br\u00fcchen. Und Rassismus ist immer noch dessen Hauptachse. Ein Beispiel daf\u00fcr ist der <a class=\"glossaryLink\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/extraktivismus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Als Extraktivismus (span. extracivismo) wird der Abbau von Rohstoffen zum Zweck des Exports auf den Weltmarkt bezeichnet. Dabei kommt es im Herkunftsland, meist im Globalen S\u00fcden, oft zu Landraub, Vertreibung, verst\u00e4rkten Umweltbelastungen und Zerst\u00f6rung von Lebensgrundlagen der einheimischen Bev\u00f6lkerung. Die Bearbeitung der Rohstoffe und die Wertsch\u00f6pfung finden hingegen \u00fcberwiegend im Zielland \u2013 oft im Globalen Norden \u2013 statt. H\u00e4ufig setzen sich im Extraktivismus koloniale Beziehungen fort. Neo-Extraktivismus bezeichnet ein extraktivistisches Wirtschaftsmodell unter Kontrolle des Staates. Dabei werden die Gewinne zugunsten der sozialen Situation der einheimischen Bev\u00f6lkerung eingesetzt. Die Folgen des Extraktivismus f\u00fcr Mensch und Natur werden diesem Ziel untergeordnet. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\" data-wpel-link=\"internal\">Extraktivismus<\/a>: Gro\u00dfe transnationale Unternehmen rauben gemeinsam mit dem Kapital der <em>wei\u00dfen<\/em> und <em>wei\u00df\/mestizischen)<a href=\"https:\/\/www.npla.de\/thema\/feminismus-queer\/ochy-curiel-das-geheimnis-des-widerstands-ist-glueck\/#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><strong>[2]<\/strong><\/a><\/em> nationalen Eliten das Land der Schwarzen, indigenen und der b\u00e4uerlichen Bev\u00f6lkerung. Auch sie sind von Rassifizierung betroffen; sie sind die haupts\u00e4chlichen Opfer des rassistischen Kapitalismus. Wir k\u00f6nnen das auch an Massenabschiebungen sehen, die gerade in den Vereinigten Staaten an vielen rassifizierten Personen durchgef\u00fchrt werden, oder daran, was in Haiti rund um die Abschiebungen haitianischer und Schwarzer Personen aus der Dominikanischen Republik geschieht, alles von starker Repression begleitet. Was materielle soziale Ungleichheit angeht, so ist die gro\u00dfe Mehrheit der Personen afrikanischer Herkunft in den L\u00e4ndern der Region am st\u00e4rksten von Verarmung betroffen, viele von extremer Armut. Hinzu kommt der Imperialismus des <em>Wei\u00dfseins<\/em>, der sich heute wieder aktualisiert. Anti-Schwarzer Rassismus begann mit Versklavung, ging aber weiter mit Lynchmorden, massenhafter Einsperrung in Gef\u00e4ngnissen, Kriminalisierung, Pl\u00fcnderung, <a class=\"glossaryLink\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/landraub\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Als Landraub werden Enteignungen von L\u00e4ndereien bezeichnet. Die \u00c4cker gehen dann heute meist in die H\u00e4nde finanzstarker Akteure der globalen Agrarindustrie. Sind die kleinb\u00e4uerlich wirtschaftenden Bewohner*innen durch konkurrenzlose Megainvestitionen von den Territorien vertrieben, bewirtschaften die Gro\u00dfkonzerne die \u00c4cker auf industrielle Weise. Das zerst\u00f6rt lokal gewachsene soziale und \u00f6kologische Strukturen. Landraub funktioniert in Lateinamerika auch so gut, weil hier oft Korruption die Zusammenarbeit zwischen Agrarinvestor*innen und Regierung erleichtert. Die Landschaften Lateinamerikas (und dem rest der Welt) sind daher heute von industriellem Nahrungsmittelanbau gepr\u00e4gt, w\u00e4hrend in den meisten L\u00e4ndern Hunger herrscht, der die Menschen zwingt umzusiedeln. