{"id":2658569,"date":"2025-12-06T13:16:12","date_gmt":"2025-12-06T13:16:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2658569"},"modified":"2025-12-06T13:16:12","modified_gmt":"2025-12-06T13:16:12","slug":"kriegsertuechtigung-deutschland-marschiert-wieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/kriegsertuechtigung-deutschland-marschiert-wieder\/","title":{"rendered":"Kriegsert\u00fcchtigung &#8211; Deutschland marschiert wieder &#8230;"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><strong>&#8222;Wir werden zu Not auch einmal ohne Butter fertig werden, niemals aber ohne Kanonen.&#8220;\u00a0<\/strong> Joseph Goebbels (Januar 1936)<\/p>\n<p><strong>&#8222;Kanonen und Butter &#8211; das w\u00e4re sch\u00f6n, wenn das ginge. Aber das ist Schlaraffenland. Das geht nicht. Sondern Kanonen ohne Butter.&#8220;\u00a0<\/strong> Clemens Fuest, Pr\u00e4sident des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo (2024) [1]<\/p>\n<div>\n<p>Sollte es damals nur noch drei Jahre bis zum n\u00e4chsten Weltkrieg dauern, was kaum jemand wusste, sind heute noch vier Jahre intensiver Vorbereitung daf\u00fcr veranschlagt, wie fast schon jedem Kind in Deutschland gel\u00e4ufig ist. Schlie\u00dflich hat Boris Pistorius nicht allein kraft seines Amtes, sondern insbesondere dank seines Ansehens als beliebtester Spitzenpolitiker des Landes verf\u00fcgt, dass wir bis 2029 kriegst\u00fcchtig zu sein h\u00e4tten &#8211; und zwar alle bis hinein in den privatesten Winkel. Wenngleich man Fuest also attestieren k\u00f6nnte, dass er sich mit seiner fragw\u00fcrdigen Metapher in zweifelhafter Gesellschaft befindet, spricht er doch nur offen aus, dass die Aufr\u00fcstung zwangsl\u00e4ufig zu schmerzhaften K\u00fcrzungen im Sozialbereich f\u00fchren wird. Als Rudolf He\u00df in einer Rede am 11. Oktober 1936 nachlegte und mit der Parole &#8222;Kanonen statt Butter&#8220; die Bev\u00f6lkerung darauf einschwor, Versorgungsengp\u00e4sse hinzunehmen, tischte er dieselbe Ultima Ratio auf: Da die Kanonen beschlossene Sache sind, kann die Forderung, sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen, kein Thema sein &#8211; au\u00dfer vielleicht f\u00fcr Volkssch\u00e4dlinge und Landesverr\u00e4ter, denen man heute nat\u00fcrlich zeitgem\u00e4\u00dfere Attribute anh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Da wir uns also zwar noch nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden befinden, wie Friedrich Merz unter Beschw\u00f6rung einer hybriden Bedrohungslage Hans und Franz das F\u00fcrchten lehrt, um pazifistischen Restbest\u00e4nden Feuer unter dem Arsch zu machen, steht dem bellizistischen Hurrapatriotismus eigentlich nichts mehr im Wege, wenn man denn Regierungspolitik und Konzernpresse Glauben schenken mag. Am vornehmsten fabuliert und in seiner beliebig strapazierbaren Interpretation einer Allzweckwaffe zur Dominanz des ideologischen Luftraums gleich hinterlie\u00df der als Kanzler entsorgte Olaf Scholz sein gediegenes Abschiedsgeschenk: Die Zeitenwende &#8211; hoch dotiert mit einem Sonderverm\u00f6gen, das er gleichsam aus seiner Schatztruhe zauberte. Wenn Schicksalsm\u00e4chte das deutsche Wesen bedr\u00e4ngen, dass es in finsterer Stunde zu zagen droht, entfaltet es pl\u00f6tzlich ungeahnte Kr\u00e4fte und schlie\u00dft sich in heldenhaftem Trotz im Gleichschritt zusammen: Butter war gestern, von nun an gilt es die Waffen zu schmieden, um den ewigen Feind im Osten in die Schranken zu weisen.<\/p>\n<div>\n<p>Nach zwei angefangenen und verlorenen Weltkriegen sehenden Auges einen dritten zu provozieren, erfordert nat\u00fcrlich ein haarstr\u00e4ubendes Wendeman\u00f6ver exekutierter Deutungsmacht, das zugleich geschmeidig genug durchgesetzt werden muss, um jeglichen Widerstand im Keim zu ersticken. W\u00e4hrend abermals deutsche Soldatenstiefel f\u00fcr den Marsch an die Ostfront geschn\u00fcrt werden, gilt es zuallererst die Heimatfront zu befrieden. Wird die Bev\u00f6lkerung die Wirtschaftskrise klaglos durchleiden, vor der Klimakatastrophe die Augen verschlie\u00dfen, die sozialen Grausamkeiten gehorsam erdulden? In der Vergangenheit hat sich die hohe Kunst hiesiger Herrschaftssicherung mittels Sozialpartnerschaft und Agenda-Regime als recht erfolgreich erwiesen, den nationalen und weltweiten Raub an nat\u00fcrlichen Sourcen und menschlicher Arbeitskraft zu administrieren, die Nachbarn in der EU niederzukonkurrieren und als Exportweltmeister zu gl\u00e4nzen. So br\u00fcchig das Wohlstandsversprechen auch sein mochte, reichte der Vergleich mit all jenen, die noch wesentlich schlechter abschneiden, doch allemal aus, das Aufbegehren zu deckeln und F\u00fcgsamkeit zu lehren.