{"id":2663282,"date":"2025-12-24T10:38:39","date_gmt":"2025-12-24T10:38:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2663282"},"modified":"2025-12-24T10:38:39","modified_gmt":"2025-12-24T10:38:39","slug":"wenn-die-alte-welt-in-neuem-gewand-zurueckkehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/wenn-die-alte-welt-in-neuem-gewand-zurueckkehrt\/","title":{"rendered":"Wenn die alte Welt in neuem Gewand zur\u00fcckkehrt"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Warum ich zu den inneren Entwicklungszielen nicht schweigen kann<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Ein guter Freund meinte neulich zu mir: \u201eNein, ich sehe keinen Grund, mich zu rechtfertigen. Die <a href=\"https:\/\/innerdevelopmentgoals.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Inner Development Goals<\/a> (IDG) sind falsch, und ich mag sie nicht.\u201c Er ist \u00e4lter, erfahrener und hat nicht mehr das Bed\u00fcrfnis, seine Meinung zu erkl\u00e4ren. Ich hingegen schon. Um mir selbst klar zu werden. Um die Frauen zu ehren, die vor mir f\u00fcr eine gerechtere Welt gek\u00e4mpft haben. Und um allen zu antworten, die sich nach meiner letzten Kritik gemeldet und dieselbe Frage gestellt haben:\u00a0Warum bist du gegen die Inner Development Goals? Hier ist also meine Antwort.<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Sanna Radelius, Schweden<\/em><\/p>\n<h3><strong>Woher kommt meine Kritik?<\/strong><\/h3>\n<p>Ich muss mit meiner eigenen Position anfangen. Wer bin ich, dass ich \u00fcber die IDGs rede? Ich war nie offiziell Teil der Initiative. Aber ich war tief in die Welt verstrickt, aus der sie entstanden ist. Ich habe mit den Gr\u00fcndern in anderen Projekten zusammengearbeitet. Ich sa\u00df in den R\u00e4umen von Eksk\u00e4ret und im Emerge-Netzwerk, wo diese Ideen entstanden sind, wo \u201eSystemwandel\u201d und \u201einnere Transformation f\u00fcr \u00e4u\u00dfere Transformation\u201d eher wie ein gemeinsames Versprechen als wie ein Slogan wirkten.<\/p>\n<p>Diese Jahre haben mir viel bedeutet. Als Frau war es einer der ersten Kontexte, in denen meine ganze Pr\u00e4senz willkommen schien, mein Intellekt, meine Intuition und meine relationale Sichtweise. Ich wurde in F\u00fchrungspositionen eingeladen, in meinen weiblichen Qualit\u00e4ten anerkannt und zum Wachstum ermutigt. Und doch sp\u00fcrte ich umso mehr Reibung, je tiefer ich in die inneren Kreise vordrang. Wir sprachen von weiblichen Werten, F\u00fcrsorge, Relationalit\u00e4t und Ganzheitlichkeit, aber die tats\u00e4chlichen Machtverh\u00e4ltnisse \u00e4nderten sich nicht. Eine kleine Clique von M\u00e4nnern, \u00e4ltere und j\u00fcngere, Patriarchen und Proteg\u00e9s, blieb im Zentrum. Uns wurde gesagt, wir sollten unser Ego an der T\u00fcr abgeben, w\u00e4hrend der Raum von egoistischen Absichten und In-Gruppen randvoll war.<\/p>\n<p>Die Kluft zwischen der Sprache und der gelebten Realit\u00e4t wurde zu gro\u00df. Am Ende war die Doppelmoral mehr, als ich ertragen konnte. Also ging ich. Nicht, weil mir der Kontext nichts gegeben h\u00e4tte, sondern weil ich nicht l\u00e4nger ignorieren konnte, was er sich zu \u00e4ndern weigerte. Ich konnte nicht l\u00e4nger f\u00fcr ein Patriarchat in Verkleidung die Zuarbeit leisten.<\/p>\n<p>Seit meinem Weggang habe ich die IDGs aus der Ferne verfolgt. Ich habe als Beobachterin an einem Gipfeltreffen teilgenommen und diese Fragen \u00fcber mehrere Jahre hinweg direkt und \u00f6ffentlich angesprochen. Ich habe mit angeschaut, wie sich die Geschichte entwickelt hat, welche Teile sich ver\u00e4ndert haben und welche Dynamiken unver\u00e4ndert geblieben sind.