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\" data-wpel-link=\"internal\">Landraub<\/a> und <a class=\"glossaryLink\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/xenophobie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; (span. xenophobia) ist ein anderes Wort f\u00fcr Fremdenfeindlichkeit. In lateinamerikanischen L\u00e4ndern gibt es Xenophobie gegen\u00fcber indigenen Personen, die in ihrem eigenen Land oft als kulturell oder sprachlich Fremde wahrgenommen werden. Au\u00dferdem kommt es zu Xenophobie gegen\u00fcber Migrant*innen oder Mitgliedern der Unterschicht, die in einer gr\u00f6\u00dfer werdenden, verarmten Bev\u00f6lkerungsschicht als feindliche Fremde auf dem Arbeitsmarkt wahrgenommen werden. Die Medien spielen eine besondere Rolle im Umgang mit Xenophobie, da sie selten Fremdenfeindlichkeit entsch\u00e4rfen und positiv auf Andersheit reagieren, sondern Missgunst und Hass durch spekulative und vereinfachende Berichterstattung sch\u00fcren. W\u00e4hrend heute in fast allen lateinamerikanischen L\u00e4ndern die Gleichberechtigung von Indigenen, Migrant*innen und Minderheiten gesetzlich festgeschrieben ist, verst\u00e4rken derzeitige Regierungs- und Wirtschaftsformen die gesellschaftliche Spaltung zwischen Arm und Reich, die ein guter N\u00e4hrboden f\u00fcr Fremdenfeindlichkeit ist.&amp;lt;br\/&amp;gt; &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\" data-wpel-link=\"internal\">Xenophobie<\/a>, zus\u00e4tzlich zu der Tatsache, dass Schwarze K\u00f6rper immer noch Objekte kapitalistischer Akkumulation sind.<\/p>\n<p><strong>In Lateinamerika sehen wir eine Zunahme rechtsextremer Regierungen und Bewegungen, die extremen <a class=\"glossaryLink\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/neoliberalismus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Richtung der Volkswirtschaftslehre, die die Verbindung von wirtschaftlicher und politischer Freiheit betont. Verfechter des Neoliberalismus haben die \u00dcberzeugung, der freie Markt regele die Produktion von G\u00fctern und die Nutzung von Ressourcen ganz allein und weitestgehend ohne die Einmischung des Staates. Von neoliberalen Politiker*innen angesto\u00dfene Strukturanpassungsprgramme (SAP) beinhalten fast immer mehr Privatisierung und Deregulierung, Steuersenkung f\u00fcr Reiche, Senkung von Staatsausgaben (au\u00dfer f\u00fcr das Milit\u00e4r), Senkung des Mindestlohnes, Anheben der Studiengeb\u00fchren etc. H\u00e4ufig verst\u00e4rken sich dadurch wirtschaftliche und politische Probleme von krisengebeutelten L\u00e4ndern letztlich noch mehr. Die Mittelschicht l\u00f6st sich in Armut auf, w\u00e4hrend reiche und m\u00e4chtige Eliten bevorteilt werden. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\" data-wpel-link=\"internal\">Neoliberalismus<\/a>, religi\u00f6se Fundamentalismen und ausschlie\u00dfende Nationalismen miteinander verbinden. Welche Verbindungen siehst du zwischen diesen politischen Projekten und dem Wiedererstarken offen rassistischer und antifeministischer und Anti-Menschenrechts-Diskurse?<a href=\"https:\/\/www.npla.de\/thema\/feminismus-queer\/ochy-curiel-das-geheimnis-des-widerstands-ist-glueck\/#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Diese Ph\u00e4nomene beobachten wir nicht nur in Lateinamerika und der Karibik, sondern weltweit. Das Projekt der extremen Rechten st\u00fctzt sich genau auf diese Pfeiler. An erster Stelle auf extremen Neoliberalismus, wie du es nennst. Dieser basiert auf der Zentralit\u00e4t des Marktes, der <a class=\"glossaryLink\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/privatisierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Privatisierung ist ein zentraler Bestandteil neoliberaler Politiken, die seit den 1980er Jahren angewandt werden: ehemals staatliche Dienstleistungen werden in die H\u00e4nde privater Akteure gegeben, welche Gewinnsabsichten auf dem Markt besitzen und keine Verpflichtung zur Durchsetzung universeller Rechte f\u00fcr Alle. Dadurch geraten beispielsweise indigene Territorien, die landbesitzende rurale Bev\u00f6lkerung genau so wie Stadtbewohner*innen unter Druck. