{"id":2661254,"date":"2025-12-14T12:45:56","date_gmt":"2025-12-14T12:45:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2661254"},"modified":"2025-12-14T12:45:56","modified_gmt":"2025-12-14T12:45:56","slug":"strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/","title":{"rendered":"Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung"},"content":{"rendered":"<p data-start=\"423\" data-end=\"884\"><strong>Inmitten eskalierender globaler Spannungen, massiver Aufr\u00fcstung und der zunehmenden Marginalisierung friedenspolitischer Perspektiven stellt sich die Frage nach einer zukunftsf\u00e4higen Strategie der Friedensbewegung dringlicher denn je. Dieses Diskussionspapier, verfasst von langj\u00e4hrigen friedenspolitischen Akteuren, bietet keine fertigen Antworten, sondern l\u00e4dt ein zum offenen Dialog: \u00fcber Differenzen hinweg, aber mit dem Ziel gemeinsamer Handlungsf\u00e4higkeit.<\/strong><\/p>\n<p data-start=\"886\" data-end=\"1288\">Ausgehend von einer kritischen Bestandsaufnahme des Ukrainekriegs und der internationalen Ordnungsskifte skizzieren die Autoren Reiner Braun, Michael M\u00fcller, Willi van Ooyen, Christof Ostheimer, Karl-Heinz Peil und Peter Wahl Herausforderungen und Perspektiven f\u00fcr eine breiter verankerte, vielf\u00e4ltige und wirksame Friedensbewegung. Angesprochen werden u.a. Fragen der B\u00fcndnispolitik, der gesellschaftlichen Verankerung, des Umgangs mit politischen Kontroversen sowie konkrete n\u00e4chste Schritte.<\/p>\n<p data-start=\"1290\" data-end=\"1423\">Der Text versteht sich als Beitrag zu einer sachlichen Debatte und als Impuls zur dringend notwendigen strategischen Neuorientierung.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><strong>\u00dcberlegungen zur weiteren Strategie der Friedensbewegung &#8211;\u00a0Diskussionspapier<\/strong><\/h3>\n<p><strong>1. Ziel des vorliegenden Textes<\/strong><\/p>\n<p>Fast vier Jahre nach dem Ausbruch des Ukrainekrieges und den Aktionen der Friedensbewegung ist eine bewegungspolitische Bilanz dringend notwendig. Ziel des vorliegenden Textes ist deshalb, eine Diskussion \u00fcber die weitere Strategie anzusto\u00dfen. Der Text ist nicht als Konsenspapier gedacht, auf das man sich einigen m\u00fcsste. Vielmehr ist er ein Beitrag der Autoren zu einem Dialog, in dem Gemeinsamkeiten und Kooperationsm\u00f6glichkeiten ausgelotet werden, ohne Differenzen unter den Teppich zu kehren.<\/p>\n<p><strong>2. Zur politischen Ausgangslage<\/strong><\/p>\n<p>2.1. Der Krieg in der Ukraine bleibt von seiner geopolitischen Tragweite her der gef\u00e4hrlichste Konflikt. Er birgt ein enormes Eskalationspotential. Seine Ursachen sind komplex und liegen in einer langen Eskalationsgeschichte, die mit der NATO-Osterweiterung, dem Assoziierungsvertrag EU-Ukraine (2007), der NATO Beitrittsperspektive f\u00fcr Kiew (\u201eopen door\u201c 2008) begann. Alles Schritte, die unmittelbar die Sicherheitsinteressen Russlands ber\u00fchren. Dann kamen Euro-Maidan, Krim-Krise, der Low intensity war im Donbass ab 2014 und die Sanktionspolitik. Nachdem diplomatische Vorst\u00f6\u00dfe Russlands zu Verhandlungen 2021\/2022 abgelehnt worden waren, war der russische Einmarsch eine qualitativ neue Stufe in der Eskalationsleiter. Auch danach drehte sich die Spirale weiter, so mit der Transformation des Krieges in einen Stellvertreterkrieg und der Annexion der besetzten Gebiete durch Russland. Inzwischen ist er zum Weltordnungskrieg geworden.