<\/p>\n<p>Und ich schreibe das jetzt, weil Schweigen immer den Machtstrukturen zugutekommt. Ich hab genug davon, dass das auf Kosten der Frauen geschieht, die vor mir da waren, der Frauen an meiner Seite und der Stimmen au\u00dferhalb des Globalen Nordens, die immer noch an den Rand gedr\u00e4ngt werden.<\/p>\n<h3><strong>Wer entscheidet, was innere Entwicklung ist?<\/strong><\/h3>\n<p>Die IDGs behaupten, uns dabei zu helfen, die gr\u00f6\u00dften Krisen der Welt zu bew\u00e4ltigen: Klimawandel, Ungleichheit, Polarisierung, Bedeutungsverlust. Sie sagen, wir brauchen innere Entwicklung, um den \u00e4u\u00dferen Herausforderungen gerecht zu werden. Aber wer darf definieren, was innere Entwicklung bedeutet?<\/p>\n<p>Die 25 Kompetenzen (urspr\u00fcnglich waren es 23) sind nicht vom Himmel gefallen. Sie wurden in einem bestimmten kulturellen Kontext ausgew\u00e4hlt und gruppiert: der anglo-amerikanischen und nordeurop\u00e4ischen liberalen Moderne, unter hochgebildeten, gut vernetzten Fachleuten. Sie spiegeln ein bestimmtes Verst\u00e4ndnis davon wider, was ein Mensch ist, was als Reife gilt und welche Art von Mensch die Zukunft angeblich braucht.<\/p>\n<p>Uns wird gesagt, das Rahmenwerk sei global gecrowdsourced worden. Aber wenn die Fragen auf Englisch gestellt werden, innerhalb von Kategorien, die in psychologischen und managementbezogenen Weltanschauungen verwurzelt sind, und durch eine globale Nord-Linse interpretiert werden, dann greifen wir keineswegs auf unterschiedliche Wissenssysteme zu. Wir bitten die Welt, innerhalb unseres Rahmens zu antworten, nicht aber, den Rahmen selbst neu zu gestalten.<\/p>\n<p>W\u00e4ren die IDGs als Rahmenwerk pr\u00e4sentiert worden, das in erster Linie f\u00fcr wei\u00dfe, hochgebildete M\u00e4nner gedacht ist, die in der anglo-amerikanischen und nordeurop\u00e4ischen liberalen Kultur aufgewachsen sind, w\u00e4re es zwar immer noch kritikw\u00fcrdig, aber zumindest ehrlich in Bezug auf seinen Anwendungsbereich. Stattdessen wird das Rahmenwerk so pr\u00e4sentiert, als w\u00fcrde es f\u00fcr alle Menschen gelten, obwohl es aus einer ganz bestimmten Ecke der menschlichen Erfahrung entstanden ist.<\/p>\n<h3><strong>Der Fisch und das Wasser<\/strong><\/h3>\n<p>Manchmal beschreibe ich die IDGs so: Man bringt Fischen bei, besser in einem Aquarium zu schwimmen, in dem das Wasser braun wird und immer weniger Sauerstoff enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Die Fische lernen neue Schwimmtechniken. Sie werden widerstandsf\u00e4higer, kooperativer und reflektierter. All das ist nicht schlecht. Aber wenn das Wasser selbst verschmutzt ist, hilft besseres Schwimmen nur f\u00fcr eine Weile. Irgendwann stellt sich nicht mehr die Frage, wie sich die Fische verhalten, sondern was mit dem Wasser passiert.<\/p>\n<p>Helfen wir den Fischen, das Gift zu \u00fcberleben, anstatt zu fragen, warum das Wasser \u00fcberhaupt giftig ist?<\/p>\n<p>Wenn wir \u00fcber innere Entwicklung reden, ohne uns ernsthaft mit den Systemen auseinanderzusetzen, die uns pr\u00e4gen, laufen wir Gefahr, genau das zu tun. Gleichzeitig lassen wir vieles unber\u00fchrt: die wirtschaftlichen Strukturen, die endloses Wachstum verlangen; die historischen Machtverh\u00e4ltnisse, die entscheiden, wessen Wissen z\u00e4hlt; die Ausbeutungsmentalit\u00e4t, die in den Institutionen des Globalen Nordens verankert ist; die patriarchalischen Normen, die Dominanz als F\u00fchrung legitimiert haben.