<\/p>\n<div>\n<p>Da inzwischen aber eine Krise die andere jagt und kulminierend die Weltlage versch\u00e4rft, so dass die Fristen dramatisch schrumpfen, innerhalb derer man Rettungsma\u00dfnahmen in Stellung zu bringen hoffte, platzen die Luftschl\u00f6sser weltweit stabiler Bindeketten und Zugriffsgewalten. Die alles verschlingende Existenz- und Wirtschaftsweise treibt Zerst\u00f6rungsprozesse mit exponentiell wachsender Geschwindigkeit voran, weshalb sich immer deutlicher abzeichnet, dass multiple Krisenhaftigkeit nicht die Ausnahme ansonsten geordneter und kontinuierlicher Entwicklungsprozesse, sondern unter der Voraussetzung exzessiver Verstoffwechselung deren innerstes Wesen ist. Die Ratio innovativer Verf\u00fcgungsgewalt dr\u00e4ngt unvermeidlich zur Expansion, das Regime des h\u00f6chstentwickelten Raubes weltweit zu exekutieren. Dieses Herrschaftsstreben kennt keine dauerhafte Koexistenz von Gesellschaftssystemen, Bl\u00f6cken oder konkurrierenden Staaten, sondern ausschlie\u00dflich die wachstums- und profitgetriebene, auf \u00fcberlegener Waffengewalt gr\u00fcndende Unterwerfung und Einverleibung jeglicher Sph\u00e4ren, die das Regime noch nicht okkupiert und verstoffwechselt hat. Krisen und Kriege sind die zwangsl\u00e4ufige Folge dieses \u00dcberlebensprinzips, das dem zeitweiligen Nutzen weniger dient und die \u00fcberproportionalen Schadensfolgen auf die Mehrheit der Menschheit abw\u00e4lzt.<\/p>\n<div>\n<p>In diesem Krieg, der wechselweise mit zivilen oder milit\u00e4rischen Mitteln des Handels oder Waffengangs gef\u00fchrt wird, sind Millionen von Menschen zu Hunger und Elend, Krankheit und Vertreibung, Verletzung und Tod verdammt. Aus Perspektive der ma\u00dfgeblich kriegstreibenden Kr\u00e4fte gibt es keine Friedensl\u00f6sung, sondern nur Sieg oder Niederlage, allenfalls einen br\u00fcchigen Waffenstillstand oder ein befristetes Regulativ, das den n\u00e4chsten Konflikt in sich birgt. Im Sinne der Zeitenwende gebietet die neue Staatsr\u00e4son, das alte Tarnkleid einer diplomatischen Vermittlerrolle abzustreifen und Kampfmontur anzulegen. Die Maxime deutscher Regierungsf\u00fchrung, aus allen Krisen als Sieger hervorzugehen, schloss neben dem \u00f6konomischen F\u00fchrungsanspruch l\u00e4ngst auch wachsende milit\u00e4rische St\u00e4rke ein, die Zug um Zug ausgebaut wurde. Was in vertr\u00e4glichen Etappen sukzessiver Aufr\u00fcstung und organischer Abl\u00f6sung der US-Streitkr\u00e4fte im Nahen und Mittleren Osten durch die Bundeswehr geplant war, um die Einkreisung Russlands und Chinas mit verteilten Schwergewichten voranzutreiben, droht jedoch in ein vorgezogenes Armageddon zu eskalieren. F\u00fcr die Eliten der USA, die nichts als absolute Dominanz oder Untergang ihrer auserw\u00e4hlten Nation kennen, macht die vorverlegte Endschlacht gegen den erstarkenden Rivalen insofern Sinn, als die Rettung ihres sinkenden Sterns keinen Aufschub duldet. In deutschen F\u00fchrungskreisen wird &#8211; wenngleich eine Nummer kleiner &#8211; derselbe Kriegsruf angestimmt.<\/p>\n<div>\n<p><strong>Langgehegte Ambitionen deutscher Hegemonialmacht<\/strong><\/p>\n<p>Schon die Strategiepapiere &#8222;Neue Macht. Neue Verantwortung&#8220; (2013) und &#8222;Wei\u00dfbuch&#8220; (2016) sahen einen sukzessiven Abzug der US-Streitkr\u00e4fte zugunsten der Einkesselung Chinas vor, w\u00e4hrend die Bundeswehr nachr\u00fccken und den Druck auf Russland erh\u00f6hen sollte. Wenngleich das \u00fcberm\u00e4chtige Waffenarsenal der USA im Rahmen der NATO der Schutzschirm aufschlie\u00dfender deutscher Ambitionen war, wollte die Bundesrepublik doch nach und nach aus diesem Schatten heraustreten und den Sprung zur eigenst\u00e4ndigen Milit\u00e4rmacht vollziehen. Zugleich sollte der Aufbau einer europ\u00e4ischen Verteidigungsunion vorangetrieben und sogar eine europ\u00e4ische atomare Abschreckung organisiert werden.