<\/p>\n<p>2.2. Die NATO\/Koalition der Willigen haben bisher jegliche Diplomatie und Kompromisse tabuisiert. Die EU ist vollends zu einem militaristischen Projekt auf Basis russophoben \u201eFanatismus\u201c geworden, in dem \u201eunsere ganze Politik durch die Brille der Sicherheitspolitik\u201c betrachtet wird (v.d. Leyen). Vor dem Hintergrund der neuen, multipolaren Weltordnung steckt sie \u00f6konomisch in einer \u201eexistentiellen\u201c (Draghi-Report) Strukturkrise. Mit Wagenburgverhalten versucht sie a. von ihrem \u00f6konomisch-technologischen Abstieg abzulenken und b. R\u00fcstungskeynesianismus zur Krisenbew\u00e4ltigung zu nutzen. Hinzu kommen die zunehmende Distanz zu den USA, die durch die neue Sicherheitsstrategie der Trump-Administration noch einmal drastisch vertieft wird, sowie intern eine enorme politische Instabilit\u00e4t. Die Vielfachkrise wird enorme Konflikte bei Sozialem, Umwelt, Wirtschaft und Demokratie ausl\u00f6sen. Die \u201eeurop\u00e4ische Welt\u201c verliert dramatisch an Bedeutung. Die Dynamik im internationalen System verschiebt sich von West nach Ost und S\u00fcd.<\/p>\n<p>2.3. Das betrifft auch die Industrienation Deutschland. Die Bundesregierung(en) haben eine atemberaubende Aufr\u00fcstung sowie die Militarisierung aller gesellschaftlichen Bereiche in Gang gesetzt und streben wieder einmal Gro\u00dfmachtstatus an (\u201est\u00e4rkste konventionelle Armee Europas\u201c). Das droht auf Jahre hin die bestimmende Determinante der Politik zu werden und entsprechende Pfadabh\u00e4ngigkeiten nach innen (R\u00fcstungskeynesianismus) und nach au\u00dfen (permanente Konfrontation) zu erzeugen.<\/p>\n<p>2.4. Die herrschende Strategie ist jedoch betr\u00e4chtlichen Widerspr\u00fcchen ausgesetzt. Dazu geh\u00f6rt derzeit an prominenter Stelle der von den USA vorgelegte Friedensplan, bzw. seine Folgen und die Konsequenzen aus der Nationalen Sicherheitsstrategie der USA. Beides kommt in einer Situation, in der Kiew milit\u00e4risch in aussichtsloser Lage ist, \u00f6konomisch mit dem R\u00fccken an der Wand und demographisch vor einem Desaster steht. Der US-Plan ist von geopolitischem Realismus gepr\u00e4gt und reflektiert deshalb in den zentralen Konfliktpunkten &#8211; territoriale Fragen, NATO-Mitgliedschaft, Sicherheitsgarantien \u2013 die milit\u00e4rischen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse. Sie sind, wie immer, der entscheidende Faktor f\u00fcr das Verhandlungsergebnis, auch wenn es vielen schwerf\u00e4llt, das zu akzeptieren. Dar\u00fcber hinaus enth\u00e4lt er vern\u00fcnftige Vorschl\u00e4ge zur gesamteurop\u00e4ischen Sicherheit und strategischem Gleichgewicht (New START).<\/p>\n<p>2.5. Kiew steht vor der Wahl, die zentralen Punkten zu akzeptieren, oder bei Fortsetzung des Krieges \u00fcber kurz oder lang noch schlechtere Bedingungen hinnehmen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>2.6. EU und Bundesregierung w\u00fcrden am liebsten den Krieg fortsetzen, in der Hoffnung, die USA wieder voll auf ihre Seite zu ziehen und Russland eine strategische Niederlage zuzuf\u00fcgen. Deshalb versuchen sie den Plan zu hintertreiben. Doch auch hier gilt: Wollen und K\u00f6nnen sind zwei verschiedene Dinge.<\/p>\n<p>2.7. Im September 2026 sollen US-Mittelstreckenwaffen auf deutschem Boden stationiert werden. Die Gegenkampagne muss dementsprechend zu einem Schwerpunkt der Friedensbewegung werden.<\/p>\n<p>2.8. Der Gaza\/Nahostkonflikt hat ungeachtet seiner Brutalit\u00e4t geopolitisch nicht das gleiche Gewicht. Zudem ist die Involviertheit unseres Landes und der EU weitaus geringer. Beide haben kaum Einfluss, die machtpolitisch entscheidenden Akteure sind USA und Israel sowie der Iran. Die erste Phase des 20-Punkte-Plans hat das massenhafte T\u00f6ten beendet. Wenn es keinen R\u00fcckfall gibt, d\u00fcrfte das zu einer Herabstufung auf der internationalen Agenda f\u00fchren. Dies gilt umso mehr, wenn weitere Punkte umgesetzt werden sollten. Dass Gaza anders als die Ukraine mehr Protest gerade auch unter der Jugend mobilisiert, beruht darauf, dass Israels Vorgehen in ein einfaches moralisches Schema von T\u00e4ter und Opfer passt. Beim Ukrainekrieg ist das komplizierter und es ist den Bellizisten gelungen, die T\u00e4terrolle ausschlie\u00dflich Putin zuzuweisen. Dabei kommen auch alte Feindbilder und Aggressionsmuster wieder hoch.