{"id":2680008,"date":"2026-02-28T10:21:08","date_gmt":"2026-02-28T10:21:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2680008"},"modified":"2026-02-28T10:21:08","modified_gmt":"2026-02-28T10:21:08","slug":"eine-zukunft-ohne-arbeit-wenn-tech-milliardaere-in-die-zukunft-schauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2026\/02\/eine-zukunft-ohne-arbeit-wenn-tech-milliardaere-in-die-zukunft-schauen\/","title":{"rendered":"Eine Zukunft ohne Arbeit? &#8211; Wenn Tech-Milliard\u00e4re in die Zukunft schauen"},"content":{"rendered":"<p><strong>R\u00fchrend! Die allseits bewunderten US-Milliard\u00e4re treffen sich nicht nur auf einsamen Inseln zu \u201ewilden Parties\u201c (E. Musk), sie sorgen sich auch um die Zukunft der Menschheit.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man bei Google den Suchbefehl \u201eUS-Milliard\u00e4re\u201c eingibt, erh\u00e4lt man von der mittlerweile dort t\u00e4tigen K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) die Antwort: \u201eAmerikanische Milliard\u00e4re haben enormen Einfluss auf Wirtschaft und Politik, insbesondere durch Investitionen in KI, Weltraumtechnologie und Bergbauprojekte.\u201c Bei der Plattform Business Insider sind anscheinend noch leibhaftige Schreiberlinge besch\u00e4ftigt, die einschl\u00e4gige Zukunftsvisionen von Hand abfragen sowie Fluch und Segen der Technik selber abw\u00e4gen m\u00fcssen. So jetzt in einer Reihe von Artikeln, in denen Tech-Milliard\u00e4re und ihre KI-Experten zur Zukunft der Arbeit, zu den m\u00f6glichen Wirkungen von KI und dem Einsatz neuer Technologien befragt wurden.<\/p>\n<p>Die Antworten waren nat\u00fcrlich spekulativ, also eigentlich belanglos. Sie werfen aber ein Licht auf die Befragten und deren Geisteszustand und sagen zudem einiges \u00fcber das herrschende Wirtschaftssystem aus.<\/p>\n<p><strong>Eine Zukunft ohne Arbeit?<\/strong><\/p>\n<p>Auf die Frage, ob eine Zukunft ohne Arbeit denkbar ist, antwortete Elon MusK: \u201eEs wird in Zukunft keine Armut geben und daher kein Grund Geld zu sparen\u2026 In diesem Szenario werde Arbeit wie ein Hobby oder das Spielen eines Videospiels sein.\u201c Klingt geradezu verhei\u00dfungsvoll. Dieser Sicht kann sich Bill Gates nur anschlie\u00dfen: \u201eWas die Herstellung von Dingen, den Transport und den Anbau von Lebensmitteln betrifft, werden das im Laufe der Zeit im Grunde gel\u00f6ste Probleme sein.\u201c Und \u201eOpen AI\u201c-Chef Sam Altman entwirft das Wunschbild einer Welt \u201emit universellem extremem Wohlstand\u201c; aber es soll eine Welt sein, \u201ein der es ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, weil die Welt die Gewinne aus den Fortschritten der KI teilt.\u201c Ganz so selbstverst\u00e4ndlich ist das mit dem gesicherten Wohlstand also nicht und es stellt sich nat\u00fcrlich die Frage, wer denn da \u201edie Welt\u201c ist und wie dank diesem seltsamen Subjekt das bedingungslose Grundeinkommen zustande kommen soll.<\/p>\n<p>\u201eNvidia\u201c-Chef Huang hat hier laut Business Insider eine realistische L\u00f6sung im Auge: \u201eEr sagt, es sei unwahrscheinlich, dass sowohl ein bedingungsloses Grundeinkommen als auch Musks \u201auniverselles hohes Einkommen&#8216; gleichzeitig existieren werden\u201c. Eine geniale Erkenntnis! Ein Grundeinkommen soll bekanntlich die Grundversorgung \u2013 wie bescheiden auch immer \u2013 sichern, damit keiner in existenzielle Not ger\u00e4t. Es wird gebraucht, weil der Reichtum nicht einfach da ist und allen zur Verf\u00fcgung steht, sondern weiter als Gesch\u00e4ftsmittel taugen soll, also bezahlt werden muss. Huang f\u00fcgt au\u00dferdem hinzu, dass \u201edas Konzept des durch KI geschaffenen \u00dcberflusses sich nicht allein auf monet\u00e4ren Wohlstand konzentrieren\u201c sollte. Schlie\u00dflich kennen die F\u00fchrungsfiguren, die im Geld schwimmen, auch h\u00f6here Werte.