<\/p>\n<p>Diese flie\u00dfende Wachabl\u00f6sung wurde jedoch insbesondere von der US-Administration torpediert. Deutschland und die EU wollten das Feld gerne offenhalten, um transatlantisch zu marschieren, aber zugleich wirtschaftlich von der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaft China und deren riesigem Binnenmarkt zu profitieren. Washington lie\u00df jedoch nicht zu, dass die Europ\u00e4er eigenst\u00e4ndig erstarkten, bis sie wom\u00f6glich sogar die Seiten wechseln w\u00fcrden. Deshalb dr\u00e4ngen die USA ihre Verb\u00fcndeten mit brachialen Mitteln dazu, Farbe zu bekennen und sich r\u00fcckhaltlos dem Feldzug anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>In einem Strategiepapier des deutschen Verteidigungsministeriums von 2018 ist daher von harmonierenden B\u00fcndnispartnern keine Rede mehr. Die &#8222;Strategische Vorausschau 2040&#8220; h\u00e4lt ein Auseinanderbrechen der EU und eine Welt in zunehmendem Chaos f\u00fcr denkbar. Entworfen wird ein Szenario, in dem die internationale Ordnung erodiert, die Wertesysteme weltweit auseinanderdriften und die Globalisierung gestoppt ist. Die EU-Erweiterung ist aufgegeben, weitere Staaten haben die Gemeinschaft verlassen, Europa hat seine globale Wettbewerbsf\u00e4higkeit verloren. Angesichts dieser m\u00f6glichen Verwerfungen l\u00e4uft die Quintessenz der strategischen Studie darauf hinaus, dass Deutschland auf sich allein gestellt alle Anstrengungen forcieren m\u00fcsse, zu einer Hegemonialmacht aufzusteigen. Wenn deutsche Spitzenpolitiker daher heute einen Aufwuchs zur milit\u00e4rischen F\u00fchrungsmacht in Europa fordern, liegen dem bellizistischen Gr\u00f6\u00dfenwahn durchaus langgehegte Ambitionen zu Grunde.<\/p>\n<div>\n<p><strong>Sozialer Krieg an der Heimatfront<\/strong><\/p>\n<p>Die auch der Bundesrepublik abverlangten Aufwendungen f\u00fcr die Streitkr\u00e4fte in Richtung der immer h\u00f6her geschraubten Prozentziele der NATO sind den Protagonisten deutscher Aufr\u00fcstung h\u00f6chst willkommen. Sie k\u00f6nnen mit simuliertem Z\u00e4hneknirschen unter Verweis auf B\u00fcndnisverpflichtungen und Bedrohungsszenarien kr\u00e4ftig nachlegen. Die Bundeswehr soll bef\u00e4higt werden, im eskalierenden Konkurrenzkampf um Einflusssph\u00e4ren, Rohstoffe, Handelswege und Absatzm\u00e4rkte weltweit mitzumischen. Da aber die Finanzierung der gewaltigen R\u00fcstungsprojekte nur durch eine gravierende Umverteilung der Haushaltsmittel m\u00f6glich ist, muss zugleich der soziale Krieg gegen die eigene Bev\u00f6lkerung massiv versch\u00e4rft werden. Das ideologische Kernversprechen der deutschen Klassengesellschaft, selbst als subordinierter Mitl\u00e4ufer der R\u00e4uberbande allemal besser als jegliche Opfer der ausw\u00e4rtigen Raubz\u00fcge dazustehen, wird auf eine harte Probe gestellt. Denn wer auch hierzulande die Zeche bezahlen soll, liegt auf der Hand.<\/p>\n<p>Angesichts der Verwertungskrise des Kapitals wirken massiv gesteigerte R\u00fcstungsausgaben kurzfristig als Ventil f\u00fcr \u00fcbersch\u00fcssiges Kapital, indem sie Nachfrage f\u00fcr Waren schaffen, die keine zivilen M\u00e4rkte finden. Diese eingeleitete Kriegswirtschaft mag zwar vor\u00fcbergehend Konjunktur und Aktienkurse st\u00fctzen, doch steuert sie auf eine finale L\u00f6sung der Krise in Gestalt der offen ausbrechenden Menschen- und Materialschlacht zu. Nachdem schlie\u00dflich alles verbrannt und zerst\u00f6rt ist, soll die Kapitalherrschaft gleich dem Ph\u00f6nix aus der Asche zu innovativer Gr\u00f6\u00dfe aufsteigen und den n\u00e4chstfolgenden Zyklus florierender Inwertsetzung einl\u00e4uten. Man k\u00f6nnte auch von einem R\u00fcstungskeynesianismus sprechen, f\u00fcr den es historische Beispiele gibt. In den USA und in UK beseitigten Aufr\u00fcstung und Krieg die Massenarbeitslosigkeit der 1930er Jahre, das Wachstum erreichte zeitweise ungeahnte H\u00f6hen. In den Nachkriegsjahrzehnten machten Milit\u00e4rausgaben in den USA bis in die 1970er Jahre hinein die H\u00e4lfte des Staatshaushalts aus. Doch schon damals war klar: Der milit\u00e4rische Konjunkturzyklus erzeugt keine nachhaltige Wohlfahrtsentwicklung, sondern verschiebt gesellschaftliche Ressourcen auf zerst\u00f6rerische