<\/p>\n<p>2.9. Solange der Ukrainekrieg hei\u00df ist, wird der Kernkonflikt der multipolaren Weltordnung \u2013 die Rivalit\u00e4t China-USA \u2013 im Hintergrund bleiben. Im Zollkrieg hat Trump bereits erfahren, dass Peking nicht mehr klein zu kriegen ist. Es gibt daher Signale aus Washington in Richtung Koexistenz. Das w\u00fcrde aber ein Einfrieren der Taiwan-Frage erfordern. Wie bereits in der Ukraine hat der Westen hier M\u00f6glichkeiten die Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse unterhalb der Schwelle zum Krieg zu seinen Gunsten zu verschieben (Waffenlieferungen, v\u00f6lkerrechtliche Aufwertung Taipehs etc.). Peking kann nur auf innenpolitische Ver\u00e4nderungen in Taiwan setzen. Falls das ohne Erfolg bleibt, besteht ein hohes Kriegsrisiko.<\/p>\n<p><strong>3. Wo steht die Friedensbewegung?<\/strong><\/p>\n<p>3.1. Angesichts all dessen besteht eine dramatische Diskrepanz zwischen friedenspolitischen Herausforderungen und der St\u00e4rke der Friedensbewegung. Es gibt neue Fragen, auf die es noch keine Antworten gibt. Dar\u00fcber hinaus erweist es sich als sehr schwierig, in die Mitte der Gesellschaft auszustrahlen und j\u00fcngere Generationen zu erreichen. Zudem gibt es politische Spaltungslinien, kulturelle Unterschiede und organisatorische Fragmentierung. Eine n\u00fcchterne Analyse der Gro\u00dfaktionen 2025 belegt die Defizite.<\/p>\n<p>3.2. Hinzu kommt, dass erstmals seit 150 Jahren ein erheblicher Teil der extremen Rechten f\u00fcr Kooperation und Koexistenz mit Russland eintritt. Umgekehrt konzentriert sich das gr\u00fcnlinke-linksliberale Lager einschlie\u00dflich der Gewerkschaften und Kirchen seit Jahren auf den Kampf gegen die AfD und mobilisiert daf\u00fcr Hunderttausende Menschen. Fr\u00fcher friedenspolitisch aufgeschlossen oder sogar Teil der Friedensbewegung, z\u00e4hlen sie jetzt zum bellizistischen Mainstream. Das gilt selbst bis in Teile der Linkspartei hinein. Hier liegt ein neuartiges Dilemma f\u00fcr Friedenspolitik und die Friedensbewegung.<\/p>\n<p>3.3. International hat der Gazakrieg in Frankreich, Italien, UK oder Spanien Hunderttausende mobilisiert, die Opposition gegen den Ukrainekrieg ist aber &#8211; Ausnahme Italien \u2013 schw\u00e4cher als bei uns.<\/p>\n<p><strong>4. Friedenspolitische Herausforderungen<\/strong><\/p>\n<p>4.1. Oberziel ist die politische und soziale Verbreiterung der Friedensbewegung. Nicht um jeden Preis, aber als reformpolitisches Projekt zur Erneuerung und St\u00e4rkung solidarischer und nachhaltiger Strukturen in unserem Land. Sie muss sich angesichts der existentiellen Bedeutung ihres Gegenstandes \u00fcber eine linke Bewegung weit hinaus in die Mitte der Gesellschaft verankern. Die politische und soziale Linke ist ein unverzichtbarer Teil der Bewegung und kann gern spezifisch linke Ansichten, wie z.B. den Zusammenhang von Kapitalismus und Krieg u.\u00e4. thematisieren, so wie es legitim ist, pazifistische, religi\u00f6se, antimilitaristische u.a. Weltverst\u00e4ndnisse zu vertreten. Aber niemand kann seine jeweilige Position f\u00fcr die Bewegung als Ganze reklamieren. Notwendig ist daher eine Kultur der Kooperation, die durch sachlichen, nicht emotionalisierenden Umgang mit Differenzen gemeinsame Handlungsf\u00e4higkeit erm\u00f6glicht. Dazu ist es notwendig, R\u00e4ume f\u00fcr den Dialog zwischen unterschiedlichen Positionen zu schaffen. Die drei wichtigsten Kontroversen beziehen sich auf den Umgang mit Russland (tendenziell auch China), das Thema \u201eRechtsoffenheit\u201c\u2018, sowie das Verh\u00e4ltnis zu Parteien.