<\/p>\n<p>Passenderweise wirft da der \u201eAnthropic\u201c-Chef Dario Amodei die Frage auf: \u201eK\u00f6nnen wir eine Welt haben, in der Arbeit f\u00fcr viele Menschen nicht die zentrale Rolle haben muss, die sie heute hat, in der Menschen ihre Sinnquelle woanders finden?\u201c Ein enormer Kenner der wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse! Der Mann will entdeckt haben, dass die Menschen nicht aus materiellen Gr\u00fcnden wie Geldverdienen in die t\u00e4gliche Maloche schlurfen, sondern weil sie auf der Suche nach Sinn sind. Deshalb will er auch nicht ganz auf Arbeit verzichten und w\u00fcnscht sich f\u00fcr seine Enkel eine 15- oder 20-Stundenwoche.<\/p>\n<p>\u201eGoogle-DeepMind\u201c-Chef Demis Hassabis sieht ebenfalls eine Zeit des \u201eradikalen \u00dcberflusses\u201c kommen und wirft dann f\u00fcr die Zukunft ein Problem auf, das Milliard\u00e4re in der Gegenwart sonst kaum haben: \u201eWir m\u00fcssen sicherstellen, dass er gerecht verteilt wird.\u201c Eigentlich ein seltsames Problem: Denn wenn alle \u00dcberfluss haben, also mehr als sie brauchen, wieso taucht dann die Frage nach der Gerechtigkeit auf?<\/p>\n<p>Auch wenn die Besitzer des gro\u00dfen Geldes, die die Welt immer ein bisschen besser machen wollen, angesichts der neuen Technologien in gro\u00dfen Dimensionen denken, bleiben sie eben doch oft im Rahmen des herrschenden Wirtschaftssystems befangen und sto\u00dfen dabei auf Probleme, die sie doch eigentlich dank ihrer gro\u00dfartigen Technologie \u00fcberwunden haben wollen.<\/p>\n<p>Und so st\u00f6\u00dft der Milliard\u00e4r und Mitbegr\u00fcnder von \u201eOaktree Capital Management\u201c, Howard Marks, auf ein Problem ganz anderer Art: \u201eIch finde die daraus resultierenden Aussichten auf die Besch\u00e4ftigung erschreckend. Ich mache mir enorme Sorgen dar\u00fcber, was mit den Menschen geschehen wird, deren Arbeit durch KI \u00fcberfl\u00fcssig wird oder deshalb keine Arbeit finden.\u201c Und wer meint, jetzt sorgt sich wirklich einer um die materiellen N\u00f6te von Menschen, die durch KI um ihr Einkommen gebracht werden, der wird gleich wieder eines Besseren belehrt: \u201eAber selbst wenn die Regierungen einen Weg finden, ein universelles Grundeinkommen zu finanzieren, so Marks, wird dabei ein zentrales Problem nicht ber\u00fccksichtigt: Dass die Menschen von ihrer Arbeit viel mehr haben als nur einen Gehaltscheck. \u201aEin Job gibt einen Grund, morgens aufzustehen, gibt ihrem Tag eine Struktur, gibt ihnen eine produktive Rolle in der Gesellschaft und Selbstachtung&#8216;.\u201c Aber Hallo! F\u00e4llt einem solchen Milliard\u00e4r auf, dass die miese Bezahlung eigentlich keinen Menschen motivieren kann, zur Arbeit zu gehen? K\u00f6nnte es also sein, dass die Lage der eigentumslosen Massen eine einzige existenzielle Notlage ist, die ihnen keine andere Wahl l\u00e4sst?<\/p>\n<p>Auf die Eigentumsverh\u00e4ltnisse, die die Massen von allem N\u00f6tigen ausschlie\u00dfen und den Zwang zur Lohnarbeit etablieren, darf nat\u00fcrlich kein schlechtes Licht fallen. Da muss die Arbeit eben etwas anderes zu bieten haben als das bisschen Geld. Was w\u00fcrden die Menschen denn auch mit ihrem Tag anfangen, wenn die Firma ihnen nicht vorgeben w\u00fcrde, wann sie anzutreten haben. Die gr\u00f6\u00dfte Bef\u00fcrchtung des Gesch\u00e4ftsmanns ist daher, dass sie \u201eden ganzen Tag unt\u00e4tig rumsitzen.