Bahnen. Vor den Gefahren eines &#8222;Milit\u00e4risch-industriellen Komplexes&#8220; in den USA der Nachkriegszeit warnte US-Pr\u00e4sident Dwight D. Eisenhower erstmals \u00f6ffentlich in seiner Abschiedsrede am 17. Januar 1961:<\/p>\n<div>\n<blockquote><p><em>The conjunction of an immense military establishment and a large arms industry is new in the American experience. The total influence &#8211; economic, political, even spiritual &#8211; is felt in every city, every statehouse, every office of the federal government. [2]<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>In Westdeutschland bestand nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg ein antifaschistisch-kapitalismuskritischer Konsens bis hinein in das Ahlener Programm der CDU von 1947, in dem festgestellt wurde, dass &#8222;das kapitalistische Wirtschaftssystem den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden ist. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund auf erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein.&#8220; [3] Bekanntlich hatte diese Neuausrichtung nicht lange Bestand: Durchsetzt von Protagonisten des untergegangenen NS-Staats konsolidierten die alten und neuen Eliten ihre Herrschaft mittels Wiederaufbau, Westbindung und Aufr\u00fcstung im Kalten Krieg.<\/p>\n<p><strong>Zeitenwende l\u00e4utet Kriegswirtschaft ein<\/strong><\/p>\n<p>Die im Zuge der Zeitenwende abermals angeworfene Vorkriegswirtschaft setzt eine bellizistische Weichenstellung durch. Die Ausnahme von R\u00fcstungsausgaben aus der Schuldenbremse und die Einrichtung milliardenschwerer Sonderverm\u00f6gen etabliert eine Struktur des Staatshaushalts, die forcierte milit\u00e4rische Industrieproduktion langfristig absichert, w\u00e4hrend andere \u00f6ffentliche Bereiche unter massiven Finanzdruck gezwungen werden. Keynesianische Wirtschaftspolitik, die nach urspr\u00fcnglicher Auffassung in Form von \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen soziale Infrastruktur, Verkehr oder Bildung f\u00f6rdern sollte, wird nun auf den R\u00fcstungssektor reduziert. Die staatliche Nachfragepolitik konzentriert sich auf milit\u00e4risches Erstarken.<\/p>\n<div>\n<p>Die absehbaren Folgen sind in jeder Hinsicht fatal. \u00d6konomisch gesehen schaffen R\u00fcstungsausgaben keine nachhaltigen Produktivkr\u00e4fte, weil Waffen insofern unproduktive G\u00fcter sind, als sie gesellschaftliche Arbeit verk\u00f6rpern, die in ihrer Zerst\u00f6rung enden muss. Es mangelt nicht an Studien, die den Nachweis f\u00fchren, dass mit derselben Investitionssumme in Bildung, Gesundheit oder Wohnungsbau ein Mehrfaches an Arbeitspl\u00e4tzen entstehen k\u00f6nnte wie in der R\u00fcstungsindustrie. In sozialer Hinsicht geht Militarisierung mit Sozialabbau einher. W\u00e4hrend Milliarden f\u00fcr Waffen bereitgestellt werden, unterliegen die meisten anderen staatlichen Leistungen dem einschn\u00fcrenden Regime der Schuldenbremse. Milit\u00e4rkeynesianismus bedeutet damit die Priorisierung von Tod und Zerst\u00f6rung vor Leben und Daseinsvorsorge. In der politischen Ausrichtung wird die gesamte Gesellschaft auf den Krieg eingestellt, da militarisierte \u00d6konomien nicht nur materielle, sondern auch ideologische Engf\u00fchrungen erzwingen: Sie dr\u00e4ngen das gesellschaftliche Klima in Richtung autorit\u00e4rer Formierung. Deutschland solle &#8222;Drehscheibe&#8220; beim Kampf gegen Russland sein, hei\u00dft es im Gr\u00fcnbuch der Bundesregierung. Der Marschbefehl des Boris Pistorius, das Land m\u00fcsse &#8222;kriegst\u00fcchtig&#8220; werden, schlie\u00dft alle gesellschaftlichen Sph\u00e4ren bis hinein in Betriebe, Kommunen, Gesundheitseinrichtungen und Schulen ein.