<\/p>\n<p>4.2. Zum Umgang mit Russland d\u00fcrfte es nicht so schwer sein, einen modus vivendi zu finden, schlie\u00dflich gelang das fr\u00fcher auch mit der Sowjetunion, obwohl sich damals eine einflussreiche Str\u00f6mung in der Friedensbewegung sogar offiziell mit Moskau identifizierte. Nach au\u00dfen hin ist das Thema f\u00fcr die Bellizisten jedoch umso wichtiger, denn es geht dabei um die Funktion und Wirkung d\u00e4monisierender Feindbilder und Bedrohungsnarrative zwecks Erzeugung von \u201eKriegst\u00fcchtigkeit\u201c. Ohne die Beschw\u00f6rung des \u201aReichs des B\u00f6sen\u2018 verliert der Bellizismus seine wichtigste Legitimationsbasis. Hinzu kommt, dass ein totales Feindbild Russland in der globalisierten Welt es unm\u00f6glich macht, in globalen Fragen wie Klimaschutz mit dem gr\u00f6\u00dften Fl\u00e4chenland der Erde zu kooperieren. Der Feindbildproduktion widerspricht zudem auch die Gr\u00fcndungsidee der Vereinten Nationen, wie auch die Leitidee der Gemeinsamen Sicherheit.<\/p>\n<p>4.3. Schwieriger ist die Kontroverse um sog. \u201eRechtsoffenheit\u201c. Weniger wenn es um die AfD geht, wo es weitgehend Konsens ist, sich abzugrenzen. Es geht um die aus der Corona-Zeit stammenden Proteste. Aus dieser Bewegung sind heute viele Vertreter friedenspolitisch engagiert. Ihre Positionen sind weitgehend identisch mit denen der traditionellen Friedensbewegung, ihre strategischen und taktischen \u00dcberlegungen durchaus unterschiedlich. Hier pl\u00e4dieren wir f\u00fcr Offenheit und Akzeptanz, solange ihre Positionen auf humanistischer Grundlage beruhen, sowie f\u00fcr Pragmatismus unter Ber\u00fccksichtigung der Bedeutung dieser Kr\u00e4fte, bei zugleich faktenbasiertem und differenzierenden Umgang. Zur Abgrenzung gegen rechtsradikale Einfl\u00fcsse gilt: Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit lehnen wir ab. Deshalb gibt es keine Zusammenarbeit mit rechtsextremen Kr\u00e4ften, und sie k\u00f6nnen auch nicht Teil unserer B\u00fcndnisse sein. Das ist in allen Aktionsaufrufen deutlich zu machen.<\/p>\n<p>4.4. Eine Friedensbewegung, die nicht auf Kooperation mit Parteien oder Teilen von Parteien angewiesen ist, weil sie genug Druck von unten entfalten kann, w\u00e4re sch\u00f6n. Aber die Verh\u00e4ltnisse sind nicht so. Wenn man die Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse in SPD, Linkspartei und evtl. den Gr\u00fcnen ver\u00e4ndern will, muss man sich mit ihren friedenspolitisch offenen Vertretern und Gruppen einlassen. Vor allem die Regierungspartei SPD ist derzeit wichtig, zumal es intern eine relevante, friedenspolitische Opposition (Erhard-Eppler-Kreis) gibt. Nicht im Bundestag vertretene Parteien, die eine eindeutige Friedenspolitik verfolgen, sollten als Kooperationspartner akzeptiert werden, wobei ihre direkt parteipolitischen Interessen im Hintergrund zu bleiben haben.<\/p>\n<p>4.5. H\u00f6chste Priorit\u00e4t ist auf die Kooperation mit Gewerkschaften zu legen. Das Thema Kanonen statt Butter wird ganz gro\u00df werden. Bereits jetzt gibt es innergewerkschaftlich organisierte Kerne, mit denen Kooperation m\u00f6glich ist. Dabei sind angesichts der Burgfriedenspolitik der Gewerkschaftsf\u00fchrungen und der Unterst\u00fctzung des R\u00fcstungskeynesianismus keine kurzfristigen Erfolge zu erwarten.<\/p>\n<p>4.6. Im Vergleich zu den 1980er Jahren ist die politische Bedeutung der Kirchen zur\u00fcckgegangen, u.a. wegen der Missbrauchsskandale. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat in ihrer j\u00fcngsten Denkschrift den bisherigen Kurs drastisch ver\u00e4ndert und ist an den herrschenden Bellizismus heranger\u00fcckt. Dennoch sind die Kirchen immer noch ein relevanter Akteur und durch einige Organisationen und Initiativen mit der Friedensbewegung verbunden. Bei den Amtskirchen ergeben sich \u00e4hnliche Herausforderungen wie bei den Gewerkschaften. Auch andere religi\u00f6se Gemeinschaften (Muslime) sind f\u00fcr die Friedensbewegung zu gewinnen bzw. einzubeziehen.