\u201c Dass die Arbeit sich f\u00fcr sie nicht lohnt, f\u00e4llt dem Mann irgendwie auf. Ihr wahrer Lohn soll daher von h\u00f6herer Art sein, indem sie sich n\u00e4mlich f\u00fcr andere n\u00fctzlich machen und so dem Gemeinwohl dienen. Doch selbst dabei muss der Kapitalist noch mogeln. Denn schlie\u00dflich reiben sich die Arbeitnehmer nicht f\u00fcr \u201edie Gesellschaft\u201c auf, sondern f\u00fcr den Gewinn privater Unternehmen, die ihren Nutzen bedenkenlos mit dem der Gesellschaft gleichsetzen, die von ihrem Gewinne machen abh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p><strong>Superreiche Heuchler<\/strong><\/p>\n<p>Tja, so geht&#8217;s in den K\u00f6pfen auf den obersten Chefetagen des globalisierten Kapitalismus zu. Die letzten Heuler aus 150 Jahren Besinnungsaufsatz zu Fluch und Segen der Technik werden einem da verkauft. Und das haben sich diese Genies auch noch selber ausgedacht, ganz ohne KI! Dabei wurde die Einf\u00fchrung neuer Technologien im Kapitalismus schon immer mit solchen R\u00e4sonnements begleitet.<\/p>\n<p>Diejenigen, die die technischen Innovationen produzieren lassen und verkaufen, verweisen in der Regel auf die ungeahnten M\u00f6glichkeiten, die die Neuerungen bieten. Und es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass sie viel an Anstrengung und Arbeit \u00fcberfl\u00fcssig machen k\u00f6nnen. Auch dass es mit ihrer Hilfe m\u00f6glich w\u00e4re, Armut und Elend in der Welt abzuschaffen. Doch das wissen auch die Tech-Milliard\u00e4re, die diese Errungenschaften preisen und sich als Verkaufsmanager bet\u00e4tigen, dass solche Innovationen nicht daf\u00fcr da sind, der Menschheit das Leben leichter zu machen. Wenn Unternehmen die Arbeit von Menschen durch Maschinen ersetzen, dann aus einem betriebswirtschaftlichen Grund: um Lohnkosten zu sparen.<\/p>\n<p>Und das zieht genau die Konsequenz nach sich, dass Menschen damit um ihren Lebensunterhalt gebracht werden. So kann Business Insider auch vermelden: \u201eEine IWF-Analyse aus dem Jahr 2024 geht davon aus, dass etwa 60 Prozent der Arbeitspl\u00e4tze in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften von der KI betroffen sein werden, wobei die H\u00e4lfte von der Technologie profitiert und die andere H\u00e4lfte von ihr negativ beeinflusst wird.\u201c Stellt sich nur die Frage, wie dieser Nutzen berechnet wurde und wer hier eigentlich profitiert, vor allem aber: wo in dieser Rechenweise die Arbeitspl\u00e4tze vorkommen, die es dann ja gar nicht mehr gibt, weil bekanntlich KI \u201euns\u201c die Arbeit abnimmt und alles schneller bzw. leichter macht.<\/p>\n<p>In der \u00f6konomischen Realit\u00e4t \u2013 jenseits aller k\u00fchnen Visionen \u2013 geht es allerdings so zu: Vorteile von neuen Technologie haben immer nur diejenigen, die sie herstellen bzw. vermarkten, sowie diejenigen, die sich mit ihrer Hilfe am Markt durchsetzen, weil sie mit ihrem Einsatz schneller als andere ihre Kosten senken. Sprich: mit weniger Belegschaft mehr und besser produzieren k\u00f6nnen. Was nat\u00fcrlich zur Folge hat, dass Massenkaufkraft schwindet. Offenbar ist dieser Sachverhalt auch den Lobrednern technologischer Fortschritte nicht ganz verborgen geblieben, sie pl\u00e4dieren ja f\u00fcr ein bedingungsloses Grundeinkommen als notwendige Erg\u00e4nzung.<\/p>\n<p>Woher es kommen soll, bleibt aber schleierhaft. Dass diejenigen, die den Einsatz von KI oder Robotern finanzieren und damit ihren Gewinn vergr\u00f6\u00dfern, auf die Gewinnzuw\u00e4chse verzichten und den B\u00fcrgern in Form des Grundeinkommens einen ausgeben wollen, ist ja das Letzte, was in Frage k\u00e4me. Irgendwie ist hier wohl daran gedacht, dass der Staat, der sich eigentlich immer raushalten, aber gleichzeitig die Gewinne sichern soll, einspringt und den B\u00fcrgern einen Vorschuss gibt. Dann k\u00f6nnen diese die sch\u00f6nen Produkte der Milliard\u00e4re kaufen. Verschenken wollen die ihr Zeug ja in Zukunft genau so wenig wie in der Gegenwart.