<\/p>\n<p><strong>Konversion pervers<\/strong><\/p>\n<p>Dass milit\u00e4rische Forschung und Produktion im Nebenlauf auch zivil nutzbare Erzeugnisse hervorbringen k\u00f6nnen, galt in Gestalt der Teflonpfanne lange als Treppenwitz der R\u00fcstungsgeschichte. Umgekehrt wurde indessen unter anderem in der Gewerkschaftsbewegung die Idee der Konversion verfolgt, die verschiedene Formen annehmen kann. In der Produktion k\u00f6nnen Waffenfabriken auf zivile Waren umgestellt werden, Besch\u00e4ftigte aus der R\u00fcstungsindustrie in zivile Bereiche wechseln oder finanzielle Mittel entsprechend umgeleitet werden. Legend\u00e4r ist das Beispiel des britischen Unternehmens Lucas Aerospace, wo in den 1980er Jahren Arbeiterinnen und Arbeiter Pl\u00e4ne f\u00fcr gesellschaftlich n\u00fctzliche Produkte entwickelten. Auch in j\u00fcngerer Zeit bleibt die Frage hochaktuell. So h\u00e4lt die Belegschaft des Autozulieferers GKN in Florenz den Betrieb seit 2021 besetzt und fordert statt Entlassungen und Schlie\u00dfung eine \u00dcberf\u00fchrung in Gemeineigentum und die Umstellung auf Produkte f\u00fcr die Energiewende und nachhaltige Mobilit\u00e4t. In Osnabr\u00fcck, wo die \u00dcbernahme des VW-Werks durch Rheinmetall droht, fordern Besch\u00e4ftigte und Initiativen: &#8222;Busse statt Panzer!&#8220;<\/p>\n<div>\n<p>Konversion kann daher \u00fcber den technischer Umbau hinaus auch als eine politische Richtungsentscheidung aufgefasst werden: Menschliche Arbeit in der Waffenproduktion schafft Profite, indem sie Tod vorbereitet. Vergesellschaftete Konversion k\u00f6nnte Produkte hervorbringen, die Zukunft sichern. Doch die in den 1980ern mit Nachdruck erhobene Forderung, &#8222;Schwerter zu Pflugscharen&#8220; umzuwandeln, wird heute ins Gegenteil verkehrt: Zivile Betriebe werden f\u00fcr die Kriegsproduktion konvertiert, Besch\u00e4ftigte dorthin abgezogen. Stahlwerke produzieren Panzerstahl, Automobilzulieferer fertigen Teile f\u00fcr Milit\u00e4rfahrzeuge, Forschungsgelder f\u00fcr Energiewende und Transformation werden umgeleitet, um Drohnen und Raketen zu entwickeln. Werden R\u00fcstungsinteressen in den Rang einer dauerhaften industriepolitischen Leitlinie erhoben, richtet sich der Fokus in Forschung und Entwicklung vorrangig auf Technologien, die sich wegen ihrer milit\u00e4rischen Nutzbarkeit besonderer F\u00f6rderung erfreuen. Die Trennung von ziviler und milit\u00e4rischer Forschung verschwimmt, so dass der Begriff &#8222;Dual-Use&#8220; nicht l\u00e4nger technologieethische Konflikte kennzeichnet, sondern zum strategischen Hebel wird: Wer milit\u00e4rische Anschlussf\u00e4higkeit in Aussicht stellt, erh\u00e4lt Mittel. Gilt es nunmehr, im Gleichschritt der Kriegsert\u00fcchtigung einer zunehmend militarisierten Gesellschaft Pflugscharen zu Schwertern umzuschmieden, st\u00fcrzt sich, wer irgend kann, auf die &#8222;Konversion pervers&#8220;, um sich die Taschen mit den herabregnenden Staatsgeldern zu f\u00fcllen.<\/p>\n<div>\n<p><strong>Platzhirsch Rheinmetall<\/strong><\/p>\n<p>Mehr als 150 Milliarden Euro will die Bundesregierung voraussichtlich ab 2029 Jahr f\u00fcr Jahr in die Aufr\u00fcstung stecken. Das ist mehr als doppelt so viel wie 2021 und fast viermal so viel wie 2018. Gr\u00f6\u00dfter Profiteur dieser entfesselten Alimentierung und Platzhirsch des deutschen R\u00fcstungssektors ist der Konzern Rheinmetall, der im Kontext der Zeitenwende einen beispiellosen H\u00f6henflug hinlegt. Dezente Zur\u00fcckhaltung einer mitunter als anr\u00fcchig geschm\u00e4hten Branche vergangener Tage weicht einem imposanten Muskelspiel und protzendem Milit\u00e4rger\u00e4t. Die aktuellen Produktionskapazit\u00e4ten reichen l\u00e4ngst nicht mehr aus, zumal das Unternehmen zu den bedeutendsten Lieferanten der kriegsersch\u00fctterten Ukraine geh\u00f6rt. An seinem wichtigsten Standort im nieders\u00e4chsischen Unterl\u00fc\u00df errichtet der D\u00fcsseldorfer Konzern ein neues Werk f\u00fcr Artilleriemunition, das bei voller Kapazit\u00e4t das gr\u00f6\u00dfte seiner Art in Europa sein wird. W\u00e4hrend die Planungen vorsehen, in diesem Jahr rund 25.000 Granaten vom Kaliber 155 Millimeter zu fertigen, sollen es 2027 dann schon 350.000 Schuss sein. Inklusive der Fertigung in anderen Werken m\u00f6chte Rheinmetall 2027 auf insgesamt 1,5 Millionen Geschosse kommen und damit seine Position als wichtigster Hersteller dieser Artilleriegranaten in der westlichen Welt festigen. Bei der offiziellen Er\u00f6ffnung des Werkes reichten NATO-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte, Verteidigungsminister Boris Pistorius und Vizekanzler Lars Klingbeil demonstrativ Rheinmetall-Chef Armin Papperger die Hand, um der Bedeutung dieses Schulterschlusses zwischen Kriegspolitik und R\u00fcstungsbranche Ausdruck zu verleihen. [4]<\/p>\n<p>Nur etwa 30 Kilometer