<\/p>\n<p>4.7. Notwendig ist ein Zugehen auf Sozial- und Jugendverb\u00e4nde. Das gilt erst recht nach den erfolgreichen Aktionen\/Schulstreiks gegen die Wehrpflicht im Dezember 2025. Dabei ist allerdings die Mehrheit der Organisationen im Ring Politischer Jugend und im Bundesjugendring derzeit nicht f\u00fcr die Friedensbewegung zu gewinnen. Ausnahmen sind u.a. die SDAJ oder die SJ Die Falken.<\/p>\n<p>4.8. Die Klima- und Umweltbewegung befindet sich in der Defensive. Eine, wenn auch nicht die einzige Ursache, ist die Absorption von politischen Probleml\u00f6sungskapazit\u00e4ten der Politik durch Krieg und Militarisierung. Die massive Aufr\u00fcstung macht es faktisch unm\u00f6glich, das Erd- und Klimasystem wirkungsvoll zu sch\u00fctzen. Der Bellizismus richtet sich damit gegen die Interessen der Jugend und zuk\u00fcnftiger Generationen. Es ist zu sondieren, welche der vielen Organisationen -neben den Naturfreunden &#8211; offen f\u00fcr Kooperation sind. Z.B. Greenpeace, das zumindest vom Namen her dazu pr\u00e4destiniert w\u00e4ren, aber ebenso wie andere Umweltverb\u00e4nde stark von gr\u00fcnen Funktion\u00e4ren dominiert wird, was zu einer Selbstblockade f\u00fchrt.<\/p>\n<p>4.9. Damit zusammen h\u00e4ngt das Problem, j\u00fcngere Generationen zu gewinnen. Die traditionelle Friedensbewegung wird mit ihrer derz. Altersstruktur in zehn Jahren weitgehend verschwunden sein. Es gibt hier keine einfachen L\u00f6sungen. Elemente w\u00e4ren, das Thema Wehrpflicht stark zu machen, sowie eine Anpassung an die Kommunikationspraktiken j\u00fcngerer Generationen, Stichwort Social Media. Es bleibt aber auch richtig, dass jede Generation ihren eigenen, auch unabh\u00e4ngigen Zugang zur Friedensbewegung finden muss.<\/p>\n<p>4.10. Erfolgreiche Phasen der Friedensbewegung hatten immer die starke Unterst\u00fctzung der Kulturszene. Hier herrscht gegenw\u00e4rtig ein gro\u00dfes Defizit. Gefragt ist dazu eine zielgruppenorientierte Strategie.<\/p>\n<p>4.11 Die internationale Kooperation muss intensiver werden. Gemeinsame Aktionen auf EU-Ebene sind unabdingbar. Aufr\u00fcstung und Militarisierung finden parallel in fast allen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern statt, mit den gleichen sozialen etc. Auswirkungen. Deshalb stehen die Friedenskr\u00e4fte dort vor \u00e4hnlichen Herausforderungen wie wir. Zugleich ergeben sich Kooperationsm\u00f6glichkeiten \u00fcber regionale Initiativen (z.B. Ostsee-Konferenz, Grafenw\u00f6hr). Auch eine Wiederbelebung der Volksdiplomatie mit Russland ist notwendig.<\/p>\n<p>4.12. Die Umbr\u00fcche in der Weltordnung, Konflikte und Kriege werfen neue und komplizierte Fragen auf. Daher sind Kenntnisse historischer Ursachen von Konflikten, von nuklear-strategischen Zusammenh\u00e4ngen und andere neue Bedrohungsformen notwendig. Dazu sind entsprechende Bildungsangebote u.a. geeignete Instrumente zu st\u00e4rken, um im \u201eKampf um die K\u00f6pfe\u201c zu bestehen.<\/p>\n<p><strong>5. N\u00e4chste Schritte<\/strong><\/p>\n<p>5.1. Vor dem Hintergrund des hier knapp skizzierten Panoramas gilt es, realistische Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Ressourcen \u2013 personell, finanziell, organisatorisch &#8211; sind sehr beschr\u00e4nkt und m\u00fcssen strategisch gezielt eingesetzt werden. Aber es w\u00e4re ohnehin ein subjektivistischer Kurzschluss zu meinen, soziale Bewegung lie\u00dfe sich vom gr\u00fcnen Tisch aus stark machen. Von viel gr\u00f6\u00dferem Gewicht werden die realen Prozesse in der Gesellschaft und international sein, auf die wir &#8211; und selbst eine Bundesregierung \u2013 nur bedingt Einfluss besitzen, auf die aber geschickt zu reagieren, ein entscheidender Erfolgsfaktor ist.