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\" data-wpel-link=\"internal\">Privatisierung<\/a> grundlegender Daseinsvorsorge, Deregulierung, minimalen Eingriffen des Staats, Extraktivismus sowie auf Individualismus, den all dies mit sich bringt. Er wird immer von den wirtschaftlichen und politischen Eliten vorangetrieben. Elitistische, <em>wei\u00dfe<\/em> oder an <em>Wei\u00dfsein <\/em>orientierte<a href=\"https:\/\/www.npla.de\/thema\/feminismus-queer\/ochy-curiel-das-geheimnis-des-widerstands-ist-glueck\/#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><em><strong>[4]<\/strong><\/em><\/a> nationale Projekte, die auf der Idee der kulturellen, rassistischen und ethnischen Vorherrschaft aufbauen, geben immer noch den <em>wei\u00dfen<\/em> katholischen Mann mit \u00f6konomischem, sozialem und politischem Kapital als Paradigma vor, wobei es nicht \u00fcberfl\u00fcssig ist, darauf hinzuweisen, dass dies schon immer das Paradigma der Moderne war. Nichtwei\u00dfe Menschen sind die Hauptbetroffenen. Sie sind es, die am meisten in materieller Hinsicht unter diesem Projekt leiden, sie sind es, die aus religi\u00f6ser Intoleranz, wegen der Macht der j\u00fcdisch-christlichen (sic!, d. \u00dc.), protestantischen Kirchen etc. angegriffen werden. Die religi\u00f6sen Fundamentalismen gr\u00fcnden auf einer Reinheit der Lehre, die Heterosexualit\u00e4t und damit die Vorstellung cis-m\u00e4nnlicher \u00dcberlegenheit f\u00f6rdert. Alles, was nach sozialen und individuellen Mindestrechten klingt, wird unterdr\u00fcckt, und sei es mit diskursiven Mitteln, wobei die sozialen Netzwerke aufgrund des fehlenden staatlichen Eingreifens hier fundamental sind, oder durch offene Repression.<\/p>\n<p><strong>Angesichts der Feminismen, die weiterhin ausschlie\u00dflich das Geschlecht und den Dialog mit dem Staat ins Zentrum stellen: Warum bestehst du darauf, dass Antirassismus eine kollektive politische Praxis sein muss, und nicht nur eine Identit\u00e4t oder ein Diskurs? Welche Risiken siehst du in der Institutionalisierung dieser K\u00e4mpfe?<\/strong><\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen verstehen, dass der Feminismus Teil der Moderne ist. Seine Geschichte ist in Europa entstanden, dann hat er sich in die Vereinigten Staaten ausgebreitet und ist sp\u00e4ter in Lateinamerika und der Karibik angekommen. Sein haupts\u00e4chlicher Kampf dreht sich bis heute um Frauen, auf der Basis ihres biologischen und sozialen Geschlechts. Vor einiger Zeit sind Str\u00f6mungen innerhalb des Feminismus aufgetaucht, die Rassismus und Klassismus im Feminismus angeprangert haben, wie unter anderem der Schwarze Feminismus oder der [klassenbewusste] <em>feminismo popular<\/em>. Die zentrale Forderung besonders des Schwarzen Feminismus ist, dass alle Unterdr\u00fcckungsformen bek\u00e4mpft werden m\u00fcssen, sei es rassistische oder an Geschlecht, Klasse oder Sexualit\u00e4t ankn\u00fcpfende Unterdr\u00fcckung. Dennoch scheint es, gerade wegen des Rassismus innerhalb der feministischen Bewegung, dass diese Beitr\u00e4ge zwar zur Kenntnis genommen werden, doch ihre transformative Wirkung auf Theorien und politische Aktionen noch nicht ausreicht. Das hei\u00dft, der hegemoniale Feminismus, der, worauf ich bestehe, <em>wei\u00df<\/em> und <em>blanco-mestizo<\/em> ist, baut seinen Kampf weiterhin auf Geschlecht auf und engagiert sich nicht in anderen K\u00e4mpfen, wie denen gegen Rassismus, die Wirkungen neoliberaler Politiken, Extraktivismus, etc.