vom Truppen\u00fcbungsplatz Bergen der Bundeswehr entfernt wurden auf dem mit einer Fl\u00e4che von 60 Quadratkilometern gr\u00f6\u00dften Standort der Waffenschmiede bislang vor allem der Leopard 2 und der Sch\u00fctzenpanzer Puma gefertigt, gewartet, modernisiert und auf einer kilometerlangen Schie\u00dfbahn erprobt. Auch Komponenten f\u00fcr die Panzerhaubitze 2000 entstehen dort. Nun ist neben der hochgefahrenen Munitionsherstellung auch eine Fabrik f\u00fcr Raketenmotoren und m\u00f6glicherweise auch Gefechtsk\u00f6pfe sowie ein weiteres Werk f\u00fcr RDX-Sprengstoff geplant. Neben Joint Ventures in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern ist Rheinmetall auch Allianzen mit R\u00fcstungsherstellern wie Leonardo in Italien oder Lockheed Martin in den USA eingegangen. Dieser verhandelt mit Rheinmetall \u00fcber die Produktion einiger seiner Raketen der Modelle ATACMS und Hellfire. Zudem werden in Deutschland bereits Rumpfteile f\u00fcr den F-35-Tarnkappenjet gebaut. Ferner haben die beiden Unternehmen angek\u00fcndigt, gemeinsam ein &#8222;europ\u00e4isches Kompetenzzentrum f\u00fcr die Herstellung und den Vertrieb von Raketen und Flugk\u00f6rpern&#8220; schaffen zu wollen.<\/p>\n<p>Wie inzwischen als gesichert gilt, plant Rheinmetall au\u00dferdem eine maritime Erweiterung seiner Produktpalette. Demnach besteht Interesse am Bremer Milit\u00e4rschiffbauer Naval Vessels L\u00fcrssen (NVL), dessen Eigent\u00fcmerfamilie offenbar beabsichtigt, sich von ihren im Marineschiffbau t\u00e4tigen Werften zu trennen. Ob diese Fusion von den Eignern und Aufsichtsbeh\u00f6rden gebilligt wird, ist zwar noch offen, doch sprechen mehrere Gr\u00fcnde f\u00fcr eine \u00dcbernahme. Insbesondere wird aus der Bundespolitik eine st\u00e4rkere Kooperation der konkurrierenden maritimen R\u00fcstungsbauer NVL, Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) und German Naval Yards angemahnt, um die deutschen Marinewerften zu konsolidieren. [5]<\/p>\n<p>Die Auftragsb\u00fccher von Rheinmetall sind jedenfalls prall gef\u00fcllt, zumal das Verteidigungsministerium mehr als 600 Flugabwehrpanzer des Typs Skyranger 30 f\u00fcr die Bundeswehr bestellen will. Der Auftragswert der gemeinsam mit dem franz\u00f6sisch-deutschen R\u00fcstungskonzern KNDS gefertigten Radpanzer wird auf mehr als neun Milliarden Euro beziffert, geliefert werden soll bis 2030. Das System ist der Nachfolger des 2010 bei der Bundeswehr ausrangierten Flugabwehrpanzers Gepard, der sich in der Ukraine als effektives Mittel zur Abwehr russischer Geran-Drohnen erwiesen hat. Wie es dazu hei\u00dft, schlie\u00dfe der Skyranger eine &#8222;F\u00e4higkeitsl\u00fccke&#8220; der Bundeswehr. [6]<\/p>\n<p>Rheinmetall-CEO Papperger hebt hervor, dass man auch in anderen NATO-L\u00e4ndern in vergleichbarer Geschwindigkeit Munitionswerke errichten k\u00f6nne. Er denke dabei an Litauen und Gro\u00dfbritannien, wo es bereits konkrete Projekte gebe, aber auch an Bulgarien, Rum\u00e4nien, Lettland und die Ukraine. Dort will Rheinmetall \u00fcberdies noch in diesem Jahr eine Fabrik zur Produktion des Sch\u00fctzenpanzers Lynx er\u00f6ffnen, f\u00fcr den sich die ukrainischen Streitkr\u00e4fte nach gr\u00fcndlicher Pr\u00fcfung verschiedener ausl\u00e4ndischer Modelle im Praxistest entschieden haben. Die genaue Anzahl der gew\u00fcnschten Exemplare ist bislang nicht bekannt, doch sprach Papperger von einem m\u00f6glichen Rahmenvertrag zur Bereitstellung von mehreren hundert Lynx an die Ukraine. [7]<\/p>\n<p>In der dortigen Goldgrube des Krieges konkurriert Rheinmetall mit mehr als 25 weiteren ausl\u00e4ndischen R\u00fcstungsunternehmen wie British BAE Systems, Swedish SAAB oder American Northrop Grumman. \u00dcber diese traditionellen Konzerne der Branche hinaus dr\u00e4ngen Unternehmen aus den Bereichen unbemannte Systeme, Cyberabwehr und Anti-Drohnen-Kampf in die Ukraine. Das Kriegsgebiet gilt als idealer Schauplatz zur Erprobung innovativer Technologien und Taktiken unter realen Bedingungen. Das &#8222;Silicon Valley der Kriegsf\u00fchrung&#8220; gew\u00e4hrt ausl\u00e4ndischen Partnern Zugang zu Produktionsst\u00e4tten, qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften und Testm\u00f6glichkeiten, w\u00e4hrend die Ukraine Technologie, Investitionen und die F\u00e4higkeit zur Herstellung wichtiger Waffen gewinnt und zum regionalen Zentrum f\u00fcr modernstes Kriegsger\u00e4t in Europa aufsteigen k\u00f6nnte. Dieser zweifelhafte Standortvorteil ist mit einem horrenden Blutzoll im Stellvertreterkrieg erkauft, den die deutschen Protagonisten und Mitl\u00e4ufer der Zeitenwende geflissentlich ausblenden oder ausschlie\u00dflich dem \u00f6stlichen Feind in die Schuhe schieben.