<\/p>\n<p>5.2. Als Einstieg sollten Gespr\u00e4che zwischen den verschiedenen Sektoren stattfinden, um Gemeinsamkeiten mit Hinblick auf die weitere Strategie auszuloten, aber auch sachlich \u00fcber die Differenzen zu reden. Insbesondere sollte der Dialog in Richtung Gewerkschaften, Kirchen, Umweltbewegung und Anti-Wehrpflichtkampagne\/Jugend entwickelt werden. Angeregt werden sollte, die Strategiedebatte auch in den Regionen und in gr\u00f6\u00dferen Foren zu f\u00fchren. Auf Bundesebene sollten Vereinbarungen \u00fcber weitere Schritte in str\u00f6mungs\u00fcbergreifender Kooperation und\/oder abgesprochener Arbeitsteilung gef\u00fchrt werden. Diese sollten nicht nur Aktionen\/Demos umfassen, sondern auch Publikationen, Seminare, \u00f6ffentliche Veranstaltungen etc. (s. Punkt 4.12.)<\/p>\n<p>Unber\u00fchrt davon bleiben die etablierten oder bereits geplanten Aktionsformen &#8211; Osterm\u00e4rsche, Aktionstage gegen die Wehrplicht, Regionalaktivit\u00e4ten zur Raketenstationierung (Grafenw\u00f6hr, Wiesbaden etc.)<\/p>\n<p><em>9. Dezember 2025<\/em><\/p>\n<p><em>Autoren: Reiner Braun, Michael M\u00fcller, Willi van Ooyen, Christof Ostheimer, Karl-Heinz Peil, Peter Wahl.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inmitten eskalierender globaler Spannungen, massiver Aufr\u00fcstung und der zunehmenden Marginalisierung friedenspolitischer Perspektiven stellt sich die Frage nach einer zukunftsf\u00e4higen Strategie der Friedensbewegung dringlicher denn je. Dieses Diskussionspapier, verfasst von langj\u00e4hrigen friedenspolitischen Akteuren, bietet keine fertigen Antworten, sondern l\u00e4dt ein zum&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1095,"featured_media":2661260,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9150,9167,9166,7835,11387],"tags":[21798,24250,148178,148172,9182,54494,9481,9358,22229,43991,145800,148173,148175,18854,22487,11826,148174,60174,15357,33534,148177,100972,29951,131783,136443],"class_list":["post-2661254","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europa-de","category-frieden-und-abruestung","category-gewaltfreiheit","category-international-de","category-originalinhalt","tag-schulstreik","tag-antimilitarismus","tag-bellizistischer-mainstream","tag-christof-ostheimer","tag-deutschland","tag-diplomatie","tag-eu-de","tag-friedensbewegung","tag-gewaltfreiheit","tag-gewerkschaften","tag-jugendproteste","tag-karl-heinz-peil","tag-klima-und-krieg","tag-michael-muller","tag-multipolare-weltordnung","tag-nato-de","tag-peter-wahl","tag-reiner-braun-de","tag-russland","tag-ruestung","tag-strategiedebatte","tag-ukrainekrieg","tag-wehrpflicht","tag-willi-van-ooyen","tag-zivile-konfliktloesung"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Inmitten eskalierender globaler Spannungen, massiver Aufr\u00fcstung und der zunehmenden Marginalisierung friedenspolitischer Perspektiven stellt sich die\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Inmitten eskalierender globaler Spannungen, massiver Aufr\u00fcstung und der zunehmenden Marginalisierung friedenspolitischer Perspektiven stellt sich die\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Pressenza\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\" \/>\n<meta property=\"article:author\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/Pressenza-Deutschland-sterreich-Schweiz-281675388658060\/timeline\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-12-14T12:45:56+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Strategie-der-Friedensbewegung-Dez-2025.