<\/p>\n<p>Es ist kein Zufall, dass die grundlegenden Themen dieser Feminismen die sexuellen und reproduktiven Rechte und die Gewalt gegen Frauen sind, wodurch die Erfahrungen vieler Frauen homogenisiert werden. Und offensichtlich halten die NGOs, die Staaten, die internationale Zusammenarbeit daran fest. Das ist Teil des <a class=\"glossaryLink\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/neokolonialismus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Als Neokolonialismus werden Formen der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Abh\u00e4ngigkeit bezeichnet, die nach dem formalen Ende des Kolonialismus fortbestehen. Staaten des Globalen S\u00fcdens sind dabei nicht mehr direkt kolonial beherrscht, bleiben jedoch durch ungleiche Handelsbeziehungen, Schulden, Investitionen multinationaler Konzerne, Rohstoffabh\u00e4ngigkeit oder politische Einflussnahme strukturell benachteiligt. Internationale Institutionen, Handelsabkommen oder Entwicklungsprogramme k\u00f6nnen diese Machtasymmetrien verst\u00e4rken. Kritiker*innen sprechen von Neokolonialismus, wenn wirtschaftliche Interessen des Globalen Nordens Entwicklung, Umwelt und soziale Rechte im S\u00fcden beeintr\u00e4chtigen. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\" data-wpel-link=\"internal\">Neokolonialismus<\/a>. Was ist das fundamentale Risiko? Dass ein Projekt realer Transformation, das dringend notwendige B\u00fcndnisse zwischen sozialen Kollektiven und Bewegungen erm\u00f6glicht, die unterschiedliche Formen der Unterdr\u00fcckung von autonomen und selbstorganisierten politischen Ausgangspunkten aus bek\u00e4mpfen, bereits im Entstehen aufl\u00f6st. Ein Feminismus, der weiterhin nur auf Geschlecht basiert, ist rassistisch, klassistisch, heterosexistisch und demzufolge kolonial.<\/p>\n<p><strong>Zum <em>Festival Antirracista y Antifascista<\/em> in Buenos Aires, das auf Kultur und Feiern als Formen politischen Widerstands setzt. Aus deiner Erfahrung als Aktivistin und K\u00fcnstlerin: Welche Rolle k\u00f6nnen heute Kunst, Genuss und kollektive Aktion im Aufbau von Alternativen gegen Rassismus und Faschismus spielen?<\/strong><\/p>\n<p>Das ist einer unserer gr\u00f6\u00dften Tr\u00fcmpfe gegen dieses System des Todes. Wenn Kunst aus einem transformativen politischen Bewusstsein heraus geschaffen wird, hat sie viel Potenzial, Bewusstwerdungsprozesse und dadurch auch politische Aktionen anzusto\u00dfen, denn k\u00fcnstlerische Ausdrucksformen ber\u00fchren die Sensibilit\u00e4t, die Herzen der Menschen. Und nat\u00fcrlich sollten wir mittels dieser Ausdruckformen auf Missst\u00e4nde hinweisen, aber zugleich sollten wir das Leben feiern, andere m\u00f6gliche Welten zeigen und lachen. F\u00fcr Schwarze Gemeinschaften ist das seit anzestralen Zeiten zentral. \u00a0Wenn sie uns das Lachen weggenommen h\u00e4tten, die Musik, die Kreativit\u00e4t, dann h\u00e4tten sie uns schon vernichtet. Und hier sind wir immer noch, genie\u00dfen jeden Moment, bauen Gemeinschaften auf, schaffen Gesang, Poesie, bildende Kunst und so vieles mehr. Wie die afroamerikanische Schriftstellerin Alice Walker sagte: \u201eDas Geheimnis des Gl\u00fccks ist Widerstand\u201c, so sage ich auch umgekehrt: \u201eDas Geheimnis des Widerstands ist Gl\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p><strong>Aus einer dekolonialen Perspektive: Welche Elemente h\u00e4ltst du f\u00fcr unerl\u00e4sslich, um heute ein Projekt der antirassistischen und antifaschistischen Befreiung in Lateinamerika und der Karibik zu entwerfen, jenseits von Staat und institutioneller Programmatik?