<\/p>\n<p>Diese Kr\u00e4fte sind nicht von der inneren Entwicklung zu trennen. Sie pr\u00e4gen, wie innere Entwicklung \u00fcberhaupt aussieht. Sie bestimmen, wer dar\u00fcber sprechen darf. Sie entscheiden, wessen F\u00e4higkeiten als \u201eentwickelt\u201d gelten.<\/p>\n<p>Dennoch behandelt das IDG-Framework diese Normen als Hintergrundbedingungen und nicht als Hauptgegenstand der Ver\u00e4nderung. Es hilft den Menschen, sich an ein krankes System anzupassen, anstatt zu fragen, ob nicht das System selbst grundlegend ver\u00e4ndert werden muss.<\/p>\n<h3><strong>Regeneration beginnt dort, wo Komfort endet<\/strong><\/h3>\n<p>Ich habe Jahre in regenerativen und systemischen Kontexten verbracht. Eines ist mir klar: Regenerative Arbeit beginnt nicht mit einer Liste von F\u00e4higkeiten. Sie beginnt bei den Ursachen. Sie fragt, warum ein System Schaden anrichtet, wer von seiner Stabilit\u00e4t profitiert und wer den Preis daf\u00fcr zahlt, wenn es sich nicht ver\u00e4ndert. Sie besteht darauf, Macht nicht als Anschuldigung zu verstehen, sondern als Struktur, als Landkarte dessen, wie Macht organisiert ist.<\/p>\n<p>In der regenerativen Theorie und Praxis wird Regeneration als ein grundlegend anderes Paradigma verstanden, das in lebenden Systemen verwurzelt ist, die ihre eigene Vitalit\u00e4t und die der anderen wiederherstellen und vertiefen. Es geht nicht um st\u00e4rkere Nachhaltigkeit, sondern um eine Abkehr von einer extraktiven, wachstumsorientierten Logik hin zu relationalen, ortsbezogenen Formen der Organisation von Leben und Wirtschaft.<\/p>\n<p>Die IDGs beschreiben sich oft als Unterst\u00fctzer eines Wandels hin zu regenerativeren Kulturen und Systemen. Aus meiner Sicht geh\u00f6rt ihre Kernlogik immer noch zu einem fr\u00fcheren Paradigma.<\/p>\n<p>Sie greifen einige dieser regenerativen Fragen in der Theorie auf, kehren dann aber auf den sichereren Boden der individuellen und kollektiven F\u00e4higkeiten innerhalb der bestehenden Ordnung zur\u00fcck. Regeneration macht das Gegenteil. Sie bleibt bei der Komplexit\u00e4t. Sie lehnt universelle Rezepte ab. Sie vertraut darauf, dass unterschiedliche Orte, unterschiedliche Geschichten und unterschiedliche Kosmologien unterschiedliche Formen des Werdens erfordern.<\/p>\n<p>Deshalb stehen Regeneration und die IDGs in einem Spannungsverh\u00e4ltnis. Die eine schafft Raum f\u00fcr Pluralit\u00e4t und strukturellen Wandel, die andere schreibt vor. Das ist keine Regeneration. Es ist Ausbeutung mit einem besseren Markenauftritt.<\/p>\n<h3><strong>Die Struktur, die sich vor aller Augen verbirgt<\/strong><\/h3>\n<p>Zu sagen, dass man mit Macht arbeitet, ist nicht dasselbe wie Macht zu transformieren. Verschiedene Stimmen an einen Tisch zu bringen, ist nicht dasselbe wie zu ver\u00e4ndern, wer den Tisch gebaut hat oder \u00fcber dessen Zweck entscheidet. Kritik einzuladen ist nicht dasselbe wie dieser Kritik zu erlauben, die Architektur neu zu gestalten.<\/p>\n<p>Das ist wichtig, weil die IDGs nicht mehr nur ein kleines nordisches Experiment sind. Sie positionieren sich jetzt und werden immer \u00f6fter in Umgebungen eingesetzt, die mit Universit\u00e4ten, Unternehmen, NGOs und \u00f6ffentlichen Einrichtungen in vielen L\u00e4ndern verbunden sind, vor allem in Teilen des Globalen Nordens. Ihr klares Ziel ist es, Einfluss darauf zu nehmen, wie F\u00fchrungskr\u00e4fte \u00fcber Ver\u00e4nderung reden, wie Organisationen \u00fcber menschliche Entwicklung denken, welche inneren Eigenschaften als legitim angesehen werden und wie \u201egute F\u00fchrung\u201d aussieht.