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1536\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1024\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Pressenza Berlin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@pressenza_ger\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Pressenza Berlin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"14\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/\"},\"author\":{\"name\":\"Pressenza Berlin\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/57bb5480943a496a7722b0248e4b658a\"},\"headline\":\"Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung\",\"datePublished\":\"2025-12-14T12:45:56+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/\"},\"wordCount\":2483,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Strategie-der-Friedensbewegung-Dez-2025.png\",\"keywords\":[\"#Schulstreik\",\"Antimilitarismus\",\"bellizistischer Mainstream\",\"Christof Ostheimer\",\"Deutschland\",\"Diplomatie\",\"EU\",\"Friedensbewegung\",\"Gewaltfreiheit\",\"Gewerkschaften\",\"Jugendproteste\",\"Karl-Heinz Peil\",\"Klima und Krieg\",\"Michael M\u00fcller\",\"multipolare Weltordnung\",\"NATO\",\"Peter Wahl\",\"Reiner Braun\",\"Russland\",\"R\u00fcstung\",\"Strategiedebatte\",\"Ukrainekrieg\",\"Wehrpflicht\",\"Willi van Ooyen\",\"zivile Konfliktl\u00f6sung\"],\"articleSection\":[\"Europa\",\"Frieden und Abr\u00fcstung\",\"Gewaltfreiheit\",\"International\",\"Originalinhalt\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/\",\"name\":\"Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Strategie-der-Friedensbewegung-Dez-2025.png\",\"datePublished\":\"2025-12-14T12:45:56+00:00\",\"description\":\"Inmitten eskalierender globaler Spannungen, massiver Aufr\u00fcstung und der zunehmenden Marginalisierung friedenspolitischer Perspektiven stellt sich die\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Strategie-der-Friedensbewegung-Dez-2025.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Strategie-der-Friedensbewegung-Dez-2025.png\",\"width\":1536,\"height\":1024,\"caption\":\"Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Accueil\",\"item\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"name\":\"Pressenza\",\"description\":\"International Press Agency\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\",\"name\":\"Pressenza\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"Pressenza\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\",\"https:\/\/x.com\/PressenzaIPA\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/57bb5480943a496a7722b0248e4b658a\",\"name\":\"Pressenza Berlin\",\"description\":\"News from the Pressenza Bureau in Berlin, Germany\",\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/Pressenza-Deutschland-sterreich-Schweiz-281675388658060\/timeline\/\",\"https:\/\/x.com\/pressenza_ger\"],\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/pressenza-berlin\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung","description":"Inmitten eskalierender globaler Spannungen, massiver Aufr\u00fcstung und der zunehmenden Marginalisierung friedenspolitischer Perspektiven stellt sich die","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung","og_description":"Inmitten eskalierender globaler Spannungen, massiver Aufr\u00fcstung und der zunehmenden Marginalisierung friedenspolitischer Perspektiven stellt sich die","og_url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/","og_site_name":"Pressenza","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","article_author":"https:\/\/www.facebook.com\/Pressenza-Deutschland-sterreich-Schweiz-281675388658060\/timeline\/","article_published_time":"2025-12-14T12:45:56+00:00","og_image":[{"width":1536,"height":1024,"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Strategie-der-Friedensbewegung-Dez-2025.png","type":"image\/png"}],"author":"Pressenza