<\/strong><\/p>\n<p>Autonomie als Ethik und dauerhafte politische Praxis. Dies bedeutet, sich weder von der Logik des Staats abh\u00e4ngig zu machen noch von denen der internationalen Zusammenarbeit oder der Universit\u00e4ten. Es ist notwendig, weiterhin Gemeinsamkeit und Gemeinschaftlichkeit aufzubauen, mit multiplen Subjekten, die das Bed\u00fcrfnis und den Wunsch haben, Welten zum Leben zu schaffen. Es m\u00fcssen dringend B\u00fcndnisse geschlossen werden, die nicht auf identit\u00e4tspolitischen Projekten basieren, sondern eben auf Projekten des Weltenmachens. In diesen werden viele menschliche und nichtmenschliche Wesen zusammenkommen: Schwarze Menschen, indigene Menschen, Frauen, trans Menschen, Kinder, Gebirge, Fl\u00fcsse, Hunde, Katzen, die letztlich alle voneinander lernen werden. Wie die Lehrmeisterin <a href=\"https:\/\/budrich-journals.de\/index.php\/peripherie\/article\/view\/36612\/31229\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\">Mar\u00eda Lugones<\/a> sagte, wir m\u00fcssen uns von vielen Welten durchqueren lassen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.npla.de\/thema\/feminismus-queer\/ochy-curiel-das-geheimnis-des-widerstands-ist-glueck\/#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Federico Pita ist afroargentischer antirassistischer Aktivist und Politologe an der Universidad de Buenos Aires und spezialisiert auf Afrodeszendenz, <em>\u201eraza\u201c<\/em> (rassifizierende Identit\u00e4tskonstruktionen) und Rassismus. Er ist Gr\u00fcnder der NGO <em>Di\u00e1spora Africana de la Argentina <\/em>(DIAFAR, <a href=\"https:\/\/diafar.org\/\" rel=\"external noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\">https:\/\/diafar.org\/<\/a>). Pita positioniert sich selbst als <em>Negro de conciencia<\/em>, also als Schwarzer mit Schwarzem Bewusstsein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.npla.de\/thema\/feminismus-queer\/ochy-curiel-das-geheimnis-des-widerstands-ist-glueck\/#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <em>\u201eBlanco-mestizo\/-a\u201c<\/em> bezieht sich auf Teile der Bev\u00f6lkerung, die kontextbezogen als dem <em>Wei\u00df<\/em>sein nahe beschrieben werden oder teilweise <em>wei\u00dfe<\/em> Privilegien genie\u00dfen. \u201eMestizo\/-a\u201c bezeichnete in der kolonialen Gesellschaftsordnung Menschen von w\u00f6rtlich \u201egemischter\u201c, autochtoner und europ\u00e4ischer Herkunft. In unabh\u00e4ngigen Staaten Lateinamerikas wurde seit dem fr\u00fchen 20. Jh. das Konzept der \u201eMestizaje\u201c genutzt, um die autochtone Bev\u00f6lkerung in Staatsprojekte einzubinden, aber auch zu assimilieren. Anm. d. \u00dc.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.npla.de\/thema\/feminismus-queer\/ochy-curiel-das-geheimnis-des-widerstands-ist-glueck\/#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Mit <em>antiderechos<\/em> oder engl. <em>Anti-Rights<\/em> sind Gruppen, Bewegungen und Diskurse gemeint, die sich gegen Menschenrechte oder individuelle und kollektive Rechte historisch und aktuell unterdr\u00fcckter Gruppen aussprechen, z.B. Abtreibungsrechte oder Rechte von LGBTIQA*.\u00a0Anm. d. \u00dc.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.npla.de\/thema\/feminismus-queer\/ochy-curiel-das-geheimnis-des-widerstands-ist-glueck\/#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> \u201e<em>Blanqueados\/-as\u201c<\/em> bezieht sich auf<em> blanqueamiento, <\/em>eine soziale, diskursive und reproduktive Ideologie und Praxis des \u201e<em>Wei\u00df<\/em>werdens\u201c, vereinzelt auch als \u201eVer<em>wei\u00df<\/em>ung\u201c \u00fcbersetzt. Anm. d. \u00dc.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzung: Constanze Schw\u00e4rzer<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ochy Curiel ist bekannt als un\u00fcberh\u00f6rbare Stimme des antirassistischen und dekolonialen Feminismus in Lateinamerika und der Karibik. Die Universit\u00e4tsdozentin und Autorin zahlreicher B\u00fccher und Artikel hatte sich Ende Januar nach Argentinien aufgemacht, um am Festival Antirracista y Antifascista teilzunehmen. 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