<\/p>\n<p>Wenn das Rahmenwerk fehlerhaft ist, wird auch sein Einfluss fehlerhaft sein. Aber es k\u00f6nnte noch schlimmer kommen. Ein fehlerhaftes Rahmenwerk, das global skaliert wird, kann aktiv sch\u00e4dlich werden. Nicht unbedingt durch das, was es lehrt, sondern durch das, was es unber\u00fchrt l\u00e4sst. Es gibt den Menschen das Gef\u00fchl, an den Ursachen zu arbeiten, w\u00e4hrend sie in Wirklichkeit immer geschickter darin werden, genau die Systeme aufrechtzuerhalten und zu legitimieren, die transformiert und nicht erhalten werden sollten.<\/p>\n<p>Und f\u00fcr Frauen, f\u00fcr Menschen aus dem Globalen S\u00fcden, f\u00fcr indigene V\u00f6lker, f\u00fcr alle, die von einer anderen Ontologie gepr\u00e4gt sind, bergen die IDGs eine besondere Gefahr. Sie vermitteln den Anschein von Inklusion, w\u00e4hrend sie gleichzeitig genau die Strukturen aufrechterhalten, die uns schon immer marginalisiert haben. Sie laden uns an den Tisch ein und erwarten dann, dass wir uns innerhalb des von ihnen vorgegebenen Rahmens \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<h3><strong>Was passiert, wenn das System in Frage gestellt wird<\/strong><\/h3>\n<p>Ich habe diese Fragen direkt, \u00f6ffentlich und \u00fcber Jahre hinweg aufgeworfen. \u00dcber Macht. \u00dcber dekoloniale Methoden. Dar\u00fcber, wie sie mit den zugrunde liegenden Strukturen arbeiten, die genau die Probleme immer wieder neu schaffen, die sie angeblich \u00e4ndern wollen. Die Antworten waren aufschlussreich.<\/p>\n<p>Zuerst Schweigen oder Ausfl\u00fcchte. Mein Denken wurde als postmodern abgestempelt. Meine Fragen wurden eher als Frage des Tons denn als Frage des Inhalts behandelt. Sp\u00e4ter kam die Zusicherung, sie w\u00fcrden mit sozialen Strukturen arbeiten, wie es jeder tue, der es mit Systemver\u00e4nderungen ernst meine. Aber wenn ich frage, welche Strukturen sie identifiziert haben oder was sich dadurch im Rahmen ge\u00e4ndert hat, gibt es keine konkreten Beispiele.<\/p>\n<p>Und wenn Kritik anerkannt wird, wird sie als relational umgedeutet: Meine Sprache sei aggressiv, ich h\u00e4tte privat schreiben sollen, \u00f6ffentliche Kritik k\u00f6nne Menschen entmutigen.<\/p>\n<p>Das System bleibt unschuldig. Der Kritiker wird zum St\u00f6rfaktor.<\/p>\n<h3><strong>Die patriarchalische Logik hinter der Sprache der F\u00fcrsorge<\/strong><\/h3>\n<p>Dieses Muster ist mir als Frau schmerzlich vertraut. Wenn strukturelle Kritik als eine Frage des Tons dargestellt wird, als Aufforderung, sanfter, beziehungsorientierter und weniger direkt zu sein, spiegelt dies eine lange Geschichte wider, in der die Klarheit von Frauen in \u00e4hnlicher Weise behandelt wurde. Diese Abmilderungen klingen oberfl\u00e4chlich betrachtet nach F\u00fcrsorge. Im Grunde dienen sie jedoch der Kontrolle. Sie lenken die Aufmerksamkeit von der Macht auf die H\u00f6flichkeit, vom Inhalt auf den Stil.<\/p>\n<p>Jeder, der im Patriarchat gelebt hat, erkennt dieses Muster. Frauen werden gefeiert, solange wir unterst\u00fctzend, dankbar, emotional einf\u00fchlsam und bereit sind, genau die Strukturen zu stabilisieren, die uns schaden. In dem Moment, in dem wir anfangen, strukturelle Probleme klar zu benennen, ohne jeden Satz abzufedern, werden wir \u201ezu viel\u201d. Zu scharf. Zu emotional. Zu spaltend. Eine St\u00f6rung, die es zu bew\u00e4ltigen gilt, statt ein Signal, dass etwas nicht stimmt.