Berlin","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@pressenza_ger","twitter_site":"@PressenzaIPA","twitter_misc":{"Verfasst von":"Pressenza Berlin","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"14\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/"},"author":{"name":"Pressenza Berlin","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/57bb5480943a496a7722b0248e4b658a"},"headline":"Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung","datePublished":"2025-12-14T12:45:56+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/"},"wordCount":2483,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Strategie-der-Friedensbewegung-Dez-2025.png","keywords":["#Schulstreik","Antimilitarismus","bellizistischer Mainstream","Christof Ostheimer","Deutschland","Diplomatie","EU","Friedensbewegung","Gewaltfreiheit","Gewerkschaften","Jugendproteste","Karl-Heinz Peil","Klima und Krieg","Michael M\u00fcller","multipolare Weltordnung","NATO","Peter Wahl","Reiner Braun","Russland","R\u00fcstung","Strategiedebatte","Ukrainekrieg","Wehrpflicht","Willi van Ooyen","zivile Konfliktl\u00f6sung"],"articleSection":["Europa","Frieden und Abr\u00fcstung","Gewaltfreiheit","International","Originalinhalt"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/","name":"Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Strategie-der-Friedensbewegung-Dez-2025.png","datePublished":"2025-12-14T12:45:56+00:00","description":"Inmitten eskalierender globaler Spannungen, massiver Aufr\u00fcstung und der zunehmenden Marginalisierung friedenspolitischer Perspektiven stellt sich die","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Strategie-der-Friedensbewegung-Dez-2025.png","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Strategie-der-Friedensbewegung-Dez-2025.png","width":1536,"height":1024,"caption":"Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/strategie-in-zeiten-der-eskalation-ein-diskussionsbeitrag-zur-zukunft-der-friedensbewegung\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Accueil","item":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Strategie in Zeiten der Eskalation: Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunft der Friedensbewegung"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","name":"Pressenza","description":"International Press Agency","publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization","name":"Pressenza","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","width":200,"height":200,"caption":"Pressenza"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","https:\/\/x.com\/PressenzaIPA"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/57bb5480943a496a7722b0248e4b658a","name":"Pressenza Berlin","description":"News from the Pressenza Bureau in Berlin, Germany","sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/Pressenza-Deutschland-sterreich-Schweiz-281675388658060\/timeline\/","https:\/\/x.com\/pressenza_ger"],"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/pressenza-berlin\/"}]}},"place":"","original_article_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2661254","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1095"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2661254"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2661254\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2661259,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2661254\/revisions\/2661259"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2661260"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2661254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2661254"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2661254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}