<\/p>\n<div>\n<p><strong>Vom Goldrausch zur Geisterstadt<\/strong><\/p>\n<p>Kommen wir abschlie\u00dfend noch einmal auf die industriellen Verwerfungen und Verschiebungen an der Heimatfront zur\u00fcck. W\u00e4hrend mit der Deutschen Bahn, ZF, Thyssenkrupp Steel, Daimler Truck, VW oder SAP viele Unternehmen einen erheblichen Stellenabbau planen, boomt die R\u00fcstungsindustrie. Sie etabliert sich als &#8222;Jobmotor&#8220; und rekrutiert eifrig Fachkr\u00e4fte aus zivilen Sparten. Doch die Vorstellung, auf diese Weise werde weitgehend kompensiert, was anderswo wegf\u00e4llt, erweist sich rasch als naive Fehleinsch\u00e4tzung oder gezielte T\u00e4uschung. Letztere muss man wohl Wirtschaftsministerin Katherina Reiche attestieren, die auf der Handelsblatt-Konferenz &#8222;Wirtschaftsfaktor R\u00fcstung&#8220; auf m\u00f6gliche neue Arbeitspl\u00e4tze verwies, ohne die mutma\u00dflichen Entlassungen in anderen Sparten gegenzurechnen: Fast 400.000 Menschen seien derzeit in der R\u00fcstungsindustrie besch\u00e4ftigt, Tendenz steigend, so die Ministerin. Solche Zahlen habe man in den letzten Jahren eher verschwiegen, was sich nun \u00e4ndern m\u00fcsse. Denn die Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie sei ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor. [8]<\/p>\n<p>Der R\u00fcstungskonzern Rheinmetall plant, die Zahl seiner Mitarbeiter in den kommenden Jahren von 40.000 auf 70.000 aufzustocken. Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) hat die Zahl seiner Mitglieder innerhalb eines Jahres auf weit \u00fcber 300 mehr als verdreifacht. Dass R\u00fcstungsaktion\u00e4re profitieren, steht au\u00dfer Frage: Stand die Rheinmetall-Aktie Ende 2020 noch bei 86 Euro, kostete sie Ende M\u00e4rz 2025 mehr als 1.300 Euro. Der Unternehmensgewinn vor Steuern stieg 2024 um 61 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Der Zulieferer Renk aus Augsburg, der unter anderem Getriebe f\u00fcr Panzer baut, wagte im Februar 2024 den Schritt an die B\u00f6rse. Damals stand die Aktie bei rund 17 Euro, gut ein Jahr sp\u00e4ter war ihr Kurs bereits auf \u00fcber 40 Euro gestiegen, um nur ein weiteres Beispiel zu nennen.<\/p>\n<p>Dieser Goldrausch ruft zwar zahlreiche gro\u00dfe und kleine Nachahmer auf den Plan, die ihrerseits einen Claim abzustecken trachten, doch h\u00e4lt sich die Zahl in die R\u00fcstungsbranche konvertierter Arbeitspl\u00e4tze in Grenzen. So erkl\u00e4rt der Verband der Automobilhersteller (VDA) skeptisch, die m\u00f6glichen neuen Jobs k\u00f6nnten keinesfalls die durch die Transformation und mangelnde Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Standorts gef\u00e4hrdeten Arbeitspl\u00e4tze ersetzen. Das Institut f\u00fcr Weltwirtschaft in Kiel rechnet zwar zweckoptimistisch mit einem EU-weiten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um bis zu 1,5 Prozent im Jahr, sollten die Milit\u00e4rausgaben auf 3,5 Prozent des BIPs erh\u00f6ht werden. Zugleich warnt das Institut jedoch vor allem mit Blick auf die wachsenden Staatsschulden vor allzu gro\u00dfer Hoffnung. Sp\u00e4testens wenn die h\u00f6heren Schulden mit h\u00f6heren Zinsen einhergehen, werde man h\u00f6here Abgaben daf\u00fcr erheben m\u00fcssen. Und das mache den Wirtschaftsraum unattraktiver. Um die Zinsen zahlen zu k\u00f6nnen, m\u00fcsste der Staat dann entweder vermehrt in anderen Bereichen sparen oder die Steuern erh\u00f6hen oder beides. Das sei f\u00fcr die Wachstumsentwicklung, f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t des Standortes und f\u00fcr die Einwanderung qualifizierter Arbeitskr\u00e4fte von Nachteil. Milit\u00e4rausgaben seien keine Investitionen, die sp\u00e4ter Ertr\u00e4ge abwerfen, warnt Dierk Hirschel, Chef\u00f6konom der Gewerkschaft Ver.