<\/p>\n<p>Und es gibt noch eine weitere Ebene. Nicht alle Frauen wollen dieses Muster sehen. Denn wir kennen die Geschichte. Wei\u00dfe M\u00e4nner nehmen das, was Frauen seit Generationen praktizieren und verk\u00f6rpern \u2013 relationale Intelligenz, emotionale Kompetenz, die Arbeit der F\u00fcrsorge \u2013 und wenn sie es verpacken, erforschen und in einen Rahmen verwandeln, der durch Forschung und institutionelle Legitimit\u00e4t gest\u00fctzt wird, wird es pl\u00f6tzlich wertvoll. Pl\u00f6tzlich ist es F\u00fchrungsst\u00e4rke. Pl\u00f6tzlich z\u00e4hlt es. Und f\u00fcr viele Frauen kann es einfacher sein, das zu feiern, als sich damit auseinanderzusetzen, was es offenbart. Dass genau die Eigenschaften, f\u00fcr die wir bestraft, herabgew\u00fcrdigt oder denen wir ohne Anerkennung gerecht werden mussten, erst dann anerkannt werden, wenn M\u00e4nner sie benennen, verpacken und als Innovation pr\u00e4sentieren. Das ist auch der Grund, warum die IDGs so leicht zu m\u00f6gen sind: Sie wirken fortschrittlich, obwohl sie gr\u00f6\u00dftenteils nur das neu verpacken, was diese Kultur bereits kennt.<\/p>\n<p>Diese Wahrheit zu erkennen, ist schmerzhaft. Und doch hat es auch seinen Preis, sie nicht zu sehen.<\/p>\n<p>Das ist die Falle. Sei sanft. Sei inklusiv. Bring niemanden in Verlegenheit. Und w\u00e4hrend du all das bist, bleiben die Strukturen genau so, wie sie sind.<\/p>\n<p>Des Kaisers neue Kleider. Nur aus sehr progressivem Stoff.<\/p>\n<h3><strong>Wenn koloniales Denken in neuen Formen wieder auftaucht<\/strong><\/h3>\n<p>Das gleiche Muster zeigt sich \u00fcber Rassen, Geografien und Geschichte hinweg. Die IDGs pr\u00e4sentieren sich als global, mit Hubs, Partnern und Referenten aus der ganzen Welt. Aber schau dir genauer an, woher das Rahmenwerk kommt, wer die Marke h\u00e4lt, wer reist, sich trifft und auf den Hauptb\u00fchnen spricht, wessen P\u00e4sse und Hautfarben die R\u00e4ume dominieren, in denen strategische Entscheidungen getroffen werden, wessen Sprache die Bedingungen festlegt. Der Schwerpunkt bleibt der globale Norden.<\/p>\n<p>So sieht Neokolonialismus heute oft aus: keine Eroberungen und Flaggen, sondern Rahmenwerke und Partnerschaften. Keine offene Herrschaft, sondern die stille Forderung, dass sich alle an die liberal-anglo-amerikanischen und nordeurop\u00e4ischen Normen anpassen: eine Weltanschauung, die das Problem und die L\u00f6sung definiert, w\u00e4hrend andere als Farbe und Geschichte eingeladen werden, solange sie die bereits festgelegten Bedingungen nicht st\u00f6ren.<\/p>\n<h3><strong>Eine Weltanschauung, die behauptet, universell zu sein<\/strong><\/h3>\n<p>Dahinter steckt eine Weltanschauung. Die IDGs basieren auf einem anglo-amerikanischen und nordeurop\u00e4ischen liberalen Menschenbild, das den Menschen als individuelle Einheit mit einem inneren Leben sieht, das beschrieben und verbessert werden kann und grundlegend von der Natur getrennt ist. Viele andere Traditionen gehen von etwas anderem aus, von einer relationalen Welt, in der Land, Vorfahren und mehr als menschliche Wesen das Selbst ausmachen, und in der Wissen eher durch lange Beziehungen als durch globale Frageb\u00f6gen entsteht.<\/p>\n<p>Wenn ein Rahmenwerk verschiedene Perspektiven zul\u00e4sst, ohne diese zugrunde liegende Weltanschauung zu hinterfragen, praktiziert es keine Pluralit\u00e4t. Es verlangt von anderen Welten, sich in seine Ontologie zu zw\u00e4ngen, und nennt das Inklusion.<\/p>\n<h3><strong>K\u00f6nnen sich die IDGs \u00e4ndern?<\/strong><\/h3>\n<p>Manchmal werde ich gefragt, ob die IDGs zu dem werden k\u00f6nnten, was sie zu sein vorgeben. Meine ehrliche Antwort ist einfach: Nein.<\/p>\n<p>Das Problem sind nicht blinde Flecken oder Diversit\u00e4tskorrekturen. <em>Es ist die Kernlogik<\/em>.