<\/p>\n<p>Ganz ahnungslos wollen sich die Tech-Gr\u00f6\u00dfen zu den negativen Wirkungen beim Einsatz ihrer hochgepriesenen Technik nicht geben und so werden auch Warnungen ausgesprochen, wie zum Beispiel von Amodei: In einem Essay betont er, dass das KI das Potenzial habe, \u201edie Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr alle zu steigern\u201c \u2013 der \u00dcbergang dorthin werde jedoch ein brutales \u201eInitiationsritual\u201c sein.<\/p>\n<p>Ein Bild, das ebenfalls so alt ist wie der Kapitalismus, wo es schon immer hie\u00df, dass Rationalisierungen zwar zu Entlassungen f\u00fchren, aber l\u00e4ngerfristig gr\u00f6\u00dferen Wohlstand bedeuten w\u00fcrden. Verwiesen wird etwa auf Produkte, die sich die Menschen heute leisten k\u00f6nnen und die es fr\u00fcher nicht gab. Dass sich das nur diejenigen leisten k\u00f6nnen, die f\u00fcr den wachsenden Reichtum in Form von Kapitalvermehrung ben\u00f6tigt werden, w\u00e4hrend die Armut auf der Welt zunimmt, weil immer mehr Menschen die Existenzgrundlage durch Einbeziehung in dieses Wirtschaftssystem entzogen wird, muss in einer solchen Zukunftsperspektive nat\u00fcrlich au\u00dfen vor bleiben.<\/p>\n<p>Es sei denn, diese Menschen machen sich als \u201eFl\u00fcchtlings-\u201c oder \u201eMigrationsproblem\u201c bemerkbar. Dann m\u00fcssen das auch die Vision\u00e4re aus den Chefetagen ber\u00fccksichtigen. Aber was da auf Business Insider als Zukunftssorge erscheint, ist l\u00e4ngst Realit\u00e4t. Amodei \u00e4u\u00dfert etwa die Sorge, dass durch KI verdr\u00e4ngte Arbeitskr\u00e4fte \u201eeine arbeitslose oder extrem niedrig entlohnte \u201aUnterklasse&#8216; bilden k\u00f6nnten, w\u00e4hrend eine kleine Minderheit den Gro\u00dfteil der finanziellen Gewinne aus KI absch\u00f6pft\u201c \u2013 womit es zu einer \u201eso massiven Verm\u00f6genskonzentration kommen k\u00f6nnte, dass die Gesellschaft zusammenbricht.\u201c Auf das Unterklassen-Elend muss man nicht warten, nur f\u00fchrt das zu keinem Zusammenbruch. Und trotz massiver Entlassungen, die bereits jetzt stattfinden und die Arbeitslosenzahlen in die H\u00f6he treiben, ist von einer Gegnerschaft gegen das herrschende System kaum etwas zu versp\u00fcren.<\/p>\n<p>Auch die Geld-Gr\u00f6\u00dfen machen sich dazu ihre Gedanken und verweisen zuallererst auf ihre schon jetzt praktizierte Gro\u00dfz\u00fcgigkeit: So erinnert Amodei daran, dass er und seine Kollegen zugesagt haben, 80 % ihres Verm\u00f6gens f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke zu spenden. Nach so einem Versprechen, das auch noch gro\u00df bekannt gemacht wird, kann man sich wohl f\u00fchlen und muss keinen Gedanken mehr daran verschwenden, wieso Wohlt\u00e4tigkeit \u00fcberhaupt notwendig ist. Und wenn man schon bei solchen vision\u00e4ren Ausblicken in die Zukunft ist, kann man auch noch einen drauflegen. So wei\u00df Business Insider zu berichten:<\/p>\n<p>\u201eDer Anthropic-Chef teilt eine \u00e4hnliche Vision wie Musk: In einem Essay von 2024 schrieb er, dass KI eines Tages \u201aso breit wirksam und so g\u00fcnstig&#8216; sein werde, dass das heutige Wirtschaftssystem \u201akeinen Sinn mehr&#8216; machen werde.