\u200bdi. R\u00fcstungsg\u00fcter seien totes Kapitel, die Wachstumseffekte von Milit\u00e4rausgaben gering. \u00d6konomen sch\u00e4tzten, dass f\u00fcr jeden vom Staat daf\u00fcr ausgegebenen Euro nur 50 Cent in der Wirtschaft ankommen. Zudem drohten gro\u00dfe Marktmacht und ausgelastete Produktionskapazit\u00e4ten der R\u00fcstungsindustrie lediglich die Inflation anzuheizen.<\/p>\n<p>Wie diese Einsch\u00e4tzungen zeigen, d\u00fcrfte sich der R\u00fcstungsboom selbst im Lichte konventioneller Erkl\u00e4rungsmodelle in Wirtschaftskreisen, Denkfabriken und Gewerkschaften auf l\u00e4ngere Sicht als Strohfeuer erweisen, das die gesellschaftlich zu bew\u00e4ltigenden Widrigkeiten nicht aus dem Feld schlagen kann. Der Kunstgriff des Sonderverm\u00f6gens, das heute Geld sch\u00f6pft und den Pferdefu\u00df im Sinne des Mottos &#8222;Nach mir die Sintflut&#8220; in die Zukunft auslagert, kann das Desaster nicht einmal notd\u00fcrftig kaschieren. Andererseits gilt dasselbe Prinzip, mit Perspektiven zu hausieren, f\u00fcr jede Form des Wirtschaftens, das stets von der Erwartung k\u00fcnftiger Ertr\u00e4ge lebt. Wie gro\u00df die Not unbew\u00e4ltigter Krisen und abhanden gekommener Versprechen inzwischen ist, unterstreicht der dramatische Schwenk hin zur Kriegswirtschaft, stellt doch der letztendliche Waffengang die extremste Variante einer waghalsigen Wette auf die ungewisse Zukunft dar. Nur wenn der Krieg wie erhofft gewonnen wird, was sich selbst einer vagen Vorstellung von Kontrolle entzieht, lassen sich die Anstrengungen zu seiner Vorbereitung und Herbeif\u00fchrung skrupellos gegen\u00fcber den Opfern rechtfertigen. Dieses perfide Kalk\u00fcl setzt allerdings voraus, hinterher zu den \u00dcberlebenden, wom\u00f6glich gar zu den Profiteuren zu z\u00e4hlen, was man am allerwenigsten vorab wissen kann &#8211; zumal beim Z\u00fcndeln am Dritten Weltkrieg, der in eine alles verschlingende atomare Vernichtung zu m\u00fcnden droht.<\/p>\n<div>\n<p>Fu\u00dfnoten:<br \/>\n[1] <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2024\/02\/27\/kanonen-statt-butter\/\">https:\/\/www.imi-online.de\/2024\/02\/27\/kanonen-statt-butter\/<\/a><\/p>\n<p>[2] <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Zeitenwende-foederal-Wie-die-Bundeslaender-auf-Kriegswirtschaft-umschalten-10793020.html\">https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Zeitenwende-foederal-Wie-die-Bundeslaender-auf-Kriegswirtschaft-umschalten-10793020.html<\/a><\/p>\n<p>[3] <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/510029.gewerkschaften-millionen-sind-st%C3%A4rker-als-million%C3%A4re.html\">https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/510029.gewerkschaften-millionen-sind-st%C3%A4rker-als-million%C3%A4re.html <\/a><\/p>\n<p>[4] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/rheinmetall-werk-artilleriemunition-100.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/rheinmetall-werk-artilleriemunition-100.html <\/a><\/p>\n<p>[5] <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/507174.rheinmetall-expansion-zur-see.html\">https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/507174.rheinmetall-expansion-zur-see.html<\/a><\/p>\n<p>[6] <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Rheinmetall-soll-mehr-als-600-Skyranger-an-Bundeswehr-liefern-article26087099.html\">https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Rheinmetall-soll-mehr-als-600-Skyranger-an-Bundeswehr-liefern-article26087099.html<\/a><\/p>\n<p>[7] <a href=\"https:\/\/defence-network.com\/ukraine-entscheidet-fuer-lynx-von-rheinmetall\/\">https:\/\/defence-network.com\/ukraine-entscheidet-fuer-lynx-von-rheinmetall\/<\/a><\/p>\n<p>[8] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/ruestung-aufschwung-100.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/ruestung-aufschwung-100.html<\/a><\/p>\n<p>7. November 2025<\/p>\n<p>ver\u00f6ffentlicht in der Schattenblick-Druckausgabe Nr. 184 vom 29. November 2025<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wir werden zu Not auch einmal ohne Butter fertig werden, niemals aber ohne Kanonen.&#8220;\u00a0 Joseph Goebbels (Januar 1936) &#8222;Kanonen und Butter &#8211; das w\u00e4re sch\u00f6n, wenn das ginge. Aber das ist Schlaraffenland. Das geht nicht. 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