<\/p>\n<p>Die Idee, dass man eine universelle Reihe innerer F\u00e4higkeiten f\u00fcr die Menschheit definieren und sie als Hebel f\u00fcr Systemver\u00e4nderungen in der Welt verbreiten kann, ist selbst Teil des Paradigmas, das wir hinter uns lassen m\u00fcssen. Das hei\u00dft nicht, dass die IDGs sinnlos sind. Sie \u00fcbersetzen etwas Weiches und lange Ignoriertes &#8211; Innenleben, emotionale Kompetenz und F\u00e4higkeit zu Beziehungen &#8211; in eine Form, die Institutionen erkennen und mit der sie arbeiten k\u00f6nnen. In einem bestimmten historischen Moment und in kulturellen Kontexten wie Schweden hat diese Br\u00fccke ihren Wert.<\/p>\n<p>Und auch heute noch k\u00f6nnen die IDGs als beliebtes psychologisches Instrument f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze und Organisationen in Teilen des Globalen Nordens, insbesondere in Schweden, wo pers\u00f6nliche Entwicklung manchmal Sprache und Struktur braucht, wirklich n\u00fctzlich sein. Aber eine Br\u00fccke ist nur als Durchgang gedacht, nicht als Modell f\u00fcr die gesamte Landschaft. Das Problem beginnt, wenn ein Rahmen, der f\u00fcr ein bestimmtes kulturelles Segment sinnvoll sein mag, so pr\u00e4sentiert wird, als w\u00e4re er ein universeller Weg zu Nachhaltigkeit und menschlicher Entfaltung f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>Aus meiner heutigen Sicht sind die IDGs weniger ein Weg in die Zukunft als vielmehr ein klarer Ausdruck des Paradigmas, aus dem wir herauswachsen m\u00fcssen: der Glaube, dass der richtige Rahmen in den richtigen H\u00e4nden die Menschheit verbessern kann; die Annahme, dass eine Weltanschauung sicher f\u00fcr uns alle sprechen kann; die Gewohnheit, lebendige, situative Weisheit in \u00fcbertragbare Modelle und Produkte zu verwandeln.<\/p>\n<p>K\u00f6nnten die Menschen rund um die IDGs sich daf\u00fcr entscheiden, etwas anderes zu tun? Ja. Sie k\u00f6nnten beschlie\u00dfen, die Grenzen des Projekts zu benennen, seine Ausweitung zu stoppen und Traditionen und Bewegungen zu unterst\u00fctzen, die von anderen Weltanschauungen ausgehen, anstatt zu versuchen, diese in ihre eigene zu integrieren. Sie k\u00f6nnten die IDGs zu einem historischen Beispiel daf\u00fcr werden lassen, wie wir fr\u00fcher \u00fcber innere Entwicklung gedacht haben, anstatt daran als Antwort festzuhalten.<\/p>\n<p>Ob sie das tun werden, ist eine ganz andere Frage. Alles, was ich in ihren Antworten auf Kritik gesehen habe, deutet darauf hin, dass das Projekt weiterhin seine Kernlogik verteidigen, seine Sprache anpassen, Geschichten und Perspektiven hinzuf\u00fcgen und weitermachen wird. In diesem Sinne ist die wertvollste Rolle, die die IDGs spielen k\u00f6nnen, genau diese: eine sichtbare, gut vermarktete Veranschaulichung der zugrunde liegenden Logik, die wir erkennen lernen und sanft, aber entschlossen \u00fcberwinden m\u00fcssen.<\/p>\n<h3><strong>Helft euch gegenseitig, das Wasser zu sehen<\/strong><\/h3>\n<p>Denn die eigentliche Arbeit der Regeneration beginnt in dem Moment, in dem wir aufh\u00f6ren, den Fisch zu perfektionieren, und es wagen, ehrlich auf das Wasser zu schauen.<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcbersetzung des Originalartikel &#8222;<a href=\"https:\/\/sannaradelius.medium.com\/why-i-cant-be-silent-about-the-inner-development-goals-6321e262928f\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Why I can\u2019t be silent about the Inner Development Goals<\/a>&#8220; mit Einverst\u00e4ndnis der Autorin von Bobby Langer.<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum ich zu den inneren Entwicklungszielen nicht schweigen kann Ein guter Freund meinte neulich zu mir: \u201eNein, ich sehe keinen Grund, mich zu rechtfertigen. 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