\u201c Wer nun meint, dass dieser Milliard\u00e4r die Seite gewechselt h\u00e4tte und zum Revolution\u00e4r geworden w\u00e4re, wird schnell eines Besseren belehrt: Das bestehende System \u201ek\u00f6nne durch ein \u201agro\u00dfes universelles Grundeinkommen f\u00fcr alle&#8216; ersetzt werden \u2013 oder durch eine \u201akapitalistische Wirtschaft von KI-Systemen&#8216;, die \u201ariesige Mengen&#8216; an Ressourcen verteilt, da der \u201agesamte Wirtschaftskuchen gigantisch&#8216; werde.\u201c Irre, worauf diese Zukunftsdenker kommen! Immer weniger Leute erwirtschaften ein gigantisches Produkt, so dass keiner mehr Not leiden m\u00fcsste. Aber die ganze Zukunftsaufgabe soll darin bestehen, dass Masseneinkommen generiert werden, um das Zeug zu versilbern und so weiter eine kapitalistische, also am Gewinn orientierte \u201eVerteilung\u201c sicherzustellen!<\/p>\n<p><strong>Eine Alternative, die sich dennoch aufdr\u00e4ngt<\/strong><\/p>\n<p>Aber auch wenn die meisten Tech-Milliard\u00e4re darauf dr\u00e4ngen, dass sich f\u00fcr sie die von KI und Robotern produzierten G\u00fcter weiterhin lohnen sollen, kommen doch in der Logik des \u00dcberflusses auch schon einmal Alternativen vor. Naheliegenderweise. Denn wenn alle viel, ja mehr als genug haben, wieso braucht es dann noch Geld? Zumindest Elon Musk kann sich diesem Gedanken nicht verschlie\u00dfen. Er \u201esagte auf dem amerikanisch-saudischen Investitionsforum auch, dass Geld in der Zukunft der KI \u201anicht mehr relevant&#8216; sein werde.\u201c Und ein Geoffrey Hinton, der \u201eoft als Pate der KI bezeichnet wird\u201c, kommt zu dem Schluss, \u201edas Problem sei nicht die Technologie selbst, sondern das \u201akapitalistische System&#8216;, welches bestimmt, wer den durch die KI geschaffene Wert f\u00fcr sich beansprucht.\u201c<\/p>\n<p>In der Tat: Das ganze Problem, an das sich die Milliard\u00e4re und ihre Helfershelfer hier in ihren k\u00fchnsten Visionen heranwagen, hat etwas mit den Eigentumsverh\u00e4ltnissen zu tun! Wenn die Massen von den Produkten, die sie herstellen, ausgeschlossen sind und sie diese erst durch Geld erwerben m\u00fcssen, ist von vornherein entschieden, f\u00fcr wen sich der Einsatz besserer Produktionstechnologien lohnt. Dass ausgerechnet der fortschreitende kapitalistische Einsatz dieser Technologien zum Kommunismus f\u00fchren soll, ist daher blanker Unfug. Aber Ausnahmegestalten wie Musk kriegen auch eine solche gedankliche Konstruktion hin: \u201eDie kapitalistische Umsetzung von KI und Robotik \u2013 vorausgesetzt sie verl\u00e4uft auf einem guten Weg \u2013 ist tats\u00e4chlich das, was in einer kommunistischen Utopie m\u00fcndet\u201c.<\/p>\n<p>Der gute Weg soll darin bestehen, die Profiteure des Systems, die auf ihre Gewinne nicht verzichten wollen und dieses Anliegen ja auch mit allerlei Sorgenfalten in ihren Zukunftsvisionen ausbreiten, weiter machen zu lassen wie bisher? Hat der Mann noch alle Tassen im Schrank? Man sollte sich lieber eins klarmachen, was auch der CEO von \u201eGoogle\u201c, Sundar Pichai, in dieser Sammlung von Zukunftsszenarien zum Ausdruck gebracht hat: \u201eIch denke, was ein CEO tut, ist vielleicht eines der einfacheren Dinge, die eine KI eines Tages tun kann.\u201c<\/p>\n<p>Also Proletarier aller L\u00e4nder h\u00f6rt die Signale! Warum nicht in den Chefetagen mit dem Einsatz von KI beginnen und die Milliard\u00e4re zum Teufel, z.B. auf einsame Inseln, jagen, wo sie sich ganz ihren Visionen hingeben k\u00f6nnen?<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Suitbert Cechura<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00fchrend! Die allseits bewunderten US-Milliard\u00e4re treffen sich nicht nur auf einsamen Inseln zu \u201ewilden Parties\u201c (E. Musk), sie sorgen sich auch um die Zukunft der Menschheit. 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